Ein Paar prüft Unterlagen und rechnet am Esstisch.
Was kostet die PKV? Monatsbeitrag, Pflegepflichtversicherung und Eigenanteile zusammen betrachten.

Ratgeber Kosten & Beiträge · 2026

Was kostet die PKV? Kosten der privaten Krankenversicherung 2026 mit Beispielen nach Alter

Die PKV kostet einen gesunden Erwachsenen 2026 je nach Alter und Tarif meist 330 bis 900 € im Monat – Angestellte zahlen dank Arbeitgeberzuschuss nur rund die Hälfte, Beamte mit Beihilfe oft unter 300 €. Hier sehen Sie echte Beispielbeiträge, woraus sich der Preis zusammensetzt und wie Sie ihn niedrig halten.

559 ۯ Beitrag ohne Beihilfe
239 ۯ Beitrag mit Beihilfe
613,22 €max. Arbeitgeberzuschuss
10 %gesetzlicher Zuschlag bis 60

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Inhalt dieser Seite
  1. PKV-Kosten nach Alter
  2. Woraus der Beitrag besteht
  3. Was die Kosten bestimmt
  4. Kosten nach Berufsgruppe
  5. PKV-Kosten und GKV
  6. Entwicklung der Kosten
  7. Zusätzliche Kosten
  8. PKV-Kosten senken
  9. Häufige Fragen

Was kostet die PKV? Die Kurzantwort

Die Kosten der privaten Krankenversicherung hängen nicht vom Einkommen ab, sondern vom Eintrittsalter, vom Gesundheitszustand, vom Leistungsumfang und von der Selbstbeteiligung. Ein 25- bis 35-jähriger Angestellter oder Selbstständiger zahlt 2026 für soliden Schutz typischerweise zwischen 330 und 830 € im Monat, alles eingerechnet.

  • Durchschnitt laut PKV-Verband: 559 € ohne und 239 € mit Beihilfe im Monat.
  • Arbeitgeber zahlen Angestellten die Hälfte, höchstens 613,22 € im Monat (2026).
  • Pflegepflichtversicherung: im Schnitt 122,64 €, höchstens 209,26 €.
  • Zum Vergleich GKV-Höchstbeitrag: 1.226,44 € für Kranken- und Pflegeversicherung (mit Kind).

PKV-Kosten pro Monat: Beispielbeiträge nach Alter und Tarif

Was die PKV kostet, zeigen am besten echte Tarifbeiträge: Ein 35-jähriger Angestellter zahlt je nach Tarif zwischen gut 330 und knapp 900 € im Monat. Die Spanne entsteht durch Leistungsumfang, Selbstbeteiligung und die Frage, welche Bausteine im Preis schon enthalten sind. Die folgende Übersicht stellt aktuelle Beispiele aus unserer Tarifdatenbank nebeneinander.

Beispielbeiträge 2026 für Angestellte bzw. Selbstständige ohne Risikozuschlag
Anbieter und TarifAlterSelbstbeteiligungMonatsbeitragEnthalten
Generali GesundSmart301.000 €327,40 €Zuschlag, ohne PPV und Tagegeld
Hallesche NK.select S351.200 €331,73 €Zuschlag, ohne PPV und Tagegeld
HanseMerkur Start Fit (selbstständig)351.000 €415,98 €Zuschlag und PPV
Hallesche NK.select L351.200 €526,57 €Zuschlag, ohne PPV und Tagegeld
HanseMerkur Top Fit (selbstständig)351.000 €631,15 €Zuschlag und PPV
Hallesche NK.select XL351.200 €636,00 €Zuschlag, ohne PPV und Tagegeld
Signal Iduna KOMFORT-SI 030keine645,29 €reiner Tarifbeitrag
Allianz MeinGesundheitsschutz Plus 90 + Zahn 903410 %, max. 500 €834,26 €alles inklusive

Wichtig beim Lesen solcher Zahlen: Ein Beitrag „ab 330 €“ und ein Beitrag „834 €“ sind nicht direkt vergleichbar. Das Allianz-Beispiel enthält bereits Zahnbaustein, Krankentagegeld, gesetzlichen Zuschlag und Pflegepflichtversicherung, der Generali- und der Hallesche-Beitrag dagegen weder Pflegepflicht noch Tagegeld. Rechnen Sie bei solchen Tarifen grob 122,64 € für die Pflegepflicht und je nach Tagessatz 40 bis 70 € für ein Krankentagegeld hinzu. Erst dann sehen Sie die tatsächlichen PKV-Kosten pro Monat.

Unsere Einordnung: Die Frage „Wie teuer ist die private Krankenversicherung?“ lässt sich nie mit einer einzigen Zahl beantworten. Zwei gleich alte Kunden können um 400 € im Monat auseinanderliegen – allein wegen Einbettzimmer, Zahnersatz-Quote und Selbstbeteiligung. Deshalb rechnen wir jedes Angebot mit den Bausteinen, die Sie wirklich brauchen.

Woraus sich die Kosten der PKV zusammensetzen

Der Monatsbeitrag der privaten Krankenversicherung besteht aus bis zu fünf Teilen: Tarifbeitrag, gesetzlichem Zuschlag, Pflegepflichtversicherung, Krankentagegeld und gegebenenfalls einem Risikozuschlag. Das Rechenbeispiel eines 24-jährigen Angestellten bei der Allianz zeigt, wie die einzelnen Posten zusammenkommen:

Rechenbeispiel Allianz, Beiträge 2026
Baustein (Beispiel: 24 Jahre, angestellt)Beitrag
Krankheitskosten: MeinGesundheitsschutz Plus 90451,34 €
Zahnbaustein Zahn 90108,69 €
Krankentagegeld ab der 7. Woche45,76 €
Gesetzlicher Zuschlag (10 %)56,00 €
Pflegepflichtversicherung55,47 €
Gesamtbeitrag717,26 €
davon zahlt der Arbeitgeber358,63 €
Eigenanteil pro Monat358,63 €

Der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent

Jeder Vollversicherte zahlt vom 21. bis zum 60. Lebensjahr einen Zuschlag von 10 Prozent auf den Tarifbeitrag (§ 149 VAG). Das Geld ist nicht verloren: Es fließt vollständig in die Alterungsrückstellung und wird ab 65 zur Abfederung von Beitragserhöhungen und ab 80 zur Beitragssenkung verwendet. Mit dem 60. Geburtstag fällt der Zuschlag weg – ein erster, automatischer Entlastungsschritt.

Pflegepflichtversicherung

Wer privat krankenversichert ist, muss auch privat pflegeversichert sein. Die private Pflegepflichtversicherung kostet 2026 durchschnittlich 122,64 € für Angestellte und Selbstständige und 56,50 € für Beihilfeberechtigte. Nach fünf Jahren Versicherungszeit ist der Beitrag auf den Höchstbeitrag der sozialen Pflegeversicherung begrenzt, 2026 also auf 209,26 € (mit Beihilfe 83,70 €). Mehr dazu im Ratgeber Pflegepflichtversicherung.

Krankentagegeld und Risikozuschläge

Angestellte sichern mit dem Krankentagegeld die Zeit nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung ab, Selbstständige ihren Verdienstausfall ab einem frei gewählten Tag. Je früher das Tagegeld einsetzt und je höher der Tagessatz, desto teurer wird es. Risikozuschläge verlangt der Versicherer, wenn die Gesundheitsprüfung Vorerkrankungen zeigt – etwa 10 bis 30 Prozent auf einzelne Bausteine. Sie lassen sich vorab über eine anonyme Risikovoranfrage klären, ohne dass ein Antrag gespeichert wird.

Ihr Beitrag mit allen Bausteinen

Wir rechnen Tarif, Zuschlag, Pflegepflicht und Krankentagegeld zusammen – damit Sie die echten Kosten sehen, nicht nur einen Lockpreis.

Wovon die Kosten der privaten Krankenversicherung abhängen

Die Kosten der PKV bestimmen vor allem vier Faktoren: Eintrittsalter, Leistungsumfang, Selbstbeteiligung und Gesundheitszustand. Das Einkommen spielt – anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung – überhaupt keine Rolle.

Eintrittsalter: der größte Preishebel

Je später Sie einsteigen, desto weniger Jahre bleiben dem Versicherer, Alterungsrückstellungen aufzubauen. Deshalb kostet derselbe Tarif mit 45 deutlich mehr als mit 25. Wie stark der Effekt ist, zeigen zwei Tarife der HanseMerkur für Selbstständige mit jeweils 1.000 € Selbstbeteiligung, inklusive Pflegepflicht und Zuschlag:

Beispielbeiträge HanseMerkur 2026 für Selbstständige nach Eintrittsalter

Zwischen 25 und 45 Jahren steigt der Einstiegsbeitrag in Start Fit um 67 Prozent, in Top Fit um 53 Prozent. Diese Differenz bleibt ein Leben lang bestehen, denn der Beitrag wird auf Basis des Eintrittsalters kalkuliert – ein Grund, warum sich ein früher Wechsel in die PKV finanziell lohnt. Wann das frühestens möglich ist, erklärt der Ratgeber PKV ab wann.

Leistungsumfang: Basis, Komfort oder Premium

Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Erstattung über die Höchstsätze der Gebührenordnung und hohe Zahnersatz-Quoten kosten Geld. Bei der Hallesche liegen zwischen der Basisstufe NK.select S (Primärarztprinzip, Zahnersatz 70 %) und dem Flaggschiff NK.select XL (Ein- oder Zweibettzimmer, Zahnersatz 90 %) für einen 35-Jährigen rund 304 € im Monat. Die Signal Iduna verlangt für KOMFORT-SI 0 mit 30 Jahren 645,29 €, für EXKLUSIV-SI 0 707,22 € reinen Tarifbeitrag. Welche Leistungen unverzichtbar sind, zeigt unser Ratgeber Worauf bei der PKV achten; die einzelnen Tariflinien im Überblick finden Sie unter PKV-Tarife.

Selbstbeteiligung

Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den Monatsbeitrag deutlich. Ein Beispiel aus dem Ärztetarif der Hallesche: NK.select XL kostet mit 35 Jahren bei 600 € Selbstbehalt 766,00 €, bei 3.000 € Selbstbehalt nur 458,92 €. Die Ersparnis von 307,08 € im Monat ergibt 3.684,96 € im Jahr – mehr als die 2.400 € zusätzliches Risiko. Gesetzlich darf die Selbstbeteiligung höchstens 5.000 € im Jahr betragen. Für Angestellte lohnt eine hohe Selbstbeteiligung oft weniger, weil der Arbeitgeber zwar den Beitrag bezuschusst, nicht aber den Selbstbehalt.

Was die Kosten der PKV beeinflusst
KostenfaktorWirkung auf die PKV-Kosten
Eintrittsalterwichtigster Faktor, 20 Jahre später bedeuten oft 50 bis 70 % mehr
LeistungsumfangPremium- statt Basistarif: häufig 250 bis 400 € mehr im Monat
Selbstbeteiligunghöherer Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar
GesundheitszustandRisikozuschläge oder Leistungsausschlüsse bei Vorerkrankungen
Krankentagegeldfrüher Beginn und hoher Tagessatz verteuern den Schutz
BeihilfeBeamte versichern nur die Restkosten, meist 50 %
Einkommenkein Einfluss auf den Beitrag

PKV-Kosten für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Kinder

Die Kosten der PKV unterscheiden sich stark nach Berufsgruppe, weil Arbeitgeberzuschuss, Beihilfe und Ausbildungstarife den Eigenanteil verändern. Hier die Größenordnungen im Überblick – ausführliche Tarifvergleiche finden Sie jeweils in unserem Zielgruppen-Ratgeber.

ca. 360–420 €Eigenanteil Angestellte, 24–34 Jahre (Allianz-Beispiel)
ca. 330–790 €Selbstständige, 25–45 Jahre (HanseMerkur-Beispiele)
ca. 250–350 €Beamte mit 50 % Beihilfe, 26–30 Jahre
ab ca. 60 €Studenten im Ausbildungstarif

Angestellte

Angestellte können in die PKV, wenn ihr Bruttojahresgehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt – 2026 sind das 77.400 €, 2027 voraussichtlich 84.150 €. Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags, höchstens 508,59 € für die Kranken- und 104,63 € für die Pflegeversicherung. Bei einem Gesamtbeitrag von 834,26 € (Allianz, 34 Jahre) bleiben so 417,13 € Eigenanteil. Tarife und Beispiele: PKV für Angestellte und Arbeitgeberzuschuss.

Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige tragen den vollen Beitrag allein, profitieren aber stärker als Angestellte von einer hohen Selbstbeteiligung. Ein 30-jähriger Selbstständiger zahlt in der Allianz-Kombination Plus 70 mit Zahn 75, Krankentagegeld und Pflegepflicht 777,26 €; die ARAG KomfortKlasse K600 kostet mit 34 Jahren 507,46 €. Mehr unter PKV für Selbstständige.

Beamte und Beamtenanwärter

Beamte versichern nur den Teil, den die Beihilfe nicht übernimmt – als aktive Beamte meist 50 Prozent. Die PKV für Beamte kostet deshalb deutlich weniger: zum Beispiel 246,21 € mit 30 Jahren im Tarif B der Debeka, 307,84 € mit 26 Jahren bei der ARAG oder 352,24 € mit 27 Jahren bei der Allianz. Anwärter zahlen oft unter 100 €, bei der Debeka mit 20 Jahren 42,07 €. Details: PKV für Beamte und PKV für Beamtenanwärter.

Studenten

Wer sich von der studentischen Versicherungspflicht befreien lässt, versichert sich in einem Ausbildungstarif ohne volle Alterungsrückstellung. Die Spanne ist groß: GesundSmartA der Generali kostet mit 21 Jahren 58,31 € (ohne Pflegepflicht), START-SI in der Ausbildungsvariante der Signal Iduna mit 20 Jahren 150,16 € inklusive Pflegepflicht. Mehr unter PKV für Studenten.

Kinder

In der PKV gibt es keine beitragsfreie Familienversicherung: Jedes Kind braucht einen eigenen Vertrag. Ein Kind bis 14 Jahre kostet zum Beispiel 106,33 € im Generali-Tarif GesundPro3 mit 1.500 € Selbstbeteiligung oder 211,84 € in Kids Fit der HanseMerkur. Beamtenkinder mit 80 Prozent Beihilfe sind mit rund 55 bis 60 € deutlich günstiger. Mehr unter PKV für Kinder und PKV für Familien.

Was kostet die PKV in Ihrer Situation?

Angestellt, selbstständig, verbeamtet oder im Studium – wir rechnen Ihren Beitrag mit Zuschuss oder Beihilfe genau aus.

PKV-Kosten im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung

Im Vergleich zur GKV ist die PKV für gut verdienende, gesunde Singles meist günstiger, für Familien mit nicht berufstätigem Partner und mehreren Kindern oft teurer. Der Grund: Die GKV berechnet einen Prozentsatz vom Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze (5.812,50 € im Monat, 2026), die PKV einen festen Beitrag pro Person.

Monatliche Kosten GKV und PKV im Vergleich (GKV mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag von 2,9 %)
Position 2026GKV an der BeitragsbemessungsgrenzePKV (Beispiel)
Angestellter, Gesamtbeitrag1.226,44 € (mit Kind)834,26 € (Allianz, 34 J.)
Angestellter, Eigenanteil613,22 €417,13 €
Selbstständiger, voller Beitrag1.226,44 € (mit Krankengeld)631,15 € (HanseMerkur Top Fit, 35 J.)
Nicht berufstätiger Ehepartnerbeitragsfrei familienversicherteigener Beitrag
Kindbeitragsfrei familienversichertca. 106–250 € je Kind

Das Beispiel zeigt: Ein 34-jähriger Angestellter spart gegenüber dem GKV-Höchstbeitrag knapp 196 € Eigenanteil im Monat, also rund 2.350 € im Jahr. Ein Selbstständiger spart im Beispiel sogar knapp 600 € monatlich. Bekommt die Familie aber Nachwuchs, kommt für jedes Kind ein eigener Beitrag hinzu, und ein nicht berufstätiger Partner braucht einen eigenen Vertrag. Ob sich die PKV für Sie rechnet, erklären die Ratgeber GKV oder PKV und Wann ist die PKV sinnvoll?

Zu beachten: Ab 2027 steigt die Beitragsbemessungsgrenze voraussichtlich auf 76.500 € im Jahr. Damit wird auch die GKV für Gutverdiener teurer, und der Arbeitgeberzuschuss zur PKV steigt mit.

Wie sich die Kosten der PKV über die Jahre entwickeln

Die Kosten der PKV steigen über die Jahre, aber nicht schneller als in der GKV: Laut PKV-Verband stiegen die Beiträge von 2006 bis 2026 im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr, in der GKV um 3,9 Prozent. Allerdings kommen die Erhöhungen in der PKV nicht gleichmäßig, sondern in Sprüngen.

Durchschnittliche jährliche Beitragssteigerung über 20 Jahre (PKV-Verband)

Der Grund: Ein privater Krankenversicherer darf die Beiträge nur anpassen, wenn die Leistungsausgaben oder die Lebenserwartung deutlich von der Kalkulation abweichen. Dann holt er mehrere Jahre auf einmal nach. Zum 1. Januar 2026 waren rund 60 Prozent der Vollversicherten von einer Anpassung betroffen, im Schnitt um 13 Prozent. Treiber waren vor allem Krankenhauskosten (über 10 Prozent mehr), Arzneimittel (knapp 10 Prozent) und ambulante Arztbehandlungen (über 8 Prozent). Hintergründe und die Aussichten für das nächste Jahr lesen Sie im Ratgeber PKV-Beitragserhöhung, die Entwicklung des Marktdurchschnitts unter PKV-Durchschnittsbeitrag.

Kosten der PKV im Alter

Im Alter sinken mehrere Kostenbestandteile automatisch: Mit 60 entfällt der 10-Prozent-Zuschlag, mit Rentenbeginn das Krankentagegeld, und die Rentenversicherung zahlt einen Zuschuss von 8,75 Prozent der gesetzlichen Rente. Laut PKV-Verband liegt der Durchschnittsbeitrag in keiner Altersgruppe über 650 €, ab 61 bzw. 65 Jahren sogar niedriger als zwischen 50 und 60. Beamte erhalten im Ruhestand in der Regel 70 Prozent Beihilfe und versichern nur noch 30 Prozent. Wie hoch die Beiträge im Alter tatsächlich sind, zeigt unser Ratgeber PKV im Alter; die gezielte Vorsorge über einen Beitragsentlastungstarif und die Rolle der Altersrückstellungen erklären eigene Ratgeber.

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Zusätzliche Kosten der PKV, die im Monatsbeitrag nicht stehen

Neben dem Monatsbeitrag verursacht die private Krankenversicherung weitere Kosten, die Sie in Ihre Rechnung einbeziehen sollten: vor allem die Selbstbeteiligung, Eigenanteile bei Zahnersatz, Hilfsmitteln oder Heilpraktiker sowie die Beiträge für Angehörige.

Was die Kosten senkt

  • Beitrag unabhängig vom Einkommen – Gehaltserhöhungen verteuern den Schutz nicht
  • Arbeitgeber zahlt bis zu 613,22 € im Monat
  • Beitragsrückerstattung bei leistungsfreien Jahren, bei der Allianz bis 30 %
  • Basisabsicherung voll als Sonderausgabe absetzbar
  • Zuschlag und Alterungsrückstellung dämpfen die Kosten im Alter

Was zusätzlich kostet

  • Selbstbeteiligung zahlen Sie allein – ohne Arbeitgeberanteil
  • Kinder und nicht berufstätige Partner kosten eigene Beiträge
  • Eigenanteile bei Zahnersatz, Hilfsmitteln und Heilpraktiker je nach Tarif
  • Arztrechnungen müssen Sie oft zunächst vorstrecken
  • Beitragsanpassungen in Sprüngen, zuletzt Ø 13 % für Betroffene

Die Selbstbeteiligung ist der wichtigste Posten: Bei einem Tarif mit 1.200 € Selbstbehalt tragen Sie im ungünstigsten Jahr 100 € pro Monat zusätzlich. Viele Tarife gleichen das mit einer Beitragsrückerstattung aus. Bei der Hallesche gibt es in den Bonus-Varianten von NK.select sogar einen garantierten Bonus von 100 € im Monat statt eines festen Selbstbehalts – mit 35 Jahren bleiben in NK.select S Bonus nach Bonus und Arbeitgeberanteil effektiv 122,28 € übrig.

Auch der Zahnbereich verdient einen genauen Blick: Ein Tarif mit 70 Prozent Zahnersatz ist günstiger, ein Implantat für mehrere tausend Euro kann aber schnell einen Eigenanteil von über 1.000 € auslösen. Wie die Tarife hier leisten, zeigt der Ratgeber Zahnleistungen in der PKV.

PKV-Mindestbeitrag und tatsächliche Jahresbelastung unterscheiden

Ein besonders niedriger Einstiegsbeitrag ist kein allgemeiner Mindestpreis für alle Privatversicherten. Für den persönlichen Vergleich müssen dieselben Bausteine und Eigenanteile berücksichtigt werden. Prüfen Sie neben der Prämie insbesondere begrenzte Hilfsmittel- und Sehhilfenleistungen: Die Ratgeber zu Hörgeräten und Brillen in der PKV zeigen, warum ein hoher Erstattungssatz trotzdem einen Restbetrag offenlassen kann.

PKV-Kosten senken: sechs wirksame Hebel

Die Kosten der PKV lassen sich auch nach Vertragsschluss spürbar senken, ohne auf wichtige Leistungen zu verzichten. Diese Möglichkeiten haben Sie:

Möglichkeiten, die PKV-Kosten zu senken
HebelSo wirkt erMehr dazu
Tarifwechsel nach § 204 VVGWechsel in einen gleichartigen Tarif desselben Versicherers, Alterungsrückstellung bleibt vollständig erhalten; Ersparnis oft 15 bis 34 %Tarifwechsel
Selbstbeteiligung anpassenhöhere Selbstbeteiligung senkt den Monatsbeitrag, lohnt vor allem für SelbstständigeSelbstbeteiligung
Beitragsrückerstattung nutzenkleine Rechnungen selbst zahlen, bis zu mehrere Monatsbeiträge zurückBeitragsrückerstattung
Beitragsentlastungstarifheute etwas mehr zahlen, ab Rentenbeginn deutlich wenigerBeitragsentlastung
Steuern sparenBeiträge zur Basisabsicherung voll als Sonderausgaben absetzbarPKV absetzen
Krankentagegeld prüfenspäterer Beginn oder angepasster Tagessatz spart BeitragKrankentagegeld

Ein Wechsel zu einem anderen Versicherer ist dagegen selten die günstigste Lösung: Seit 2009 lässt sich die Alterungsrückstellung nur im Umfang des Basistarifs mitnehmen, und die neue Gesundheitsprüfung fällt mit dem Alter strenger aus. Wann ein Anbieterwechsel trotzdem passt, erklären wir gesondert. Weitere praktische Tipps sammelt der Ratgeber PKV-Beitrag senken.

Sozialtarife als Notlösung

Wer den Beitrag dauerhaft nicht mehr zahlen kann, hat Zugang zu den Sozialtarifen der PKV. Der Basistarif kostet 2026 höchstens 1.017,18 €, der Standardtarif für Altverträge höchstens 848,62 € – im Schnitt aber nur rund 480 €. Diese Tarife leisten etwa auf GKV-Niveau und sind als letzte Stufe gedacht, nicht als Sparmodell.

Unser Rat

Bevor Sie über eine Kündigung nachdenken, lassen Sie prüfen, welche Tarife Ihres eigenen Versicherers günstiger sind. Nach einer Beitragserhöhung haben Sie zwar ein Sonderkündigungsrecht, der interne Tarifwechsel spart aber fast immer mehr – ohne Verlust der Rückstellungen.

Zu hohe PKV-Kosten? Wir prüfen Ihren Tarif

Wir vergleichen Ihren aktuellen Tarif mit den günstigeren Tarifen Ihres Versicherers und mit Neuverträgen am Markt.

Günstige und leistungsstarke PKV-Tarife im Kostenvergleich

Wer die Kosten der privaten Krankenversicherung vergleicht, sollte immer Preis und Leistung zusammen betrachten. Günstig in der Basisklasse sind etwa GesundSmart der Generali und NK.select S der Hallesche, im Premium-Bereich überzeugen Tarife wie NK.select XL oder MeinGesundheitsschutz Best der Allianz. Die Profile der Anbieter mit allen Tarifen und Beiträgen:

Weitere Orientierung geben unsere Seiten Günstige PKV und PKV-Testsieger. Einen Richtwert für Ihr Alter liefert sofort unser PKV-Rechner, alle Gesellschaften finden Sie in der Übersicht der PKV-Anbieter.

Häufige Fragen zu den PKV-Kosten

Was kostet die PKV im Monat?

Die private Krankenversicherung kostet 2026 für einen gesunden Erwachsenen ohne Beihilfe meist zwischen rund 330 und 900 Euro im Monat, je nach Eintrittsalter, Tarif und Selbstbeteiligung. Der Durchschnitt lag laut PKV-Verband zuletzt bei 559 Euro, mit Beihilfe bei 239 Euro. Angestellte zahlen davon nur etwa die Hälfte, weil der Arbeitgeber bis zu 613,22 € im Monat übernimmt.

Wie teuer ist die private Krankenversicherung für einen 30-Jährigen?

Ein 30-jähriger Angestellter zahlt zum Beispiel im Tarif KOMFORT-SI 0 der Signal Iduna einen reinen Tarifbeitrag von 645,29 Euro, bevor Zuschlag und Pflegepflicht hinzukommen. Günstiger ist der Einstiegstarif GesundSmart der Generali mit 327,40 Euro bei 1.000 Euro Selbstbeteiligung. Beamte zahlen mit 30 Jahren bei 50 Prozent Beihilfe beispielsweise 246,21 Euro bei der Debeka.

Ist die PKV günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung?

Für junge, gesunde Gutverdiener meist ja. Ein Angestellter an der Beitragsbemessungsgrenze zahlt 2026 in der GKV bis zu 613,22 € Arbeitnehmeranteil (mit Kind). In der PKV liegt sein Eigenanteil in vielen Tarifen zwischen 250 und 420 Euro. Anders als in der GKV kostet aber jedes Kind einen eigenen Beitrag, und der Beitrag hängt vom Eintrittsalter ab.

Welche Kosten kommen zum PKV-Beitrag noch hinzu?

Zum Tarifbeitrag kommen der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent (vom 21. bis zum 60. Lebensjahr), die Pflegepflichtversicherung (durchschnittlich 122,64 Euro, mit Beihilfe 56,50 Euro), bei Bedarf ein Krankentagegeld sowie die vereinbarte Selbstbeteiligung, die Sie im Leistungsfall selbst tragen. Vorerkrankungen können außerdem einen Risikozuschlag auslösen.

Wird die PKV im Alter unbezahlbar?

Nein, nicht zwangsläufig. Der Beitrag enthält von Anfang an Alterungsrückstellungen, ab 60 entfällt der 10-Prozent-Zuschlag, mit Rentenbeginn das Krankentagegeld, und Rentner erhalten einen Zuschuss der Rentenversicherung von 8,75 Prozent ihrer Rente. Wer zusätzlich einen Beitragsentlastungstarif abschließt, senkt den Beitrag im Ruhestand gezielt.

Was kostet die PKV für Kinder?

Kinder sind in der PKV nicht beitragsfrei mitversichert. Je nach Tarif kostet ein Kind zwischen etwa 100 und 250 Euro im Monat, zum Beispiel 106,33 Euro im Generali-Tarif GesundPro3 oder 211,84 Euro in Kids Fit der HanseMerkur. Beamtenkinder mit 80 Prozent Beihilfe kosten nur rund 55 bis 60 Euro.

Wie kann ich die Kosten der PKV senken?

Die wirksamsten Hebel sind eine passende Selbstbeteiligung, der Tarifwechsel nach § 204 VVG innerhalb Ihres Versicherers, die Beitragsrückerstattung bei leistungsfreien Jahren, ein Beitragsentlastungstarif für das Alter und die steuerliche Absetzbarkeit der Basisabsicherung. Ein Wechsel zu einem anderen Versicherer lohnt sich dagegen selten, weil Alterungsrückstellungen nur teilweise mitgenommen werden.

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Was kostet die PKV für Sie persönlich?

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