Physiotherapeut bespricht einen Behandlungsplan mit einer Patientin
ARAG MedBest oder SDK GesundheitsFAIR: Welche Kombination deckt Therapien und Klinikleistungen nach Ihren Prioritäten ab?

PKV-Vergleich · Anbieter-Duell

ARAG vs. SDK: PKV-Tarife im Vergleich

ARAG MedBest trifft auf SDK GesundheitsFAIR als Kombination aus AM-Tarif, S1 und Z9. Beide Angebote können umfangreiche Therapie- und Klinikleistungen abdecken. Bei SDK darf dabei kein preisgünstigerer S3-Baustein in die Beitragsrechnung rutschen.

Inhalt dieser Seite
  1. ARAG und SDK: Welche PKV-Tarife werden verglichen?
  2. ARAG und SDK: PKV-Leistungen im direkten Vergleich
  3. ARAG und SDK: PKV-Beiträge auf gleicher Grundlage
  4. ARAG und SDK: Tarifnamen, Kürzel und Leistungsstufen
  5. ARAG und SDK: Worauf kommt es bei dieser PKV-Auswahl an?
  6. ARAG und SDK: PKV-Leistungen im Behandlungsfall
  7. ARAG und SDK: Gesundheitsprüfung und PKV-Antrag
  8. ARAG und SDK: Welche PKV passt zu Ihren Prioritäten?
  9. Häufige Fragen zur PKV bei ARAG und SDK

ARAG oder SDK: die Kurzantwort

SDK bei gezielter Kombination von AM, S und Z prüfen; ARAG MedBest anhand der Heilmittel- und Therapieregeln gegenüberstellen.

  • ARAG: MedBest (MB)
  • SDK: GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9
  • Leistungsstufe und Selbstbehalt getrennt vergleichen.

ARAG und SDK: Welche PKV-Tarife werden verglichen?

MedBest versus GesundheitsFAIR AM12, S1 und Z9 Das Duell ist besonders für Kunden interessant, die große Behandlungskosten absichern möchten. ARAG MedBest stellt Heilmittel ohne eigenes Preisverzeichnis heraus. Bei SDK ist die genaue ambulante Tarifgruppe entscheidend; AM1x und AM3x dürfen nicht hinsichtlich der Honorargrenzen gleichgesetzt werden. Die Reihenfolge der Prüfung lautet deshalb: Tarifgruppe, stationärer Baustein, Zahntarif und erst anschließend Selbstbehalt. Ein Vergleich von MedBest mit SDK AM32, S3 und Z6 wäre eine andere Leistungsentscheidung.

Die Stufen werden nach ihrem tatsächlichen Schutz eingeordnet, nicht allein nach ihrem Namen.
EinordnungARAGSDK
Konkret betrachteter SchwerpunktMedBest (MB)GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9
Andere Kombinationen mit eigenen BedingungenMedExtra (ME)GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8
Vollständige AnbieterübersichtARAG PKV-TarifeSDK PKV-Tarife

ARAG KomfortKlasse wird mit K, MedExtra mit ME und MedBest mit MB abgekürzt. Ein K600 ist deshalb kein MedBest mit 600 Euro Selbstbehalt. KomfortKlasse arbeitet mit Primärarztprinzip; MedExtra bietet freie Arztwahl, begrenzt ambulante Honorare aber auf die Höchstsätze. MedBest erweitert unter anderem Honorar-, Heilmittel- und Psychotherapieleistungen. Die Zugehörigkeit zur Linie ist vor der Höhe der Selbstbeteiligung zu prüfen.

SDK GesundheitsFAIR wird aus ambulantem AM-Tarif, stationärem S-Tarif und Zahntarif Z zusammengesetzt. AM12, S1 und Z9 benennen deshalb drei verschiedene Leistungsbereiche. AM10 statt AM12 verändert die ambulante Eigenbeteiligung, Z8 statt Z9 die Zahnersatzquote. S1DD ist kein bloß anderer Name für S1: Bei diesem Baustein hängen bestimmte stationäre Mehrleistungen von einer schweren Erkrankung ab.

ARAG und SDK: PKV-Leistungen im direkten Vergleich

Erstattungssätze gelten für tariflich anerkannte Aufwendungen; Selbstbehalte, Summengrenzen und Zusagepflichten zusätzlich beachten.
KriteriumARAG MedBest (MB)SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9
Tarif im DetailvergleichMedBest (MB); berechnet: MB0GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9; berechnet: AM10 + S1 + Z9
Aufbau der PKVKomfortKlasse (K), MedExtra (ME) und MedBest (MB) als getrennte LinienAmbulant, Krankenhaus und Zahn als getrennte Bausteine
SelbstbehaltWählbare jährliche Selbstbehaltsstufen; Zahl im Tarifkürzel beachtenAM10 ohne allgemeinen ambulanten Selbstbehalt
Arztwahl und HonorareMedBest mit freier Arztwahl und Erstattung auch über die GOÄ-HöchstsätzeAM10: freie Arztwahl; Erstattung auch über GOÄ-Höchstsätzen nach Tarif
KrankenhausEin- oder Zweibettzimmer und privatärztliche BehandlungS1: Einbettzimmer, privatärztliche Behandlung und Privatkliniken nach Bedingungen
ZahnersatzMedBest: 90 %; MedExtra: 80 %Z9: 90 % für Zahnersatz und Kieferorthopädie
Anfängliche ZahnbegrenzungAnfängliche Zahnstaffel im jeweiligen Tarif prüfenAnfängliche Leistungsbegrenzungen des Zahntarifs berücksichtigen
Ambulante PsychotherapieMedBest: 100 % ohne feste Sitzungsgrenze; MedExtra mit anderer StaffelAM10: 100 %; keine vorherige Zusage für ambulante Psychotherapie erforderlich
Heilmittel und HilfsmittelMedBest: Heilmittel 100 % ohne eigenes Preisverzeichnis; Hilfsmittelbedingungen beachtenAM10: Heil- und Hilfsmittel 100 % im tariflichen Rahmen; offener Hilfsmittelkatalog
Heilpraktiker100 % im tariflichen Rahmen; Umfang der jeweiligen Linie beachtenAM10: bis 1.000 € pro Kalenderjahr einschließlich erfasster Naturheilverfahren
Brille und SehhilfenMedBest: 600 Euro in zwei JahrenAM10: bis 1.000 € in drei Kalenderjahren
Rückerstattung und BonusTarif- und erfolgsabhängige Voraussetzungen; nicht vom Vergleichspreis abziehenErfolgsabhängige Beitragsrückerstattung bei erfüllten Voraussetzungen
VersicherungsunternehmenARAG Krankenversicherungs-AGSüddeutsche Krankenversicherung a. G.

ARAG und SDK: PKV-Beiträge auf gleicher Grundlage

Die Beiträge für ARAG und SDK beziehen sich auf dasselbe Profil: 35 Jahre, selbstständig, 100 Euro Krankentagegeld pro Tag ab dem 43. Krankheitstag, Beginn 1. Oktober 2026. Ausgewiesen ist jeweils der gesamte Monatsbeitrag einschließlich Pflegepflichtversicherung und gesetzlichem Zuschlag, soweit im Profil vorgesehen. Arbeitgeberzuschüsse, Rückerstattungen und Bonuszahlungen sind nicht abgezogen. Beitragsstand der Beispielrechnung: 28. September 2026.

Gleiche Person und gleicher Berechnungszeitpunkt. Verbleibende Unterschiede bei Selbstbehalten und Leistungen ausdrücklich beachten.
VersichererVollständiges BeispielpaketGesamtbeitrag / MonatSelbstbehaltKlinikschutz
ARAGMB0 + KTV 42 + PVN763,68 €0,00 € jährlichEinbettzimmer und Privatarzt
SDKAM10 + S1 + Z9 + TA 6 + PPN1.001,20 €0,00 € jährlichEinbettzimmer und Privatarzt
Zusammensetzung genau derselben Beispielpakete; ohne Abzug bedingter Vorteile.
VersichererKrankenversicherung inklusive ZuschlagKrankentagegeldPflegepflichtGesamtsumme
ARAG657,67 €36,90 €69,11 €763,68 €
SDK893,51 €40,00 €67,69 €1.001,20 €

Die Preiszeile gehört nur zu der darin genannten Kombination. MedBest (MB) und GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 sind keine in allen Einzelheiten identischen Verträge. Bei unterschiedlichen Selbstbehalten lässt sich die Beitragsdifferenz deshalb nicht als reiner Preisvorteil für dieselbe Leistung lesen. Die gewählte Zahnstufe, das Zimmer und die Erstattung bei längeren Therapien müssen ebenfalls berücksichtigt werden.

Für die persönliche Entscheidung werden diese Beispielpakete nochmals mit Ihrem Alter, Ihrer Tätigkeit und Ihrem gewünschten Selbstbehalt gerechnet. Ein individueller Risikozuschlag ist in den dargestellten Werten nicht enthalten. Auch ein anderer Versicherungsbeginn kann einen anderen Beitrag ergeben.

Für Angestellte ist der Arbeitgeberzuschuss anschließend separat zu berechnen. Kranken- und Pflegeversicherung haben eigene Zuschussgrenzen; die pauschale Halbierung jedes Gesamtpakets ist daher nicht immer richtig. Selbstständige tragen den Gesamtbeitrag regelmäßig selbst und sollten zusätzlich die passende Höhe ihres Krankentagegelds prüfen.

Ein höherer Selbstbehalt kann den Beitrag senken, verlagert aber Kosten in das Behandlungsjahr. Tarifliche Leistungslücken können zusätzlich zum Selbstbehalt entstehen. Für eine belastbare Budgetplanung gehören deshalb zwölf Monatsbeiträge, die mögliche Eigenbeteiligung und eine ausreichende Rücklage nebeneinander. Eine erfolgsabhängige Rückerstattung wird erst dann zum Vorteil, wenn die jeweiligen Bedingungen tatsächlich erfüllt sind.

Die gleichen Leistungen persönlich berechnen lassen

Nennen Sie Ihre gewünschte Tarifstufe, den Selbstbehalt und die Leistungen, auf die Sie besonderen Wert legen.

ARAG und SDK: Tarifnamen, Kürzel und Leistungsstufen

Bei ARAG und SDK muss die Suche nach einem Tarifnamen zur richtigen Variante führen. Die folgenden Angaben trennen die Produktstufen und Ergänzungen. Leistungen einer höheren Stufe sind nicht automatisch im günstigeren Einstieg enthalten. Die Tabelle zum Monatsbeitrag weiter oben gilt ausschließlich für das dort ausgeschriebene Paket.

ARAG KomfortKlasse

Die Angaben gehören ausschließlich zu ARAG KomfortKlasse.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
Ambulant100 % mit Primärarzt, sonst 80 %
StationärEin-/Zweibettzimmer, Chefarzt, 100 %
Selbstbeteiligung0 / 300 / 600 / 900 / 1.200 / 1.500 €
Heilpraktiker80 %, bis 500 €/Jahr
Zahnersatz80 %, bis 4 Implantate
Sehhilfen150 € in 36 Monaten

ARAG MedExtra

Die Angaben gehören ausschließlich zu ARAG MedExtra.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
Ambulant100 %, freie Arztwahl, bis 3,5-fach GOÄ
StationärEin-/Zweibettzimmer, Chefarzt
Psychotherapie80 % bis Sitzung 30, danach 100 %
Zahnersatz80 %, ohne Implantatbegrenzung
Sehhilfen / LASIK300 € in 2 Jahren / 2.000 € in 5 Jahren

ARAG MedBest

Die Angaben gehören ausschließlich zu ARAG MedBest.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
Ambulant100 %, auch über die Höchstsätze
Heilmittel100 %, ohne Preisverzeichnis
Psychotherapie100 %, ohne Sitzungslimit
Zahnersatz / KFO90 %, KFO ohne Altersgrenze
Sehhilfen / LASIK600 € in 2 Jahren / 4.000 € in 5 Jahren
Elternzeitbeitragsfrei bis 6 Monate je Kind

SDK GesundheitsFAIR AM13 + S3 + Z8

Die Angaben gehören ausschließlich zu SDK GesundheitsFAIR AM13 + S3 + Z8.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
Ambulant100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz
Selbstbeteiligung30 %, max. 960 €/Jahr
StationärMehrbettzimmer, bis GOÄ-Höchstsatz
ZahnZahnersatz und KFO 80 %

SDK GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8

Die Angaben gehören ausschließlich zu SDK GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
Ambulant100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz, inkl. Heilpraktiker
Selbstbeteiligung20 %, max. 480 €/Jahr
StationärEinbettzimmer, Chefarzt, Privatklinik
ZahnBehandlung 100 %, Zahnersatz und KFO 80 %
Sehhilfen1.000 € in 3 Kalenderjahren
Wartezeitenkeine

SDK GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z9

Die Angaben gehören ausschließlich zu SDK GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z9.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
Ambulant100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz
Selbstbeteiligung20 %, max. 480 €/Jahr
StationärEinbettzimmer, Chefarzt, Privatklinik
ZahnZahnersatz und KFO 90 %, über GOZ-Höchstsatz
Hörhilfenohne Begrenzung

SDK GesundheitsFAIR AM13 + S1DD + Z8

Die Angaben gehören ausschließlich zu SDK GesundheitsFAIR AM13 + S1DD + Z8.
LeistungsbereichEinordnung im genannten Tarif
StationärEinbettzimmer; Chefarzt/Privatklinik nach Erstdiagnose schwerer Erkrankung
Ambulant100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz
Selbstbeteiligung30 %, max. 960 €/Jahr (Kinder halb)
ZahnZahnersatz und KFO 80 %

ARAG und SDK: Worauf kommt es bei dieser PKV-Auswahl an?

Hilfsmittel: offen heißt nicht ohne weitere Bedingungen

Das Duell ist besonders für Kunden interessant, die große Behandlungskosten absichern möchten. ARAG MedBest stellt Heilmittel ohne eigenes Preisverzeichnis heraus. Bei SDK ist die genaue ambulante Tarifgruppe entscheidend; AM1x und AM3x dürfen nicht hinsichtlich der Honorargrenzen gleichgesetzt werden. Die Reihenfolge der Prüfung lautet deshalb: Tarifgruppe, stationärer Baustein, Zahntarif und erst anschließend Selbstbehalt. Ein Vergleich von MedBest mit SDK AM32, S3 und Z6 wäre eine andere Leistungsentscheidung.

Ein offener Hilfsmittelkatalog ist wichtig, weil er die Absicherung nicht auf eine abschließende Liste bereits bekannter Produkte reduziert. Dennoch können Verordnung, medizinische Notwendigkeit, Höchstbeträge oder vorgeschriebene Bezugswege eine Rolle spielen. Bei einem hochwertigen Rollstuhl, einem Hörgerät oder einem Beatmungsgerät ist daher mehr zu prüfen als das Wort offen.

Besonders wichtig ist die vorherige Genehmigung. Manche Tarife verlangen ab einer bestimmten Anschaffungssumme eine Zusage oder sehen bei eigenständigem Bezug eine geringere Erstattung vor. Das sollte vor Bestellung geklärt werden. Ein technisch passendes Gerät nachträglich einzureichen kann finanziell anders behandelt werden als die abgestimmte Versorgung über einen vorgesehenen Bezugsweg.

Auch Wartung, Reparatur, Ersatzbeschaffung und laufende Betriebskosten gehören zur praktischen Betrachtung. Bei Hörgeräten kann eine Grenze je Ohr gelten, während bei anderen Hilfsmitteln ein anderer Zeitraum maßgeblich ist. Ein dauerhaft benötigtes Hilfsmittel sollte deshalb über mehrere Jahre betrachtet werden. Eine größere Sehhilfenpauschale ist angenehm, gleicht aber eine erhebliche Begrenzung bei medizinisch unverzichtbaren Hilfsmitteln nicht automatisch aus.

Eine Auswahl nach Prioritäten; keine pauschale Rangliste der Versicherer.
Ihre PrioritätARAG konkret prüfenSDK konkret prüfen
Tarifname und StufeMedBest (MB)GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9
Alternative mit anderem LeistungsniveauMedExtra (ME)GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8
Honorare und SpezialistenMedBest mit freier Arztwahl und Erstattung auch über die GOÄ-HöchstsätzeAM10: freie Arztwahl; Erstattung auch über GOÄ-Höchstsätzen nach Tarif
Längere TherapieMedBest: 100 % ohne feste Sitzungsgrenze; MedExtra mit anderer StaffelAM10: 100 %; keine vorherige Zusage für ambulante Psychotherapie erforderlich
ZahnversorgungMedBest: 90 %; MedExtra: 80 %Z9: 90 % für Zahnersatz und Kieferorthopädie
Planbare EigenbeteiligungWählbare jährliche Selbstbehaltsstufen; Zahl im Tarifkürzel beachtenAM10 ohne allgemeinen ambulanten Selbstbehalt

ARAG und SDK: PKV-Leistungen im Behandlungsfall

Bei ARAG MedBest (MB) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 lassen sich die Quoten an einer längeren Behandlung verdeutlichen. Angenommen werden 60 tariflich grundsätzlich anerkannte Sitzungen zu je 120 Euro, insgesamt 7.200 Euro. Die 120 Euro sind eine frei gewählte Rechengröße, kein zugesagter Behandlungspreis. Allgemeiner Selbstbehalt, Honorarbegrenzen, medizinische Voraussetzungen und eventuelle Genehmigungen sind noch nicht eingerechnet.

Vereinfachte Leistungsillustration, keine individuelle Leistungszusage.
Verglichener TarifRechnerische Erstattung nach der genannten SitzungsquoteVerbleibender Anteil vor weiteren Grenzen
ARAG MedBest (MB)7.200,00 €0,00 €
SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z97.200,00 €0,00 €

Die Rechnung zeigt die Wirkung einer Erstattungsquote und einer Sitzungsstaffel. Sie ersetzt keine Prüfung der vollständigen Bedingungen. Für stationäre Psychotherapie gelten eigene Regelungen; das ambulante Beispiel darf darauf nicht übertragen werden. Wer bereits behandelt wird oder eine Therapie empfohlen bekommen hat, sollte vor einem Antrag die Gesundheitsfragen und den tatsächlichen Annahmeentscheid gesondert klären.

Zahn- und Klinikleistungen bei ARAG und SDK getrennt prüfen

Beim Zahnersatz sind die Erstattungsquote und der erstattungsfähige Rechnungsbetrag zwei verschiedene Größen. Ein Tarif mit 90 Prozent zahlt diese Quote auf die nach seinen Bedingungen anerkannten Aufwendungen. Honorargrenzen, Material- und Laborverzeichnisse sowie anfängliche Summengrenzen können die Grundlage verkleinern. Auch Implantate sind deshalb nicht allein mit einer Prozentzahl ausreichend beschrieben.

Vor einer größeren Versorgung sollte ein Heil- und Kostenplan vorliegen. Darin lassen sich Zahnarzthonorar, Implantatmaterial und Laborleistungen getrennt erkennen. Die schriftliche Leistungsantwort hilft, den eigenen Anteil realistischer zu planen. Sie ersetzt jedoch keine Prüfung, ob sich die Behandlung später gegenüber dem eingereichten Plan geändert hat. Besonders in den ersten Versicherungsjahren kann eine Zahnstaffel stärker wirken als die nominelle Differenz zwischen zwei Quoten.

Bei Kindern kommt Kieferorthopädie hinzu. Dafür können andere Altersgrenzen, medizinische Voraussetzungen oder Höchstbeträge gelten als für Zahnersatz bei Erwachsenen. Eine hohe Leistung für eine einzelne Krone sagt daher wenig über eine mehrjährige kieferorthopädische Behandlung aus. Zahnbehandlung, Zahnreinigung, Zahnersatz und Kieferorthopädie sollten jeweils im passenden Tarifteil gelesen werden.

Einbettzimmer und Chefarztbehandlung sind sichtbare Komfortmerkmale, aber nicht die gesamte stationäre Absicherung. Bei einer teuren Behandlung können die allgemeinen Krankenhauskosten, eine abweichende Honorarvereinbarung und die Zulässigkeit der gewählten Klinik wesentlich größere Beträge verursachen. Auch ein Tarif mit Einbettzimmer muss daher auf Privatkliniken und besondere Einrichtungen geprüft werden.

Eine Erstattung bis zu einem Mehrfachen der Kosten nach Krankenhausentgeltgesetz bezieht sich auf einen gesetzlich bestimmten Vergleichswert. Sie bedeutet nicht, dass der Versicherer ein Mehrfaches jeder Privatrechnung bezahlt. Liegt die tatsächliche Klinikrechnung oberhalb der tariflich anerkannten Vergleichskosten, kann trotz einer scheinbar hohen Prozentangabe ein erheblicher Eigenanteil verbleiben. Die konkrete Klinik sollte vor einer geplanten Aufnahme eine nachvollziehbare Kostenaufstellung liefern.

Gemischte Anstalten verbinden beispielsweise Akutbehandlung mit Kur- oder Rehabilitationsangeboten. Hier können besondere Zusagepflichten gelten. Deshalb ist die Frage nach der Einrichtung getrennt von der Frage nach dem Zimmer zu beantworten. Für Notfälle, medizinisch notwendige Transporte und eine anschließende Rehabilitation sind wiederum eigene Leistungsregeln zu prüfen. Das verhindert, dass ein einziges Komfortmerkmal als Ersatz für einen vollständigen Klinikvergleich dient.

Welche Leistungen sind Ihnen besonders wichtig?

Beschreiben Sie Ihre Prioritäten. So lässt sich die Tarifauswahl auf Ihren tatsächlichen Bedarf ausrichten.

ARAG und SDK: Gesundheitsprüfung und PKV-Antrag

ARAG MedBest (MB) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 werden vor einem regulären Neuabschluss nicht allein nach dem gewünschten Beitrag ausgewählt. Die Gesundheitsprüfung kann das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Behandlungen, Beschwerden, Untersuchungen und empfohlene Maßnahmen sind entsprechend den tatsächlich gestellten Fragen anzugeben. Entscheidend ist der Wortlaut des jeweiligen Antrags einschließlich der abgefragten Zeiträume.

Wer seine Unterlagen zunächst ordnet, vermeidet widersprüchliche oder unvollständige Angaben. Hilfreich sind Arztberichte, Medikamentenangaben und bei abgeschlossenen Behandlungen ein nachvollziehbarer Verlauf. Eine pauschale Vermutung, ein alter Befund spiele keine Rolle mehr, ist keine zuverlässige Grundlage. Für die Vorbereitung hilft der Gesundheitsfragen-Check mit Abfragezeiträumen; er ersetzt die verbindlichen Fragen des Versicherers nicht.

Ein Risikozuschlag verändert den persönlichen Beitrag und kann die Reihenfolge zweier Beispielangebote umkehren. Deshalb sollte die fachlich geeignete Tarifauswahl mit der tatsächlichen Annahmeentscheidung zusammengeführt werden. Ein Tarif mit günstigerem Standardbeitrag ist nach einem Zuschlag nicht automatisch die wirtschaftlich bessere Lösung. Umgekehrt sollte eine leichtere Annahme nicht dazu führen, eine wichtige dauerhafte Leistungslücke zu übersehen.

Bei einem bestehenden Vertrag kommt die Wechselentscheidung hinzu. Kündigen Sie den bisherigen Schutz erst, wenn der Anschluss verbindlich geklärt ist. Vergleichen Sie dabei auch den bestehenden Tarif und mögliche Änderungen beim bisherigen Versicherer. Ein Neuabschluss kann andere Bedingungen, neue anfängliche Begrenzungen und eine erneute Gesundheitsprüfung bedeuten. Die Frage nach einem Anbieterwechsel ist damit umfassender als die Suche nach einem niedrigeren Monatsbeitrag.

Für die Angebotsanfrage sind neben den Gesundheitsangaben die gewünschte Tarifstufe, das Eintrittsalter und Berufsstatus, Selbstbehalt und gewünschtes Krankentagegeld hilfreich. Schreiben Sie ausdrücklich dazu, ob Sie MedBest (MB) oder GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 im Blick haben. So bleibt nachvollziehbar, welches Leistungsniveau angefragt wurde und welche Alternativen tatsächlich dazu passen.

ARAG und SDK: Welche PKV passt zu Ihren Prioritäten?

SDK bei gezielter Kombination von AM, S und Z prüfen; ARAG MedBest anhand der Heilmittel- und Therapieregeln gegenüberstellen.

Für ARAG und SDK ist die sinnvollste Reihenfolge: zunächst unverzichtbare Leistungen bestimmen, danach die konkrete Kombination festlegen und erst dann den vollständigen Beitrag bewerten. Eine hohe Brillenpauschale oder eine mögliche Rückerstattung sollte eine erhebliche Begrenzung bei längerer Therapie, teuren Hilfsmitteln oder einer Klinikbehandlung nicht verdecken. Die wichtigen PKV-Leistungen helfen dabei, solche Kostenrisiken systematisch zu gewichten.

Legen Sie Ihre Prioritäten schriftlich fest. Beispielsweise können freie Facharztwahl, starke Psychotherapieleistungen und eine passende Privatklinikregel unverzichtbar sein, während ein höherer allgemeiner Selbstbehalt akzeptabel ist. Eine andere Person gewichtet Familienleistungen oder einen möglichst geringen Eigenanteil stärker. Beide Entscheidungen können nachvollziehbar sein, ohne dass einer der Versicherer pauschal für jeden Kunden besser wäre.

Der Vergleich sollte am Ende zwei vollständige und verständliche Angebote liefern. Dazu gehören die ausgeschriebenen Tarifnamen, die Bausteinkürzel, die Selbstbehalte und der reguläre Gesamtbeitrag. Bedingte Vorteile werden daneben ausgewiesen. Offene Fragen zu geplanten Behandlungen werden vor dem Abschluss geklärt. Damit bleibt die Entscheidung auch dann nachvollziehbar, wenn später tatsächlich eine größere Rechnung eingereicht wird.

Passenden PKV-Schutz anfragen

Lassen Sie die gewünschte Tarifausstattung und Ihre persönlichen Voraussetzungen gemeinsam prüfen.

Häufige Fragen zur PKV bei ARAG und SDK

Was unterscheidet ARAG MedBest (MB) von anderen Tarifstufen?

ARAG KomfortKlasse wird mit K, MedExtra mit ME und MedBest mit MB abgekürzt. Ein K600 ist deshalb kein MedBest mit 600 Euro Selbstbehalt. KomfortKlasse arbeitet mit Primärarztprinzip; MedExtra bietet freie Arztwahl, begrenzt ambulante Honorare aber auf die Höchstsätze. MedBest erweitert unter anderem Honorar-, Heilmittel- und Psychotherapieleistungen. Die Zugehörigkeit zur Linie ist vor der Höhe der Selbstbeteiligung zu prüfen.

Welche Tarifkürzel sind bei SDK in diesem PKV-Duell wichtig?

SDK GesundheitsFAIR wird aus ambulantem AM-Tarif, stationärem S-Tarif und Zahntarif Z zusammengesetzt. AM12, S1 und Z9 benennen deshalb drei verschiedene Leistungsbereiche. AM10 statt AM12 verändert die ambulante Eigenbeteiligung, Z8 statt Z9 die Zahnersatzquote. S1DD ist kein bloß anderer Name für S1: Bei diesem Baustein hängen bestimmte stationäre Mehrleistungen von einer schweren Erkrankung ab.

Welche PKV-Tarife von ARAG und SDK sind hier gemeint?

Im Mittelpunkt stehen ARAG MedBest (MB) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9. MedExtra (ME) beziehungsweise GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8 sind andere Kombinationen oder Leistungsstufen. Die jeweilige Preiszeile nennt deshalb immer das vollständige berechnete Paket.

Ist ARAG oder SDK günstiger?

ARAG MB0 + KTV 42 + PVN: 763,68 € Gesamtbeitrag im genannten Beispiel. SDK AM10 + S1 + Z9 + TA 6 + PPN: 1.001,20 € Gesamtbeitrag im genannten Beispiel. Grundlage sind 35 Jahre, selbstständige Tätigkeit und 100 Euro Krankentagegeld ab Tag 43, Beginn 1. Oktober 2026, einschließlich Pflegepflicht und vorgesehenem gesetzlichem Zuschlag. Selbstbehalte und die vollständig genannten Tarifbausteine sind zusätzlich zu vergleichen; Zuschüsse oder Rückerstattungen sind nicht abgezogen.

Sind die Tarifstufen bei ARAG und SDK leistungsgleich?

Nein. ARAG MedBest (MB) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 unterscheiden sich in den Vertragsbedingungen. Auch innerhalb beider Gesellschaften sind höhere Stufen nicht allein durch einen anderen Selbstbehalt definiert. Die vollständige Kombination entscheidet über die Erstattung bei Zahnbehandlung, Therapie oder Krankenhaus.

Was ist bei ARAG und SDK vor einer teuren Behandlung zu prüfen?

Bei ARAG und SDK sollte der konkrete Tarif zusammen mit Kostenplan, Honorarvereinbarung und gegebenenfalls Klinikangaben geprüft werden. Eine hohe Erstattungsquote ersetzt keine Prüfung von Summengrenzen oder Zusagepflichten. Für stationäre und ambulante Behandlungen können unterschiedliche Bedingungen gelten.

Kann ich wegen Vorerkrankungen bei ARAG oder SDK einen Zuschlag bekommen?

Bei ARAG und SDK wird ein regulärer Neuantrag anhand der Gesundheitsangaben beurteilt. Je nach Befund und Tarif können weitere Unterlagen, ein Risikozuschlag oder eine andere Annahmeentscheidung folgen. Gute Tarifleistungen für Versicherte sind keine Garantie, dass ein neuer Antrag ohne Einschränkungen angenommen wird.

Wie nutze ich den Vergleich zwischen ARAG und SDK für meine Entscheidung?

Legen Sie bei ARAG und SDK zunächst dieselbe Zielausstattung fest: Selbstbehalt, Zahn- und Klinikschutz sowie Krankentagegeld. Prüfen Sie anschließend die Unterschiede der konkret benannten Tarife. Ein persönliches Angebot berücksichtigt Ihr Alter, Ihren Gesundheitszustand und Ihre Prioritäten; eine allgemeine Gesellschaftsrangliste kann das nicht ersetzen.

ARAG und SDK: PKV-Tarife weiter vergleichen

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