Inhalt dieser Seite
- Gibt es Mitversicherung in der PKV?
- Wann Kinder privat versichert werden
- Kosten je Kind
- Was den Kinderbeitrag bestimmt
- Rechenbeispiel Familie
- Regeln beim Mitversichern
- Beamtenkinder
- Kinderbeitrag senken
- Lohnt sich die PKV mit Kind?
- PKV-Kindertarif vor einer empfohlenen Zahnspange prüfen
- PKV für zwei oder drei Kinder: Jede Person und jeden Übergang einplanen
- Kinder-Versicherungsrechner
- Häufige Fragen
Kinder in der PKV mitversichern — die Kurzantwort
Wer Kinder in der PKV mitversichern möchte, schließt für jedes Kind einen eigenen Kindertarif ab. Eine beitragsfreie Mitversicherung wie in der gesetzlichen Familienversicherung gibt es nicht. Ein Kind kostet 2026 meist zwischen 100 und 250 € im Monat, angestellte Eltern erhalten darauf den halben Beitrag vom Arbeitgeber.
- Kindertarife 2026: zum Beispiel 99,52 € (ARAG KomfortKlasse, 750 € SB) bis 224,87 € (ARAG MedBest, ohne SB).
- Arbeitgeberzuschuss: 50 % von Eltern- und Kinderbeitrag, zusammen höchstens 613,22 € im Monat.
- Kein gesetzlicher 10-%-Zuschlag bis zum 21. Lebensjahr, Pflegepflichtversicherung für Kinder in der Regel beitragsfrei.
- Beamtenkinder: 80 % Beihilfe, Restkostentarif ab rund 54,50 € im Monat.
Kinder in der PKV mitversichern: Gibt es eine Familienversicherung?
Eine Familienversicherung im Sinne der gesetzlichen Kasse gibt es in der PKV nicht: Kinder werden privat immer gegen einen eigenen Beitrag versichert. „Mitversichern“ bedeutet in der PKV, dass das Kind als versicherte Person in den Vertrag eines Elternteils aufgenommen wird oder einen eigenen Vertrag erhält, bei dem Mutter oder Vater Versicherungsnehmer ist.
Der Unterschied erklärt sich aus dem Prinzip der beiden Systeme. Die gesetzliche Krankenversicherung finanziert sich nach dem Einkommen des Mitglieds; Kinder, Ehepartner ohne eigenes Einkommen und andere Angehörige laufen ohne Zusatzkosten mit. Die private Krankenversicherung kalkuliert dagegen für jede Person einen eigenen Beitrag nach Alter, Tarif und Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn. Ein Kind hat deshalb seinen eigenen Tarif, seine eigene Selbstbeteiligung und — je nach Versicherer — seine eigene Beitragsrückerstattung.
In der Praxis spüren Eltern davon wenig: Das Kind steht meist im selben Vertrag wie ein Elternteil, der Beitrag wird gemeinsam abgebucht, Rechnungen reichen Sie wie Ihre eigenen ein. Wichtig ist nur, dass der Versicherungsnehmer — also der Elternteil, der den Vertrag schließt — die Beiträge zahlt und die Erstattungen erhält. Hintergründe zum Begriff der Familienversicherung erklärt der Ratgeber Kinder gesetzlich oder privat versichern.
Wann Kinder in der PKV versichert werden müssen
Ob ein Kind in der PKV versichert werden muss, hängt davon ab, wie die Eltern versichert sind, ob sie verheiratet sind und wie viel der privat versicherte Elternteil verdient. Sind beide Eltern privat versichert, bleibt dem Kind nur die PKV; ist ein Elternteil gesetzlich versichert, ist die kostenlose Familienversicherung oft möglich.
| Situation der Eltern | Kind in der GKV familienversichert? | Folge |
|---|---|---|
| beide privat versichert | nein | Kind muss privat versichert werden |
| verheiratet, ein Elternteil gesetzlich, privat versicherter Elternteil verdient mehr als 6.450 € im Monat und mehr als der Partner | nein (§ 10 Abs. 3 SGB V) | Kind muss privat oder freiwillig gesetzlich versichert werden |
| verheiratet, ein Elternteil gesetzlich, eine der beiden Einkommensbedingungen nicht erfüllt | ja | freie Wahl zwischen Familienversicherung und PKV |
| nicht verheiratet, ein Elternteil gesetzlich versichert | ja | freie Wahl, die Einkommensgrenze greift nicht |
| Beamter mit Beihilfe, Partner gesetzlich | je nach Einkommen wie oben | Kindertarif mit 80 % Beihilfe oft günstig |
Die Einkommensgrenze entspricht einem Zwölftel der Versicherungspflichtgrenze, 2026 also 6.450 € im Monat bzw. 77.400 € im Jahr. Beide Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein: Verdient der privat versicherte Vater mehr als diese Grenze, die gesetzlich versicherte Mutter aber noch mehr, bleibt das Kind in der Familienversicherung. Die Grenze steigt 2027 voraussichtlich auf 7.012,50 € im Monat, wodurch einige Familien wieder die Wahl bekommen.
Haben Sie die Wahl, ist die Familienversicherung rechnerisch unschlagbar — sie kostet nichts. Für die PKV sprechen dagegen Chefarztbehandlung, kurze Wartezeiten beim Facharzt und bessere Zahnleistungen. Einen Mittelweg bieten gesetzlich versicherte Kinder mit privater Krankenzusatzversicherung. Ein späterer Wechsel des Kindes aus der PKV in die gesetzliche Kasse ist nur möglich, wenn die Voraussetzungen der Familienversicherung wieder vorliegen.
Was kostet es, Kinder in der PKV mitzuversichern?
Ein Kind in der PKV mitzuversichern kostet 2026 je nach Tarif und Selbstbeteiligung rund 100 bis 250 € im Monat, Jugendliche zahlen mehr. Die folgenden Beiträge stammen aus den aktuellen Kinder- und Jugendtarifen großer Versicherer und zeigen die Bandbreite vom Grundschutz bis zum Premiumtarif.
| Versicherer und Tarif | Kind | Jugendliche | SB Kind/Jahr |
|---|---|---|---|
| ARAG KomfortKlasse (höchste SB) | 99,52 € (0–15) | 114,16 € (16–20) | 750 € |
| Generali GesundPro3 | 106,33 € (0–14) | 159,28 € (15–20) | 1.500 € |
| ARAG KomfortKlasse K0 | 166,41 € (0–15) | 187,24 € (16–20) | keine |
| Generali GesundPro1 | 187,98 € (0–14) | 248,47 € (15–20) | 375 € |
| ARAG MedExtra ME0 | 197,10 € (0–15) | 257,60 € (16–20) | keine |
| SDK GesundheitsFAIR AM13 + S1DD + Z8 | 198,46 € (5 Jahre) | je nach Alter | 480 € |
| HanseMerkur Kids Fit | 211,84 € (0–14) | 250,84 € (15–19) | keine |
| ARAG MedBest MB0 | 224,87 € (0–15) | 292,70 € (16–20) | keine |
| Allianz MeinGesundheitsschutz | rund 231,00 € (0–15) | je nach Bausteinen | je nach Stufe |
| Barmenia einsA expert+ Stufe 1 | 249,30 € (0–14) | 356,32 € (15–21) | 165 € |
Auffällig ist, wie weit die Beiträge auseinanderliegen: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Beispiel liegen rund 150 € im Monat, bei Jugendlichen sogar mehr als 240 €. Der Grund sind nicht nur Leistungsunterschiede, sondern vor allem die Selbstbeteiligung. Ein Kindertarif mit 750 oder 1.500 € Selbstbeteiligung ist deutlich günstiger, lohnt sich aber nur, wenn Sie Arztrechnungen bis zu dieser Höhe im Jahr selbst tragen können — bei kleinen Kindern mit häufigen Infekten, Logopädie oder Kieferorthopädie ist das schnell erreicht.
Monatsbeitrag für ein Kind im Kindertarif, Beispiele 2026
Welche Leistungen die Kindertarife im Einzelnen bieten und welche Tarife wir für welche Familie empfehlen, zeigen wir unter PKV für Kinder. Hier geht es um die Kosten- und Regelseite des Mitversicherns.
Wir rechnen, was Ihr Kind beim eigenen Versicherer und bei den günstigsten Alternativen kostet — inklusive Selbstbeteiligung und Zuschuss.
Was den PKV-Beitrag für mitversicherte Kinder bestimmt
Der PKV-Beitrag eines mitversicherten Kindes richtet sich nach Altersgruppe, Tarif, Selbstbeteiligung und eventuellen Zahn- oder Zusatzbausteinen. Einkommen und Beruf der Eltern spielen für den Kinderbeitrag keine Rolle, ebenso wenig die Zahl der Geschwister.
Altersgruppen statt Eintrittsalter
Anders als bei Erwachsenen rechnen Versicherer bei Kindern meist nicht mit dem genauen Eintrittsalter, sondern mit festen Altersgruppen. Typisch sind ein Kindertarif von 0 bis 14 oder 15 Jahren und ein Jugendtarif bis 19, 20 oder 21 Jahre. Mit dem Wechsel in die nächste Gruppe steigt der Beitrag sprunghaft: Bei ARAG MedExtra von 197,10 € auf 257,60 €, bei Generali GesundPro3 von 106,33 auf 159,28 €. Mit dem Erwachsenenalter folgt der dritte Sprung, der oft noch größer ausfällt.
Halbe Selbstbeteiligung für Kinder
Viele Versicherer halbieren die Selbstbeteiligung für Kinder. Bei ARAG gilt für Kinder die Hälfte der Stufe des Erwachsenentarifs, bei der SDK im GesundheitsFAIR-Tarif 480 statt 960 €, bei Barmenia einsA expert+ 165, 330 oder 660 € statt 330, 660 oder 1.320 €, bei AXA im Primärarzttarif 180 statt 360 €. Für die Familie zählt am Ende die Summe: Mit zwei Kindern und einem Elternteil in einem Tarif mit Selbstbeteiligung können im ungünstigsten Jahr alle drei Selbstbeteiligungen gleichzeitig anfallen.
Kein Zuschlag, keine Pflegeversicherung
Zwei Posten, die Erwachsene zahlen, entfallen bei Kindern in der Regel: Der gesetzliche Beitragszuschlag von 10 Prozent nach § 149 VAG wird erst ab dem 21. Lebensjahr erhoben, und in der privaten Pflegepflichtversicherung sind Kinder üblicherweise beitragsfrei mitversichert, solange ein Elternteil dort versichert ist. Das macht den Kinderbeitrag vergleichsweise schlank.
Beitragsanpassungen gelten auch für Kinder
Der Kinderbeitrag ist nicht festgeschrieben. Zum 1. Januar 2026 stiegen etwa die Kinderbeiträge der Allianz in MeinGesundheitsschutz um 14 bis 21 Prozent, deutlich stärker als die Erwachsenenbeiträge. Wie Sie eine Erhöhung einordnen, erklärt der Ratgeber Beitragsanpassung prüfen.
Rechenbeispiel: Was eine Familie für Kinder in der PKV zahlt
Für angestellte Eltern halbiert der Arbeitgeberzuschuss die Kosten der mitversicherten Kinder, solange der Höchstbetrag nicht erreicht ist. Das folgende Beispiel zeigt einen 35-jährigen angestellten Elternteil in ARAG MedExtra ohne Selbstbeteiligung (gerundet 625,00 €) mit einem bis vier Kindern im selben Tarif.
| Familie | Gesamtbeitrag | Arbeitgeber | Ihr Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| 1 Kind | 822,10 € | 411,05 € | 411,05 € |
| 2 Kinder | 1.019,20 € | 509,60 € | 509,60 € |
| 3 Kinder | 1.216,30 € | 608,15 € | 608,15 € |
| 4 Kinder | 1.413,40 € | 613,22 € | 800,18 € |
Bis zum dritten Kind übernimmt der Arbeitgeber in diesem Beispiel genau die Hälfte: Jedes weitere Kind kostet Sie nur 98,55 € netto statt 197,10 €. Beim vierten Kind ist der Höchstbetrag von 613,22 € überschritten, der Mehrbetrag bleibt bei Ihnen. Ihr Eigenanteil steigt dann von 608,15 € auf 800,18 €, also um den vollen Kinderbeitrag.
Eigenanteil angestellter Eltern nach Arbeitgeberzuschuss, Beispielrechnung 2026
Zum Vergleich: In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt ein Angestellter an der Beitragsbemessungsgrenze 2026 rund 613,22 € Arbeitnehmeranteil, und zwar unabhängig davon, ob ein oder vier Kinder familienversichert sind. Mit einem Kind liegt die PKV im Beispiel darunter, ab dem dritten Kind ist sie bereits teurer. Diese Rechnung ist der Kern jeder Entscheidung für die PKV mit Kinderwunsch — mehr dazu unter PKV für Familien.
Langfristig denken: Über 21 Jahre summieren sich die Beiträge für ein Kind in MedExtra ohne Anpassungen auf 53.299,20 € (16 Jahre Kinder-, 5 Jahre Jugendtarif). Angestellte Eltern tragen davon rechnerisch die Hälfte, in der Elternzeit fällt der Zuschuss allerdings weg — Details im Ratgeber PKV in der Elternzeit.
Für Selbstständige entfällt der Arbeitgeberzuschuss vollständig, sie tragen jeden Kinderbeitrag allein. Umso wichtiger sind hier eine passende Selbstbeteiligung und die steuerliche Absetzbarkeit, auf die wir unten eingehen. Der Arbeitgeber zahlt übrigens nur für Kinder, die in der gesetzlichen Kasse familienversichert wären; für ein Kind, das selbst erwerbstätig ist, gibt es keinen Zuschuss. Die genauen Höchstbeträge stehen im Ratgeber Arbeitgeberzuschuss.
Wir berechnen Eltern- und Kinderbeiträge mit Arbeitgeberzuschuss und zeigen Ihnen, ab welchem Kind der Höchstbetrag greift.
Regeln beim Mitversichern von Kindern in der PKV
Beim Mitversichern von Kindern in der PKV gelten feste Regeln zu Frist, Gesundheitsprüfung, Leistungsumfang und Versicherer. Die wichtigste: Wer sein Neugeborenes binnen zwei Monaten beim eigenen Versicherer anmeldet, spart die Gesundheitsprüfung.
| Regel | Was gilt | Bedeutung für Sie |
|---|---|---|
| Kindernachversicherung | Anmeldung binnen 2 Monaten nach Geburt, rückwirkend, ohne Zuschläge und Wartezeiten (§ 198 VVG) | Frist unbedingt einhalten |
| Vorversicherung | Versicherer darf bis zu 3 Monate Versicherungszeit des Elternteils verlangen | PKV-Wechsel nicht kurz vor die Geburt legen |
| Leistungsumfang | ohne Gesundheitsprüfung höchstens so viel Schutz wie der Elternteil | gleichen Tarif oder einfachere Stufe wählen |
| Versicherer | Nachversicherung nur beim Versicherer eines Elternteils | anderer Versicherer = Gesundheitsprüfung |
| Spätere Anmeldung | normale Gesundheitsprüfung wie bei Erwachsenen | Zuschläge oder Ablehnung möglich |
| Adoption | minderjährige Adoptivkinder gleichgestellt, Zuschlag höchstens bis zur einfachen Prämie | Anmeldung früh abstimmen |
Frist, Anmeldung und die Fallstricke der Neugeborenen-Anmeldung erklären wir ausführlich im Ratgeber Kindernachversicherung. Für ältere Kinder, die zum Beispiel beim Wechsel eines Elternteils in die PKV neu hinzukommen, gilt: Sie werden wie jeder andere Antragsteller geprüft. Bei einem gesunden Kind ist das meist unproblematisch, bei Allergien, Asthma, ADHS oder einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung können Zuschläge oder Ausschlüsse folgen. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt vorab, welcher Versicherer das Kind zu welchen Bedingungen annimmt.
Wer Versicherungsnehmer sein sollte
Versicherungsnehmer eines Kindervertrags ist ein Elternteil; er schuldet die Beiträge und erhält die Erstattungen. Praktisch ist es, das Kind beim Elternteil mit Arbeitgeberzuschuss zu führen, damit dessen Bescheinigung den Kinderbeitrag enthält. Sind beide Eltern privat versichert, aber bei verschiedenen Gesellschaften, dürfen Sie für die Nachversicherung wählen — sinnvoll ist der Versicherer mit dem besseren Kindertarif.
Was mit 18 und 21 Jahren passiert
Mit der Volljährigkeit kann das Kind den Vertrag auf Wunsch selbst übernehmen und bleibt dabei in seinem Tarif. Spätestens mit 21 Jahren beginnt der Erwachsenenbeitrag samt gesetzlichem Zuschlag von 10 Prozent. Studenten und Auszubildende wechseln oft in einen Ausbildungstarif. Wird das Kind später als Angestellter unterhalb der Versicherungspflichtgrenze tätig, wird es gesetzlich versicherungspflichtig und kann die PKV verlassen — mit einer Anwartschaft behält es sich die Rückkehr offen.
Auch bei Kindern gilt die übliche Kündigungsregel: Den Kindertarif können Sie kündigen, wenn eine Anschlussversicherung besteht, etwa die Familienversicherung über den anderen Elternteil. Wartezeiten spielen bei Kindern selten eine Rolle, weil sie bei der Nachversicherung entfallen; bei späteren Neuanträgen gelten die allgemeinen Regeln aus dem Ratgeber Wartezeiten in der PKV.
Beamtenkinder in der PKV mitversichern: 80 % Beihilfe
Beamtenkinder in der PKV mitzuversichern ist besonders günstig, weil der Dienstherr 80 Prozent der Krankheitskosten über die Beihilfe trägt, in Sachsen sogar 90 Prozent. Die PKV deckt nur die restlichen 20 Prozent, entsprechend niedrig ist der Beitrag.
Hinzu kommt ein Effekt auf den Beitrag der Eltern: Beim Bund und in den meisten Ländern steigt der Beihilfesatz eines Elternteils ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern von 50 auf 70 Prozent. Dessen Restkostentarif kann dann von 50 auf 30 Prozent verkleinert werden, was den eigenen Beitrag deutlich senkt. Mit zwei Kindern zahlt eine Beamtenfamilie so oft kaum mehr als vorher. Welche Sätze in Ihrem Bundesland gelten und was bei Kindern von zwei beihilfeberechtigten Eltern zu beachten ist, erklärt der Ratgeber Beihilfe für Kinder.
Wir rechnen den Restkostentarif für Ihr Kind und prüfen, ob sich Ihr eigener Tarif mit dem höheren Beihilfesatz verkleinern lässt.
So senken Sie die PKV-Kosten für mitversicherte Kinder
Die PKV-Kosten für mitversicherte Kinder lassen sich über fünf Stellschrauben senken: Selbstbeteiligung, Beitragsrückerstattung, Tarifwahl, beitragsfreie Monate für Neugeborene und die Steuer. Oft ergibt die Kombination mehrere hundert Euro im Jahr.
| Stellschraube | Beispiel | Wirkung im Jahr |
|---|---|---|
| Selbstbeteiligung wählen | ARAG KomfortKlasse: 166,41 € ohne SB, 99,52 € mit 750 € SB | 802,68 € weniger Beitrag, bis 750 € Eigenanteil |
| Beitragsrückerstattung | Allianz: bis 45 % für Kinder von Angestellten, bei rund 231,00 € Monatsbeitrag | bis 1.247,40 € bei Leistungsfreiheit |
| Garantierte Rückerstattung | Generali GesundProP für Kinder: bis 5/12 der Jahresbeiträge garantiert | bis fünf Monatsbeiträge |
| Beitragsfreie Monate | einzelne Versicherer stellen Neugeborene bis 12 Monate frei | bis ein voller Jahresbeitrag |
| Steuer | Basisanteil des Kinderbeitrags als Sonderausgabe | je nach Steuersatz |
Die Selbstbeteiligung wirkt am stärksten: Im Beispiel spart die höchste Stufe 802,68 € Beitrag im Jahr, das Risiko liegt bei 750 €. Rechnet sich das? Nur, wenn Ihr Kind im Schnitt deutlich weniger als die Differenz an Arztkosten verursacht. Bei Säuglingen und Kleinkindern mit vielen Vorsorge- und Kinderarztterminen ist das selten der Fall; bei Schulkindern, die kaum zum Arzt gehen, dagegen häufig. Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sind in vielen Tarifen von der Selbstbeteiligung ausgenommen.
Die Beitragsrückerstattung belohnt Jahre ohne eingereichte Rechnungen. Bei Kindern ist sie oft höher als bei Erwachsenen — die Allianz zahlt Kindern von Angestellten bis 45 Prozent, Beamtenkindern bis 50 Prozent. Kleine Rechnungen selbst zu zahlen kann sich deshalb lohnen. Steuerlich zählt der Basisanteil des Kinderbeitrags zu den Sonderausgaben, wenn Sie als Eltern den Beitrag zahlen; Einzelheiten im Ratgeber PKV steuerlich absetzen.
PKV mit Kind: Lohnt es sich, Kinder privat mitzuversichern?
Kinder privat mitzuversichern lohnt sich vor allem dann, wenn die Familienversicherung ohnehin ausgeschlossen ist oder die Eltern bewusst bessere Leistungen für ihre Kinder wollen. Wer die Wahl hat und rein auf die Kosten schaut, fährt mit der gesetzlichen Familienversicherung günstiger.
Für die PKV mit Kind
- Chefarzt, Ein- oder Zweibettzimmer und Rooming-in je nach Tarif
- Schnellere Facharzttermine und freie Arztwahl
- Bessere Zahn- und Kieferorthopädieleistungen, etwa 80 bis 90 % KFO
- Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Kinderbeitrags mit
- Kein gesetzlicher Zuschlag bis 21, halbe Selbstbeteiligung
- Beamtenkinder mit 80 % Beihilfe schon ab rund 55 €
Gegen die PKV mit Kind
- Jedes Kind kostet einen eigenen Beitrag, rund 100 bis 250 € im Monat
- Kein Zuschuss für Selbstständige, keiner in der Elternzeit
- Arbeitgeberzuschuss auf 613,22 € begrenzt, große Familien zahlen mehr
- Beitragsanpassungen treffen Kinder teils stärker als Erwachsene
- Rückkehr in die Familienversicherung nur unter engen Bedingungen
Für Eltern, die noch überlegen, ob sie überhaupt in die PKV wechseln sollen, ist die Kinderplanung ein zentraler Punkt. Mit einem Kind ist die PKV für gut verdienende Angestellte oft noch günstiger als der Höchstbeitrag der gesetzlichen Kasse, mit drei oder mehr Kindern kippt die Rechnung meist. Die grundsätzliche Abwägung finden Sie im Ratgeber GKV oder PKV, konkrete Beiträge für Ihr Alter im PKV-Rechner. Bestehende Familienverträge lassen sich über einen Tarifwechsel nach § 204 VVG oft günstiger gestalten, ohne den Versicherer zu wechseln.
Nennen Sie uns Alter, Beruf und Zahl der Kinder. Sie erhalten Eltern- und Kinderbeiträge mehrerer Versicherer im Vergleich.
PKV-Kindertarif vor einer empfohlenen Zahnspange prüfen
Für ein privat versichertes Kind sollte der Kieferorthopädieschutz geprüft werden, bevor ein langfristiger Behandlungsplan verbindlich vereinbart wird. Die Quote für normale Zahnbehandlung beantwortet noch nicht, ob eine Zahnspange, besondere Brackets oder spätere Retainer vollständig erfasst sind. Altersgrenzen und anfängliche Leistungsstaffeln können zusätzlich wirken.
Ist eine Behandlung bereits empfohlen, muss dies bei einem neuen Antrag entsprechend den Zahnfragen angegeben werden. Ein neuer Vertrag übernimmt bekannten Behandlungsbedarf nicht automatisch. Der Ratgeber zu Zahnspangen in der PKV trennt deshalb die Prüfung eines Neuabschlusses von der Erstattung aus einem bestehenden Kindervertrag.
PKV für zwei oder drei Kinder: Jede Person und jeden Übergang einplanen
Bei zwei oder drei privat versicherten Kindern entsteht grundsätzlich je Kind ein eigener Beitrag. Für eine vier- oder fünfköpfige Familie sollten deshalb alle Krankenversicherungsbeiträge, die Pflegeabsicherung und mögliche Zuschüsse gemeinsam betrachtet werden. Ein günstiger Einzelbeitrag für einen Erwachsenen ist keine Familienkalkulation.
Auch der 18. Geburtstag beendet einen privaten Kinderschutz nicht automatisch. Tarifliche Altersstufen, Ausbildung, Beihilfe und die künftige Vertragsverwaltung müssen geprüft werden. Für den Übergang hilft PKV nach dem Abitur; bei getrennten Eltern erklärt Kinder-PKV nach Trennung Beitragszahlung und Abrechnung.
GKV oder PKV: Familienkonstellation mit dem Kinder-Rechner prüfen
Ob kostenlose Familienversicherung möglich ist, hängt unter anderem von der Versicherung der Eltern, ihrem Familienstand und gegebenenfalls dem regelmäßigen Gesamteinkommen ab. Der Kinder-Versicherungsrechner zeigt die grundsätzlichen Wege und nennt den möglichen GKV-Elternteil. Bei Beihilfe, besonderen Familienverhältnissen oder eigenem Versicherungsstatus ist eine gesonderte Bestätigung erforderlich.
Das Ergebnis ersetzt keine Aufnahmebestätigung. Prüfen Sie bei Neugeborenen zusätzlich die Anmeldefristen und ändern Sie bestehenden Schutz erst, wenn der Anschluss feststeht.
Häufige Fragen: Kinder in der PKV mitversichern
Kann ich mein Kind in der PKV kostenlos mitversichern?
Nein. Eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der PKV nicht. Jedes Kind erhält einen eigenen Tarif mit eigenem Beitrag, auch wenn es im Vertrag eines Elternteils geführt wird. Beitragsfrei ist in der Regel nur die Pflegepflichtversicherung des Kindes; einzelne Versicherer stellen außerdem Neugeborene für einige Monate beitragsfrei.
Was kostet ein Kind in der PKV im Monat?
Kindertarife kosten 2026 je nach Leistung und Selbstbeteiligung zum Beispiel 99,52 € (ARAG KomfortKlasse mit 750 € Selbstbeteiligung), 166,41 € (KomfortKlasse ohne Selbstbeteiligung), 211,84 € (HanseMerkur Kids Fit) oder 224,87 € (ARAG MedBest). Jugendliche ab 15 oder 16 Jahren zahlen etwa 15 bis 45 Prozent mehr. Beamtenkinder mit 80 Prozent Beihilfe kosten rund 55 bis 67 €.
Zahlt der Arbeitgeber auch für mein privat versichertes Kind?
Ja, wenn Sie angestellt sind und das Kind in der gesetzlichen Krankenversicherung familienversichert wäre. Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Gesamtbeitrags für Sie und das Kind, zusammen aber höchstens 613,22 € im Monat für Kranken- und Pflegeversicherung (2026). Reichen Sie dem Arbeitgeber dafür die Beitragsbescheinigung inklusive Kinderbeitrag ein.
Muss mein Kind privat versichert werden, wenn ich in der PKV bin?
Sind beide Eltern privat versichert, bleibt nur die PKV. Ist ein Elternteil gesetzlich versichert, kann das Kind dort meist beitragsfrei familienversichert werden. Ausgeschlossen ist das bei verheirateten Eltern, wenn der privat versicherte Elternteil regelmäßig mehr als 6.450 € im Monat verdient (2026) und zugleich mehr als der gesetzlich versicherte Partner.
Muss ich mein Kind beim gleichen Versicherer wie mich versichern?
Nein. Sie können Ihr Kind bei jedem privaten Krankenversicherer versichern. Nur beim eigenen Versicherer gilt aber die Kindernachversicherung: Wird das Baby binnen zwei Monaten nach der Geburt angemeldet, entfällt die Gesundheitsprüfung. Bei einem anderen Versicherer oder nach Ablauf der Frist wird die Gesundheit des Kindes geprüft.
Bis wann zahlt mein Kind den günstigen Kinderbeitrag?
Die meisten Versicherer rechnen mit drei Altersgruppen: Kinder bis 14 oder 15 Jahre, Jugendliche bis 19, 20 oder 21 Jahre und danach Erwachsene. Ab dem 21. Lebensjahr kommt außerdem der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent hinzu. Wer studiert oder eine Ausbildung macht, kann dann oft in einen günstigeren Ausbildungstarif wechseln.
Kann ich die PKV-Beiträge für mein Kind von der Steuer absetzen?
Ja. Die Beiträge für die Basisabsicherung Ihres Kindes sind als Sonderausgaben absetzbar, wenn Sie als Eltern Versicherungsnehmer sind und die Beiträge zahlen. Komfortleistungen wie Einbettzimmer oder Heilpraktiker zählen nicht zum Basisanteil; der Versicherer weist den absetzbaren Anteil in der jährlichen Bescheinigung aus.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
