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Kurzurteil: Nürnberger oder Continentale – welche PKV ist besser?
Die Nürnberger ist besser für gesunde Angestellte und Selbstständige, die selten Rechnungen einreichen: Sie garantiert die höchste Rückzahlung, leistet beim Heilpraktiker voll und hatte die ruhigeren Anpassungen. Die Continentale ist besser für Beamte, Ärzte, Studenten und alle, die viele kleine Arztrechnungen haben und ein großes Kollektiv mit starker Kapitalausstattung suchen.
- Besser für sparsame Arztgänger: Nürnberger TOP6+ (4 Monatsbeiträge garantiert) oder MAX6+ (1.500 € Gesundheitsplus).
- Besser für Beamte und Anwärter: Continentale COMFORTBeihilfe mit 100 % Zahnersatz und dynamischem EB-Baustein.
- Besser für Ärzte und Studenten: Continentale mit COMFORT-MED, PREMIUM-MED und den AZ-Tarifen.
- Besser für preisbewusste Selbstständige: Nürnberger HAT6 mit Hausarztprinzip ab 495,29 € inklusive Krankentagegeld.
Nürnberger vs. Continentale PKV: die große Duell-Tabelle
Nach Punkten liegt die Continentale vorn: Sie gewinnt elf Kriterien, die Nürnberger sieben, vier enden unentschieden oder hängen vom Nutzer ab. Viele Continentale-Punkte betreffen aber Zielgruppen wie Beamte, Ärzte und Studenten. Entscheidend ist deshalb nicht die Summe, sondern welche Kriterien für Sie persönlich zählen.
Die Tabelle stellt die aktuellen Tarifwelten gegenüber: bei der Nürnberger den Hausarzttarif HAT6, die Komfortreihe TOP (TOP3, TOP6, TOP3+, TOP6+) und den Premiumtarif MAX6+; bei der Continentale die Linien ECONOMY-U, COMFORT-U, PREMIUM und BUSINESS mit den Klinikbausteinen SP1 und SP2. Wo ein Wert nicht belegt ist, steht ein Strich.
| Kriterium | Nürnberger | Continentale | Vorteil |
|---|---|---|---|
| Tariflinien | HAT6, TOP3/TOP6, TOP3+/TOP6+, MAX6+ | ECONOMY-U, COMFORT-U, PREMIUM, BUSINESS + SP1/SP2 | Continentale (mehr Auswahl) |
| Selbstbeteiligung | 300 € oder 600 € im Jahr (Kinder 150/300 €) | 10 € bzw. 20 € je Leistung; PREMIUM max. 500 €; BUSINESS 500 € fest | je nach Arztnutzung |
| Hausarztprinzip | nur HAT6 (sonst 75 %) | in keinem Tarif | Continentale |
| Ambulant über Höchstsatz | MAX6+ | PREMIUM, BUSINESS | Gleichstand |
| Heilpraktiker | TOP 100 %, MAX6+ 100 % inkl. Osteopathie; HAT6 75 % | ECONOMY/COMFORT bis Mindestsatz, PREMIUM bis Höchstsatz | Nürnberger |
| Psychotherapie ambulant | 50 Sitzungen/Jahr (HAT6 zu 75 %) | 50 Sitzungen; PREMIUM/BUSINESS 30 × 100 %, danach 80 % ohne Grenze | Continentale |
| Hilfsmittel | TOP 80 % bis 2.000 €, dann 100 %; MAX6+ 100 %; HAT6 geschlossenes Verzeichnis | einfache Ausführung 100 %; PREMIUM offener Hilfsmittelbegriff | Continentale |
| Sehhilfen | TOP 170 €/24 Monate; MAX6+ 600 €/2 Jahre + LASIK bis 5.000 € | 200 / 300 / 400 € je 2 Jahre; PREMIUM LASIK bis 2.500 € je Auge | Gleichstand |
| Krankenhaus | allgemein + S1/S2; MAX6+ Chefarzt, Ein-/Zweibettzimmer | allgemein + SP1/SP2; BUSINESS Chefarzt, Ein-/Zweibettzimmer | Gleichstand |
| Zahnbehandlung | 100 % (MAX6+ über Höchstsatz, PZR 100 %) | 100 % (ECONOMY bis 2,3-fach, PREMIUM über Höchstsatz) | Nürnberger |
| Zahnersatz Mittelklasse | TOP 60 %, mit ZZ20 80 % | COMFORT-U 80 % inklusive | Continentale |
| Zahnersatz Premium | MAX6+ 90 %, ab Jahr 5 unbegrenzt | PREMIUM 85 %, ab Jahr 7 unbegrenzt | Nürnberger |
| Beitragsrückerstattung | TOP+ 4 Monatsbeiträge garantiert; MAX6+ 1.500 € garantiert | 2 Monatsbeiträge garantiert, bis 6 möglich | Nürnberger |
| Anpassung 2025 | offene Unisex-Tarife stabil | Neugeschäft +9 bis +23 % | Nürnberger |
| Anpassung 2026 Erwachsene | MAX6+ 3–5 %, HAT6/TOP6 10–11 %, TOP3 18–20 % | ECONOMY-U 10 %, BUSINESS 9–14 %, PREMIUM 14–16 %, COMFORT-U 16–17 % | Nürnberger |
| Größe | 37.632 Vollversicherte, 332,5 Mio. € Beiträge | rund 363.000 Vollversicherte, 2.089,2 Mio. € Beiträge | Continentale |
| Rechtsform | Aktiengesellschaft, seit 05/2026 in der Vienna Insurance Group | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit | Continentale |
| Beamte | Beihilfe kompakt BK + BE, Zahnersatz 80 % | COMFORTBeihilfe, Zahnersatz 100 %, EB dynamisch | Continentale |
| Anwärter | BAK bis 33 Jahre, maximal 60 Monate | BA/BO von 16 bis 39 Jahre, 3 Monatsbeiträge garantiert | Continentale |
| Studenten | BAK00 ab 21; OPTBA 2,95 € für Lehramt/Jura | AZ-Tarife bis 39 Jahre | Continentale |
| Ärzte | kein eigener Ärztetarif | COMFORT-MED, PREMIUM-MED, AZ-Variante | Continentale |
| Familie | MAX6+: Kind bis 1. Geburtstag beitragsfrei, Kinderkrankentagegeld 100 € | PREMIUM: bis 6 Monate beitragsfrei bei Elterngeld | Nürnberger |
Wer die Übersicht überfliegt, erkennt ein Muster: Die Nürnberger gewinnt dort, wo es um Leistungsfreiheit und Beitragsentwicklung geht, die Continentale dort, wo es um Zielgruppen und Stabilität des Unternehmens geht. In den folgenden Abschnitten erklären wir jedes Kriterium mit den konkreten Zahlen.
Welche PKV-Tariflinien haben Nürnberger und Continentale?
Sieger: Continentale. Sie bietet vier Leistungsstufen plus eigene Linien für Ärzte und Auszubildende; die Nürnberger kommt mit drei Stufen aus, die dafür sehr leicht zu verstehen sind.
Die Nürnberger baut ihre Vollversicherung wie eine Treppe. Unten steht der Hausarzttarif HAT6 mit 600 € Selbstbehalt und Primärarztprinzip. In der Mitte liegt die Komfortreihe TOP: Die Ziffer nennt den Jahres-Selbstbehalt (3 für 300 €, 6 für 600 €), das Pluszeichen steht für die garantierte Rückzahlung von vier Monatsbeiträgen. Oben thront seit Juli 2023 der Premiumtarif MAX6+. Stationäre Wahlleistungen und höherer Zahnersatz werden bei HAT6 und TOP über Bausteine ergänzt – S1 (Ein- oder Zweibettzimmer), S2 (Zweibettzimmer), der Unfallbaustein SZU und bei TOP der Zahnbaustein ZZ20.
Die Continentale verkauft fertige Linien: ECONOMY-U als Einstieg, COMFORT-U als meistgewählte Mitte, PREMIUM mit Leistungen über den Gebührenhöchstsätzen und BUSINESS als Spitzenlinie mit fester Jahres-SB und eingeschlossenem Chefarzt. Die Klinikbausteine SP1 und SP2 ergänzen die ersten drei Linien. Dazu kommen die Ärztetarife COMFORT-MED und PREMIUM-MED, die Beihilfeversicherung COMFORTBeihilfe und die AZ-Varianten für Studenten und Auszubildende.
| Stufe | Nürnberger | Continentale |
|---|---|---|
| Einstieg | HAT6 (Hausarztprinzip, 600 € SB) | ECONOMY-U (10 € je Behandlungstag) |
| Komfort | TOP3 / TOP6, mit Plus als TOP3+ / TOP6+ | COMFORT-U (20 € je Leistung) + SP2 |
| Premium | MAX6+ (600 € SB, Chefarzt inklusive) | PREMIUM (max. 500 € SB) + SP1 |
| Spitze | — | BUSINESS (500 € fest, Chefarzt inklusive) |
| Upgrade ohne Gesundheitsprüfung | Umstellungsoption zum Ende des 3. Versicherungsjahres; HAT6 → TOP | OPTION-P: zwei Upgrades während der Laufzeit |
| Beitragsentlastung im Alter | BET, Entlastung steigt ab 70 alle 3 Jahre um 10 % | BB, Eintritt bis 64 Jahre |
Ein praktischer Unterschied liegt in der späteren Flexibilität. Bei der Nürnberger ist die Umstellungsoption zum Ende des dritten Versicherungsjahres bereits eingebaut, der Wechsel zwischen HAT6 und TOP geht ohne Risikoprüfung. Die Continentale verkauft das Recht auf spätere Höherstufung separat über den Optionstarif OPTION-P, der zwei Upgrades ohne neue Gesundheitsfragen erlaubt. Wer heute mit einem Einstiegstarif beginnt, sollte diesen Baustein bei der Continentale gleich mit abschließen.
Jahres-Selbstbehalt oder SB je Leistung: Welches Modell ist bei Nürnberger und Continentale günstiger?
Kein pauschaler Sieger. Wer wenige Rechnungen hat, fährt mit dem Modell der Continentale günstiger; wer häufig zum Arzt geht, ist mit dem festen Jahresdeckel der Nürnberger besser kalkulierbar.
Die Nürnberger arbeitet klassisch: 300 € oder 600 € pro Kalenderjahr trägt der Versicherte selbst, Kinder zahlen die Hälfte. Danach erstattet der Tarif in voller Höhe. Die Continentale zieht dagegen von jeder einzelnen Leistung einen Fixbetrag ab – 10 € je Behandlungstag in ECONOMY-U, 20 € je Leistung in COMFORT-U und PREMIUM, dazu 50 € je Hilfsmittel (PREMIUM: 20 €). Bei Generika entfällt der Abzug.
Rechnen wir zwei Beispiele durch. Eine Person mit drei Arztbesuchen im Jahr zahlt in COMFORT-U 60 € selbst, in TOP6 dagegen alle Rechnungen bis 600 €. Eine chronisch kranke Person mit 40 Behandlungstagen, Rezepten und Physiotherapie erreicht in COMFORT-U schnell 800 € und mehr, denn dort gibt es keinen Jahresdeckel; in TOP6 ist bei 600 € Schluss. Die Continentale-Linie PREMIUM löst dieses Problem mit einer Obergrenze von 500 € für Erwachsene und 250 € für Kinder, BUSINESS mit einer festen Jahres-SB von 500 €.
Ein Detail verdient Aufmerksamkeit: Bei der Continentale unterliegen auch Vorsorgeuntersuchungen der Selbstbeteiligung je Leistung. Wer den Check-up einreicht, ist in diesem Jahr nicht mehr leistungsfrei. Bei der Nürnberger schaden Vorsorge, Impfungen und Prophylaxe der Rückerstattung nicht. Mehr zur Wahl der richtigen Stufe im Ratgeber Selbstbeteiligung in der PKV.
Wer leistet in der PKV beim Arztbesuch mehr, Nürnberger oder Continentale?
Sieger: Continentale, knapp. Sie garantiert in allen Tarifen die freie Arztwahl; bei der Nürnberger gilt diese für TOP und MAX6+, nicht aber für den günstigen HAT6.
In der Komfortklasse sind beide gleichauf: Nürnberger TOP erstattet ambulant 100 % bis zum 3,5-fachen GOÄ-Satz, Continentale ECONOMY-U und COMFORT-U ebenfalls bis zum Höchstsatz. Im Premiumsegment zahlen MAX6+ sowie PREMIUM und BUSINESS auch darüber hinaus, also bei Honorarvereinbarungen. Die Continentale erkennt außerdem Behandlungen in Medizinischen Versorgungszentren sowie Krankenhaus- und Hochschulambulanzen an und kennt in der Vollversicherung keine Wartezeiten.
Den Unterschied macht der Einstieg. Im Nürnberger HAT6 gibt es 100 % nur, wenn zuerst der Hausarzt behandelt oder überweist; wer direkt zum Facharzt geht, bekommt 75 %. Das Modell ist großzügiger als viele Konkurrenzmodelle, weil Frauen-, Augen- und Kinderärzte als Hausärzte zählen. Die Continentale lehnt Hausarztmodelle grundsätzlich ab und bietet selbst im günstigen ECONOMY-U freie Arztwahl. Hintergründe im Ratgeber Primärarzttarif.
Bei den Arzneimitteln ist der Nürnberger HAT6 streng (Originalpräparate 75 %, wenn ein Generikum existiert), die TOP-Reihe erstattet 80 % bis 2.000 € im Jahr und darüber 100 %. ECONOMY-U zahlt nur verschreibungspflichtige Mittel, PREMIUM auch homöopathische Arzneien, Teststreifen und Ernährungstherapie.
Heilpraktiker in der PKV: Wer zahlt mehr, Nürnberger oder Continentale?
Sieger: Nürnberger. Schon die Komfortreihe TOP erstattet Heilpraktiker zu 100 % bis zum Höchstsatz des Gebührenverzeichnisses, MAX6+ zusätzlich Osteopathie und das gesamte Hufelandverzeichnis.
Überraschend ist das Ergebnis, weil die Continentale ihre Wurzeln in der Naturheilkunde hat: Sie wurde 1926 als Volkswohl Krankenversicherung gegründet und gehörte zu den ersten Versicherern, die Heilpraktikerrechnungen übernahmen. In den heutigen Linien ECONOMY-U und COMFORT-U erstattet sie aber nur bis zu den Mindestsätzen des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker. Erst PREMIUM und BUSINESS gehen bis zu den Höchstsätzen. Liegt die Rechnung über dem Mindestsatz, bleibt die Differenz in der Mittelklasse beim Versicherten.
Einzig der Nürnberger Hausarzttarif fällt ab: HAT6 zahlt Heilpraktiker zu 75 % bis zu einem Rechnungsbetrag von 1.200 € im Jahr. Wer regelmäßig naturheilkundlich behandelt wird, ist mit Nürnberger TOP besser aufgehoben als mit Continentale COMFORT-U – und auf Premiumniveau bietet MAX6+ den breitesten Katalog.
Wie gut sichern Nürnberger und Continentale die Psychotherapie ab?
Sieger: Continentale im Premiumbereich. PREMIUM und BUSINESS kennen keine Sitzungshöchstzahl; alle Nürnberger-Tarife begrenzen die ambulante Psychotherapie auf 50 Sitzungen im Jahr.
In der Mittelklasse herrscht Gleichstand: Nürnberger TOP und Continentale COMFORT-U erstatten jeweils bis zu 50 Sitzungen pro Kalenderjahr, bei der Continentale ab der 31. Sitzung mit vorheriger Zusage (ECONOMY-U schon ab der 21.). Im HAT6 der Nürnberger gibt es 75 %. Stationär ist die Psychotherapie bei der Nürnberger in TOP und HAT6 ohne Begrenzung der Tage versichert.
Continentale PREMIUM zahlt die ersten 30 Sitzungen zu 100 % und danach 80 %, ohne Obergrenze, und übernimmt auch die Systemische Therapie sowie Honorare über dem Höchstsatz. Für Menschen mit psychischer Vorgeschichte oder dem Wunsch nach einer längeren Therapie ist das der entscheidende Vorteil. Auch Nürnberger MAX6+ begrenzt auf 50 Sitzungen.
Hilfsmittel und Brillen: Welche Krankenversicherung ist großzügiger, Nürnberger oder Continentale?
Hilfsmittel: Continentale vorn. Sehhilfen: unentschieden. Die Continentale erstattet Hilfsmittel schon in den Einstiegslinien zu 100 %, in PREMIUM sogar nach einem offenen Hilfsmittelbegriff; bei Brillen gewinnt die Nürnberger nur im Premiumtarif.
Nürnberger TOP zahlt Arznei-, Heil- und Hilfsmittel zu 80 % bis 2.000 € im Jahr, erst darüber zu 100 %. HAT6 erstattet 75 % bis 5.500 € und leistet nur für Hilfsmittel aus dem tariflichen, also geschlossenen Verzeichnis. MAX6+ zahlt 100 % für Hörgeräte, Perücken, Beatmungs- und Schlafapnoegeräte, verlangt aber ab 1.000 € eine vorherige Zusage.
Die Continentale erstattet in ECONOMY-U und COMFORT-U 100 % „in einfacher Ausführung“, abzüglich 50 € je Hilfsmittel; ab 1.000 € braucht es einen Kostenvoranschlag. PREMIUM streicht die Einschränkung auf die einfache Ausführung und versichert auch lebenserhaltende Hilfsmittel, Reparatur und Wartung, begrenzt allerdings Hörgeräte auf 1.500 € je Ohr. Warum der Katalog so wichtig ist, erklärt unser Ratgeber offener und geschlossener Hilfsmittelkatalog.
| Sehhilfen | Nürnberger | Continentale |
|---|---|---|
| Einstieg | HAT6: 75 % bis 230 € in 24 Monaten | ECONOMY-U: 200 € in 2 Jahren |
| Komfort | TOP: bis 170 € in 24 Monaten | COMFORT-U: 300 € in 2 Jahren |
| Premium | MAX6+: 600 € in 2 Jahren, LASIK bis 5.000 € in 5 Jahren | PREMIUM: 400 € in 2 Jahren, LASIK bis 2.500 € je Auge |
Bei der Brille liegt die Continentale in der Mittelklasse vorn (300 € statt 170 €), die Nürnberger im Premiumtarif (600 € statt 400 €). Beim Augenlasern erstattet Continentale PREMIUM in den ersten zwei Jahren 400 € je Auge, danach 2.500 € je Auge; MAX6+ zahlt bis 5.000 € alle fünf Jahre, bei medizinischer Notwendigkeit unbegrenzt.
Chefarzt und Zweibettzimmer: Wie leisten Nürnberger und Continentale PKV im Krankenhaus?
Gleichstand. Beide versichern im Grundtarif nur das Mehrbettzimmer und bieten Chefarzt sowie Ein- oder Zweibettzimmer über Bausteine an; in der Spitzenlinie ist beides jeweils schon enthalten.
Bei der Nürnberger heißen die Klinikbausteine S1 (Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarzt, auch über den GOÄ-Höchstsätzen, Rooming-in bis 12 Jahre) und S2 (Zweibettzimmer, Chefarzt bis 3,5-fach). Wer auf das Wahlzimmer verzichtet, erhält ein Ersatz-Krankenhaustagegeld von 25/50 € bzw. 20/40 €. MAX6+ enthält Chefarzt und Ein- oder Zweibettzimmer ohne Zusatzbaustein, dazu Ersatz-Krankenhaustagegeld bis 80 €, Kurtagegeld und Rooming-in bis 15 Jahre.
Die Continentale nennt ihre Bausteine SP1 (Ein- oder Zweibettzimmer, Chefarzt) und SP2 (Zweibettzimmer, Chefarzt), mit Ersatz-Krankenhaustagegeld zwischen 20 und 50 €. In BUSINESS sind Chefarzt und Ein- oder Zweibettzimmer bereits enthalten. Ein kleiner Nachteil: In ECONOMY-U und COMFORT-U fällt auch im Krankenhaus die Selbstbeteiligung je Tag an (10 bzw. 20 € für höchstens 14 Tage je Aufenthalt), PREMIUM verzichtet stationär darauf. PREMIUM erstattet zudem Privatkliniken ohne Begrenzung auf die Sätze der Bundespflegesatzverordnung. Was die Unterschiede im Alltag bedeuten, zeigt der Ratgeber ambulant und stationär in der PKV.
Wir stellen TOP oder MAX6+ der Nürnberger und COMFORT-U oder PREMIUM der Continentale mit gleichem Klinikbaustein und gleichem Krankentagegeld nebeneinander.
Wer hat den besseren Zahnersatz in der PKV, Nürnberger oder Continentale?
Mittelklasse: Continentale. Premium: Nürnberger. COMFORT-U enthält 80 % Zahnersatz ohne Aufpreis, Nürnberger TOP erreicht diesen Wert nur mit dem Baustein ZZ20. Ganz oben zahlt MAX6+ 90 %, Continentale PREMIUM 85 %.
Die Zahnbehandlung selbst zahlen beide in allen Stufen zu 100 %; bei Continentale ECONOMY-U allerdings nur bis zum 2,3-fachen Satz, MAX6+ und PREMIUM auch darüber. MAX6+ übernimmt zusätzlich die professionelle Zahnreinigung zu 100 %.
| Tarif | Zahnersatz | Begrenzung in den ersten Jahren | danach |
|---|---|---|---|
| Nürnberger HAT6 | 60 %, nach 3/6 Jahren 70/80 % | 600 / 1.200 / 1.800 / 2.400 € | ab Jahr 5: 3.000 € jährlich |
| Nürnberger TOP | 60 % | 600 bis 3.000 € in 5 Jahren | ab Jahr 6 unbegrenzt |
| Nürnberger TOP + ZZ20 | 80 % | 800 bis 4.000 € in 5 Jahren | ab Jahr 6 unbegrenzt |
| Nürnberger MAX6+ | 90 %, KFO 90 % | 1.000 bis 4.000 € in 4 Jahren | ab Jahr 5 unbegrenzt |
| Continentale ECONOMY-U | 60 % | max. 3.000 € je Kalenderjahr | unverändert, ohne Knochenaufbau |
| Continentale COMFORT-U | 80 % | 1.000 bis 5.000 € in 5 Jahren | ab Jahr 6: 10.000 € je 2 Jahre |
| Continentale PREMIUM | 85 %, Implantate ohne Anzahlgrenze | 2.000 € (2 J.), 5.000 € (4 J.), 10.000 € (6 J.) | ab Jahr 7 unbegrenzt |
| Continentale BUSINESS | 85 % | bis 6.000 € in 6 Jahren | danach unbegrenzt |
In den ersten Jahren sind die Staffeln der Continentale meist großzügiger: COMFORT-U erlaubt im ersten Jahr 1.000 €, Nürnberger TOP mit ZZ20 800 €. Langfristig dreht sich das Bild, denn bei der Nürnberger fällt die Grenze ab dem sechsten Jahr ganz weg, während COMFORT-U dauerhaft auf 10.000 € je zwei Jahre begrenzt bleibt – ein Wert, den allerdings nur sehr umfangreiche Sanierungen erreichen. Wer größere Zahnarbeiten erwartet, sollte die Staffeln genau vergleichen; unser Ratgeber Zahnleistungen in der PKV hilft dabei.
Wer zahlt mehr Beitragsrückerstattung, Nürnberger oder Continentale PKV?
Sieger: Nürnberger. Sie garantiert in TOP3+ und TOP6+ vier Monatsbeiträge und in MAX6+ 1.500 € im Jahr; die Continentale garantiert zwei Monatsbeiträge.
Garantierte Rückzahlungen sind am Markt selten, und hier sind beide Versicherer überdurchschnittlich. Der Unterschied liegt im Umfang. Wer bei der Nürnberger ein Jahr lang keine Rechnung einreicht, bekommt in den Plus-Varianten der TOP-Reihe sicher vier Monatsbeiträge zurück. In MAX6+ heißt die Garantie Gesundheitsplus: 1.500 € jährlich, rechnerisch 125 € im Monat, zusätzlich zur erfolgsabhängigen Rückerstattung. Vorsorge, Impfungen, Zahnreinigung und die Telemedizin von Medgate zählen dabei nicht als Leistung.
Die Continentale zahlt in ECONOMY-U, COMFORT-U und PREMIUM zwei Zwölftel des Vorjahresbeitrags garantiert zurück und erfolgsabhängig bis zu vier weitere – insgesamt also bis zu sechs Monatsbeiträge. Das kann in guten Jahren mehr sein als bei der Nürnberger, ist aber nur zu einem Drittel sicher. BUSINESS ersetzt die Rückerstattung durch eine Pauschalleistung: 440 € Grundbetrag, nach leistungsfreien Jahren bis zum Vierfachen. Als Verein gab die Continentale 2025 91 Prozent ihres Rohergebnisses an die Versicherten zurück.
Welche PKV ist günstiger, Nürnberger oder Continentale?
Einheitliche Rechengrundlage für Nürnberger und Continentale: 35 Jahre, selbstständig; Krankentagegeld 100 €/Tag ab Tag 43, Versicherungsbeginn 01.10.2026. Alle ausgewiesenen Monatsbeiträge enthalten die Pflegepflichtversicherung und den gesetzlichen Zuschlag. Es sind volle Beiträge vor Arbeitgeberzuschuss, Bonus, Stundung und Beitragsrückerstattung.
| Versicherer | Gerechnete Tarifkombination | Gesamtbeitrag / Monat | Selbstbeteiligung | Krankenhaus | Zahnersatz |
|---|---|---|---|---|---|
| Nürnberger | MAX6+ + TS6 + PVN | 851,69 € | 600,00 € pro Jahr | Einbettzimmer mit privatärztlicher Behandlung | 90 % |
| Continentale | PREMIUM + SP1 + V 43-U/100 + PVN | 779,11 € | 20 € je Leistung; Grenze nach Tarif | Einbettzimmer mit privatärztlicher Behandlung | 85 % |
Die Beitragsbasis ist damit einheitlich. Die Tarife bleiben eigenständige Produkte: Selbstbehalt, Erstattungsquoten und Leistungsvoraussetzungen können abweichen. Eine niedrigere Summe ist deshalb kein Nachweis derselben Leistung zum niedrigeren Preis. Die Preisbeispiele beziehen sich auf die hier genannten Varianten; andere im Artikel besprochene Tarifstufen haben eigene Beiträge. Die aufgeführte Kombination gilt genau mit den genannten Bausteinen; Preise anderer Zahn-, Klinik- oder Selbstbehaltsstufen dürfen nicht auf diese Leistungen übertragen werden.
| Versicherer | Krankenversicherung inkl. Zuschlag | Krankentagegeld 100 €/Tag | Pflegepflicht | Monatliche Summe |
|---|---|---|---|---|
| Nürnberger | 694,68 € | 87,90 € | 69,11 € | 851,69 € |
| Continentale | 672,91 € | 36,40 € | 69,80 € | 779,11 € |
Für Nürnberger und Continentale sind neben dem Monatsbeitrag die möglichen jährlichen Eigenanteile wichtig. Der Selbstbehalt ist keine zusätzliche Monatsprämie und wird nicht stillschweigend in den angezeigten Beitrag eingerechnet. Er fällt nach den jeweiligen Tarifregeln bei erstattungsfähigen Leistungen an. Nicht versicherte Rechnungsanteile, Zahnstaffeln oder Honorargrenzen können darüber hinaus Kosten verursachen. Prüfen Sie deshalb insbesondere Psychotherapie, Heil- und Hilfsmittel, Privatkliniken und Zahnersatz anhand der konkreten Bedingungen.
Für Angestellte wird der Arbeitgeberzuschuss erst in einer eigenen, getrennten Rechnung berücksichtigt. Kranken- und Pflegeversicherung unterliegen eigenen Zuschussgrenzen. Eine pauschale Halbierung jedes Gesamtpakets wäre deshalb nicht zuverlässig. Der tatsächliche Arbeitnehmeranteil hängt von den zuschussfähigen Bausteinen, dem Beschäftigungsverhältnis und den geltenden Höchstgrenzen ab. Für Selbstständige gibt es regelmäßig keinen Arbeitgeberzuschuss; für sie ist der volle Paketbeitrag die Ausgangsgröße der Budgetplanung.
Eine Beitragsrückerstattung setzt die tariflichen Bedingungen voraus und kann vom Einreichen von Rechnungen abhängen. Eine Stundung verschiebt die Zahlung und ist nicht mit einem dauerhaft erlassenen Beitrag gleichzusetzen. Solche Effekte werden hier nicht als sicherer Preisnachlass verrechnet. Im persönlichen Angebot müssen außerdem Gesundheitsprüfung, mögliche Risikozuschläge und die gewünschte Höhe des Einkommensschutzes berücksichtigt werden. Die Beispiele sind keine individuelle Annahme- oder Beitragszusage.
Welche PKV-Tarife sind beitragsstabiler, Nürnberger oder Continentale?
Sieger: Nürnberger. 2025 blieben ihre offenen Tarife unverändert, 2026 stieg MAX6+ für Erwachsene nur um 3 bis 5 %. Die Continentale erhöhte im Neugeschäft zwei Jahre in Folge deutlich.
| Stichtag | Nürnberger | Continentale |
|---|---|---|
| 01.01.2025 | HAT6, TOP3, TOP6, TOP3+, TOP6+, MAX6+, S1, S2, ZZ20 stabil; erhöht wurden SZU und Bisex-Tarife | ECONOMY-U +20–21 %, COMFORT-U +19–20 %, PREMIUM +21–23 %, BUSINESS +9–10 %; SP1 teils bis −6 % |
| 01.01.2026 Erwachsene | MAX6+ 3–5 %, HAT6 10–11 %, TOP6/TOP6+ 10–11 %, TOP3/TOP3+ 18–20 % | ECONOMY-U 10 %, BUSINESS 9–14 %, PREMIUM 14–16 %, COMFORT-U 16–17 % |
| 01.01.2026 Kinder / Jugendliche | MAX6+ 19 / 24 %, TOP 21 / 28 %, HAT6 24 / 22 % | COMFORT-U 11 / 20 %, PREMIUM 12 / 21 %, BUSINESS 24 / 24 %, ECONOMY-U 29 / 17 % |
| 01.01.2027 | weitere Anpassung angekündigt, u. a. HAT6, TOP6, TOP6+, MAX6+, S1, S2, ZZ20 | weitere Anpassung in Vollversicherung und Ärztetarifen angekündigt |
Bemerkenswert ist bei der Nürnberger der Abstand zwischen den Selbstbehaltsstufen: Die Varianten mit 300 € (TOP3, TOP3+) stiegen 2026 fast doppelt so stark wie die mit 600 €. Wer heute neu abschließt, fährt mit TOP6 oder TOP6+ bisher ruhiger. Bei der Continentale traf es 2026 ausgerechnet die meistgewählte Linie COMFORT-U am stärksten; ECONOMY-U und der alte Baustein BSZ wurden in einzelnen Altersgruppen sogar günstiger. Kinder und Jugendliche waren bei beiden Versicherern überdurchschnittlich betroffen.
Nürnberger Krankenversicherung oder Continentale: Welches Unternehmen ist stärker?
Sieger: Continentale. Sie ist nach Beitragseinnahmen gut sechsmal so groß, hat eine niedrigere Verwaltungskostenquote und gehört als Versicherungsverein ihren Mitgliedern.
| Merkmal | Nürnberger | Continentale |
|---|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit |
| Sitz | Nürnberg | Dortmund |
| Konzern | Vienna Insurance Group (seit 18.05.2026) | Obergesellschaft des Continentale Versicherungsverbundes |
| Versicherte gesamt | 464.248 | rund 1,3 Mio. |
| Vollversicherte | 37.632 | rund 363.000 |
| Beitragseinnahmen 2025 | 332,5 Mio. € (+4,4 %) | 2.089,2 Mio. € (+9,2 %) |
| Verwaltungskostenquote | 4,2 % | 2,3 % |
| Kapitalstärke | Finanzstärkerating Fitch A („stark“) | Solvenzquote 608 % (Ende 2024) |
Die Nürnberger Krankenversicherung ist Teil einer Marke mit Tradition seit 1884, als Krankenversicherer aber jung: 2025 war ihr 34. Geschäftsjahr. Ihr Schwerpunkt liegt heute auf Zusatzversicherungen und der betrieblichen Krankenversicherung; nur rund acht Prozent ihrer Kunden sind voll versichert. Seit Mai 2026 gehört sie zur österreichischen Vienna Insurance Group, Marke und Standort Nürnberg bleiben erhalten. Die Continentale ist dagegen ein klassischer Vollversicherer, feiert 2026 ihr hundertjähriges Bestehen und steht an der Spitze eines Verbundes, zu dem unter anderem die EUROPA und die Mannheimer gehören. Die frühere Mannheimer Krankenversicherung ist seit 2016 in der Continentale aufgegangen.
Für Kunden zählt vor allem, ob der Versicherer auch in dreißig Jahren noch stabil kalkulieren kann. Beide erfüllen die Anforderungen der Aufsicht deutlich. Die Größe und die Rechtsform ohne Aktionäre sprechen aber für die Continentale. Die Nürnberger punktet mit Service-Extras: In MAX6+ sind Telemedizin mit Direktabrechnung, Zweitmeinung und Coachings enthalten. Die Continentale bietet eine App zur Rechnungseinreichung und eine Gesundheitshotline rund um die Uhr.
Nürnberger oder Continentale: Welche PKV ist für Beamte besser?
Sieger: Continentale. COMFORTBeihilfe erstattet Zahnersatz und Implantate zu 100 % und passt sich über den Baustein EB automatisch an Änderungen der Beihilfe an. Nürnberger Beihilfe kompakt zahlt Zahnersatz zu 80 %.
Die Grundlagen zu Bemessungssätzen und Beihilfe erklären wir im Ratgeber Beihilfe – hier geht es nur um die Tarife. Die Nürnberger versichert Beamte im Tarif Beihilfe kompakt (BK) in den Stufen 50, 30 und 20 %. Er erstattet Arzt und Heilpraktiker bis zu den Höchstsätzen, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel zu 80 %, Zahnbehandlung zu 100 % und Zahnersatz sowie Kieferorthopädie zu 80 %. Der Ergänzungstarif BE ergänzt das Einbettzimmer oder ein Ersatz-Krankenhaustagegeld, 80 % für Material- und Laborkosten beim Zahnersatz und einen Auslandsreiseschutz bis acht Wochen; Chefarzt und Zweibettzimmer kommen über BS2.
Die Continentale setzt COMFORTBeihilfe aus drei Teilen zusammen: COMFORT-B für die Restkosten, EB für nicht beihilfefähige Aufwendungen und SP2-B für Chefarzt und Zweibettzimmer, optional SP1Z-B für das Einzelzimmer. Hilfsmittel folgen einem offenen Katalog. Die Selbstbeteiligung beträgt 1 € je 5-%-Stufe und Leistung, bei 50 % Beihilfe also 10 €; Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre zahlen keine. Die Rückerstattung liegt bei bis zu fünf Monatsbeiträgen, davon zwei garantiert.
| Beamte (50 % Beihilfe) | Nürnberger | Continentale |
|---|---|---|
| Tarif | Beihilfe kompakt BK + Ergänzung BE | COMFORT-B + EB + SP2-B |
| Zahnersatz | 80 %, BE: Material/Labor 80 % | 100 % inkl. Implantate |
| Hilfsmittel | 80 % | offener Katalog |
| Wahlleistung | BS2 (Chefarzt, Zweibettzimmer), BE Einbettzimmer | SP2-B, optional SP1Z-B |
| Anpassung an neue Beihilferegeln | — | EB passt sich automatisch an |
| Anwärter | BAK, Eintritt bis 33 Jahre, max. 60 Monate | BA (mit SB) / BO (ohne SB), 16 bis 39 Jahre |
| Rückerstattung Anwärter | hohe Beitragsrückerstattung | 3 Monatsbeiträge garantiert |
| Studenten mit Beamtenziel | OPTBA mit SZU für 2,95 € | — |
Die Beiträge lassen sich nicht direkt vergleichen: Die Continentale nennt ihre Anwärterwerte nur für den Grundbaustein COMFORT-B ohne EB, SP2-B und Pflegepflicht. Anwärter bei der Continentale profitieren zudem von einem Schutz bei Arbeitslosigkeit nach der Ausbildung: Bis zu 18 Monate wird die Tarifstufe auf 100 % gesetzt. Für Lehramts- und Jurastudenten, die noch gesetzlich versichert sind, hat die Nürnberger mit OPTBA einen klugen Einstieg: Für 2,95 € im Monat sind sie nach einem Unfall Privatpatient im Krankenhaus und können später ohne Gesundheitsprüfung in die Beihilfetarife wechseln. Beamte mit Vorerkrankungen klären wir vorab per anonymer Risikovoranfrage und prüfen zusätzlich die Wege über die Öffnungsaktion. Weitere Beihilfeanbieter vergleicht die Seite beste PKV für Beamte.
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Studenten und Ärzte: Wo haben Nürnberger und Continentale die passende PKV?
Sieger: Continentale. Sie hat eigene Ärztetarife und mit den AZ-Tarifen die flexiblere Vollversicherung für Studium und Ausbildung.
Studenten und Auszubildende versichert die Continentale in den AZ-Varianten ihrer normalen Linien, zum Beispiel AZ COMFORT-U oder AZ PREMIUM. Studenten können ab 17 Jahren einsteigen, bis maximal 39 Jahre, und nach dem Studium ohne neue Gesundheitsprüfung in den regulären Tarif wechseln. Ein 22-Jähriger zahlt für AZ COMFORT-U mit AZ SP1 und Pflegepflicht 206,14 €, eine 24-Jährige für AZ PREMIUM mit AZ SP1 und Pflegepflicht 245,75 €. Die Nürnberger bietet mit BAK00 einen Studententarif für Studenten und Schüler ab 21 Jahren mit Eintritt bis 33, optional mit stationärem Baustein BAS200; der Wechsel in TOP3 oder HAT6 ist später ohne Gesundheitsprüfung möglich.
Für Ärzte gibt es bei der Nürnberger keinen eigenen Tarif, nur ein Krankentagegeld für Freiberufler im Gruppenvertrag. Die Continentale hat mit COMFORT-MED und PREMIUM-MED zwei Linien für Human- und Zahnmediziner, PREMIUM-MED mit Hinterbliebenenschutz. In der Facharztausbildung zahlt eine 30-jährige Ärztin in AZ COMFORT-MED mit SP2, Krankentagegeld, Pflegepflicht und OPTION-P einen Eigenanteil von 109,92 €, eine 33-jährige Stationsärztin im regulären COMFORT-MED 230,74 €. Mehr zu den Zielgruppen auf den Seiten PKV für Studenten und PKV für Ärzte.
Familie und Kinder: Welche PKV ist besser, Nürnberger oder Continentale?
Sieger: Nürnberger, knapp. MAX6+ versichert das Neugeborene bis zum ersten Geburtstag beitragsfrei und zahlt ein Kinderkrankentagegeld; die Continentale kontert mit der Beitragsbefreiung bei Elterngeld in PREMIUM.
Die Familienleistungen von MAX6+ sind umfangreich: Kinderwunschbehandlung, Schwangerschaftsvorsorge, Hebamme bis zehn Tage, 600 € Pauschale bei Hausgeburt, Haushaltshilfe bis 100 € am Tag für bis zu 26 Wochen und ein Kinderkrankentagegeld von 100 € für bis zu zehn Tage im Jahr. Das Kind ist bis zum ersten Geburtstag beitragsfrei, wenn ein Elternteil mindestens acht Monate in MAX6+ versichert ist und die Geburt binnen zwei Monaten gemeldet wird. In HAT6 und TOP können Kinder auch allein versichert werden, der Selbstbehalt halbiert sich.
Die Continentale versichert Neugeborene ab Geburt ohne Wartezeiten und ohne Gesundheitsprüfung, auch bei angeborenen Krankheiten, und verlangt den ersten Beitrag erst ab dem Folgemonat; das Kind darf sogar höher versichert werden als der Elternteil. In PREMIUM ist der Elternteil bis zu sechs Monate je Geburt beitragsfrei, wenn er Elterngeld bezieht und mindestens acht Monate vorversichert war. Kinderwunschbehandlungen zahlt die Continentale in ECONOMY-U und COMFORT-U für drei Versuche, in PREMIUM für drei Inseminationen und drei IVF oder ICSI. Ein Punkt für beide: Die Kinderbeiträge stiegen 2026 kräftig. Wie Kinder am besten versichert werden, erklärt die Seite PKV für Familien.
Für wen ist die Nürnberger die bessere PKV?
Die Nürnberger ist die bessere Wahl für gesunde Angestellte und Selbstständige, die selten Rechnungen einreichen, Wert auf Heilpraktiker legen und von einer garantierten Rückzahlung profitieren wollen.
- Junge Angestellte mit wenigen Arztbesuchen: TOP6+ mit vier garantierten Monatsbeiträgen Rückzahlung.
- Anspruchsvolle mit Familienplanung: MAX6+ mit 90 % Zahnersatz, 1.500 € Gesundheitsplus und beitragsfreiem ersten Lebensjahr des Kindes.
- Preisbewusste Selbstständige: HAT6 mit Hausarztprinzip, 495,29 € mit 30 Jahren inklusive Krankentagegeld.
- Anhänger der Naturheilkunde: Heilpraktiker zu 100 % schon in TOP, in MAX6+ inklusive Osteopathie.
- Lehramts- und Jurastudenten: OPTBA für 2,95 € als Brücke in die spätere Beihilfeversicherung.
Stärken der Nürnberger
- Garantierte Rückzahlung: 4 Monatsbeiträge (TOP+) oder 1.500 € (MAX6+)
- Ruhige Anpassungen: 2025 stabil, MAX6+ 2026 nur 3–5 %
- Heilpraktiker 100 % ab TOP, Osteopathie in MAX6+
- MAX6+ mit 90 % Zahnersatz, ab Jahr 5 unbegrenzt
- Umstellungsoption ohne Gesundheitsprüfung eingebaut
Schwächen der Nürnberger
- Sehr kleines Vollversichertenkollektiv (37.632, leicht rückläufig)
- TOP und HAT6 nur 60 % Zahnersatz ohne ZZ20
- Psychotherapie in allen Tarifen auf 50 Sitzungen begrenzt
- HAT6 mit Hausarztprinzip und geschlossenem Hilfsmittelverzeichnis
- Kein Ärztetarif, Beihilfe mit 80 % Zahnersatz
Für wen ist die Continentale die bessere PKV?
Die Continentale ist die bessere Wahl für Beamte und Anwärter, für Ärzte und Studenten, für Menschen mit langer Therapie und für alle, die ein großes Kollektiv ohne Aktionäre bevorzugen.
- Beamte und Anwärter: COMFORTBeihilfe mit 100 % Zahnersatz, dynamischem EB und Einstieg bis 39 Jahre.
- Angestellte mit Preisfokus in der Mittelklasse: COMFORT-U + SP2 mit 271,69 € Eigenanteil und 80 % Zahnersatz inklusive.
- Menschen mit Therapiebedarf: PREMIUM ohne Sitzungsgrenze bei der Psychotherapie und mit offenem Hilfsmittelbegriff.
- Ärzte und Medizinstudenten: COMFORT-MED, PREMIUM-MED und AZ-Varianten.
- Eltern mit Premiumanspruch: bis zu sechs Monate beitragsfrei während des Elterngeldbezugs.
Stärken der Continentale
- Großer Verein mit rund 363.000 Vollversicherten, Solvenzquote 608 %
- Freie Arztwahl und keine Wartezeiten in allen Tarifen
- COMFORTBeihilfe mit 100 % Zahnersatz und dynamischem EB
- PREMIUM: Psychotherapie ohne Sitzungsgrenze, offener Hilfsmittelbegriff
- Eigene Tarife für Ärzte, Studenten und Auszubildende
Schwächen der Continentale
- Kräftige Anpassungen 2025 und 2026, weitere für 2027 angekündigt
- SB je Leistung ohne Jahresdeckel in ECONOMY-U und COMFORT-U
- Heilpraktiker in der Mittelklasse nur bis Mindestsatz
- Nur 2 Monatsbeiträge Rückerstattung garantiert, Vorsorge unterliegt der SB
- Upgrade ohne Gesundheitsprüfung nur mit Zusatzbaustein OPTION-P
Nennen Sie uns Alter, Beruf und Wunschleistungen. Sie erhalten beide Angebote nebeneinander, mit gleichem Krankentagegeld und vergleichbarem Klinikschutz.
Fazit: Nürnberger oder Continentale – welche PKV ist besser?
Für gesunde Angestellte und Selbstständige mit wenigen Arztbesuchen ist die Nürnberger die bessere PKV, für Beamte, Ärzte, Studenten und Menschen mit hohem Behandlungsbedarf die Continentale. In unserer Tabelle liegt die Continentale mit elf zu sieben Kriterien vorn – für einen gesunden Angestellten ohne besondere Zielgruppe zählen aber gerade die Kriterien, bei denen die Nürnberger gewinnt.
Die Nürnberger überzeugt mit einem einfachen, dreistufigen Tarifsystem, der höchsten garantierten Rückzahlung in diesem Vergleich und den zuletzt moderateren Beitragsanpassungen. Ihr Premiumtarif MAX6+ kostet mit 30 Jahren praktisch dasselbe wie Continentale PREMIUM und bietet mehr Zahnersatz, bessere Brillen- und Heilpraktikerleistungen sowie starke Familienextras. Der Preis dafür ist ein sehr kleines Versichertenkollektiv und ein Jahres-Selbstbehalt von mindestens 300 €.
Die Continentale spielt ihre Stärken bei den Zielgruppen aus. Ihre Beihilfeversicherung gehört zu den leistungsstärksten am Markt, die Ärzte- und Ausbildungstarife haben bei der Nürnberger kein Gegenstück, und das Selbstbeteiligungsmodell je Leistung belohnt Menschen, die nur gelegentlich zum Arzt gehen, ohne sie mit einem hohen Jahresbetrag zu belasten. Dafür muss man die kräftigen Anpassungen der letzten beiden Jahre und die fehlende Obergrenze der SB in den Einstiegslinien einkalkulieren.
Unser Rat: Entscheiden Sie nach Ihrer Lebenslage, nicht nach dem Markennamen. Wer verbeamtet wird oder Medizin studiert, landet fast immer bei der Continentale. Wer gesund ist, selten Rechnungen einreicht und Premiumschutz sucht, sollte MAX6+ und PREMIUM mit identischem Tagegeld nebeneinander rechnen lassen. Die ausführlichen Profile finden Sie bei der Nürnberger Krankenversicherung und der Continentale PKV; für Angestellte lohnt der Blick auf die Seite PKV für Angestellte.
Nürnberger
Drei klare Stufen HAT6, TOP und MAX6+, garantierte Rückzahlung mit TOP+ und Gesundheitsplus, Beihilfe kompakt für Beamte und Anwärter.
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Dortmunder VVaG seit 1926: ECONOMY, COMFORT, PREMIUM und BUSINESS mit Selbstbeteiligung je Leistung, dazu COMFORTBeihilfe und Ärztetarife.
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- Hallesche vs. Continentale
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Häufige Fragen zu Nürnberger und Continentale PKV
Ist die Nürnberger besser als die Continentale?
Es kommt auf das Kriterium an. Die Nürnberger liegt vorn bei der garantierten Beitragsrückerstattung (4 Monatsbeiträge in TOP3+ und TOP6+, 1.500 € Gesundheitsplus in MAX6+), beim Heilpraktiker, beim Zahnersatz im Premiumtarif (90 % statt 85 %) und bei den Beitragsanpassungen: MAX6+ stieg 2026 für Erwachsene nur um 3 bis 5 %. Die Continentale ist besser für Beamte (COMFORTBeihilfe mit 100 % Zahnersatz), für Ärzte, für Studenten und für alle, die ein großes Versichertenkollektiv mit rund 363.000 Vollversicherten und keinen hohen Jahres-Selbstbehalt wollen.
Welche PKV ist günstiger, Nürnberger oder Continentale?
Nürnberger: 851,69 € monatlicher Gesamtbeitrag für MAX6+ + TS6 + PVN. Continentale: 779,11 € monatlicher Gesamtbeitrag für PREMIUM + SP1 + V 43-U/100 + PVN. Grundlage: 35 Jahre, selbstständig, 100 Euro Krankentagegeld ab Tag 43, Beginn 01.10.2026, einschließlich Pflegepflicht und gesetzlichem Zuschlag. Zuschüsse, Bonus und Rückerstattungen sind nicht abgezogen. Leistungsumfang und Selbstbehalt der genannten Varianten sind zusätzlich zu vergleichen.
Welche PKV hat die stabileren Beiträge, Nürnberger oder Continentale?
Die Nürnberger. Zum 1. Januar 2025 blieben ihre offenen Tarife HAT6, TOP3, TOP6, TOP3+, TOP6+ und MAX6+ stabil, 2026 stiegen sie für Erwachsene um 3 bis 5 % (MAX6+), 10 bis 11 % (HAT6, TOP6) und 18 bis 20 % (TOP3). Die Continentale erhöhte im Neugeschäft 2025 um 9 bis 23 % und 2026 für Erwachsene um 9 bis 17 %. Beide haben für den 1. Januar 2027 weitere Anpassungen angekündigt.
Wer zahlt mehr Beitragsrückerstattung, Nürnberger oder Continentale?
Garantiert zahlt die Nürnberger mehr: In TOP3+ und TOP6+ fließen bei Leistungsfreiheit vier Monatsbeiträge sicher zurück, in MAX6+ 1.500 € im Jahr als Gesundheitsplus, jeweils plus erfolgsabhängiger Rückerstattung. Die Continentale garantiert zwei Monatsbeiträge und zahlt erfolgsabhängig insgesamt bis zu sechs. BUSINESS ersetzt die Rückerstattung durch eine Pauschalleistung von 440 € Grundbetrag bis zum Vierfachen.
Nürnberger oder Continentale für Beamte?
Die Continentale hat die stärkere Beihilfeversicherung: COMFORTBeihilfe erstattet Zahnersatz und Implantate zu 100 %, hat einen offenen Hilfsmittelkatalog und den Baustein EB, der sich an Änderungen der Beihilfe anpasst. Nürnberger Beihilfe kompakt zahlt Zahnersatz zu 80 % und bringt mit dem Ergänzungstarif BE Einbettzimmer und Auslandsreiseschutz. Anwärter können bei der Continentale bis 39 Jahre einsteigen, bei der Nürnberger bis 33.
Welche PKV hat den besseren Zahnersatz, Nürnberger oder Continentale?
Im Premiumbereich die Nürnberger: MAX6+ zahlt 90 % für Zahnersatz und Kieferorthopädie, auch über die GOZ-Höchstsätze, und ist ab dem fünften Jahr unbegrenzt. Continentale PREMIUM zahlt 85 %. In der Mittelklasse die Continentale: COMFORT-U enthält 80 % Zahnersatz ohne Aufpreis, bei Nürnberger TOP sind es 60 %, erst mit dem Baustein ZZ20 werden es 80 %.
Haben Nürnberger und Continentale ein Hausarztmodell?
Nur die Nürnberger. Ihr Einstiegstarif HAT6 erstattet 100 %, wenn zuerst der Hausarzt behandelt oder überweist, sonst 75 %. Als Hausärzte zählen auch Frauen-, Augen- und Kinderärzte. TOP und MAX6+ haben freie Arztwahl. Die Continentale verzichtet in allen Vollversicherungstarifen bewusst auf ein Primärarztprinzip.
Welche PKV ist für Studenten und Ärzte besser, Nürnberger oder Continentale?
Die Continentale. Sie bietet mit den AZ-Tarifen eine Vollversicherung für Studenten bis 39 Jahre, etwa AZ COMFORT-U mit AZ SP1 und Pflegepflicht für 206,14 € mit 22 Jahren, und eigene Ärztetarife COMFORT-MED und PREMIUM-MED. Die Nürnberger hat keinen eigenen Ärztetarif. Für gesetzlich versicherte Lehramts- und Jurastudenten ist ihre Option OPTBA mit SZU für 2,95 € im Monat aber ein günstiger Weg, sich den späteren Wechsel in die Beihilfetarife zu sichern.
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