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Kurzurteil: Wer ist beitragsstabiler?
Beim Thema Beitragsstabilität liegt die Alte Oldenburger vorn. Zum 01.01.2026 stiegen ihre Tarife für Erwachsene um etwa 3 bis 18 %, bei der R+V in AGIL premium und classic pro um bis zu 33 bzw. 27 %. Dazu kommen ein seit 1972 geschlossenes Tarifwerk ohne Tarifgenerationen, 567,8 % Solvenzquote und 48,6 Mio. € zur Dämpfung von Erhöhungen. Die R+V punktet dafür mit Zahnersatz ohne Staffel, Weltschutz in premium und Upgrade-Rechten.
- Besser für Beamte und Anwärter: Alte Oldenburger (Beihilfe in 5-%-Schritten, BET Plus, OTB für 1,50 €, 319,10 € mit 25 Jahren).
- Besser für Angestellte, die Wert auf freie Arztwahl legen: Alte Oldenburger (kein Primärarztprinzip, Erstattung über GOÄ-Höchstsätze in jeder A-Stufe).
- Besser für Menschen mit anstehendem Zahnersatz oder Auslandsbezug: R+V (Zahnersatz ab Tag 1 ohne Staffel, AGIL premium weltweit drei Jahre).
- Besser für Einsteiger, die später aufstocken wollen: R+V (Upgrade nach 5, 10 und 15 Jahren ohne Gesundheitsprüfung, stabile Stufe MP2U).
Was kostet die Alte Oldenburger PKV im Vergleich zur R+V?
Einheitliche Rechengrundlage für Alte Oldenburger und R+V: 35 Jahre, selbstständig; Krankentagegeld 100 €/Tag ab Tag 43, Versicherungsbeginn 01.10.2026. Alle ausgewiesenen Monatsbeiträge enthalten die Pflegepflichtversicherung und den gesetzlichen Zuschlag. Es sind volle Beiträge vor Arbeitgeberzuschuss, Bonus, Stundung und Beitragsrückerstattung.
| Versicherer | Gerechnete Tarifkombination | Gesamtbeitrag / Monat | Selbstbeteiligung | Krankenhaus | Zahnersatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Alte Oldenburger | A 106 + K 20 + K/S + Z 100/80 + KTS 6 + PVN | 857,92 € | 500,00 € pro Jahr | Einbettzimmer mit privatärztlicher Behandlung | 80 % |
| R+V | AGIL premium TN1U + TE06/100 + PPN | 1.008,57 € | 480,00 € pro Jahr | Einbettzimmer mit privatärztlicher Behandlung | 80 % |
Die Beitragsbasis ist damit einheitlich. Die Tarife bleiben eigenständige Produkte: Selbstbehalt, Erstattungsquoten und Leistungsvoraussetzungen können abweichen. Eine niedrigere Summe ist deshalb kein Nachweis derselben Leistung zum niedrigeren Preis. Die Preisbeispiele beziehen sich auf die hier genannten Varianten; andere im Artikel besprochene Tarifstufen haben eigene Beiträge. Die aufgeführte Kombination gilt genau mit den genannten Bausteinen; Preise anderer Zahn-, Klinik- oder Selbstbehaltsstufen dürfen nicht auf diese Leistungen übertragen werden.
| Versicherer | Krankenversicherung inkl. Zuschlag | Krankentagegeld 100 €/Tag | Pflegepflicht | Monatliche Summe |
|---|---|---|---|---|
| Alte Oldenburger | 742,09 € | 49,80 € | 66,03 € | 857,92 € |
| R+V | 889,80 € | 52,40 € | 66,37 € | 1.008,57 € |
Für Alte Oldenburger und R+V sind neben dem Monatsbeitrag die möglichen jährlichen Eigenanteile wichtig. Der Selbstbehalt ist keine zusätzliche Monatsprämie und wird nicht stillschweigend in den angezeigten Beitrag eingerechnet. Er fällt nach den jeweiligen Tarifregeln bei erstattungsfähigen Leistungen an. Nicht versicherte Rechnungsanteile, Zahnstaffeln oder Honorargrenzen können darüber hinaus Kosten verursachen. Prüfen Sie deshalb insbesondere Psychotherapie, Heil- und Hilfsmittel, Privatkliniken und Zahnersatz anhand der konkreten Bedingungen.
Für Angestellte wird der Arbeitgeberzuschuss erst in einer eigenen, getrennten Rechnung berücksichtigt. Kranken- und Pflegeversicherung unterliegen eigenen Zuschussgrenzen. Eine pauschale Halbierung jedes Gesamtpakets wäre deshalb nicht zuverlässig. Der tatsächliche Arbeitnehmeranteil hängt von den zuschussfähigen Bausteinen, dem Beschäftigungsverhältnis und den geltenden Höchstgrenzen ab. Für Selbstständige gibt es regelmäßig keinen Arbeitgeberzuschuss; für sie ist der volle Paketbeitrag die Ausgangsgröße der Budgetplanung.
Eine Beitragsrückerstattung setzt die tariflichen Bedingungen voraus und kann vom Einreichen von Rechnungen abhängen. Eine Stundung verschiebt die Zahlung und ist nicht mit einem dauerhaft erlassenen Beitrag gleichzusetzen. Solche Effekte werden hier nicht als sicherer Preisnachlass verrechnet. Im persönlichen Angebot müssen außerdem Gesundheitsprüfung, mögliche Risikozuschläge und die gewünschte Höhe des Einkommensschutzes berücksichtigt werden. Die Beispiele sind keine individuelle Annahme- oder Beitragszusage.
Wir stellen gleich aufgebaute Angebote beider Versicherer nebeneinander — mit derselben Krankenhausstufe und passender Selbstbeteiligung.
Welche PKV hat 2026 stärker erhöht, Alte Oldenburger oder R+V?
Die R+V hat zum 01.01.2026 deutlich stärker erhöht. Bei der Alte Oldenburger stiegen die Unisex-Tarife für Erwachsene je nach Baustein um etwa 3 bis 18 %, bei der R+V in einzelnen AGIL-Stufen um bis zu 33 % — mit einer bemerkenswerten Ausnahme, die unverändert blieb. Zum Vergleich: Im Marktdurchschnitt lag die Erhöhung für betroffene Versicherte 2026 bei rund 13 %.
| Tarif | Anpassung Erwachsene 01.01.2026 |
|---|---|
| Alte Oldenburger A 90/100 | +3 bis +16 % |
| Alte Oldenburger A 80/100 | +3 bis +17 % |
| Alte Oldenburger A 106 | +10 bis +11 % |
| Alte Oldenburger A 112 | +8 bis +9 % |
| Alte Oldenburger A 118 | +16 bis +18 % |
| Alte Oldenburger K 20 | +8 bis +10 % (Kinder und Jugendliche 0 %) |
| Alte Oldenburger Z 100/80 | +8 bis +10 % |
| R+V AGIL premium 0 (TN0U) | rund +15 % |
| R+V AGIL premium 480 (TN1U) | +30 bis +33 % |
| R+V AGIL premium 960 (TN2U) | +18 bis +20 % |
| R+V AGIL premium 1.920 (TN3U) | +24 bis +26 % |
| R+V AGIL classic pro 480 (CP1U) | +26 bis +27 % |
| R+V AGIL classic pro 960 (CP2U) | +23 bis +26 % |
| R+V AGIL classic pro 0 / 1.920 (CP0U / CP3U) | +16 bis +22 % |
| R+V AGIL comfort 960 (MP2U) | 0 % |
Anschaulicher wird es mit der jeweils höchsten Erhöhung je Tarif. Die Balken zeigen die Obergrenze der Spanne für Erwachsene:
Höchste Anpassung für Erwachsene zum 01.01.2026 je Tarif; hervorgehoben: Alte Oldenburger
Was die Prozente in Euro bedeuten
Prozentwerte klingen abstrakt. Ein einfaches Rechenbeispiel für einen Monatsbeitrag von 700 €: Eine Anpassung um 10 % macht 70 € mehr im Monat, eine um 18 % 126 €, eine um 33 % bereits 231 € — im Jahr also 2.772 € zusätzlich. Genau hier liegt der Unterschied, den Versicherte spüren. Bei Angestellten trägt der Arbeitgeber zwar die Hälfte, aber nur bis zum Höchstzuschuss; Selbstständige zahlen jede Erhöhung allein.
Pflegepflicht und Beihilfe: auch hier liegt die Alte Oldenburger vorn
Auch in der Pflegepflichtversicherung für Beamte fielen die Anpassungen unterschiedlich aus: Die Alte Oldenburger erhöhte die PVB für Erwachsene um 2 bis 3 %, die R+V um 6 % auf 83,70 €. Die Beihilfetarife der R+V stiegen um 14 bis 18 %. Wer Beamter ist und langfristig plant, sollte diese Unterschiede ernst nehmen, denn Beihilfetarife laufen typischerweise über Jahrzehnte bis in die Pension.
Warum gilt die Alte Oldenburger als beitragsstabile PKV?
Die Alte Oldenburger ist aus vier Gründen beitragsstabil: ein einheitliches Tarifwerk ohne alternde Tarifgenerationen, außergewöhnlich hohe Finanzreserven, sehr niedrige Verwaltungskosten und der gezielte Einsatz von Überschüssen, um Erhöhungen zu begrenzen.
Ein Tarifwerk seit 1972 statt immer neuer Generationen
Viele Versicherer schließen ihre Tarife alle paar Jahre und bringen neue Linien auf den Markt. Im alten Tarif kommen dann kaum noch junge Gesunde nach, der Bestand altert und die Beiträge steigen überdurchschnittlich. Die Alte Oldenburger hat dieses Problem strukturell nicht: Neukunden landen in denselben Bausteinen wie langjährige Versicherte — A 90/100, K 20, Z 100/80 heißen heute so wie vor Jahrzehnten. Getrennt sind nur die Bisex-Bestände bis 20.12.2012 und die Unisex-Tarife danach, weil das Gesetz es verlangt.
Reserven, Kosten und Überschüsse
Die Zahlen sind im Marktvergleich auffällig. Die Solvenzquote lag Ende 2025 bei 567,8 %, im Jahr davor sogar bei 754,9 %. Die Schadenquote betrug 79,8 %, der Markt lag zuletzt bei 83,3 %. Und 2025 setzte die Alte Oldenburger 48,6 Millionen Euro aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung als Einmalbeiträge ein, um Erhöhungen für Bestandskunden zu dämpfen — fast fünfmal so viel wie im Vorjahr mit 10,5 Millionen. Zur Anpassung 2025 blieben rund zwei Drittel der Versicherten ohne jede Beitragsveränderung. Über den Zeitraum von 2013 bis 2026 stiegen die Beiträge im Mittel um etwa 1,6 bis 1,7 % pro Jahr; der gesamte PKV-Markt kam in den letzten 20 Jahren auf durchschnittlich 3,4 % pro Jahr.
Was Bestandskunden heute zahlen
Wie sich lange Treue auszahlt, zeigen zwei Bestandskunden mit der Kombination A 90/100 + Z 100/80 + K 20:
| Alte Oldenburger, A 90/100 + Z 100/80 + K 20 | Beitrag 2026 |
|---|---|
| Versicherte, heute 86, Eintritt 1979 mit 39 Jahren | 671,33 € |
| Neugeschäftsbeitrag für Alter 86 | 1.422,79 € |
| Versicherter, heute 81, Eintritt 1978 mit 33 Jahren | 767,48 € |
| Neugeschäftsbeitrag für Alter 81 | 1.406,16 € |
Die 86-jährige Versicherte zahlt weniger als die Hälfte dessen, was ein Neukunde in ihrem Alter zahlen müsste — und weniger als der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung von 1.017,19 €. Dahinter stehen jahrzehntelang aufgebaute Alterungsrückstellungen, der ab 60 wegfallende gesetzliche Zuschlag und eben die Mittel zur Beitragsbegrenzung.
Fair bleibt festzuhalten: Auch die Alte Oldenburger hat 2025 und 2026 erhöht, einzelne Bausteine zweistellig, und zum Tarifstand 01/2026 die festen Selbstbehalte angehoben — A 106 von 450 auf 500 €, A 112 von 750 auf 830 €, A 118 von 1.100 auf 1.250 €. Beitragsstabil heißt also nicht beitragsfrei, sondern: vergleichsweise ruhige Entwicklung auf solider Grundlage.
Wie stabil sind die PKV-Tarife der R+V wirklich?
Die R+V ist uneinheitlich: Nach moderaten Jahren kam 2026 ein kräftiger Sprung in AGIL premium und classic pro, während AGIL comfort mit 960 € Selbstbehalt für Erwachsene sogar stabil blieb. Wer bei der R+V auf Stabilität achtet, sollte also genau auf die Stufe schauen.
- 01.01.2024Offene Unisex-Tarife je nach Tarif und Alter +2 bis 11 %; auch geschlossene AGIL-, A- und Z-Tarife angepasst.
- 01.01.2026Nachholeffekt: AGIL premium bis +33 %, classic pro bis +27 %, Beihilfetarife +14 bis 18 %, PVB +6 %; AGIL comfort 960 (MP2U) für Erwachsene 0 %.
Der Hintergrund der hohen Werte ist gesetzlich: Private Krankenversicherer dürfen Beiträge erst anpassen, wenn die tatsächlichen Leistungsausgaben um einen bestimmten Wert von der Kalkulation abweichen. Bleibt ein Tarif mehrere Jahre knapp darunter, wird die gesamte aufgelaufene Entwicklung in einem Schritt nachgeholt. Das erklärt, warum die R+V 2024 nur 2 bis 11 % und 2026 dann bis zu 33 % erhöht hat. Auf mehrere Jahre verteilt relativiert sich das etwas, für Versicherte bleibt es aber ein spürbarer Einmalschub.
Die Stärke der R+V: Ausweichen innerhalb von AGIL
Die R+V hat ein Werkzeug, das die Folgen solcher Sprünge abfedert: Innerhalb von AGIL können Versicherte jederzeit ihren Selbstbehalt erhöhen oder in eine niedrigere Leistungsstufe wechseln, ohne neue Gesundheitsprüfung. Wer in TN1U eine Erhöhung von 30 % erlebt hat, kann etwa in eine andere Selbstbehaltstufe oder in AGIL comfort wechseln. Nach dem 5., 10. und 15. Versicherungsjahr ist zwischen 16 und 50 Jahren sogar der Weg nach oben ohne Gesundheitsprüfung offen. Wie viel ein interner Wechsel bringen kann, zeigt ein Fall bei der R+V: Ein 54-jähriger Versicherter senkte seinen Beitrag nach § 204 VVG von 769,83 € auf 497,23 € im Monat. Bei der Alte Oldenburger wechselte eine 54-jährige Person von 745 € auf 552 € — der Hebel funktioniert bei beiden.
Auch im Alter muss die R+V nicht teuer werden: Ein 71-jähriger Rentner, seit 1994 bei der R+V versichert, zahlt 360,47 € im Monat, in der gesetzlichen Krankenversicherung wären es nach Zuschuss 367,44 €. Solche Werte entstehen durch lange Versicherungsdauer, die ab 65 wählbare Beitragsentlastung und den wegfallenden Zuschlag ab 60.
Sie sind in AGIL premium oder classic pro? Wir zeigen, welche AGIL-Stufe Ihren Beitrag senkt — oder ob die Alte Oldenburger für Sie in Frage kommt.
Alte Oldenburger vs. R+V: Tarife und Leistungen im direkten PKV-Vergleich
Kurz gesagt: Die Alte Oldenburger ist bei Arztwahl, Gebührenordnung, Psychotherapie, Heilpraktiker und Brillen großzügiger, die R+V bei Zahnersatz in den ersten Jahren, Auslandsschutz und Wechselrechten. Die Tabelle stellt die aktuellen Tarife beider Versicherer gegenüber.
| Kriterium | Alte Oldenburger | R+V | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Tarifsystem | Baukasten: ambulant A, Krankenhaus K, Zahn Z | Kompakttarife AGIL classic pro, comfort, premium | Geschmackssache |
| Selbstbeteiligung | max. 165 € / 330 € (prozentual) oder fest 500 / 830 / 1.250 € | fest 0 / 480 / 960 / 1.920 €, Kinder die Hälfte | R+V (auch ohne SB) |
| Arztwahl ambulant | frei, kein Primärarztprinzip | classic pro und comfort: Facharzt ohne Überweisung 75 %; premium frei | Alte Oldenburger |
| Gebührenordnung | auch über die GOÄ-Höchstsätze, in jeder A-Stufe | bis 3,5-facher Satz; premium auch darüber | Alte Oldenburger |
| Krankenhaus | K 30 Mehrbett, K 20 Zweibett + Chefarzt, K/S Einbett | classic pro Mehrbett, comfort Zweibett + Privatarzt, premium Einbett | Unentschieden |
| Zahnersatz | Z 100/80: 80 %, Staffel 1.000 / 1.500 / 2.000 € in Jahr 1–3 | 75 % (premium 80 %), keine Zahnstaffel | R+V |
| Zahnbehandlung | 100 % (Z 100/80), bis 3,5-fach GOZ | 100 % | Unentschieden |
| Heilpraktiker | nach GebüH, Positivliste Naturheilkunde | classic pro/comfort 75 %, max. 750 €/Jahr; premium 100 % | Alte Oldenburger |
| Hilfsmittel | offener Katalog, auch Miete und Reparatur | offener Katalog, 75 % (premium 100 %) | Alte Oldenburger |
| Psychotherapie ambulant | ohne Begrenzung der Sitzungen | 75 % (premium 100 %), stationär 100 % | Alte Oldenburger |
| Sehhilfen | 160 €/Jahr, darüber ein Drittel | 300 € in 3 Jahren (premium 900 €) | Alte Oldenburger |
| Ausland | eigener Reisetarif AK empfehlenswert | Europa, sonst 6 Monate; premium weltweit 3 Jahre | R+V |
| Wechselrechte | Wechsel zwischen den Bausteinen nach § 204 VVG | Upgrade nach 5, 10, 15 Jahren ohne Gesundheitsprüfung | R+V |
| Beitragsrückerstattung | 2 / 3 / 4 Monatsbeiträge (ambulant), Anwärter 6 | bei Leistungsfreiheit, gestaffelt nach Jahren | Alte Oldenburger |
| Anpassung 2026 Erwachsene | etwa +3 bis +18 % | bis +33 %, MP2U 0 % | Alte Oldenburger |
| Beitragsentlastung im Alter | PBE 2.0, ab 65 (vorziehbar auf 61) | ab 65 in 5-€-Schritten, max. 80 % | Unentschieden |
| Krankentagegeld Selbstständige | KTS ab dem 15. Tag möglich | Tagegeldtarife wie TA06U | Alte Oldenburger |
| Beamte | Beihilfe in 5-%-Schritten, BET Plus, BV, OTB 1,50 € | BeihilfeKonzept classic, comfort, premium, Anwärterrabatt | Alte Oldenburger |
| Öffnungsaktion Beamte | — | keine Teilnahme | — |
| Vollversicherte | 55.003 (Ende 2025) | rund 75.000 (2025) | — |
| Solvenzquote | 567,8 % | — | — |
Die Gegenüberstellung zeigt ein klares Muster: Die Alte Oldenburger baut ihre Stärke in die Breite des Alltagsschutzes ein — jede A-Stufe, auch die günstige A 118, erstattet über die Gebührenhöchstsätze, ohne Hausarztzwang und ohne Sitzungsgrenze in der Psychotherapie. Die R+V dagegen staffelt ihre Leistungen deutlich zwischen den drei AGIL-Stufen: Wer bei ihr dieselbe Freiheit will, braucht AGIL premium — und genau diese Stufe wurde 2026 am stärksten angehoben.
Welche Leistungen erklären den Preisunterschied zwischen Alte Oldenburger und R+V?
Der wichtigste Preistreiber ist die Frage, ob Sie das Primärarztprinzip akzeptieren. Wer bei der R+V in classic pro oder comfort den Umweg über den Hausarzt geht, bekommt einen günstigeren Tarif; bei der Alte Oldenburger ist die freie Arztwahl immer inklusive und damit auch im Preis enthalten.
Primärarzt oder freie Facharztwahl
In AGIL classic pro und comfort erstattet die R+V 100 %, wenn Sie zuerst zu einem Primärarzt gehen — Hausarzt, Frauenarzt, Augenarzt, Kinderarzt, Notarzt — oder mit Überweisung zum Facharzt. Ohne Überweisung sind es 75 %. Ein praktischer Kniff: Ärzte über den Videodienst TeleClinic zählen als Primärarzt, die Überweisung ist also schnell erledigt. Bei der Alte Oldenburger gibt es diese Regel nicht; Sie gehen direkt zum Spezialisten, und die Erstattung hängt nur von Ihrem A-Baustein ab. Mehr zum Prinzip im Ratgeber Primärarzttarif.
Zahn: Staffel gegen Sofortleistung
Hier hat die R+V den klaren Vorteil für die ersten Jahre: Zahnersatz wird ab Vertragsbeginn zu 75 % (premium 80 %) erstattet, ohne Summenbegrenzung. Die Alte Oldenburger zahlt in Z 100/80 zwar 80 % für Zahnersatz, Implantate einschließlich Knochenaufbau und Kieferorthopädie ohne gesonderte Altersgrenze, deckelt die Leistung aber auf 1.000 € im ersten, 1.500 € in den ersten zwei und 2.000 € in den ersten drei Kalenderjahren. Ab dem vierten Jahr ist die Leistung unbegrenzt, nach Unfällen von Anfang an. Bei beiden gilt: Ohne vorher eingereichten Heil- und Kostenplan sinkt die Erstattung — bei der R+V auf 50 %, bei der Alte Oldenburger in Z 100/80 auf 60 %.
Krankenhaus und Ausland
Im Krankenhaus liegen beide nah beieinander. AGIL comfort bietet Zweibettzimmer und Privatarzt bei freier Klinikwahl einschließlich Privatkliniken, das Einbettzimmer gegen 65 € Eigenanteil pro Tag nach den MP-Bedingungen ab 01.01.2025. Die Alte Oldenburger löst das über K 20 für Zweibettzimmer und Chefarzt, auch über die GOÄ-Höchstsätze hinaus, und K/S für das Einbettzimmer. Beim Auslandsschutz ist die R+V stärker: AGIL premium gilt weltweit drei Jahre mit Verlängerungsanspruch, classic pro und comfort in Europa und außerhalb für sechs Monate. Wer bei der Alte Oldenburger versichert ist, ergänzt für Reisen den günstigen Reisetarif AK.
Psychotherapie, Heilpraktiker, Hilfsmittel
In diesen drei Bereichen ist die Alte Oldenburger großzügiger als AGIL classic pro und comfort: Psychotherapie ohne Sitzungsgrenze, Heilpraktiker nach Gebührenverzeichnis mit einer Positivliste von Akupunktur über Homöopathie bis Osteopathie, Hilfsmittel nach offenem Katalog inklusive Miete, Reparatur und Wartung. Die R+V erstattet diese Leistungen in den beiden unteren Stufen zu 75 %, Heilpraktiker bis 750 € im Jahr; erst AGIL premium zahlt 100 %.
Selbstbeteiligung bei Alte Oldenburger und R+V: Welches PKV-Modell spart mehr?
Beide Versicherer bieten hohe Selbstbehalte, die den Beitrag spürbar senken — die R+V mit bis zu 1.920 €, die Alte Oldenburger mit bis zu 1.250 €. Wer ganz ohne Selbstbeteiligung versichert sein will, findet diese Möglichkeit nur bei der R+V (Stufe 0).
| Stufe | Alte Oldenburger | R+V AGIL |
|---|---|---|
| sehr niedrig | A 90/100: 10 %, höchstens 165 € | Stufe 0: kein Selbstbehalt |
| niedrig | A 80/100: 20 %, höchstens 330 € | Stufe 1: 480 € |
| mittel | A 106: 500 € / A 112: 830 € | Stufe 2: 960 € |
| hoch | A 118: 1.250 € | Stufe 3: 1.920 € |
Ein feiner Unterschied liegt im Detail: Bei A 90/100 der Alte Oldenburger laufen Vorsorge, Brille und Schutzimpfungen ohne Selbstbeteiligung; bei A 106 bis A 118 wird der feste Selbstbehalt dagegen vom gesamten Erstattungsbetrag abgezogen, also auch von Vorsorge und Brille. Die R+V rechnet Vorsorge und Schutzimpfungen in allen Stufen gar nicht auf den Selbstbehalt an, und sie gefährden die Rückerstattung nicht, wenn sie separat abgerechnet werden. Wer einen hohen Selbstbehalt wählt und trotzdem regelmäßig zum Check-up geht, profitiert davon. Hintergründe im Ratgeber Selbstbeteiligung in der PKV.
Bei der Beitragsstabilität spielt die Stufe eine Rolle: 2026 war bei der R+V ausgerechnet die mittlere comfort-Stufe MP2U stabil, während die 480-€-Stufen in premium und classic pro am stärksten stiegen. Bei der Alte Oldenburger lagen die Stufen mit festem Selbstbehalt (A 106, A 112) im Mittelfeld, A 118 und die prozentualen Stufen A 80/100 und A 90/100 erreichten mit bis zu 16 bis 18 % die höchsten Werte.
Alte Oldenburger oder R+V für Beamte: Welche Beihilfetarife sind stabiler?
Für Beamte ist die Alte Oldenburger die bessere Wahl. Ihr Neugeschäft stützt sich in erster Linie auf die Beihilfeversicherung, entsprechend fein ist die Linie abgestimmt — und die R+V hat ihre Beihilfetarife 2026 um 14 bis 18 % erhöht. Die Grundlagen zu Bemessungssätzen und Beihilfe erklärt unser Überblick PKV für Beamte; hier geht es nur um die beiden Angebote.
| Merkmal | Alte Oldenburger | R+V |
|---|---|---|
| Tariflinie | A-, K 30-, K 50-, Z-Beihilfe in 5-%-Schritten | BeihilfeKonzept classic, comfort, premium (seit April 2021) |
| Krankenhaus | K 50-Beihilfe Zweibett + Chefarzt, K/S Einbett | comfort Zweibett + Privatarzt, premium Einbett, auch über Höchstsätze |
| Pensionierung | AA 20, KK 32, KK 52, ZZ 20 enden automatisch bei +20 Punkten Beihilfe | — |
| Restkosten | BET Plus: über GOÄ-Höchstsatz, Laborkosten, Heilpraktiker, Brille | Ergänzungstarif: Heilpraktiker, Sehhilfen, Zahn, Auslandsreise |
| Zahnersatz | Staffel 1.000 / 1.500 / 2.000 € in Jahr 1–3 | volle Leistung ab Vertragsbeginn |
| Anwärter | BV ohne Wartezeit, 6 Monatsbeiträge Rückerstattung | Rabatte in allen drei Varianten |
| Option für später | OTB für 1,50 € im Monat | — |
| Anpassung 2026 | — | Beihilfetarife +14 bis 18 %, PVB +6 % |
| Rating | Assekurata A++ für das Unternehmen | Assekurata 1,2 für die Beihilfetarife (2021) |
Das stärkste Argument der Alte Oldenburger ist der eingebaute Pensionsschalter: Die 50-%-Absicherung besteht aus einer Grundstufe und einer Aufstockung, die automatisch endet, wenn der Bemessungssatz bei der Pensionierung auf 70 % steigt. Dazu kommt BET Plus, das Differenzkosten über dem GOÄ-Höchstsatz und von der Beihilfe gekürzte Laborkosten übernimmt. Im Beispiel einer Zahnrechnung über 4.350 € bei 50 % Beihilfe bleibt so kein Eigenanteil. Die Beiträge sind moderat: 319,10 € mit 25, 340,75 € mit 30, 359,02 € mit 35 und 381,87 € mit 40 Jahren — inklusive Zweibettzimmer, BET Plus, gesetzlichem Zuschlag und Pflegepflicht.
Die R+V überzeugt mit Zahnersatz ohne Staffel, einer Geburtspauschale von 300 € und Rabatten für Anwärter, und ihre Beihilfetarife erhielten von Assekurata die Note „sehr gut“ (1,2). Für Beamte mit Vorerkrankungen ist wichtig: Die R+V nimmt nicht an der Öffnungsaktion teil, und auch die Alte Oldenburger zählt nicht zu den Teilnehmern, die wir führen. Hier hilft eine anonyme Risikovoranfrage vor dem Antrag.
Wir rechnen A-, K- und Z-Beihilfe mit BET Plus gegen das R+V-BeihilfeKonzept — passend zu Ihrem Dienstherrn und Beihilfesatz.
Alte Oldenburger und R+V: Wer steht hinter der Krankenversicherung?
Beide Versicherer sind im Vollversicherungsgeschäft ähnlich groß, haben aber einen völlig anderen Hintergrund: Die Alte Oldenburger ist ein spezialisierter Krankenversicherer im öffentlich-rechtlichen Verbund, die R+V Krankenversicherung eine Sparte eines der größten deutschen Versicherungskonzerne.
Die Alte Oldenburger wurde am 1. November 1927 als „Bäuerliche Krankenkasse“ in Vechta gegründet und ist seit 2007 eine Aktiengesellschaft in der Gruppe der VGH Versicherungen, Mehrheitsgesellschafter ist die Landschaftliche Brandkasse Hannover. Sie führt ihr Geschäft ausdrücklich im Sinne eines Versicherungsvereins, Renditeoptimierung ist kein Ziel. Ende 2025 versicherte sie 55.003 Menschen voll (+1,2 %) und nahm 310 Millionen Euro Beiträge ein (+8,1 %). Assekurata vergab im November 2025 zum 25. Mal in Folge die Bestnote A++.
Die R+V Krankenversicherung AG wurde 1987 gegründet und gehört zur R+V Versicherung, dem Versicherer der Volks- und Raiffeisenbanken. 2025 überschritt sie erstmals eine Milliarde Euro Beitragseinnahmen (+7,6 %). Von rund 1,9 Millionen Versicherten sind etwa 75.000 vollversichert (+3,4 %), der Großteil hat Zusatzversicherungen. Der map-report vergab die Bestnote „mmm“, Focus Money zeichnete sie als fairsten Leistungsregulierer aus. Im Alltag nutzen Kunden die R+V-Scan App und TeleClinic.
| Kennzahl | Alte Oldenburger | R+V |
|---|---|---|
| Sitz | Vechta | Wiesbaden |
| Gegründet | 1927 | 1987 (Konzernwurzeln 1922) |
| Konzern | VGH Versicherungen | R+V Versicherung, Genossenschaftliche FinanzGruppe |
| Vollversicherte | 55.003 | rund 75.000 |
| Beitragseinnahmen 2025 | 310,0 Mio. € (+8,1 %) | 1,02 Mrd. € inkl. Zusatz (+7,6 %) |
| Solvenzquote | 567,8 % | — |
| Verwaltungskostenquote | 1,7 % | — |
Für wen ist die Alte Oldenburger die bessere PKV?
Die Alte Oldenburger ist die bessere private Krankenversicherung für alle, denen ein ruhiger Beitragsverlauf und ein umfassender Alltagsschutz wichtiger sind als die niedrigste Einstiegsprämie.
- Beamte und Beamtenanwärter: fein abgestufte Beihilfetarife, automatische Anpassung bei der Pensionierung, BET Plus, BV ohne Wartezeiten und der Optionstarif OTB für 1,50 € im Monat.
- Angestellte mit Wunsch nach freier Arztwahl: kein Hausarztprinzip, Erstattung über die GOÄ-Höchstsätze und unbegrenzte Psychotherapie schon im günstigen Baustein.
- Selbstständige mit Rücklagen: A 118 senkt den Beitrag bei vollem Leistungsumfang deutlich, KTS sichert das Einkommen schon ab dem 15. Tag.
- Menschen mit Interesse an Naturheilkunde: Heilpraktiker nach GebüH mit Positivliste, dazu künstliche Befruchtung und ein offener Hilfsmittelkatalog.
- Studenten bis 34 Jahre: Ausbildungstarife mit günstigeren Beiträgen.
Weniger geeignet ist die Alte Oldenburger für Menschen, die in den ersten Jahren größeren Zahnersatz erwarten, und für Vielreisende, die einen eingebauten Weltschutz suchen. Alle Tarife im Detail auf unserer Seite Alte Oldenburger PKV.
Für wen ist die R+V die bessere PKV?
Die R+V ist die bessere Wahl für Menschen, die einen übersichtlichen Kompakttarif wollen, mit dem Hausarztmodell gut leben können und Wert auf spätere Flexibilität legen.
- Angestellte, die AGIL comfort wählen: Zweibettzimmer und Privatarzt, freie Klinikwahl, und die Stufe MP2U blieb 2026 für Erwachsene ohne Erhöhung.
- Menschen mit absehbarem Zahnersatz: 75 bis 80 % ab dem ersten Tag, ohne Zahnstaffel.
- Berufstätige mit Auslandsbezug: AGIL premium gilt weltweit drei Jahre; bei einer Entsendung ist der Wechsel nach premium mit gleicher Selbstbehaltstufe möglich.
- Junge Einsteiger: Start in classic pro, später ohne Gesundheitsprüfung nach 5, 10 oder 15 Jahren aufstocken.
- Familien: Kinder zahlen nur den halben Selbstbehalt, und bei der Kindernachversicherung darf ein höherwertiger Tarif gewählt werden.
Weniger geeignet ist die R+V für Kunden, die Wert auf eine möglichst ruhige Beitragsentwicklung legen und dafür premium bräuchten, sowie für Beamte, die langfristig planen. Die Tarife im Überblick auf unserer Seite R+V PKV.
Sagen Sie uns Alter, Beruf und Wunschleistungen — wir rechnen Alte Oldenburger und R+V mit gleich aufgebauten Bausteinen und geben eine klare Empfehlung.
Stärken und Schwächen von Alte Oldenburger und R+V im PKV-Überblick
Die Alte Oldenburger überzeugt mit Finanzkraft und breitem Alltagsschutz, die R+V mit Sofortleistung beim Zahn und Flexibilität — beide haben aber auch klare Schwachstellen.
Alte Oldenburger
Stärken
- Anpassung 2026 für Erwachsene nur etwa +3 bis +18 %
- Einheitliches Tarifwerk seit 1972, keine alternden Tarifgenerationen
- 567,8 % Solvenzquote, 1,7 % Verwaltungskosten, Assekurata A++ zum 25. Mal
- Erstattung über GOÄ-Höchstsätze und freie Arztwahl in jedem A-Baustein
- Psychotherapie ohne Sitzungsgrenze, offener Hilfsmittelkatalog
- Starke Beihilfelinie mit BET Plus und OTB für 1,50 €
Schwächen
- Zahnstaffel 1.000 / 1.500 / 2.000 € in den ersten drei Jahren
- Zahn nur bis zum 3,5-fachen GOZ-Satz
- Kein Tarif ohne Selbstbeteiligung
- Auslandsschutz über eigenen Reisetarif ergänzen
- Selbstbehalte von A 106, A 112 und A 118 zum Tarifstand 01/2026 angehoben
R+V
Stärken
- Zahnersatz ab dem ersten Tag ohne Zahnstaffel
- Upgrade nach 5, 10 und 15 Jahren ohne Gesundheitsprüfung
- AGIL comfort 960 (MP2U) 2026 ohne Erhöhung für Erwachsene
- AGIL premium weltweit drei Jahre mit Verlängerungsanspruch
- Vorsorge und Impfungen ohne Selbstbehalt und ohne Einfluss auf die Rückerstattung
- Beitragsfreistellung nach acht Wochen Krankenhaus
Schwächen
- Anpassung 2026 in AGIL premium bis +33 %, classic pro bis +27 %
- Primärarztprinzip in classic pro und comfort, 75 % ohne Überweisung
- Heilpraktiker in den unteren Stufen auf 750 € im Jahr begrenzt
- Beihilfetarife 2026 um 14 bis 18 % erhöht
- Keine Teilnahme an der Öffnungsaktion für Beamte
Fazit: Alte Oldenburger oder R+V — welche private Krankenversicherung wählen?
Auf die Leitfrage gibt es eine klare Antwort: Die Alte Oldenburger hat die beitragsstabileren PKV-Tarife. Ihre Erhöhungen fielen 2026 moderater aus, ihr Tarifwerk kennt keine alternden Generationen, und mit Solvenzquote, Verwaltungskosten und dem Einsatz von Überschüssen zur Beitragsbegrenzung hat sie die besseren Voraussetzungen, auch künftig ruhig zu bleiben. Für Beamte ist sie ohnehin die stärkere Adresse.
Die R+V ist deshalb keine schlechte Wahl — sie ist eine andere. Wer das Hausarztmodell lebt, AGIL comfort wählt und Zahnersatz ohne Wartejahre schätzt, bekommt ein schlüssiges Paket; die stabile Stufe MP2U zeigt, dass es auch bei der R+V ruhige Ecken gibt. Wer dagegen die volle Freiheit von AGIL premium braucht, sollte die Beitragsentwicklung dieser Stufe kritisch sehen.
Entscheidend bleibt Ihr persönlicher Beitrag. Lassen Sie beide Versicherer mit gleicher Krankenhausstufe und vergleichbarer Selbstbeteiligung rechnen, dann sehen Sie schwarz auf weiß, wie groß der Abstand bei Ihnen ist. Einen Überblick über weitere Gesellschaften bietet unser PKV-Rechner. Ähnliche Duelle: LVM vs. R+V, Continentale vs. SDK und für Beamte die Übersicht Beste PKV für Beamte. Wie Beitragserhöhungen entstehen und was Sie dagegen tun können, erklären der Ratgeber PKV-Beitragserhöhung und die Seite Tarifwechsel nach § 204 VVG.
Häufige Fragen zu Alte Oldenburger und R+V PKV
Ist die Alte Oldenburger beitragsstabiler als die R+V?
Nach den Anpassungen zum 01.01.2026 ja. Die Alte Oldenburger erhöhte die Unisex-Tarife für Erwachsene je nach Baustein um etwa 3 bis 18 %, der Krankenhaustarif K 20 blieb für Kinder und Jugendliche unverändert. Die R+V hob AGIL premium um bis zu 33 % und AGIL classic pro um bis zu 27 % an, die Beihilfetarife um 14 bis 18 %. Einzige Ausnahme bei der R+V: AGIL comfort mit 960 € Selbstbehalt (MP2U) blieb für Erwachsene ohne Erhöhung.
Welche PKV ist günstiger, Alte Oldenburger oder R+V?
Alte Oldenburger: 857,92 € monatlicher Gesamtbeitrag für A 106 + K 20 + K/S + Z 100/80 + KTS 6 + PVN. R+V: 1.008,57 € monatlicher Gesamtbeitrag für AGIL premium TN1U + TE06/100 + PPN. Grundlage: 35 Jahre, selbstständig, 100 Euro Krankentagegeld ab Tag 43, Beginn 01.10.2026, einschließlich Pflegepflicht und gesetzlichem Zuschlag. Zuschüsse, Bonus und Rückerstattungen sind nicht abgezogen. Leistungsumfang und Selbstbehalt der genannten Varianten sind zusätzlich zu vergleichen.
Alte Oldenburger oder R+V für Beamte?
Für die meisten Beamten ist die Alte Oldenburger die stärkere Wahl: Beihilfetarife in 5-%-Schritten, automatische Absenkung bei der Pensionierung, BET Plus für Restkosten über dem GOÄ-Höchstsatz und der Optionstarif OTB für 1,50 € im Monat. Ein 25-jähriger Bundesbeamter zahlt dort 319,10 € mit Zweibettzimmer und BET Plus. Die R+V bietet mit dem BeihilfeKonzept Zahnersatz ohne Staffel und Anwärterrabatte, erhöhte die Beihilfetarife 2026 aber um 14 bis 18 %.
Hat die R+V einen Primärarzttarif?
Ja. AGIL classic pro und AGIL comfort arbeiten ambulant nach dem Primärarztprinzip: Mit Überweisung oder beim Hausarzt gibt es 100 %, beim Facharzt ohne Überweisung 75 %. Videoärzte über TeleClinic gelten als Primärarzt. Nur AGIL premium erlaubt die freie Facharztwahl zu 100 %. Die Alte Oldenburger kennt in keinem A-Baustein ein Primärarztprinzip.
Wer hat die bessere Zahnleistung, Alte Oldenburger oder R+V?
Die R+V zahlt Zahnersatz in AGIL ab dem ersten Tag ohne Zahnstaffel, zu 75 % (premium 80 %). Die Alte Oldenburger erstattet in Z 100/80 zwar 80 % für Zahnersatz, Implantate und Kieferorthopädie, begrenzt die Leistung in den ersten drei Kalenderjahren aber auf 1.000, 1.500 und 2.000 €. Wer bald größeren Zahnersatz erwartet, fährt mit der R+V besser, langfristig liegen beide nah beieinander.
Nehmen Alte Oldenburger und R+V an der Öffnungsaktion für Beamte teil?
Die R+V nimmt nicht an der Öffnungsaktion teil, und auch die Alte Oldenburger zählt nicht zu den Teilnehmern, die wir führen. Beamte mit Vorerkrankungen sollten deshalb vor dem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage stellen lassen und die Angebote teilnehmender Versicherer danebenlegen.
Welche Beitragsrückerstattung zahlen Alte Oldenburger und R+V?
Die Alte Oldenburger zahlt erfolgsabhängig nach einem leistungsfreien Jahr zwei, nach zwei Jahren drei und ab drei Jahren vier Monatsbeiträge der ambulanten Tarife zurück, Beamtenanwärter im Tarif BV sechs Monatsbeiträge. Die R+V zahlt bei einem leistungsfreien Kalenderjahr eine Rückerstattung, deren Höhe von der Zahl zusammenhängender leistungsfreier Jahre abhängt. Bei beiden gefährden Vorsorgeuntersuchungen den Anspruch nicht.
Kann ich von der R+V zur Alte Oldenburger wechseln?
Ja, aber nur mit neuer Gesundheitsprüfung und unter Verlust eines großen Teils der Alterungsrückstellung. Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG mit voller Mitnahme der Rückstellung ist nur innerhalb desselben Versicherers möglich, also etwa von AGIL premium in AGIL comfort. Ein Versichererwechsel lohnt sich deshalb vor allem in jungen Jahren und bei guter Gesundheit.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
