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- LKH und SDK: Welche PKV-Tarife werden verglichen?
- LKH und SDK: PKV-Leistungen im direkten Vergleich
- LKH und SDK: PKV-Beiträge auf gleicher Grundlage
- LKH und SDK: Tarifnamen, Kürzel und Leistungsstufen
- LKH und SDK: Worauf kommt es bei dieser PKV-Auswahl an?
- LKH und SDK: PKV-Leistungen im Behandlungsfall
- LKH und SDK: Gesundheitsprüfung und PKV-Antrag
- LKH und SDK: Welche PKV passt zu Ihren Prioritäten?
- Häufige Fragen zur PKV bei LKH und SDK
LKH oder SDK: die Kurzantwort
SDK für eine gezielte Kombination von Klinik- und Zahnbausteinen prüfen; LKH GUP für seinen gebündelten Premiumumfang vergleichen.
- LKH: GesundheitsUpgrade Premium (GUP)
- SDK: GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9
- Leistungsstufe und Selbstbehalt getrennt vergleichen.
LKH und SDK: Welche PKV-Tarife werden verglichen?
GesundheitsUpgrade Premium oder SDK GesundheitsFAIR? Wer Privatkliniken, Hilfsmittel und längere Therapie absichern möchte, sollte dieses Duell nicht auf Zahn oder Brille reduzieren. Bei LKH GUP ist die Grenze der Privatklinik-Erstattung zu beachten; bei SDK die genaue Ausgestaltung von S1. S1DD wäre eine andere Lösung mit diagnoseabhängigen Mehrleistungen. Beim Zahn stehen im hier betrachteten Paket 100 Prozent bei GUP und 90 Prozent bei Z9 gegenüber. Für teure Behandlungen bleibt zusätzlich zu prüfen, welche Kosten überhaupt als erstattungsfähig anerkannt werden.
| Einordnung | LKH | SDK |
|---|---|---|
| Konkret betrachteter Schwerpunkt | GesundheitsUpgrade Premium (GUP) | GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 |
| Andere Kombinationen mit eigenen Bedingungen | GesundheitsUpgrade Komfort (GUK) | GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8 |
| Vollständige Anbieterübersicht | LKH PKV-Tarife | SDK PKV-Tarife |
LKH-GesundheitsUpgrade Komfort heißt kurz GUK, GesundheitsUpgrade Premium kurz GUP. GUK500 und GUP500 haben jeweils 500 Euro Selbstbehalt, sind aber keine leistungsgleichen Tarife. GUP erweitert unter anderem Zahnleistungen, Honorarerstattung und Klinikschutz. GUP0 bezeichnet die Premiumvariante ohne jährlichen Selbstbehalt. Der Familienname GesundheitsUpgrade allein reicht deshalb weder für einen Leistungsvergleich noch für eine Beitragsangabe.
SDK GesundheitsFAIR wird aus ambulantem AM-Tarif, stationärem S-Tarif und Zahntarif Z zusammengesetzt. AM12, S1 und Z9 benennen deshalb drei verschiedene Leistungsbereiche. AM10 statt AM12 verändert die ambulante Eigenbeteiligung, Z8 statt Z9 die Zahnersatzquote. S1DD ist kein bloß anderer Name für S1: Bei diesem Baustein hängen bestimmte stationäre Mehrleistungen von einer schweren Erkrankung ab.
LKH und SDK: PKV-Leistungen im direkten Vergleich
| Kriterium | LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) | SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 |
|---|---|---|
| Tarif im Detailvergleich | GesundheitsUpgrade Premium (GUP); berechnet: GUP0 | GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9; berechnet: AM10 + S1 + Z9 |
| Aufbau der PKV | GesundheitsUpgrade Komfort (GUK) und Premium (GUP) als getrennte Kompakttarife | Ambulant, Krankenhaus und Zahn als getrennte Bausteine |
| Selbstbehalt | GUP0, GUP500, GUP900 und GUP1.8; Zahl kennzeichnet die Selbstbehaltsstufe | AM10 ohne allgemeinen ambulanten Selbstbehalt |
| Arztwahl und Honorare | GUP auch über GOÄ-Höchstsätze; GUK bis zum Höchstsatz | AM10: freie Arztwahl; Erstattung auch über GOÄ-Höchstsätzen nach Tarif |
| Krankenhaus | GUP: Ein- oder Zweibettzimmer; Privatklinikregel mit eigener Berechnungsgrenze | S1: Einbettzimmer, privatärztliche Behandlung und Privatkliniken nach Bedingungen |
| Zahnersatz | GUP: 100 %; GUK: 80 % für Zahnersatz | Z9: 90 % für Zahnersatz und Kieferorthopädie |
| Anfängliche Zahnbegrenzung | Anfängliche Leistungsgrenzen und Heil- und Kostenplan beachten | Anfängliche Leistungsbegrenzungen des Zahntarifs berücksichtigen |
| Ambulante Psychotherapie | GUP: 100 % ohne feste Sitzungsgrenze; GUK 80 % bis Sitzung 30, danach 100 % | AM10: 100 %; keine vorherige Zusage für ambulante Psychotherapie erforderlich |
| Heilmittel und Hilfsmittel | GUP: offener Hilfsmittelkatalog und Erstattung nach Tarif; Bezugsregeln prüfen | AM10: Heil- und Hilfsmittel 100 % im tariflichen Rahmen; offener Hilfsmittelkatalog |
| Heilpraktiker | GUP: bis 2.000 Euro im Jahr; GUK bis 1.000 Euro | AM10: bis 1.000 € pro Kalenderjahr einschließlich erfasster Naturheilverfahren |
| Brille und Sehhilfen | GUP: bis 1.000 Euro; Bezugsintervall laut Tarif beachten | AM10: bis 1.000 € in drei Kalenderjahren |
| Rückerstattung und Bonus | LKH-BENEFIT und Gesundheitsbonus nur bei erfüllten Voraussetzungen | Erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung bei erfüllten Voraussetzungen |
| Versicherungsunternehmen | Landeskrankenhilfe V.V.a.G. | Süddeutsche Krankenversicherung a. G. |
LKH und SDK: PKV-Beiträge auf gleicher Grundlage
Die Beiträge für LKH und SDK beziehen sich auf dasselbe Profil: 35 Jahre, selbstständig, 100 Euro Krankentagegeld pro Tag ab dem 43. Krankheitstag, Beginn 1. Oktober 2026. Ausgewiesen ist jeweils der gesamte Monatsbeitrag einschließlich Pflegepflichtversicherung und gesetzlichem Zuschlag, soweit im Profil vorgesehen. Arbeitgeberzuschüsse, Rückerstattungen und Bonuszahlungen sind nicht abgezogen. Beitragsstand der Beispielrechnung: 28. September 2026.
| Versicherer | Vollständiges Beispielpaket | Gesamtbeitrag / Monat | Selbstbehalt | Klinikschutz |
|---|---|---|---|---|
| LKH | GUP0 + KTS43 + PVN | 952,91 € | 0,00 € jährlich | Einbettzimmer und Privatarzt |
| SDK | AM10 + S1 + Z9 + TA 6 + PPN | 1.001,20 € | 0,00 € jährlich | Einbettzimmer und Privatarzt |
| Versicherer | Krankenversicherung inklusive Zuschlag | Krankentagegeld | Pflegepflicht | Gesamtsumme |
|---|---|---|---|---|
| LKH | 845,63 € | 38,20 € | 69,08 € | 952,91 € |
| SDK | 893,51 € | 40,00 € | 67,69 € | 1.001,20 € |
Die Preiszeile gehört nur zu der darin genannten Kombination. GesundheitsUpgrade Premium (GUP) und GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 sind keine in allen Einzelheiten identischen Verträge. Bei unterschiedlichen Selbstbehalten lässt sich die Beitragsdifferenz deshalb nicht als reiner Preisvorteil für dieselbe Leistung lesen. Die gewählte Zahnstufe, das Zimmer und die Erstattung bei längeren Therapien müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Für die persönliche Entscheidung werden diese Beispielpakete nochmals mit Ihrem Alter, Ihrer Tätigkeit und Ihrem gewünschten Selbstbehalt gerechnet. Ein individueller Risikozuschlag ist in den dargestellten Werten nicht enthalten. Auch ein anderer Versicherungsbeginn kann einen anderen Beitrag ergeben.
Für Angestellte ist der Arbeitgeberzuschuss anschließend separat zu berechnen. Kranken- und Pflegeversicherung haben eigene Zuschussgrenzen; die pauschale Halbierung jedes Gesamtpakets ist daher nicht immer richtig. Selbstständige tragen den Gesamtbeitrag regelmäßig selbst und sollten zusätzlich die passende Höhe ihres Krankentagegelds prüfen.
Ein höherer Selbstbehalt kann den Beitrag senken, verlagert aber Kosten in das Behandlungsjahr. Tarifliche Leistungslücken können zusätzlich zum Selbstbehalt entstehen. Für eine belastbare Budgetplanung gehören deshalb zwölf Monatsbeiträge, die mögliche Eigenbeteiligung und eine ausreichende Rücklage nebeneinander. Eine erfolgsabhängige Rückerstattung wird erst dann zum Vorteil, wenn die jeweiligen Bedingungen tatsächlich erfüllt sind.
Nennen Sie Ihre gewünschte Tarifstufe, den Selbstbehalt und die Leistungen, auf die Sie besonderen Wert legen.
LKH und SDK: Tarifnamen, Kürzel und Leistungsstufen
Bei LKH und SDK muss die Suche nach einem Tarifnamen zur richtigen Variante führen. Die folgenden Angaben trennen die Produktstufen und Ergänzungen. Leistungen einer höheren Stufe sind nicht automatisch im günstigeren Einstieg enthalten. Die Tabelle zum Monatsbeitrag weiter oben gilt ausschließlich für das dort ausgeschriebene Paket.
LKH LKH-GesundheitsUpgrade Komfort
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Selbstbehalt | 0 / 500 / 900 € im Jahr |
| Ambulant | 100 % bis GOÄ-Höchstsatz |
| Heilpraktiker | bis 1.000 €/Jahr |
| Psychotherapie | 80 % bis Sitzung 30, danach 100 % |
| Stationär | Zweibettzimmer, Chefarzt, Privatklinik bis 150 % |
| Zahn | Behandlung 100 %, Zahnersatz 80 % |
| Ausland | EU/EWR unbegrenzt, weltweit 3 Monate |
LKH LKH-GesundheitsUpgrade Premium
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Selbstbehalt | 0 / 500 / 900 / 1.800 € im Jahr |
| Ambulant | 100 %, auch über GOÄ-Höchstsätze |
| Heilpraktiker | bis 2.000 €/Jahr |
| Hilfsmittel | offener Katalog, 100 % |
| Stationär | Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarzt, Privatklinik bis 250 % |
| Zahn | 100 % inkl. Implantate und KFO |
| Ausland | EU/EWR unbegrenzt, weltweit 12 Monate |
SDK GesundheitsFAIR AM13 + S3 + Z8
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz |
| Selbstbeteiligung | 30 %, max. 960 €/Jahr |
| Stationär | Mehrbettzimmer, bis GOÄ-Höchstsatz |
| Zahn | Zahnersatz und KFO 80 % |
SDK GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz, inkl. Heilpraktiker |
| Selbstbeteiligung | 20 %, max. 480 €/Jahr |
| Stationär | Einbettzimmer, Chefarzt, Privatklinik |
| Zahn | Behandlung 100 %, Zahnersatz und KFO 80 % |
| Sehhilfen | 1.000 € in 3 Kalenderjahren |
| Wartezeiten | keine |
SDK GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z9
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Ambulant | 100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz |
| Selbstbeteiligung | 20 %, max. 480 €/Jahr |
| Stationär | Einbettzimmer, Chefarzt, Privatklinik |
| Zahn | Zahnersatz und KFO 90 %, über GOZ-Höchstsatz |
| Hörhilfen | ohne Begrenzung |
SDK GesundheitsFAIR AM13 + S1DD + Z8
| Leistungsbereich | Einordnung im genannten Tarif |
|---|---|
| Stationär | Einbettzimmer; Chefarzt/Privatklinik nach Erstdiagnose schwerer Erkrankung |
| Ambulant | 100 %, auch über GOÄ-Höchstsatz |
| Selbstbeteiligung | 30 %, max. 960 €/Jahr (Kinder halb) |
| Zahn | Zahnersatz und KFO 80 % |
LKH und SDK: Worauf kommt es bei dieser PKV-Auswahl an?
Hilfsmittel: offen heißt nicht ohne weitere Bedingungen
Wer Privatkliniken, Hilfsmittel und längere Therapie absichern möchte, sollte dieses Duell nicht auf Zahn oder Brille reduzieren. Bei LKH GUP ist die Grenze der Privatklinik-Erstattung zu beachten; bei SDK die genaue Ausgestaltung von S1. S1DD wäre eine andere Lösung mit diagnoseabhängigen Mehrleistungen. Beim Zahn stehen im hier betrachteten Paket 100 Prozent bei GUP und 90 Prozent bei Z9 gegenüber. Für teure Behandlungen bleibt zusätzlich zu prüfen, welche Kosten überhaupt als erstattungsfähig anerkannt werden.
Ein offener Hilfsmittelkatalog ist wichtig, weil er die Absicherung nicht auf eine abschließende Liste bereits bekannter Produkte reduziert. Dennoch können Verordnung, medizinische Notwendigkeit, Höchstbeträge oder vorgeschriebene Bezugswege eine Rolle spielen. Bei einem hochwertigen Rollstuhl, einem Hörgerät oder einem Beatmungsgerät ist daher mehr zu prüfen als das Wort offen.
Besonders wichtig ist die vorherige Genehmigung. Manche Tarife verlangen ab einer bestimmten Anschaffungssumme eine Zusage oder sehen bei eigenständigem Bezug eine geringere Erstattung vor. Das sollte vor Bestellung geklärt werden. Ein technisch passendes Gerät nachträglich einzureichen kann finanziell anders behandelt werden als die abgestimmte Versorgung über einen vorgesehenen Bezugsweg.
Auch Wartung, Reparatur, Ersatzbeschaffung und laufende Betriebskosten gehören zur praktischen Betrachtung. Bei Hörgeräten kann eine Grenze je Ohr gelten, während bei anderen Hilfsmitteln ein anderer Zeitraum maßgeblich ist. Ein dauerhaft benötigtes Hilfsmittel sollte deshalb über mehrere Jahre betrachtet werden. Eine größere Sehhilfenpauschale ist angenehm, gleicht aber eine erhebliche Begrenzung bei medizinisch unverzichtbaren Hilfsmitteln nicht automatisch aus.
| Ihre Priorität | LKH konkret prüfen | SDK konkret prüfen |
|---|---|---|
| Tarifname und Stufe | GesundheitsUpgrade Premium (GUP) | GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 |
| Alternative mit anderem Leistungsniveau | GesundheitsUpgrade Komfort (GUK) | GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8 |
| Honorare und Spezialisten | GUP auch über GOÄ-Höchstsätze; GUK bis zum Höchstsatz | AM10: freie Arztwahl; Erstattung auch über GOÄ-Höchstsätzen nach Tarif |
| Längere Therapie | GUP: 100 % ohne feste Sitzungsgrenze; GUK 80 % bis Sitzung 30, danach 100 % | AM10: 100 %; keine vorherige Zusage für ambulante Psychotherapie erforderlich |
| Zahnversorgung | GUP: 100 %; GUK: 80 % für Zahnersatz | Z9: 90 % für Zahnersatz und Kieferorthopädie |
| Planbare Eigenbeteiligung | GUP0, GUP500, GUP900 und GUP1.8; Zahl kennzeichnet die Selbstbehaltsstufe | AM10 ohne allgemeinen ambulanten Selbstbehalt |
LKH und SDK: PKV-Leistungen im Behandlungsfall
Bei LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 lassen sich die Quoten an einer längeren Behandlung verdeutlichen. Angenommen werden 60 tariflich grundsätzlich anerkannte Sitzungen zu je 120 Euro, insgesamt 7.200 Euro. Die 120 Euro sind eine frei gewählte Rechengröße, kein zugesagter Behandlungspreis. Allgemeiner Selbstbehalt, Honorarbegrenzen, medizinische Voraussetzungen und eventuelle Genehmigungen sind noch nicht eingerechnet.
| Verglichener Tarif | Rechnerische Erstattung nach der genannten Sitzungsquote | Verbleibender Anteil vor weiteren Grenzen |
|---|---|---|
| LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) | 7.200,00 € | 0,00 € |
| SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 | 7.200,00 € | 0,00 € |
Die Rechnung zeigt die Wirkung einer Erstattungsquote und einer Sitzungsstaffel. Sie ersetzt keine Prüfung der vollständigen Bedingungen. Für stationäre Psychotherapie gelten eigene Regelungen; das ambulante Beispiel darf darauf nicht übertragen werden. Wer bereits behandelt wird oder eine Therapie empfohlen bekommen hat, sollte vor einem Antrag die Gesundheitsfragen und den tatsächlichen Annahmeentscheid gesondert klären.
Zahn- und Klinikleistungen bei LKH und SDK getrennt prüfen
Beim Zahnersatz sind die Erstattungsquote und der erstattungsfähige Rechnungsbetrag zwei verschiedene Größen. Ein Tarif mit 90 Prozent zahlt diese Quote auf die nach seinen Bedingungen anerkannten Aufwendungen. Honorargrenzen, Material- und Laborverzeichnisse sowie anfängliche Summengrenzen können die Grundlage verkleinern. Auch Implantate sind deshalb nicht allein mit einer Prozentzahl ausreichend beschrieben.
Vor einer größeren Versorgung sollte ein Heil- und Kostenplan vorliegen. Darin lassen sich Zahnarzthonorar, Implantatmaterial und Laborleistungen getrennt erkennen. Die schriftliche Leistungsantwort hilft, den eigenen Anteil realistischer zu planen. Sie ersetzt jedoch keine Prüfung, ob sich die Behandlung später gegenüber dem eingereichten Plan geändert hat. Besonders in den ersten Versicherungsjahren kann eine Zahnstaffel stärker wirken als die nominelle Differenz zwischen zwei Quoten.
Bei Kindern kommt Kieferorthopädie hinzu. Dafür können andere Altersgrenzen, medizinische Voraussetzungen oder Höchstbeträge gelten als für Zahnersatz bei Erwachsenen. Eine hohe Leistung für eine einzelne Krone sagt daher wenig über eine mehrjährige kieferorthopädische Behandlung aus. Zahnbehandlung, Zahnreinigung, Zahnersatz und Kieferorthopädie sollten jeweils im passenden Tarifteil gelesen werden.
Einbettzimmer und Chefarztbehandlung sind sichtbare Komfortmerkmale, aber nicht die gesamte stationäre Absicherung. Bei einer teuren Behandlung können die allgemeinen Krankenhauskosten, eine abweichende Honorarvereinbarung und die Zulässigkeit der gewählten Klinik wesentlich größere Beträge verursachen. Auch ein Tarif mit Einbettzimmer muss daher auf Privatkliniken und besondere Einrichtungen geprüft werden.
Eine Erstattung bis zu einem Mehrfachen der Kosten nach Krankenhausentgeltgesetz bezieht sich auf einen gesetzlich bestimmten Vergleichswert. Sie bedeutet nicht, dass der Versicherer ein Mehrfaches jeder Privatrechnung bezahlt. Liegt die tatsächliche Klinikrechnung oberhalb der tariflich anerkannten Vergleichskosten, kann trotz einer scheinbar hohen Prozentangabe ein erheblicher Eigenanteil verbleiben. Die konkrete Klinik sollte vor einer geplanten Aufnahme eine nachvollziehbare Kostenaufstellung liefern.
Gemischte Anstalten verbinden beispielsweise Akutbehandlung mit Kur- oder Rehabilitationsangeboten. Hier können besondere Zusagepflichten gelten. Deshalb ist die Frage nach der Einrichtung getrennt von der Frage nach dem Zimmer zu beantworten. Für Notfälle, medizinisch notwendige Transporte und eine anschließende Rehabilitation sind wiederum eigene Leistungsregeln zu prüfen. Das verhindert, dass ein einziges Komfortmerkmal als Ersatz für einen vollständigen Klinikvergleich dient.
Beschreiben Sie Ihre Prioritäten. So lässt sich die Tarifauswahl auf Ihren tatsächlichen Bedarf ausrichten.
LKH und SDK: Gesundheitsprüfung und PKV-Antrag
LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 werden vor einem regulären Neuabschluss nicht allein nach dem gewünschten Beitrag ausgewählt. Die Gesundheitsprüfung kann das Ergebnis wesentlich beeinflussen. Behandlungen, Beschwerden, Untersuchungen und empfohlene Maßnahmen sind entsprechend den tatsächlich gestellten Fragen anzugeben. Entscheidend ist der Wortlaut des jeweiligen Antrags einschließlich der abgefragten Zeiträume.
Wer seine Unterlagen zunächst ordnet, vermeidet widersprüchliche oder unvollständige Angaben. Hilfreich sind Arztberichte, Medikamentenangaben und bei abgeschlossenen Behandlungen ein nachvollziehbarer Verlauf. Eine pauschale Vermutung, ein alter Befund spiele keine Rolle mehr, ist keine zuverlässige Grundlage. Für die Vorbereitung hilft der Gesundheitsfragen-Check mit Abfragezeiträumen; er ersetzt die verbindlichen Fragen des Versicherers nicht.
Ein Risikozuschlag verändert den persönlichen Beitrag und kann die Reihenfolge zweier Beispielangebote umkehren. Deshalb sollte die fachlich geeignete Tarifauswahl mit der tatsächlichen Annahmeentscheidung zusammengeführt werden. Ein Tarif mit günstigerem Standardbeitrag ist nach einem Zuschlag nicht automatisch die wirtschaftlich bessere Lösung. Umgekehrt sollte eine leichtere Annahme nicht dazu führen, eine wichtige dauerhafte Leistungslücke zu übersehen.
Bei einem bestehenden Vertrag kommt die Wechselentscheidung hinzu. Kündigen Sie den bisherigen Schutz erst, wenn der Anschluss verbindlich geklärt ist. Vergleichen Sie dabei auch den bestehenden Tarif und mögliche Änderungen beim bisherigen Versicherer. Ein Neuabschluss kann andere Bedingungen, neue anfängliche Begrenzungen und eine erneute Gesundheitsprüfung bedeuten. Die Frage nach einem Anbieterwechsel ist damit umfassender als die Suche nach einem niedrigeren Monatsbeitrag.
Für die Angebotsanfrage sind neben den Gesundheitsangaben die gewünschte Tarifstufe, das Eintrittsalter und Berufsstatus, Selbstbehalt und gewünschtes Krankentagegeld hilfreich. Schreiben Sie ausdrücklich dazu, ob Sie GesundheitsUpgrade Premium (GUP) oder GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 im Blick haben. So bleibt nachvollziehbar, welches Leistungsniveau angefragt wurde und welche Alternativen tatsächlich dazu passen.
LKH und SDK: Welche PKV passt zu Ihren Prioritäten?
SDK für eine gezielte Kombination von Klinik- und Zahnbausteinen prüfen; LKH GUP für seinen gebündelten Premiumumfang vergleichen.
Für LKH und SDK ist die sinnvollste Reihenfolge: zunächst unverzichtbare Leistungen bestimmen, danach die konkrete Kombination festlegen und erst dann den vollständigen Beitrag bewerten. Eine hohe Brillenpauschale oder eine mögliche Rückerstattung sollte eine erhebliche Begrenzung bei längerer Therapie, teuren Hilfsmitteln oder einer Klinikbehandlung nicht verdecken. Die wichtigen PKV-Leistungen helfen dabei, solche Kostenrisiken systematisch zu gewichten.
Legen Sie Ihre Prioritäten schriftlich fest. Beispielsweise können freie Facharztwahl, starke Psychotherapieleistungen und eine passende Privatklinikregel unverzichtbar sein, während ein höherer allgemeiner Selbstbehalt akzeptabel ist. Eine andere Person gewichtet Familienleistungen oder einen möglichst geringen Eigenanteil stärker. Beide Entscheidungen können nachvollziehbar sein, ohne dass einer der Versicherer pauschal für jeden Kunden besser wäre.
Der Vergleich sollte am Ende zwei vollständige und verständliche Angebote liefern. Dazu gehören die ausgeschriebenen Tarifnamen, die Bausteinkürzel, die Selbstbehalte und der reguläre Gesamtbeitrag. Bedingte Vorteile werden daneben ausgewiesen. Offene Fragen zu geplanten Behandlungen werden vor dem Abschluss geklärt. Damit bleibt die Entscheidung auch dann nachvollziehbar, wenn später tatsächlich eine größere Rechnung eingereicht wird.
Lassen Sie die gewünschte Tarifausstattung und Ihre persönlichen Voraussetzungen gemeinsam prüfen.
Häufige Fragen zur PKV bei LKH und SDK
Was unterscheidet LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) von anderen Tarifstufen?
LKH-GesundheitsUpgrade Komfort heißt kurz GUK, GesundheitsUpgrade Premium kurz GUP. GUK500 und GUP500 haben jeweils 500 Euro Selbstbehalt, sind aber keine leistungsgleichen Tarife. GUP erweitert unter anderem Zahnleistungen, Honorarerstattung und Klinikschutz. GUP0 bezeichnet die Premiumvariante ohne jährlichen Selbstbehalt. Der Familienname GesundheitsUpgrade allein reicht deshalb weder für einen Leistungsvergleich noch für eine Beitragsangabe.
Welche Tarifkürzel sind bei SDK in diesem PKV-Duell wichtig?
SDK GesundheitsFAIR wird aus ambulantem AM-Tarif, stationärem S-Tarif und Zahntarif Z zusammengesetzt. AM12, S1 und Z9 benennen deshalb drei verschiedene Leistungsbereiche. AM10 statt AM12 verändert die ambulante Eigenbeteiligung, Z8 statt Z9 die Zahnersatzquote. S1DD ist kein bloß anderer Name für S1: Bei diesem Baustein hängen bestimmte stationäre Mehrleistungen von einer schweren Erkrankung ab.
Welche PKV-Tarife von LKH und SDK sind hier gemeint?
Im Mittelpunkt stehen LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9. GesundheitsUpgrade Komfort (GUK) beziehungsweise GesundheitsFAIR AM12 + S1 + Z8 sind andere Kombinationen oder Leistungsstufen. Die jeweilige Preiszeile nennt deshalb immer das vollständige berechnete Paket.
Ist LKH oder SDK günstiger?
LKH GUP0 + KTS43 + PVN: 952,91 € Gesamtbeitrag im genannten Beispiel. SDK AM10 + S1 + Z9 + TA 6 + PPN: 1.001,20 € Gesamtbeitrag im genannten Beispiel. Grundlage sind 35 Jahre, selbstständige Tätigkeit und 100 Euro Krankentagegeld ab Tag 43, Beginn 1. Oktober 2026, einschließlich Pflegepflicht und vorgesehenem gesetzlichem Zuschlag. Selbstbehalte und die vollständig genannten Tarifbausteine sind zusätzlich zu vergleichen; Zuschüsse oder Rückerstattungen sind nicht abgezogen.
Sind die Tarifstufen bei LKH und SDK leistungsgleich?
Nein. LKH GesundheitsUpgrade Premium (GUP) und SDK GesundheitsFAIR AM10 + S1 + Z9 unterscheiden sich in den Vertragsbedingungen. Auch innerhalb beider Gesellschaften sind höhere Stufen nicht allein durch einen anderen Selbstbehalt definiert. Die vollständige Kombination entscheidet über die Erstattung bei Zahnbehandlung, Therapie oder Krankenhaus.
Was ist bei LKH und SDK vor einer teuren Behandlung zu prüfen?
Bei LKH und SDK sollte der konkrete Tarif zusammen mit Kostenplan, Honorarvereinbarung und gegebenenfalls Klinikangaben geprüft werden. Eine hohe Erstattungsquote ersetzt keine Prüfung von Summengrenzen oder Zusagepflichten. Für stationäre und ambulante Behandlungen können unterschiedliche Bedingungen gelten.
Kann ich wegen Vorerkrankungen bei LKH oder SDK einen Zuschlag bekommen?
Bei LKH und SDK wird ein regulärer Neuantrag anhand der Gesundheitsangaben beurteilt. Je nach Befund und Tarif können weitere Unterlagen, ein Risikozuschlag oder eine andere Annahmeentscheidung folgen. Gute Tarifleistungen für Versicherte sind keine Garantie, dass ein neuer Antrag ohne Einschränkungen angenommen wird.
Wie nutze ich den Vergleich zwischen LKH und SDK für meine Entscheidung?
Legen Sie bei LKH und SDK zunächst dieselbe Zielausstattung fest: Selbstbehalt, Zahn- und Klinikschutz sowie Krankentagegeld. Prüfen Sie anschließend die Unterschiede der konkret benannten Tarife. Ein persönliches Angebot berücksichtigt Ihr Alter, Ihren Gesundheitszustand und Ihre Prioritäten; eine allgemeine Gesellschaftsrangliste kann das nicht ersetzen.
LKH und SDK: PKV-Tarife weiter vergleichen
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
