Private Krankenversicherung 2026 auf einen Blick
Rund 8,79 Millionen Menschen sind in Deutschland privat krankenversichert. Wechseln können Angestellte ab 77.400 € Jahresgehalt (2027 voraussichtlich 84.150 €), Selbstständige, Beamte und Studenten. Der Durchschnittsbeitrag lag zuletzt bei 559 € ohne und 239 € mit Beihilfe.
- Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter, Gesundheit und Leistung — nicht nach dem Einkommen.
- Angestellte erhalten 2026 bis zu 613,22 € Arbeitgeberzuschuss für Kranken- und Pflegeversicherung.
- Für 60 Prozent der Vollversicherten stiegen die Beiträge zum 1.1.2026 um durchschnittlich 13 Prozent.
- Über 20 Jahre stiegen PKV-Beiträge um 3,4 %, GKV-Beiträge um 3,9 % pro Jahr (PKV-Verband).
Was kostet die private Krankenversicherung?
Anders als in der gesetzlichen Kasse zahlt man in der PKV keinen Prozentsatz vom Einkommen, sondern einen Beitrag, der sich aus dem Eintrittsalter, dem Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn und dem gewählten Leistungsumfang ergibt. Deshalb können zwei Kollegen mit gleichem Gehalt sehr unterschiedliche Beiträge zahlen — und ein gut verdienender 30-Jähriger zahlt oft deutlich weniger als in der GKV.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Ø Monatsbeitrag Erwachsene ohne Beihilfe (PKV-Verband) | 559 € |
| Ø Monatsbeitrag Erwachsene mit Beihilfe (PKV-Verband) | 239 € |
| GKV-Höchstbeitrag Kranken (inkl. Ø Zusatzbeitrag) | 1.017,19 € |
| Arbeitnehmeranteil GKV + Pflege (Höchstbetrag, mit Kind) | 613,22 € |
| Max. Arbeitgeberzuschuss PKV + PPV (§ 257 SGB V) | 613,22 € |
| Höchstbeitrag Basistarif | 1.017,18 € |
| Höchstbeitrag Pflegepflichtversicherung | 209,26 € |
Wie sich der Beitrag bei einzelnen Versicherern zusammensetzt, zeigen die Rechenbeispiele auf den Anbieterseiten — mit Angabe, ob Zahnbaustein, Krankentagegeld, gesetzlicher Zuschlag und Pflegepflichtversicherung enthalten sind. Eine ausführliche Herleitung nach Alter finden Sie im Ratgeber Was kostet die PKV?.
Wer kann sich 2026 privat versichern?
Die wichtigste Hürde für Angestellte ist die Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze). Wer darüber verdient, darf die gesetzliche Kasse verlassen. 2027 steigt die Grenze außergewöhnlich stark, weil das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sie zusätzlich zur Lohnentwicklung um 3.600 € anhebt.
| Grenze | 2026 | 2027 (Entwurf) |
|---|---|---|
| Versicherungspflichtgrenze (JAEG) pro Jahr | 77.400 € | 84.150 € |
| JAEG pro Monat | 6.450 € | 7.012,50 € |
| Besondere JAEG (PKV-Bestand 2002) | 69.750 € | 72.900 € |
| Beitragsbemessungsgrenze KV/PV pro Jahr | 69.750 € | 76.500 € |
Selbstständige, Freiberufler und Beamte sind an keine Einkommensgrenze gebunden. Studenten können sich zu Studienbeginn von der Versicherungspflicht befreien lassen. Alle Details zur Grenze 2027 und dem Bestandsschutz stehen im Ratgeber PKV-Grenze 2027.
Mit Alter, Beruf und Wunschleistung — inklusive Arbeitgeberzuschuss und Vergleich zur GKV.
Alle privaten Krankenversicherer im Überblick
Wir beschreiben jede Gesellschaft mit ihren aktuellen Tarifen, den Tarifen für Beamte, Studenten und Kinder, den Alttarifen und der Beitragsentwicklung. Die vollständige Liste von A bis Z steht in der Anbieterübersicht.
Debeka Krankenversicherung
Marktführer bei Beamten mit Tarif B (B30 + B20K), schlanke N-Tarifwelt für Angestellte und 98 % Überschussbeteiligung.
DKV Krankenversicherung
BestMed Eco, BestMed Komfort BMK und PremiumMed PMN, BeihilfeMed für Beamte, Best Care mit Top-Experten.
Allianz Krankenversicherung
Tarifwelt MeinGesundheitsschutz Plus/Best seit 2024, Zahn 100 ohne Staffel, eigene Ärzte- und Beihilfetarife.
AXA Krankenversicherung
Drei Linien ELBonus-U, ActiveMe-U und GesundExtra, Beamtentarife über die DBV, eigene Ärztetarife VA Med.
Signal Iduna Krankenversicherung
Neue Kompakttarife START-SI, KOMFORT-SI und EXKLUSIV-SI seit Oktober 2025, breiter Beihilfe-Baukasten für Beamte und Anwärter.
Barmenia Krankenversicherung
Kompaktlinie einsA von prima bis expert+ mit starken Optionsrechten, Beamtenlinie Genau-Für-Sie mit sehr günstigen Anwärterbeiträgen.
HanseMerkur Krankenversicherung
Fit-Tarifwelt mit Pauschalerstattung (Best Fit S, Advanced Fit S), Start Fit und Top Fit für Selbstständige, Be Fit für Beamte.
Hallesche Krankenversicherung
Tarifkonzept NK.select S/L/XL mit 100 € Monatsbonus, Wechseloption FLEX und starken Beihilfetarifen PRIMO B und C.Select.
Continentale Krankenversicherung
Dortmunder VVaG seit 1926: ECONOMY, COMFORT, PREMIUM und BUSINESS mit Selbstbeteiligung je Leistung, dazu COMFORTBeihilfe und Ärztetarife.
Gothaer Krankenversicherung
Kompakttarife MediCompact Plus und Premium mit offenem Hilfsmittelkatalog, Baukasten MediVita und Einsteigertarif MediStart 1.
Worauf es beim PKV-Vergleich ankommt
Der Monatsbeitrag ist nur die halbe Wahrheit. Ein PKV-Vertrag läuft oft 40 Jahre und länger — entscheidend ist, was im Leistungsfall gezahlt wird und wie stabil der Beitrag bleibt. Diese Kriterien trennen starke von schwachen Tarifen:
| Kriterium | Starker Tarif | Schwacher Tarif |
|---|---|---|
| Hilfsmittelkatalog | offen | geschlossen, feste Liste |
| Psychotherapie | ohne Sitzungsgrenze | 20–30 Sitzungen |
| Gebührenordnung | über Höchstsatz | nur bis Regelhöchstsatz |
| Zahnersatz | 80–100 %, kurze Staffel | 50–60 %, lange Staffel |
| Primärarztprinzip | freie Arztwahl | Hausarzt zuerst, sonst Abzug |
| Beitragsentwicklung | moderate Anpassungen | häufige zweistellige Sprünge |
Wer diese Punkte beim Abschluss prüft, vermeidet die typischen Enttäuschungen: abgelehnte Hilfsmittel, gekürzte Therapien oder Beiträge, die im Alter stärker steigen als geplant. Die vollständige Checkliste mit 15 Punkten steht im Ratgeber Worauf bei der PKV achten.
Beitragsentwicklung: PKV und GKV im Langzeitvergleich
Beitragsanpassungen in der PKV kommen sprunghaft, weil Versicherer erst anpassen dürfen, wenn die Leistungsausgaben einen gesetzlichen Schwellenwert überschreiten. Über lange Zeiträume ist die Entwicklung aber vergleichbar mit der gesetzlichen Kasse:
Durchschnittliche jährliche Beitragssteigerung laut PKV-Verband
Im Alter entlasten den PKV-Beitrag die Alterungsrückstellungen, der Wegfall des gesetzlichen 10-%-Zuschlags ab 60, der Wegfall des Krankentagegelds mit Rentenbeginn und der Zuschuss der Rentenversicherung von 8,75 Prozent der Rente. Wer im Bestand zu viel zahlt, kann mit einem Tarifwechsel nach § 204 VVG oft deutlich sparen.
Häufige Fragen zum PKV-Vergleich
Was kostet eine private Krankenversicherung 2026?
Laut PKV-Verband zahlten Erwachsene ohne Beihilfe 2024 im Durchschnitt 559 € im Monat, Beihilfeberechtigte 239 €. Der tatsächliche Beitrag hängt vor allem vom Eintrittsalter, dem Leistungsumfang und der Selbstbeteiligung ab. Angestellte erhalten vom Arbeitgeber die Hälfte, höchstens 613,22 € im Monat (2026).
Wer darf sich privat krankenversichern?
Angestellte mit einem Bruttojahresgehalt über der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 €, 2027 voraussichtlich 84.150 €), Selbstständige und Freiberufler unabhängig vom Einkommen, Beamte und Beamtenanwärter, Studenten nach Befreiung von der Versicherungspflicht sowie Kinder privat versicherter Eltern.
Wie viele private Krankenversicherer gibt es in Deutschland?
Der PKV-Verband hat 39 ordentliche und zehn außerordentliche Mitglieder. 33 Unternehmen bieten eine Krankheitsvollversicherung an, die übrigen Kranken-Zusatzversicherungen. Insgesamt waren Ende 2025 rund 8,79 Millionen Menschen privat vollversichert.
Ist der PKV-Vergleich auf KV Rechner kostenlos?
Ja. Der Vergleich, der PKV-Rechner und Ihr persönliches Angebot sind kostenlos und unverbindlich. Sie entscheiden in Ruhe, ob und welchen Tarif Sie abschließen möchten.
Wie genau sind die Beiträge im PKV-Rechner?
Der PKV-Rechner arbeitet mit den aktuellen Beispielbeiträgen der Versicherer. Liegt für Ihr genaues Alter kein Beispiel vor, rechnen wir einen Richtwert hoch und kennzeichnen ihn so. Verbindlich wird der Beitrag mit der Gesundheitsprüfung — Ihr persönliches Angebot rechnen wir kostenlos.
Steigen die Beiträge in der PKV stärker als in der GKV?
Nach Zahlen des PKV-Verbands stiegen die Beiträge von 2006 bis 2026 in der PKV um durchschnittlich 3,4 Prozent pro Jahr, in der GKV um 3,9 Prozent. Zum 1. Januar 2026 erhöhten sich die Beiträge für rund 60 Prozent der Vollversicherten um durchschnittlich 13 Prozent.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.