Inhalt dieser Seite
- ARAG und Hallesche: Welche PKV-Tarife werden verglichen?
- ARAG und Hallesche: PKV-Leistungen im direkten Vergleich
- ARAG und Hallesche: PKV-Beiträge auf gleicher Grundlage
- ARAG und Hallesche: Tarifnamen, Kürzel und Leistungsstufen
- ARAG und Hallesche: Worauf kommt es bei dieser PKV-Auswahl an?
- ARAG und Hallesche: PKV-Leistungen im Behandlungsfall
- ARAG und Hallesche: Gesundheitsprüfung und PKV-Antrag
- ARAG und Hallesche: Welche PKV passt zu Ihren Prioritäten?
- Häufige Fragen zur PKV bei ARAG und Hallesche
ARAG oder Hallesche: die Kurzantwort
MedBest bei Therapie- und Heilmittelpriorität prüfen; NK.select XL samt Selbstbehaltsstufe und optionaler FLEX-Regel vergleichen.
- ARAG: MedBest (MB)
- Hallesche: NK.select XL
- Leistungsstufe und Selbstbehalt getrennt vergleichen.
ARAG und Hallesche: Welche PKV-Tarife werden verglichen?
ARAG MedBest oder Hallesche NK.select XL? Psychotherapie und Heilmittel machen hier einen wesentlichen Unterschied. ARAG MedBest sieht 100 Prozent für ambulante Psychotherapie vor, Hallesche NK.select XL 90 Prozent. Gleichzeitig genügt bei Heilmitteln der Hinweis auf einen hohen Prozentsatz nicht: Maßgeblich ist auch, ob ein Preisverzeichnis die erstattungsfähigen Behandlungskosten begrenzt. Ein umfangreicher Therapieplan kann dadurch anders ausfallen als ein einzelner Facharztbesuch. Die Hallesche-Bonusvariante wird separat eingeordnet, damit ihr Effektivbetrag keinen künstlichen Preisvorteil erzeugt.
| Einordnung | ARAG | Hallesche |
|---|---|---|
| Konkret betrachteter Schwerpunkt | MedBest (MB) | NK.select XL |
| Andere Kombinationen mit eigenen Bedingungen | MedExtra (ME) | NK.select L |
| Vollständige Anbieterübersicht | ARAG PKV-Tarife | Hallesche PKV-Tarife |
ARAG KomfortKlasse wird mit K, MedExtra mit ME und MedBest mit MB abgekürzt. Ein K600 ist deshalb kein MedBest mit 600 Euro Selbstbehalt. KomfortKlasse arbeitet mit Primärarztprinzip; MedExtra bietet freie Arztwahl, begrenzt ambulante Honorare aber auf die Höchstsätze. MedBest erweitert unter anderem Honorar-, Heilmittel- und Psychotherapieleistungen. Die Zugehörigkeit zur Linie ist vor der Höhe der Selbstbeteiligung zu prüfen.
Hallesche NK.select S, L und XL unterscheiden sich im Leistungsumfang. Die anschließende Zahl, etwa 600 oder 1200, bezeichnet die Selbstbehaltsstufe. NK.select XL Bonus ist eine gesonderte Variante mit Bonusregel; ihr reduzierter Effektivbetrag ist kein regulärer XL-Gesamtbeitrag. Die Option NK.select FLEX ist zusätzlich von der versicherten Leistungsstufe zu unterscheiden.
ARAG und Hallesche: PKV-Leistungen im direkten Vergleich
| Kriterium | ARAG MedBest (MB) | Hallesche NK.select XL |
|---|---|---|
| Tarif im Detailvergleich | MedBest (MB); berechnet: MB600 | NK.select XL; berechnet: NK.select XL 600 |
| Aufbau der PKV | KomfortKlasse (K), MedExtra (ME) und MedBest (MB) als getrennte Linien | Leistungsstufen S, L und XL; unterschiedliche SB- und Bonusvarianten |
| Selbstbehalt | Wählbare jährliche Selbstbehaltsstufen; Zahl im Tarifkürzel beachten | 600 Euro im Kalenderjahr in der Beispielkombination; weitere Stufen mit 1.200 oder 3.000 Euro |
| Arztwahl und Honorare | MedBest mit freier Arztwahl und Erstattung auch über die GOÄ-Höchstsätze | XL: freie Arztwahl; auch über GOÄ-Höchstsätzen nach Tarif |
| Krankenhaus | Ein- oder Zweibettzimmer und privatärztliche Behandlung | XL: Ein- oder Zweibettzimmer und privatärztliche Behandlung |
| Zahnersatz | MedBest: 90 %; MedExtra: 80 % | XL: 90 % für erstattungsfähigen Zahnersatz |
| Anfängliche Zahnbegrenzung | Anfängliche Zahnstaffel im jeweiligen Tarif prüfen | XL: anfängliche Grenzen; ab dem fünften Jahr ohne Zahnstaffel |
| Ambulante Psychotherapie | MedBest: 100 % ohne feste Sitzungsgrenze; MedExtra mit anderer Staffel | XL: 90 % ohne feste Begrenzung der Sitzungszahl |
| Heilmittel und Hilfsmittel | MedBest: Heilmittel 100 % ohne eigenes Preisverzeichnis; Hilfsmittelbedingungen beachten | XL: Heil- und Hilfsmittel nach tariflicher Definition und Erstattungsregelung |
| Heilpraktiker | 100 % im tariflichen Rahmen; Umfang der jeweiligen Linie beachten | XL: 80 %, maximal 2.400 € Erstattung im Jahr |
| Brille und Sehhilfen | MedBest: 600 Euro in zwei Jahren | Leistungshöhe und Bezugsintervall der NK.select-Stufe beachten |
| Rückerstattung und Bonus | Tarif- und erfolgsabhängige Voraussetzungen; nicht vom Vergleichspreis abziehen | XL Bonus: 100 € monatlicher Bonus mit Anrechnung bei Leistungen; eigene Tarifvariante |
| Versicherungsunternehmen | ARAG Krankenversicherungs-AG | Hallesche Krankenversicherung a. G. |
ARAG und Hallesche: PKV-Beiträge auf gleicher Grundlage
Die Beiträge für ARAG und Hallesche beziehen sich auf dasselbe Profil: 35 Jahre, selbstständig, 100 Euro Krankentagegeld pro Tag ab dem 43. Krankheitstag, Beginn 1. Oktober 2026. Ausgewiesen ist jeweils der gesamte Monatsbeitrag einschließlich Pflegepflichtversicherung und gesetzlichem Zuschlag, soweit im Profil vorgesehen. Arbeitgeberzuschüsse, Rückerstattungen und Bonuszahlungen sind nicht abgezogen. Beitragsstand der Beispielrechnung: 28. September 2026.
| Versicherer | Vollständiges Beispielpaket | Gesamtbeitrag / Monat | Selbstbehalt | Klinikschutz |
|---|---|---|---|---|
| ARAG | MB600 + KTV 42 + PVN | 679,06 € | 600,00 € jährlich | Einbettzimmer und Privatarzt |
| Hallesche | NK.select XL 600 + KT.43 + PVN | 867,31 € | 600,00 € jährlich | Einbettzimmer und Privatarzt |
| Versicherer | Krankenversicherung inklusive Zuschlag | Krankentagegeld | Pflegepflicht | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|
| ARAG | 573,05 € | 36,90 € | 69,11 € | 679,06 € |
| Hallesche | 766,00 € | 32,20 € | 69,11 € | 867,31 € |
Die Preiszeile gehört nur zu der darin genannten Kombination. MedBest (MB) und NK.select XL sind keine in allen Einzelheiten identischen Verträge. Bei unterschiedlichen Selbstbehalten lässt sich die Beitragsdifferenz deshalb nicht als reiner Preisvorteil für dieselbe Leistung lesen. Die gewählte Zahnstufe, das Zimmer und die Erstattung bei längeren Therapien müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Für die persönliche Entscheidung werden diese Beispielpakete nochmals mit Ihrem Alter, Ihrer Tätigkeit und Ihrem gewünschten Selbstbehalt gerechnet. Ein individueller Risikozuschlag ist in den dargestellten Werten nicht enthalten. Auch ein anderer Versicherungsbeginn kann einen anderen Beitrag ergeben.
Für Angestellte ist der Arbeitgeberzuschuss anschließend separat zu berechnen. Kranken- und Pflegeversicherung haben eigene Zuschussgrenzen; die pauschale Halbierung jedes Gesamtpakets ist daher nicht immer richtig. Selbstständige tragen den Gesamtbeitrag regelmäßig selbst und sollten zusätzlich die passende Höhe ihres Krankentagegelds prüfen.
Ein höherer Selbstbehalt kann den Beitrag senken, verlagert aber Kosten in das Behandlungsjahr. Tarifliche Leistungslücken können zusätzlich zum Selbstbehalt entstehen. Für eine belastbare Budgetplanung gehören deshalb zwölf Monatsbeiträge, die mögliche Eigenbeteiligung und eine ausreichende Rücklage nebeneinander. Eine erfolgsabhängige Rückerstattung wird erst dann zum Vorteil, wenn die jeweiligen Bedingungen tatsächlich erfüllt sind.
Nennen Sie Ihre gewünschte Tarifstufe, den Selbstbehalt und die Leistungen, auf die Sie besonderen Wert legen.
ARAG und Hallesche: Tarifnamen, Kürzel und Leistungsstufen
Bei ARAG und Hallesche muss die Suche nach einem Tarifnamen zur richtigen Variante führen. Die folgenden Angaben trennen die Produktstufen und Ergänzungen. Leistungen einer höheren Stufe sind nicht automatisch im günstigeren Einstieg enthalten. Die Tabelle zum Monatsbeitrag weiter oben gilt ausschließlich für das dort ausgeschriebene Paket.
ARAG KomfortKlasse
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 % mit Primärarzt, sonst 80 % |
| Stationär | Ein-/Zweibettzimmer, Chefarzt, 100 % |
| Selbstbeteiligung | 0 / 300 / 600 / 900 / 1.200 / 1.500 € |
| Heilpraktiker | 80 %, bis 500 €/Jahr |
| Zahnersatz | 80 %, bis 4 Implantate |
| Sehhilfen | 150 € in 36 Monaten |
ARAG MedExtra
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, freie Arztwahl, bis 3,5-fach GOÄ |
| Stationär | Ein-/Zweibettzimmer, Chefarzt |
| Psychotherapie | 80 % bis Sitzung 30, danach 100 % |
| Zahnersatz | 80 %, ohne Implantatbegrenzung |
| Sehhilfen / LASIK | 300 € in 2 Jahren / 2.000 € in 5 Jahren |
ARAG MedBest
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, auch über die Höchstsätze |
| Heilmittel | 100 %, ohne Preisverzeichnis |
| Psychotherapie | 100 %, ohne Sitzungslimit |
| Zahnersatz / KFO | 90 %, KFO ohne Altersgrenze |
| Sehhilfen / LASIK | 600 € in 2 Jahren / 4.000 € in 5 Jahren |
| Elternzeit | beitragsfrei bis 6 Monate je Kind |
Hallesche NK.select S
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 % über Primärarzt, sonst 75 % |
| Stationär | allgemeine Krankenhausleistungen 100 % |
| Selbstbehalt | 600, 1.200 oder 3.000 € im Jahr |
| Hilfsmittel | offener Katalog, 80 % bis 4.000 €, darüber 100 % |
| Zahnersatz | 70 %, PZR 1× im Jahr |
Hallesche NK.select L
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, freie Arztwahl |
| Stationär | Zweibettzimmer, Chefarzt 100 % |
| Selbstbehalt | 600, 1.200 oder 3.000 € im Jahr |
| Arznei/Heilmittel | 80 % bis 2.000 €, darüber 100 % |
| Zahnersatz | 80 %, ab Jahr 5 ohne Summengrenze |
| Sehhilfen | 300 € alle 2 Jahre, Lasik bis 1.500 €/Auge |
Hallesche NK.select XL
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz |
| Stationär | Ein- oder Zweibettzimmer, Privatarzt 100 % |
| Selbstbehalt | 600, 1.200 oder 3.000 € im Jahr |
| Heilpraktiker | 80 % bis 2.400 €/Jahr |
| Zahnersatz | 90 %, ab Jahr 5 ohne Summengrenze |
| Psychotherapie | 90 %, ohne Sitzungsbegrenzung |
ARAG und Hallesche: Worauf kommt es bei dieser PKV-Auswahl an?
Heilmittel: lange Behandlungsserien mitrechnen
Psychotherapie und Heilmittel machen hier einen wesentlichen Unterschied. ARAG MedBest sieht 100 Prozent für ambulante Psychotherapie vor, Hallesche NK.select XL 90 Prozent. Gleichzeitig genügt bei Heilmitteln der Hinweis auf einen hohen Prozentsatz nicht: Maßgeblich ist auch, ob ein Preisverzeichnis die erstattungsfähigen Behandlungskosten begrenzt. Ein umfangreicher Therapieplan kann dadurch anders ausfallen als ein einzelner Facharztbesuch. Die Hallesche-Bonusvariante wird separat eingeordnet, damit ihr Effektivbetrag keinen künstlichen Preisvorteil erzeugt.
Heilmittel sind beispielsweise Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Sie sind von Hilfsmitteln wie Hörgeräten oder Rollstühlen zu unterscheiden. Bei einer neurologischen Erkrankung oder nach einem Unfall können über längere Zeit viele Termine erforderlich werden. Dann wirkt eine prozentuale Kürzung oder ein niedriges Preisverzeichnis bei jeder einzelnen Behandlung erneut.
Für die Auswahl sind die versicherten Heilmittelarten, die erforderliche ärztliche Verordnung und die anerkannten Behandlungspreise wichtig. Eine Angabe von 100 Prozent kann sich auf ein tarifliches Verzeichnis beziehen und muss nicht den tatsächlichen Preis jeder Praxis umfassen. Umgekehrt ist eine Quote unter 100 Prozent nicht immer die einzige Begrenzung: Ein Höchstbetrag kann zusätzlich greifen.
Praktisch hilft eine Beispielserie mit tatsächlich angefragten Behandlungspreisen. Bei angenommenen 40 Terminen zu jeweils 80 Euro entstehen 3.200 Euro. Zehn Prozent davon wären 320 Euro Eigenanteil, bevor ein allgemeiner Selbstbehalt oder weitere Grenzen berücksichtigt werden. Das ist ein reines Rechenbeispiel und kein marktüblicher Behandlungspreis. Es zeigt, warum bei dauerhaftem Bedarf die genaue Heilmittelklausel wichtiger werden kann als ein kleiner monatlicher Beitragsunterschied.
| Ihre Priorität | ARAG konkret prüfen | Hallesche konkret prüfen |
|---|---|---|
| Tarifname und Stufe | MedBest (MB) | NK.select XL |
| Alternative mit anderem Leistungsniveau | MedExtra (ME) | NK.select L |
| Honorare und Spezialisten | MedBest mit freier Arztwahl und Erstattung auch über die GOÄ-Höchstsätze | XL: freie Arztwahl; auch über GOÄ-Höchstsätzen nach Tarif |
| Längere Therapie | MedBest: 100 % ohne feste Sitzungsgrenze; MedExtra mit anderer Staffel | XL: 90 % ohne feste Begrenzung der Sitzungszahl |
| Zahnversorgung | MedBest: 90 %; MedExtra: 80 % | XL: 90 % für erstattungsfähigen Zahnersatz |
| Planbare Eigenbeteiligung | Wählbare jährliche Selbstbehaltsstufen; Zahl im Tarifkürzel beachten | 600 Euro im Kalenderjahr in der Beispielkombination; weitere Stufen mit 1.200 oder 3.000 Euro |
ARAG und Hallesche: PKV-Leistungen im Behandlungsfall
Bei ARAG MedBest (MB) und Hallesche NK.select XL lassen sich die Quoten an einer längeren Behandlung verdeutlichen. Angenommen werden 60 tariflich grundsätzlich anerkannte Sitzungen zu je 120 Euro, insgesamt 7.200 Euro. Die 120 Euro sind eine frei gewählte Rechengröße, kein zugesagter Behandlungspreis. Allgemeiner Selbstbehalt, Honorarbegrenzen, medizinische Voraussetzungen und eventuelle Genehmigungen sind noch nicht eingerechnet.
| Verglichener Tarif | Rechnerische Erstattung nach der genannten Sitzungsquote | Verbleibender Anteil vor weiteren Grenzen |
|---|---|---|
| ARAG MedBest (MB) | 7.200,00 € | 0,00 € |
| Hallesche NK.select XL | 6.480,00 € | 720,00 € |
Die Rechnung zeigt die Wirkung einer Erstattungsquote und einer Sitzungsstaffel. Sie ersetzt keine Prüfung der vollständigen Bedingungen. Für stationäre Psychotherapie gelten eigene Regelungen; das ambulante Beispiel darf darauf nicht übertragen werden. Wer bereits behandelt wird oder eine Therapie empfohlen bekommen hat, sollte vor einem Antrag die Gesundheitsfragen und den tatsächlichen Annahmeentscheid gesondert klären.
Zahn- und Klinikleistungen bei ARAG und Hallesche getrennt prüfen
Beim Zahnersatz sind die Erstattungsquote und der erstattungsfähige Rechnungsbetrag zwei verschiedene Größen. Ein Tarif mit 90 Prozent zahlt diese Quote auf die nach seinen Bedingungen anerkannten Aufwendungen. Honorargrenzen, Material- und Laborverzeichnisse sowie anfängliche Summengrenzen können die Grundlage verkleinern. Auch Implantate sind deshalb nicht allein mit einer Prozentzahl ausreichend beschrieben.
Vor einer größeren Versorgung sollte ein Heil- und Kostenplan vorliegen. Darin lassen sich Zahnarzthonorar, Implantatmaterial und Laborleistungen getrennt erkennen. Die schriftliche Leistungsantwort hilft, den eigenen Anteil realistischer zu planen. Sie ersetzt jedoch keine Prüfung, ob sich die Behandlung später gegenüber dem eingereichten Plan geändert hat. Besonders in den ersten Versicherungsjahren kann eine Zahnstaffel stärker wirken als die nominelle Differenz zwischen zwei Quoten.
Bei Kindern kommt Kieferorthopädie hinzu. Dafür können andere Altersgrenzen, medizinische Voraussetzungen oder Höchstbeträge gelten als für Zahnersatz bei Erwachsenen. Eine hohe Leistung für eine einzelne Krone sagt daher wenig über eine mehrjährige kieferorthopädische Behandlung aus. Zahnbehandlung, Zahnreinigung, Zahnersatz und Kieferorthopädie sollten jeweils im passenden Tarifteil gelesen werden.
Einbettzimmer und Chefarztbehandlung sind sichtbare Komfortmerkmale, aber nicht die gesamte stationäre Absicherung. Bei einer teuren Behandlung können die allgemeinen Krankenhauskosten, eine abweichende Honorarvereinbarung und die Zulässigkeit der gewählten Klinik wesentlich größere Beträge verursachen. Auch ein Tarif mit Einbettzimmer muss daher auf Privatkliniken und besondere Einrichtungen geprüft werden.
Eine Erstattung bis zu einem Mehrfachen der Kosten nach Krankenhausentgeltgesetz bezieht sich auf einen gesetzlich bestimmten Vergleichswert. Sie bedeutet nicht, dass der Versicherer ein Mehrfaches jeder Privatrechnung bezahlt. Liegt die tatsächliche Klinikrechnung oberhalb der tariflich anerkannten Vergleichskosten, kann trotz einer scheinbar hohen Prozentangabe ein erheblicher Eigenanteil verbleiben. Die konkrete Klinik sollte vor einer geplanten Aufnahme eine nachvollziehbare Kostenaufstellung liefern.
Gemischte Anstalten verbinden beispielsweise Akutbehandlung mit Kur- oder Rehabilitationsangeboten. Hier können besondere Zusagepflichten gelten. Deshalb ist die Frage nach der Einrichtung getrennt von der Frage nach dem Zimmer zu beantworten. Für Notfälle, medizinisch notwendige Transporte und eine anschließende Rehabilitation sind wiederum eigene Leistungsregeln zu prüfen. Das verhindert, dass ein einziges Komfortmerkmal als Ersatz für einen vollständigen Klinikvergleich dient.
Beschreiben Sie Ihre Prioritäten. So lässt sich die Tarifauswahl auf Ihren tatsächlichen Bedarf ausrichten.
ARAG und Hallesche: Gesundheitsprüfung und PKV-Antrag
ARAG MedBest (MB) und Hallesche NK.select XL werden vor einem regulären Neuabschluss nicht allein nach dem gewünschten Beitrag ausgewählt. Die Gesundheitsprüfung kann das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Behandlungen, Beschwerden, Untersuchungen und empfohlene Maßnahmen sind entsprechend den tatsächlich gestellten Fragen anzugeben. Entscheidend ist der Wortlaut des jeweiligen Antrags einschließlich der abgefragten Zeiträume.
Wer seine Unterlagen zunächst ordnet, vermeidet widersprüchliche oder unvollständige Angaben. Hilfreich sind Arztberichte, Medikamentenangaben und bei abgeschlossenen Behandlungen ein nachvollziehbarer Verlauf. Eine pauschale Vermutung, ein alter Befund spiele keine Rolle mehr, ist keine zuverlässige Grundlage. Für die Vorbereitung hilft der Gesundheitsfragen-Check mit Abfragezeiträumen; er ersetzt die verbindlichen Fragen des Versicherers nicht.
Ein Risikozuschlag verändert den persönlichen Beitrag und kann die Reihenfolge zweier Beispielangebote umkehren. Deshalb sollte die fachlich geeignete Tarifauswahl mit der tatsächlichen Annahmeentscheidung zusammengeführt werden. Ein Tarif mit günstigerem Standardbeitrag ist nach einem Zuschlag nicht automatisch die wirtschaftlich bessere Lösung. Umgekehrt sollte eine leichtere Annahme nicht dazu führen, eine wichtige dauerhafte Leistungslücke zu übersehen.
Bei einem bestehenden Vertrag kommt die Wechselentscheidung hinzu. Kündigen Sie den bisherigen Schutz erst, wenn der Anschluss verbindlich geklärt ist. Vergleichen Sie dabei auch den bestehenden Tarif und mögliche Änderungen beim bisherigen Versicherer. Ein Neuabschluss kann andere Bedingungen, neue anfängliche Begrenzungen und eine erneute Gesundheitsprüfung bedeuten. Die Frage nach einem Anbieterwechsel ist damit umfassender als die Suche nach einem niedrigeren Monatsbeitrag.
Für die Angebotsanfrage sind neben den Gesundheitsangaben die gewünschte Tarifstufe, das Eintrittsalter und Berufsstatus, Selbstbehalt und gewünschtes Krankentagegeld hilfreich. Schreiben Sie ausdrücklich dazu, ob Sie MedBest (MB) oder NK.select XL im Blick haben. So bleibt nachvollziehbar, welches Leistungsniveau angefragt wurde und welche Alternativen tatsächlich dazu passen.
ARAG und Hallesche: Welche PKV passt zu Ihren Prioritäten?
MedBest bei Therapie- und Heilmittelpriorität prüfen; NK.select XL samt Selbstbehaltsstufe und optionaler FLEX-Regel vergleichen.
Für ARAG und Hallesche ist die sinnvollste Reihenfolge: zunächst unverzichtbare Leistungen bestimmen, danach die konkrete Kombination festlegen und erst dann den vollständigen Beitrag bewerten. Eine hohe Brillenpauschale oder eine mögliche Rückerstattung sollte eine erhebliche Begrenzung bei längerer Therapie, teuren Hilfsmitteln oder einer Klinikbehandlung nicht verdecken. Die wichtigen PKV-Leistungen helfen dabei, solche Kostenrisiken systematisch zu gewichten.
Legen Sie Ihre Prioritäten schriftlich fest. Beispielsweise können freie Facharztwahl, starke Psychotherapieleistungen und eine passende Privatklinikregel unverzichtbar sein, während ein höherer allgemeiner Selbstbehalt akzeptabel ist. Eine andere Person gewichtet Familienleistungen oder einen möglichst geringen Eigenanteil stärker. Beide Entscheidungen können nachvollziehbar sein, ohne dass einer der Versicherer pauschal für jeden Kunden besser wäre.
Der Vergleich sollte am Ende zwei vollständige und verständliche Angebote liefern. Dazu gehören die ausgeschriebenen Tarifnamen, die Bausteinkürzel, die Selbstbehalte und der reguläre Gesamtbeitrag. Bedingte Vorteile werden daneben ausgewiesen. Offene Fragen zu geplanten Behandlungen werden vor dem Abschluss geklärt. Damit bleibt die Entscheidung auch dann nachvollziehbar, wenn später tatsächlich eine größere Rechnung eingereicht wird.
Lassen Sie die gewünschte Tarifausstattung und Ihre persönlichen Voraussetzungen gemeinsam prüfen.
Häufige Fragen zur PKV bei ARAG und Hallesche
Was unterscheidet ARAG MedBest (MB) von anderen Tarifstufen?
ARAG KomfortKlasse wird mit K, MedExtra mit ME und MedBest mit MB abgekürzt. Ein K600 ist deshalb kein MedBest mit 600 Euro Selbstbehalt. KomfortKlasse arbeitet mit Primärarztprinzip; MedExtra bietet freie Arztwahl, begrenzt ambulante Honorare aber auf die Höchstsätze. MedBest erweitert unter anderem Honorar-, Heilmittel- und Psychotherapieleistungen. Die Zugehörigkeit zur Linie ist vor der Höhe der Selbstbeteiligung zu prüfen.
Welche Tarifkürzel sind bei Hallesche in diesem PKV-Duell wichtig?
Hallesche NK.select S, L und XL unterscheiden sich im Leistungsumfang. Die anschließende Zahl, etwa 600 oder 1200, bezeichnet die Selbstbehaltsstufe. NK.select XL Bonus ist eine gesonderte Variante mit Bonusregel; ihr reduzierter Effektivbetrag ist kein regulärer XL-Gesamtbeitrag. Die Option NK.select FLEX ist zusätzlich von der versicherten Leistungsstufe zu unterscheiden.
Welche PKV-Tarife von ARAG und Hallesche sind hier gemeint?
Im Mittelpunkt stehen ARAG MedBest (MB) und Hallesche NK.select XL. MedExtra (ME) beziehungsweise NK.select L sind andere Kombinationen oder Leistungsstufen. Die jeweilige Preiszeile nennt deshalb immer das vollständige berechnete Paket.
Ist ARAG oder Hallesche günstiger?
ARAG MB600 + KTV 42 + PVN: 679,06 € Gesamtbeitrag im genannten Beispiel. Hallesche NK.select XL 600 + KT.43 + PVN: 867,31 € Gesamtbeitrag im genannten Beispiel. Grundlage sind 35 Jahre, selbstständige Tätigkeit und 100 Euro Krankentagegeld ab Tag 43, Beginn 1. Oktober 2026, einschließlich Pflegepflicht und vorgesehenem gesetzlichem Zuschlag. Selbstbehalte und die vollständig genannten Tarifbausteine sind zusätzlich zu vergleichen; Zuschüsse oder Rückerstattungen sind nicht abgezogen.
Sind die Tarifstufen bei ARAG und Hallesche leistungsgleich?
Nein. ARAG MedBest (MB) und Hallesche NK.select XL unterscheiden sich in den Vertragsbedingungen. Auch innerhalb beider Gesellschaften sind höhere Stufen nicht allein durch einen anderen Selbstbehalt definiert. Die vollständige Kombination entscheidet über die Erstattung bei Zahnbehandlung, Therapie oder Krankenhaus.
Was ist bei ARAG und Hallesche vor einer teuren Behandlung zu prüfen?
Bei ARAG und Hallesche sollte der konkrete Tarif zusammen mit Kostenplan, Honorarvereinbarung und gegebenenfalls Klinikangaben geprüft werden. Eine hohe Erstattungsquote ersetzt keine Prüfung von Summengrenzen oder Zusagepflichten. Für stationäre und ambulante Behandlungen können unterschiedliche Bedingungen gelten.
Kann ich wegen Vorerkrankungen bei ARAG oder Hallesche einen Zuschlag bekommen?
Bei ARAG und Hallesche wird ein regulärer Neuantrag anhand der Gesundheitsangaben beurteilt. Je nach Befund und Tarif können weitere Unterlagen, ein Risikozuschlag oder eine andere Annahmeentscheidung folgen. Gute Tarifleistungen für Versicherte sind keine Garantie, dass ein neuer Antrag ohne Einschränkungen angenommen wird.
Wie nutze ich den Vergleich zwischen ARAG und Hallesche für meine Entscheidung?
Legen Sie bei ARAG und Hallesche zunächst dieselbe Zielausstattung fest: Selbstbehalt, Zahn- und Klinikschutz sowie Krankentagegeld. Prüfen Sie anschließend die Unterschiede der konkret benannten Tarife. Ein persönliches Angebot berücksichtigt Ihr Alter, Ihren Gesundheitszustand und Ihre Prioritäten; eine allgemeine Gesellschaftsrangliste kann das nicht ersetzen.
ARAG und Hallesche: PKV-Tarife weiter vergleichen
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
