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PKV für Angestellte auf einen Blick
Angestellte dürfen in die private Krankenversicherung wechseln, sobald ihr regelmäßiges Bruttojahresgehalt die Versicherungspflichtgrenze übersteigt. Der Arbeitgeber trägt die Hälfte des Beitrags bis zu einem Höchstbetrag. Wer jung und gesund einsteigt, zahlt oft deutlich weniger als den GKV-Höchstbeitrag.
- Gehaltsgrenze 2026: 77.400 € im Jahr (6.450 € im Monat), 2027 voraussichtlich 84.150 €.
- Arbeitgeberzuschuss: bis 508,59 € Kranken- plus 104,63 € Pflegeversicherung, zusammen 613,22 € im Monat.
- GKV zum Vergleich: bis 613,22 € Arbeitnehmeranteil im Monat (mit Kind), kinderlos 648,09 €.
- Beispiel PKV: 358,63 € Eigenanteil für einen 24-Jährigen in Allianz Plus 90 mit Zahn, Krankentagegeld und Pflegepflicht.
PKV für Angestellte: Ab welchem Gehalt Sie wechseln dürfen
Die PKV für Angestellte steht allen offen, deren regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt über der Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze, kurz JAEG) nach § 6 SGB V liegt. 2026 beträgt sie 77.400 € brutto im Jahr, also 6.450 € im Monat.
Wer darunter verdient, bleibt gesetzlich pflichtversichert — egal, wie gern er wechseln würde. Wer darüber liegt, wird versicherungsfrei und kann wählen: freiwillig in der gesetzlichen Kasse bleiben oder in die private Krankenversicherung gehen. Für Angestellte ist die Gehaltsgrenze damit die wichtigste Zahl überhaupt, denn Selbstständige und Beamte können unabhängig vom Einkommen privat versichert sein.
| Grenze | 2025 | 2026 | 2027 (voraussichtlich) |
|---|---|---|---|
| Versicherungspflichtgrenze, jährlich | 73.800 € | 77.400 € | 84.150 € |
| Versicherungspflichtgrenze, monatlich | 6.150 € | 6.450 € | 7.012,50 € |
| Besondere Grenze (PKV-Bestand am 31.12.2002) | 66.150 € | 69.750 € | 72.900 € |
| Beitragsbemessungsgrenze KV/PV, jährlich | 66.150 € | 69.750 € | 76.500 € |
Was zum Jahresgehalt zählt
Maßgeblich ist das regelmäßige Bruttogehalt der nächsten zwölf Monate. Dazu gehören das Grundgehalt und Sonderzahlungen, die Ihnen vertraglich sicher zustehen — etwa ein festes Weihnachts- oder Urlaubsgeld oder ein 13. Monatsgehalt. Nicht mitgerechnet werden unregelmäßige Bestandteile wie die Bezahlung von Überstunden, schwankende Boni ohne Rechtsanspruch oder Zuschläge, die nur gelegentlich anfallen. Ein Angestellter mit 6.000 € Monatsgehalt und einem vertraglich zugesicherten 13. Gehalt kommt so auf 78.000 € und liegt 2026 knapp über der Grenze.
Wann der Wechsel möglich ist
Wer bereits angestellt ist und durch eine Gehaltserhöhung über die Grenze rutscht, wird nicht sofort versicherungsfrei. Die Versicherungspflicht endet erst mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Grenze überschritten wird — und nur, wenn das Gehalt auch die Grenze des Folgejahres übersteigt. Für einen Wechsel zum 1. Januar 2027 muss Ihr regelmäßiges Gehalt also 2026 über 77.400 € und ab 2027 über voraussichtlich 84.150 € liegen.
Anders bei Berufseinsteigern und Jobwechslern: Liegt das vereinbarte Gehalt schon beim Start eines neuen Arbeitsverhältnisses über der Grenze, sind Sie von Anfang an versicherungsfrei und können direkt mit Arbeitsbeginn in die PKV gehen. Das ist der häufigste Weg für junge Fachkräfte, etwa nach einem Studium in Informatik, Ingenieurwesen oder Medizin. Mehr zu den Einstiegswegen lesen Sie im Ratgeber Ab wann PKV?
Rechnen Sie mit Ihrem Arbeitsvertrag, nicht mit der letzten Gehaltsabrechnung. Die Personalabteilung prüft die Versicherungsfreiheit anhand des vereinbarten Gehalts und meldet sie an die Krankenkasse.
Versicherungspflichtgrenze 2027: Was die Anhebung für Angestellte in der PKV bedeutet
Die Versicherungspflichtgrenze steigt 2027 voraussichtlich auf 84.150 € — das sind 8,7 Prozent mehr als 77.400 € im Jahr 2026. Grund ist neben der normalen Lohnentwicklung eine zusätzliche Anhebung um 300 € im Monat, die das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorsieht.
Für Angestellte, die gerade über der Grenze liegen, ist das ein wichtiger Punkt: Wer zum Jahreswechsel wechseln möchte, braucht ab 2027 ein regelmäßiges Gehalt von mindestens 7.012,50 € im Monat. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt im selben Zug voraussichtlich auf 76.500 €. Gesetzlich versicherte Gutverdiener zahlen dadurch rund 26 € im Monat mehr — noch ohne einen höheren Zusatzbeitrag.
Wer 2026 zwischen 77.400 € und 84.150 € verdient, sollte die eigene Lage jetzt prüfen lassen. Die Details, auch zu Bestandsversicherten und zur besonderen Grenze von voraussichtlich 72.900 €, erklären wir im Ratgeber Versicherungspflichtgrenze 2027; die aktuellen Werte stehen unter Versicherungspflichtgrenze 2026.
Wir prüfen, ob Ihr Gehalt für einen Wechsel zum nächsten Jahreswechsel reicht, und rechnen die passenden Tarife durch.
Arbeitgeberzuschuss zur PKV für Angestellte: So viel zahlt der Arbeitgeber
Privat versicherte Angestellte erhalten nach § 257 SGB V einen Arbeitgeberzuschuss in Höhe der Hälfte ihres PKV-Beitrags, höchstens aber 508,59 € für die Krankenversicherung und 104,63 € für die Pflegepflichtversicherung im Monat (2026). Zusammen sind das bis zu 613,22 €.
Der Höchstbetrag entspricht genau dem, was der Arbeitgeber für einen gesetzlich versicherten Kollegen an der Beitragsbemessungsgrenze zahlen würde: 7,3 Prozent plus der halbe durchschnittliche Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent für die Krankenversicherung und 1,8 Prozent für die Pflege. Für Angestellte ist der Zuschuss damit neutral: Der Arbeitgeber hat keinen Mehraufwand, wenn Sie privat versichert sind.
| Position | Höchstbetrag pro Monat | Berechnung |
|---|---|---|
| Krankenversicherung (mit Krankentagegeld) | 508,59 € | 7,3 % + 1,45 % × 5.812,50 € |
| Pflegepflichtversicherung | 104,63 € | 1,8 % × 5.812,50 € |
| Pflegepflichtversicherung in Sachsen | 75,56 € | 1,3 % × 5.812,50 € |
| Summe | 613,22 € | bundesweit außer Sachsen |
Rechenbeispiel: Zuschuss bei niedrigem und hohem Beitrag
Die Grenze wirkt getrennt für Kranken- und Pflegeversicherung. Zwei Beispiele zeigen, was das für Ihren Eigenanteil bedeutet:
| Beispiel A | Beispiel B | |
|---|---|---|
| PKV-Beitrag Krankenversicherung | 580,00 € | 1.150,00 € |
| Pflegepflichtversicherung | 120,00 € | 150,00 € |
| Gesamtbeitrag | 700,00 € | 1.300,00 € |
| Zuschuss Krankenversicherung | 290,00 € (Hälfte) | 508,59 € (Höchstbetrag) |
| Zuschuss Pflegeversicherung | 60,00 € (Hälfte) | 75,00 € (Hälfte) |
| Arbeitgeberzuschuss gesamt | 350,00 € | 583,59 € |
| Ihr Eigenanteil | 350,00 € | 716,41 € |
In Beispiel A teilen sich Arbeitgeber und Angestellter den Beitrag genau zur Hälfte. In Beispiel B greift bei der Krankenversicherung die Obergrenze: Die Hälfte wären 575,00 €, der Arbeitgeber zahlt aber nur 508,59 €. Der Rest bleibt bei Ihnen. Das ist der Grund, warum wir Angestellten meist zu Tarifen raten, deren Gesamtbeitrag unter rund 1.226 € liegt — dann wird jeder Euro zur Hälfte bezuschusst.
Was der Zuschuss abdeckt
- Krankenversicherung inklusive Krankentagegeld und gesetzlichem Zuschlag von 10 Prozent.
- Pflegepflichtversicherung mit eigenem Höchstbetrag.
- Beitragsentlastungstarife, solange der Höchstbetrag nicht ausgeschöpft ist — ein Weg, den Zuschuss heute für niedrigere Beiträge im Alter zu nutzen. Mehr im Ratgeber Beitragsentlastungstarif.
- Angehörige, die in der GKV familienversichert wären, also Kinder und ein Ehepartner ohne eigenes Einkommen — innerhalb desselben Höchstbetrags.
Die Selbstbeteiligung dagegen zahlen Sie allein. Deshalb lohnt sich für Angestellte oft eine niedrige Selbstbeteiligung: Der höhere Beitrag wird zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen, die gesparte Selbstbeteiligung kommt Ihnen voll zugute. Seit 2026 übermitteln die Versicherer die Bescheinigung für den Zuschuss digital an den Arbeitgeber. Der Zuschuss ist steuer- und sozialabgabenfrei. Alle Einzelheiten, auch zu Teilzeit, Elternzeit und Rente, stehen im Ratgeber Arbeitgeberzuschuss zur PKV.
Was kostet die PKV für Angestellte? Beitrag im Vergleich zur GKV
Eine private Krankenversicherung kostet Angestellte je nach Alter und Tarif meist zwischen rund 270 und 450 € Eigenanteil im Monat, wenn der Arbeitgeberzuschuss bereits abgezogen ist. Der durchschnittliche PKV-Beitrag von Erwachsenen ohne Beihilfe lag 2024 bei 559 € im Monat — vor Abzug des Zuschusses.
Der gesetzliche Vergleich ist schnell gerechnet, denn Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze verdienen zwangsläufig mehr als die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € im Monat. Sie zahlen in der GKV also immer den Höchstbeitrag:
| GKV 2026 | Gesamt | Arbeitnehmer | Arbeitgeber |
|---|---|---|---|
| Krankenversicherung (14,6 % + Ø 2,9 %) | 1.017,19 € | 508,59 € | 508,59 € |
| Pflegeversicherung mit Kind (3,6 %) | 209,25 € | 104,63 € | 104,63 € |
| Pflegeversicherung kinderlos (4,2 %) | 244,13 € | 139,50 € | 104,63 € |
| KV + PV mit Kind | 1.226,44 € | 613,22 € | 613,22 € |
| KV + PV kinderlos | 1.261,32 € | 648,09 € | 613,22 € |
Dem stehen die Eigenanteile konkreter PKV-Tarife gegenüber. Die Beispiele stammen aus den Beitragstabellen der Versicherer für 2026 und enthalten unterschiedliche Bausteine — sie zeigen die Größenordnung, nicht Ihren persönlichen Beitrag:
Monatlicher Eigenanteil nach Arbeitgeberzuschuss; PKV-Beispiele laut Tarifbeiträgen 2026, Bausteine je Tarif verschieden
Im Beispiel der Continentale liegt der Eigenanteil 341,53 € unter dem GKV-Arbeitnehmeranteil — das sind 4.098,36 € im Jahr. Dieser Vorsprung ist aber kein fester Wert: PKV-Beiträge steigen im Laufe der Jahre, und GKV-Beiträge ebenfalls. Über die letzten 20 Jahre stiegen die PKV-Beiträge laut PKV-Verband im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr, die GKV-Beiträge je Versichertem um 3,9 Prozent.
Woraus sich der PKV-Beitrag eines Angestellten zusammensetzt
| Baustein | Was er leistet | Typische Größe |
|---|---|---|
| Krankheitskostentarif | ambulant, stationär, Zahn — der Kern des Schutzes | je nach Alter und Leistung |
| Gesetzlicher Zuschlag | fließt in die Alterungsrückstellung, Pflicht vom 21. bis 60. Lebensjahr | 10 % des Tarifbeitrags |
| Krankentagegeld | ersetzt das Gehalt nach der Lohnfortzahlung | meist ab dem 43. Tag |
| Pflegepflichtversicherung | gesetzliche Pflegeabsicherung | Ø 122,64 €, max. 209,26 € |
| Beitragsentlastung (optional) | senkt den Beitrag ab 65 oder 67 | frei wählbar |
Ihr Einkommen spielt für den PKV-Beitrag keine Rolle. Eine Gehaltserhöhung verteuert die private Krankenversicherung nicht, in der GKV dagegen steigt der Beitrag mit jeder Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Eine ausführliche Kostenübersicht nach Alter finden Sie unter PKV-Kosten und PKV-Durchschnittsbeitrag.
Tarife und Anbieter: PKV für Angestellte im Vergleich
Fast alle großen privaten Krankenversicherer haben eigene Tarife für Angestellte — mit Krankentagegeld, niedrigen Selbstbeteiligungen und einem Aufbau, der zum Arbeitgeberzuschuss passt. Diese Tabelle zeigt verbreitete Tarife mit Beispielbeiträgen für 2026:
| Anbieter | Tarif | Besonderheit | Beispielbeitrag |
|---|---|---|---|
| Allianz | MeinGesundheitsschutz Plus 90 + Zahn 90 | 10 % SB bis 500 €, Psychotherapie ohne Sitzungsgrenze | 717,26 € (24 J.), Eigenanteil 358,63 € |
| Continentale | COMFORT-U + SP2 | Selbstbeteiligung 20 € je Leistung | 271,69 € Eigenanteil (30 J.) |
| Continentale | PREMIUM + SP1 | Premium, SB höchstens 500 € im Jahr | 349,55 € Eigenanteil (30 J.) |
| Universa | uni-Top|Privat 300 | Premium, SB 300 €, inkl. Pflegepflicht | 604,74 € (30 J.), Eigenanteil 302,38 € |
| Universa | uni-intro|Privat 300 „Clever kombiniert“ | Einsteigertarif, SB 300 € | 521,49 € (30 J.), Eigenanteil 260,74 € |
| ottonova | Business Class (BC100) | digitaler Versicherer, SB 500 € | 321 € Arbeitnehmeranteil (32 J.) |
| DKV | BestMed Komfort BMK | Stufe BMK/2, SB 1.000 € | 298,50 € Arbeitnehmeranteil (30 J.)* |
| Alte Oldenburger | A 80/100 mit K 30 und Z 100/80 | SB 330 €, inkl. Pflegepflicht | 299,28 € (30 J.) |
| Concordia | AV 1 + SV 2 + ZV 1 | ohne Selbstbeteiligung | 361,53 € vor Zuschuss (30 J.) |
| Nürnberger | Komforttarif TOP6 | mit Zweibettzimmer/Chefarzt, Zahn, Tagegeld 140 € | 643,92 € vor Zuschuss (30 J.) |
| Signal Iduna | KOMFORT-SI | ohne Selbstbeteiligung | 645,29 € (30 J.)* |
| AXA | ActiveMe-U | mit Komfort Zahn-U, Tagegeld 120 € ab Tag 43, PPV | 666,42 € (34 J.) |
| ARAG | MedExtra | ohne Selbstbeteiligung | rund 625 € (35 J.), Arbeitgeber rund 313 € |
| Debeka | Tarif N | inkl. Pflegepflicht, ohne Tagegeld | 612 € (35 J.) |
| Hallesche | NK.select L | Baukasten mit S, L und XL, SB 1.200 € | 526,57 € (35 J.)* |
| SDK | GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8 | Tagegeld 150 € ab der 7. Woche, PPV | 885,78 € (35 J.), Eigenanteil 442,88 € |
| Barmenia | einsA expert+ | Premium, SB 330 € | 799,08 € (30 J.)* |
| Münchener Verein | BestensGesund Premium | Premium ohne Selbstbeteiligung | 723,22 € (30 J.)* |
Einsteiger- und Kompakttarife für Angestellte
Für Berufseinsteiger, die vor allem den GKV-Beitrag senken möchten, eignen sich Tarife wie Universa uni-intro|Privat, Continentale COMFORT-U, ottonova Premium Economy, Hallesche NK.select S oder AXA ELBonus-U. Sie liegen meist schon auf GKV-Niveau oder darüber, verzichten aber auf Einbettzimmer oder begrenzen Zahnersatz und Hilfsmittel. Achten Sie hier besonders auf die Leistungen bei Psychotherapie, Hilfsmitteln und Zahnersatz — und auf ein Tarifwechselrecht in höhere Tarife.
Komforttarife: der Standard für die meisten Angestellten
Die meisten Angestellten entscheiden sich für einen Komforttarif mit Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung und 80 bis 90 Prozent Zahnersatz. Typische Vertreter sind Allianz MeinGesundheitsschutz Plus, DKV BestMed Komfort, Signal Iduna KOMFORT-SI, Nürnberger TOP6, AXA ActiveMe-U, ARAG MedExtra und Debeka Tarif N. Weitere Anbieter mit Komfortlinien sind Gothaer MediCompact, INTER QualiMed und R+V AGIL comfort.
Premiumtarife: Einbettzimmer und Erstattung über die Höchstsätze
Wer Leistungen auch über die Höchstsätze der Gebührenordnung, ein Einbettzimmer und 100 Prozent Zahnersatz möchte, schaut auf Allianz MeinGesundheitsschutz Best, Barmenia einsA expert+, HanseMerkur Best Fit, SDK GesundheitsFAIR, Münchener Verein BestensGesund Premium, Hallesche NK.select XL oder LKH-GesundheitsUpgrade Premium. Für Angestellte mit hohem Einkommen sind diese Tarife interessant, weil der Arbeitgeber bis zum Höchstbetrag die Hälfte mitträgt.
Eine Übersicht aller Gesellschaften finden Sie unter PKV-Anbieter, eine Auswertung aktueller Testergebnisse unter PKV-Testsieger und Hinweise zu günstigen Einstiegen unter Günstige PKV.
Wir rechnen die passenden Tarife mit gleichen Bausteinen, Ihrem Eintrittsalter und dem Arbeitgeberzuschuss — kostenlos und unverbindlich.
PKV-Rechner für Angestellte: Beispielbeiträge nach Alter
Mit dem PKV-Rechner für Angestellte sehen Sie sofort, welche Tarife für Ihr Eintrittsalter infrage kommen und was sie ungefähr kosten. Der Status „angestellt“ ist bereits eingestellt; ändern Sie Alter, Selbstbeteiligung und Leistungsniveau nach Wunsch.
Beispielbeiträge 2026 bzw. daraus hochgerechnete Richtwerte vor Arbeitgeberzuschuss, sofern nicht anders angegeben; die enthaltenen Bausteine unterscheiden sich je Tarif. Ihr genauer Beitrag steht mit dem persönlichen Angebot fest.
Die Werte sind Richtwerte ohne Gesundheitsprüfung. Der verbindliche Beitrag hängt von Ihren Gesundheitsangaben, möglichen Risikozuschlägen und den gewählten Bausteinen ab. Mehr Filter bietet der PKV-Rechner.
Krankentagegeld in der PKV für Angestellte
Angestellte in der PKV brauchen ein Krankentagegeld, weil es kein gesetzliches Krankengeld gibt. Der Arbeitgeber zahlt bei Krankheit sechs Wochen lang das Gehalt weiter; ab dem 43. Tag springt das private Krankentagegeld ein.
In der GKV erhalten Angestellte nach der Lohnfortzahlung 70 Prozent des Bruttogehalts bis zur Beitragsbemessungsgrenze, höchstens 90 Prozent des Nettos, für bis zu 78 Wochen. Das private Krankentagegeld wird dagegen als fester Tagessatz vereinbart und orientiert sich am Nettoeinkommen. Weil es nicht an der Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt ist, sichern Gutverdiener ihr Einkommen in der PKV oft besser ab.
| GKV-Krankengeld | PKV-Krankentagegeld | |
|---|---|---|
| Beginn | nach 6 Wochen Lohnfortzahlung | frei wählbar, für Angestellte meist ab dem 43. Tag |
| Höhe | 70 % brutto bis zur Beitragsbemessungsgrenze, max. 90 % netto | vereinbarter Tagessatz, orientiert am Nettoeinkommen |
| Dauer | bis 78 Wochen je Erkrankung | unbegrenzt bis zum Ende der Berufsfähigkeit |
| Arbeitgeberzuschuss | im Beitrag enthalten | ja, als Teil der Krankenversicherung |
In den Beispielen oben ist das Tagegeld oft schon enthalten, etwa 120 € ab Tag 43 bei der AXA, 140 € bei der Nürnberger oder 150 € ab der 7. Woche bei der SDK. Prüfen Sie den Tagessatz nach jeder Gehaltserhöhung: Er darf Ihr Nettoeinkommen nicht übersteigen, sollte es aber möglichst vollständig abdecken. Einzelheiten zu Tagessatz und Karenzzeit erklärt der Ratgeber Krankentagegeld.
Für wen lohnt sich die private Krankenversicherung als Angestellter?
Die private Krankenversicherung lohnt sich für Angestellte vor allem dann, wenn sie jung und gesund einsteigen, dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze verdienen und Wert auf bessere Leistungen legen. Weniger günstig ist sie für Alleinverdiener mit großer Familie.
Vorteile für Angestellte
- Eigenanteil oft deutlich unter dem GKV-Höchstbeitrag von 613,22 €
- Leistungen vertraglich garantiert — Kürzungen wie in der GKV sind ausgeschlossen
- Beitrag unabhängig vom Einkommen, Gehaltserhöhungen verteuern nichts
- Chefarzt, Zweibettzimmer, schnellere Termine und höhere Zahnleistungen je nach Tarif
- Beitragsrückerstattung für leistungsfreie Jahre, bei der Allianz etwa bis 30 %
- Krankentagegeld ohne Deckelung an der Beitragsbemessungsgrenze
Nachteile für Angestellte
- Jedes Familienmitglied zahlt einen eigenen Beitrag
- Beiträge steigen mit den Gesundheitskosten, 2026 im Schnitt um 13 % für rund 60 % der Versicherten
- Rückkehr in die GKV nur unter engen Voraussetzungen, ab 55 kaum noch
- Gesundheitsprüfung bei Vertragsbeginn, Vorerkrankungen können Zuschläge auslösen
- Rechnungen gehen in Vorleistung und werden eingereicht
Typische Situationen
Single oder Paar mit zwei Einkommen, Anfang bis Mitte 30: Hier spielt die PKV ihre Stärken aus. Der Eigenanteil liegt häufig 200 bis 350 € unter dem GKV-Beitrag, und das gesparte Geld lässt sich für Rücklagen oder einen Beitragsentlastungstarif nutzen.
Alleinverdiener mit Kindern: In der GKV sind Kinder und ein Partner ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert. In der PKV zahlen alle einen eigenen Beitrag. Hier rechnen wir immer beide Varianten durch — manchmal bleiben die Kinder in der GKV, manchmal ist die PKV trotz Kinderbeiträgen günstiger.
Über 45 oder mit Vorerkrankungen: Der Einstieg ist möglich, aber teurer, und die Gesundheitsprüfung wird entscheidend. Eine anonyme Risikovoranfrage zeigt vorab, zu welchen Bedingungen ein Versicherer Sie annimmt. Wie wir die Entscheidung angehen, beschreiben die Ratgeber GKV oder PKV, Wann ist die PKV sinnvoll? und Vor- und Nachteile der PKV.
PKV für Angestellte mit Familie und Kindern
Privat versicherte Angestellte können ihre Kinder in der PKV versichern oder unter bestimmten Bedingungen in der GKV familienversichern lassen. Entscheidend ist, welcher Elternteil mehr verdient und wie die Eltern versichert sind.
Ist ein Elternteil gesetzlich und der andere privat versichert, scheidet die kostenlose Familienversicherung der Kinder aus, wenn der privat versicherte Elternteil regelmäßig mehr als ein Zwölftel der Versicherungspflichtgrenze verdient — 2026 also mehr als 6.450 € im Monat — und zugleich mehr als der gesetzlich versicherte Partner. Das trifft auf viele Angestellte in der PKV zu. Dann muss das Kind privat oder freiwillig gesetzlich versichert werden.
- Kindernachversicherung nach § 198 VVG: Neugeborene können innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt rückwirkend und ohne Gesundheitsprüfung, Risikozuschläge und Wartezeiten beim Versicherer eines Elternteils versichert werden. Mehr unter Kindernachversicherung.
- Arbeitgeberzuschuss für Kinder: Der Zuschuss erstreckt sich auch auf die Beiträge von Kindern, die sonst familienversichert wären — innerhalb des Höchstbetrags von 613,22 €.
- Pflegepflichtversicherung: Kinder sind in der privaten Pflegepflichtversicherung in aller Regel beitragsfrei mitversichert.
- Schwangerschaft und Elternzeit: In der Elternzeit entfällt der Arbeitgeberzuschuss, der Beitrag läuft weiter. Wie Sie das planen, erklären PKV und Schwangerschaft und PKV in der Elternzeit.
Für Familien lohnt sich ein Blick auf die Seiten PKV für Familien, PKV für Kinder und den Ratgeber Kinder gesetzlich oder privat versichern.
Wir vergleichen, ob Ihre Kinder in der PKV oder in der GKV günstiger versichert sind — mit Arbeitgeberzuschuss und allen Beiträgen.
In die PKV wechseln als Angestellter: der Ablauf in 6 Schritten
Der Wechsel in die private Krankenversicherung dauert für Angestellte meist nur wenige Wochen, wenn Sie die Schritte in der richtigen Reihenfolge gehen. Wichtig ist vor allem: Kündigen Sie die gesetzliche Kasse erst, wenn die Zusage des privaten Versicherers vorliegt.
- Gehalt prüfen: Liegt Ihr regelmäßiges Bruttojahresgehalt über 77.400 € (2026) und voraussichtlich über 84.150 € (2027)? Ihre Personalabteilung bestätigt die Versicherungsfreiheit.
- Leistungswünsche festlegen: Zahnersatz, Einbett- oder Zweibettzimmer, Psychotherapie, Selbstbeteiligung, Krankentagegeld und gegebenenfalls Beitragsentlastung.
- Gesundheit klären: Bei Vorerkrankungen stellen wir eine anonyme Risikovoranfrage bei mehreren Versicherern. So erfahren Sie Zuschläge oder Ausschlüsse, ohne dass ein Antrag gespeichert wird.
- Antrag stellen: Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß beantworten. Erst mit dem Versicherungsschein ist der Vertrag sicher.
- Gesetzliche Kasse verlassen: Nach dem Hinweis Ihrer Krankenkasse auf die Austrittsmöglichkeit erklären Sie innerhalb von zwei Wochen den Austritt und legen den Nachweis der privaten Versicherung vor. Sonst läuft die Mitgliedschaft freiwillig weiter.
- Zuschuss beantragen: Der Versicherer übermittelt die Bescheinigung über den Beitrag digital an Ihren Arbeitgeber, der Zuschuss kommt mit der Gehaltsabrechnung.
Den kompletten Ablauf mit Fristen und Sonderfällen finden Sie im Ratgeber In die PKV wechseln. Zur Gesundheitsprüfung selbst lesen Sie mehr unter Gesundheitsprüfung und PKV mit Vorerkrankungen.
Risiken der PKV für Angestellte: Rückkehr, Beitragsanpassung und Alter
Das größte Risiko der PKV für Angestellte ist eine Entscheidung, die sich später nicht mehr umkehren lässt. Wer die Regeln zu Rückkehr, Beitragsanpassung und Beiträgen im Alter kennt, kann diese Risiken aber gut steuern.
Wenn das Gehalt sinkt
Fällt Ihr Gehalt vor dem 55. Geburtstag unter die Versicherungspflichtgrenze — etwa durch Teilzeit oder einen neuen Job —, werden Sie in der Regel wieder gesetzlich pflichtversichert. Das gilt auch, wenn die Grenze stärker steigt als Ihr Gehalt, wie 2027. Den PKV-Vertrag können Sie dann innerhalb von drei Monaten rückwirkend kündigen oder über eine Anwartschaft ruhen lassen. Ab 55 bleibt versicherungsfrei, wer in den letzten fünf Jahren nicht gesetzlich versichert war; eine Rückkehr ist dann kaum noch möglich. Mehr dazu unter Zurück in die GKV und GKV-Rückkehr über 55.
Beitragsanpassungen
Zum 1. Januar 2026 stiegen die Beiträge für rund 60 Prozent der Privatversicherten, im Schnitt um etwa 13 Prozent. Für Angestellte trägt der Arbeitgeber die Hälfte jeder Erhöhung mit, solange der Höchstbetrag nicht erreicht ist. Nach einer Erhöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht; meist sinnvoller ist ein Tarifwechsel nach § 204 VVG innerhalb des eigenen Versicherers, bei dem die Alterungsrückstellung erhalten bleibt. Weitere Wege zeigt PKV-Beitrag senken.
Beiträge im Ruhestand
Mit Rentenbeginn entfällt der Arbeitgeberzuschuss. Dafür sinkt der Beitrag: Der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent fällt mit 60 weg, das Krankentagegeld endet, und die Rentenversicherung zahlt einen Zuschuss von 8,75 Prozent der gesetzlichen Rente. Wer als Angestellter zusätzlich einen Beitragsentlastungstarif abschließt, nutzt den Arbeitgeberzuschuss heute für niedrigere Beiträge im Alter. Die Details stehen unter PKV im Alter und Altersrückstellungen.
Wir prüfen Gehalt, Gesundheit und Familienplanung und sagen Ihnen ehrlich, ob sich die PKV für Sie lohnt.
PKV-Beiträge als Angestellter steuerlich absetzen
Angestellte können den Teil ihres PKV-Beitrags, der die Basisabsicherung finanziert, zusammen mit der Pflegepflichtversicherung vollständig als Sonderausgaben absetzen. Den steuerfreien Arbeitgeberzuschuss müssen Sie dabei abziehen.
Komfortleistungen wie Chefarzt, Einbettzimmer oder Heilpraktiker zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen, für die bei Arbeitnehmern ein Höchstbetrag von 1.900 € im Jahr gilt — der meist schon durch die Basisbeiträge ausgeschöpft ist. Die Aufteilung meldet der Versicherer direkt an das Finanzamt. Wie Sie mit Beitragsvorauszahlungen und Selbstbeteiligung Steuern sparen, erklärt der Ratgeber PKV steuerlich absetzen.
Häufige Fragen zur PKV für Angestellte
Ab welchem Gehalt können Angestellte in die PKV wechseln?
Angestellte können in die private Krankenversicherung wechseln, wenn ihr regelmäßiges Bruttojahresgehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt. 2026 sind das 77.400 € im Jahr bzw. 6.450 € im Monat. Für 2027 ist eine Anhebung auf voraussichtlich 84.150 € vorgesehen. Wer schon am 31.12.2002 privat versichert war, profitiert von der niedrigeren besonderen Grenze von 69.750 €.
Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur PKV 2026?
Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte Ihres PKV- und Pflegebeitrags, höchstens aber 508,59 € für die Krankenversicherung und 104,63 € für die Pflegepflichtversicherung im Monat, zusammen 613,22 €. In Sachsen liegt der Pflegeanteil bei 75,56 €. Mehr als die Hälfte des tatsächlichen Beitrags zahlt der Arbeitgeber nie.
Was kostet die PKV für Angestellte im Monat?
Das hängt vor allem vom Eintrittsalter und vom Tarif ab. Beispiele: Ein 24-jähriger Angestellter zahlt in der Allianz MeinGesundheitsschutz Plus 90 mit Zahn 90, Krankentagegeld und Pflegepflicht 717,26 € im Monat, davon trägt er selbst 358,63 €. Bei der Continentale liegt der Arbeitnehmeranteil in COMFORT-U mit 30 Jahren bei 271,69 €. Zum Vergleich: Der GKV-Arbeitnehmeranteil beträgt an der Beitragsbemessungsgrenze 613,22 € mit Kind.
Welche ist die beste PKV für Angestellte?
Die eine beste PKV für alle Angestellten gibt es nicht. Entscheidend sind Alter, Gesundheitszustand, Familienplanung und die Leistungen, auf die Sie Wert legen — etwa Zahnersatz, Psychotherapie oder Einbettzimmer. Häufig gefragte Tarife sind Allianz MeinGesundheitsschutz, Continentale COMFORT-U, Universa uni-Top|Privat, SDK GesundheitsFAIR, ottonova Business Class und AXA ActiveMe-U. Wir vergleichen die passenden Tarife kostenlos für Sie.
Ist die PKV für Angestellte sinnvoll?
Für junge, gesunde Angestellte mit Einkommen deutlich über der Versicherungspflichtgrenze ist die PKV oft günstiger und leistungsstärker als die GKV. Weniger geeignet ist sie für Alleinverdiener mit mehreren Kindern und nicht berufstätigem Partner, weil in der PKV jede Person einen eigenen Beitrag zahlt. Wichtig ist außerdem, ob Ihr Gehalt dauerhaft über der Grenze bleibt.
Was passiert, wenn mein Gehalt unter die Versicherungspflichtgrenze fällt?
Sinkt Ihr regelmäßiges Gehalt vor dem 55. Geburtstag unter die Versicherungspflichtgrenze, werden Sie in der Regel wieder gesetzlich versicherungspflichtig. Ihren PKV-Vertrag können Sie dann innerhalb von drei Monaten rückwirkend kündigen oder als Anwartschaft ruhen lassen, um Eintrittsalter und Alterungsrückstellungen zu sichern.
Zahlt der Arbeitgeber auch für Kinder in der PKV?
Ja. Der Zuschuss kann auch die Beiträge für Kinder und den Ehepartner umfassen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert wären. Die Summe bleibt aber auf den Höchstbetrag von 613,22 € im Monat begrenzt, und der Arbeitgeber zahlt höchstens die Hälfte der Gesamtbeiträge.
Gilt das auch für Angestellte im öffentlichen Dienst?
Ja. Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst sind Angestellte und erhalten keine Beihilfe wie Beamte. Für sie gelten dieselbe Versicherungspflichtgrenze und derselbe Arbeitgeberzuschuss wie für Angestellte in der Privatwirtschaft. Beihilfetarife kommen für sie deshalb nicht infrage.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
