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PKV-Durchschnittsbeitrag kurz beantwortet
Der PKV-Durchschnittsbeitrag beträgt nach den jüngsten Zahlen des PKV-Verbands 559 € im Monat für Erwachsene ohne Beihilfe und 239 € für Beihilfeberechtigte. Angestellte zahlen davon nur die Hälfte selbst, weil der Arbeitgeber den Rest übernimmt.
- Kein Altersdurchschnitt liegt über 650 €; ab 61 bzw. 65 Jahren sinken die Beiträge im Schnitt wieder.
- Beitragsanstieg 2006–2026: 3,4 % pro Jahr in der PKV, 3,9 % in der GKV.
- Zum Vergleich: GKV-Höchstbeitrag 2026 für Kranken- und Pflegeversicherung 1.226,44 €, Arbeitnehmeranteil 613,22 €.
- Pflegepflichtversicherung im Schnitt 122,64 € (ohne Beihilfe) bzw. 56,50 € (mit Beihilfe).
PKV Durchschnittsbeitrag 2026: die wichtigsten Zahlen
Der Durchschnittsbeitrag in der privaten Krankenversicherung liegt bei 559 € im Monat für Erwachsene ohne Beihilfe und bei 239 € für Erwachsene mit Beihilfe. Diese Werte veröffentlicht der PKV-Verband für das Datenjahr 2024; sie sind die aktuellsten verlässlichen Durchschnittszahlen über den gesamten Markt.
Hinter diesen Zahlen steht ein großer Markt: 8,79 Millionen Menschen sind in Deutschland privat krankenvollversichert, die Branche nahm 2025 insgesamt 54,4 Milliarden Euro Beiträge ein und hat 355,4 Milliarden Euro an Alterungsrückstellungen für die Beiträge im Alter angespart. Der Durchschnitt fasst damit sehr unterschiedliche Verträge zusammen — vom jungen Angestellten im Einsteigertarif bis zur 58-jährigen Selbstständigen im Premiumtarif von 2005.
| Kennzahl | Wert | Bezug |
|---|---|---|
| Ø Beitrag Erwachsene ohne Beihilfe | 559 € | Monat, Datenjahr 2024 |
| Ø Beitrag Erwachsene mit Beihilfe | 239 € | Monat, Datenjahr 2024 |
| Ø Pflegepflichtversicherung ohne Beihilfe | 122,64 € | Monat, 2026 |
| Ø Pflegepflichtversicherung mit Beihilfe | 56,50 € | Monat, 2026 |
| Ø Standardtarif nach Anpassung | ca. 480 € | Monat, ab Juli 2026 |
| Höchstbeitrag Basistarif | 1.017,18 € | Monat, 2026 |
| Ø Beitragsanstieg PKV 2006–2026 | 3,4 % p. a. | je Versichertem |
Wichtig für die Einordnung: Der Durchschnittsbeitrag bezieht sich auf Erwachsene. Kinder, die in der PKV deutlich günstiger versichert sind, ziehen den Wert nicht nach unten. Umgekehrt enthalten die Zahlen alle Bestandsverträge — auch sehr alte Tarife, die inzwischen für Neukunden geschlossen sind. Was ein Neueinsteiger heute zahlt, zeigt der Durchschnitt deshalb nur grob. Eine Übersicht mit konkreten Beispielbeiträgen nach Alter finden Sie im Ratgeber Was kostet die PKV?.
Durchschnittsbeitrag der PKV mit und ohne Beihilfe
Der PKV-Durchschnittsbeitrag mit Beihilfe liegt mit 239 € um 320 € unter dem Wert ohne Beihilfe, weil Beamte nur den Teil der Krankheitskosten versichern, den der Dienstherr nicht übernimmt. Bei aktiven Bundesbeamten sind das in der Regel 50 Prozent.
Die Beihilfe folgt beim Bund und in den meisten Ländern einem festen Schema: 50 Prozent für aktive Beamte, 70 Prozent ab zwei berücksichtigungsfähigen Kindern, 70 Prozent im Ruhestand und für Ehepartner mit geringem Einkommen, 80 Prozent für Kinder. Die private Krankenversicherung deckt jeweils den Rest ab — deshalb heißen diese Tarife Restkostentarife. Mit steigendem Beihilfesatz sinkt der Beitrag weiter: Im Ruhestand müssen Beamte nur noch 30 Prozent absichern.
| Versichertengruppe | Ø Beitrag KV | Ø Pflegepflicht | Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Angestellte | 559 € | 122,64 € | Hälfte, Arbeitgeber zahlt bis 613,22 € |
| Selbstständige, Freiberufler | 559 € | 122,64 € | voller Beitrag |
| Beamte mit Beihilfe | 239 € | 56,50 € | voller Beitrag, Dienstherr zahlt Beihilfe direkt |
Für Beamte ist der Vergleich mit der gesetzlichen Kasse besonders eindeutig: In der GKV zahlen sie ohne pauschale Beihilfe den kompletten Beitrag allein, also bei hohem Einkommen bis zu 1.226,44 € im Monat. Der durchschnittliche Beihilfetarif kostet nur einen Bruchteil davon. Mehr zur Tarifwahl lesen Sie auf unserer Seite PKV für Beamte, für Berufseinsteiger auf PKV für Beamtenanwärter.
Wir rechnen Restkostentarife für Ihren Beihilfesatz und Ihr Bundesland — oft deutlich unter 239 € im Monat.
PKV Kosten im Durchschnitt nach Alter
Die durchschnittlichen PKV-Kosten liegen in keiner Altersgruppe über 650 Euro im Monat. Am höchsten sind sie zwischen 50 und 60 Jahren, ab 61 bzw. 65 Jahren liegen sie im Schnitt wieder deutlich niedriger.
Das überrascht viele, denn in der Diskussion über die private Krankenversicherung ist oft von „unbezahlbaren Beiträgen im Alter“ die Rede. Der Verlauf erklärt sich aus mehreren Entlastungen, die gesetzlich oder tariflich genau zum Rentenbeginn greifen:
| Entlastung | Ab wann | Wirkung |
|---|---|---|
| Gesetzlicher 10-%-Zuschlag entfällt | ab 60 Jahren | Beitrag sinkt um rund 9 % (§ 149 VAG) |
| Krankentagegeld endet | mit Rentenbeginn | der Baustein wird nicht mehr gebraucht |
| Mittel aus Überzins und Zuschlag | ab 65 bzw. 80 Jahren | finanzieren Erhöhungen ab bzw. senken den Beitrag (§ 150 VAG) |
| Beitragsentlastungstarif | meist ab 65 oder 67 | fester Betrag weniger im Monat, vorher angespart |
| Zuschuss der Rentenversicherung | mit gesetzlicher Rente | 8,75 % der Bruttorente, höchstens die Hälfte des Beitrags |
| Beihilfe im Ruhestand | mit Pensionierung | Beihilfesatz steigt meist auf 70 % |
Hinzu kommen die Alterungsrückstellungen: Jeder Privatversicherte zahlt in jungen Jahren mehr, als er an Leistungen verbraucht, und der Überschuss wird verzinslich für das Alter angespart. Branchenweit sind das inzwischen 355,4 Milliarden Euro. Wie das im Einzelnen funktioniert, erklärt der Ratgeber Alterungsrückstellungen.
Was der PKV-Durchschnittsbeitrag nicht verrät
Der PKV-Durchschnittsbeitrag ist eine Marktkennzahl, kein Preisschild: Ihr eigener Beitrag hängt vom Eintrittsalter, vom Tarif, von der Selbstbeteiligung und vom Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn ab — nicht vom Einkommen.
Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es in der PKV keinen „normalen“ Beitrag, den alle zahlen. Ein Durchschnitt mischt Verträge, die kaum vergleichbar sind. Vier Effekte sollten Sie kennen, bevor Sie den Durchschnitt als Maßstab nutzen:
1. Eintrittsalter statt Lebensalter
Der Beitrag wird nach dem Alter beim Vertragsbeginn kalkuliert. Zwei 50-Jährige zahlen im selben Tarif sehr unterschiedlich viel, wenn der eine mit 28 und der andere mit 45 eingestiegen ist. Der Durchschnitt verwischt diesen Unterschied vollständig.
2. Leistungsniveau und Selbstbeteiligung
Ein Grundschutz mit Hausarztprinzip und 1.200 € Selbstbehalt kostet oft weniger als die Hälfte eines Premiumtarifs mit Einbettzimmer, Behandlung über den Höchstsätzen der Gebührenordnung und 100 Prozent Zahnersatz. Beides fließt mit gleichem Gewicht in den Durchschnitt.
3. Bausteine: Zuschlag, Krankentagegeld, Pflege
Manche Beitragsangaben enthalten den gesetzlichen Zuschlag von 10 Prozent, das Krankentagegeld und die Pflegepflichtversicherung, andere nicht. Wer seinen Beitrag mit dem Durchschnitt vergleicht, sollte immer prüfen, welche Bausteine enthalten sind — sonst wirkt der eigene Vertrag teurer, als er ist.
4. Alttarife und Altersstruktur
Tarife, die seit Jahren keine Neukunden mehr aufnehmen, altern mit ihrem Versichertenbestand. Dort steigen die Beiträge oft stärker als in offenen Tarifen. Wer in so einem Tarif versichert ist, liegt häufig über dem Durchschnitt — und hat mit einem Tarifwechsel nach § 204 VVG gute Chancen, darunter zu kommen.
Wofür der Durchschnitt taugt
- zeigt das realistische Gesamtniveau der PKV-Beiträge
- widerlegt pauschale Aussagen über „explodierende“ Kosten
- guter Vergleichsmaßstab für Bestandskunden
- getrennte Werte mit und ohne Beihilfe
Wo er in die Irre führt
- sagt nichts über den Beitrag für Ihr Eintrittsalter
- mischt Einsteiger-, Komfort- und Premiumtarife
- enthält geschlossene Alttarife mit eigener Entwicklung
- Datenjahr 2024, spätere Anpassungen sind nicht enthalten
PKV Durchschnittsbeitrag im Vergleich zu echten Tarifen
Aktuelle PKV-Tarife für Neukunden liegen je nach Leistungsniveau zwischen rund 330 und über 800 Euro im Monat und damit teils unter, teils über dem PKV-Durchschnittsbeitrag von 559 €. Die folgenden Beispielbeiträge 2026 zeigen die Spannweite.
| Anbieter und Tarif | Alter / Status | Beitrag | enthalten |
|---|---|---|---|
| Hallesche NK.select S | 35, angestellt oder selbstständig | 331,73 € | SB 1.200 €, inkl. Zuschlag, ohne PPV und KT |
| Signal Iduna START-SI | 28, selbstständig | 473,28 € | SB 500 €, inkl. Zuschlag, PPV und KT |
| Hallesche NK.select L | 35, angestellt oder selbstständig | 526,57 € | SB 1.200 €, inkl. Zuschlag, ohne PPV und KT |
| ottonova Premium Economy | 32, selbstständig | 579,00 € | SB 500 €, voller Monatsbeitrag |
| Hallesche NK.select XL | 35, angestellt oder selbstständig | 636,00 € | SB 1.200 €, inkl. Zuschlag, ohne PPV und KT |
| Allianz MeinGesundheitsschutz Plus 90 + Zahn 90 | 24, angestellt | 717,26 € | inkl. KT, Zuschlag und PPV; Eigenanteil 358,63 € |
| ottonova First Class Pro+ | 32, selbstständig | 726,00 € | keine SB, voller Monatsbeitrag |
| Allianz MeinGesundheitsschutz Plus 70 + Zahn 75 | 30, selbstständig | 777,26 € | inkl. PPV, KT 100 € ab Tag 43, Zuschlag |
| Allianz MeinGesundheitsschutz Plus 90 + Zahn 90 | 34, angestellt | 834,26 € | inkl. KT, Zuschlag und PPV; Eigenanteil 417,13 € |
Monatsbeiträge 2026; enthaltene Bausteine unterscheiden sich je Tarif (siehe Tabelle)
Die Beispiele zeigen zweierlei. Erstens: Ein solider Grundschutz kostet einen 35-Jährigen deutlich weniger als der PKV-Durchschnittsbeitrag. Zweitens: Wer Komfort- oder Premiumleistungen mit Krankentagegeld und Pflegepflicht in einem Paket kombiniert, liegt schon in jungen Jahren darüber. Für Angestellte relativiert sich das, weil der Arbeitgeber die Hälfte zahlt — beim Allianz-Beispiel mit 34 Jahren bleibt ein Eigenanteil von 417,13 €.
Für Beamte gilt ein eigener Maßstab. Ein 27-jähriger Beamter zahlt in den Beihilfetarifen der Allianz mit 50 Prozent Beihilfe 352,24 €, ein 19-jähriger Anwärter 72,34 €. Bei der Barmenia kostet der Anwärtertarif mit allen sechs Bausteinen für 23- bis 27-Jährige 79,44 € ohne Pflegepflicht. Weitere Anbieter und Tarife vergleicht unser PKV-Rechner, alle Gesellschaften finden Sie in der Anbieterübersicht.
Wir rechnen passende Tarife für Ihr Eintrittsalter und zeigen, wo Sie gegenüber 559 € im Monat stehen.
PKV-Durchschnittsbeitrag und GKV-Beitrag im Vergleich
Der PKV-Durchschnittsbeitrag von 559 € liegt deutlich unter dem GKV-Höchstbeitrag von 1.226,44 € für Kranken- und Pflegeversicherung, den gesetzlich Versicherte mit einem Einkommen ab der Beitragsbemessungsgrenze von 69.750 € im Jahr 2026 zahlen.
In der GKV richtet sich der Beitrag nach dem Einkommen: 14,6 Prozent allgemeiner Satz plus durchschnittlich 2,9 Prozent Zusatzbeitrag, dazu 3,6 Prozent Pflegeversicherung. Wer über die Versicherungspflichtgrenze von 77.400 € verdient und damit überhaupt in die PKV wechseln darf, zahlt in der GKV fast immer den Höchstbeitrag.
| Position | GKV-Höchstbeitrag | PKV-Durchschnitt |
|---|---|---|
| Krankenversicherung gesamt | 1.017,19 € | 559 € |
| Pflegeversicherung (mit Kind) | 209,25 € | 122,64 € |
| Anteil Arbeitnehmer (Angestellte) | 613,22 € | Hälfte des Beitrags, Zuschuss bis 613,22 € |
| Selbstständige zahlen | vollen Beitrag nach Einkommen | vollen Beitrag nach Tarif |
| Kinder und Ehepartner | beitragsfrei familienversichert (Grenzen beachten) | eigener Beitrag je Person |
Die Rechnung kippt, sobald Familienangehörige ins Spiel kommen. In der GKV sind Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert, in der PKV braucht jede Person einen eigenen Vertrag. Für eine Familie mit zwei Kindern und nicht erwerbstätigem Partner kann der PKV-Gesamtbeitrag deshalb über dem GKV-Höchstbeitrag liegen, obwohl der Einzelbeitrag unter dem Durchschnitt bleibt. Wie Sie das durchrechnen, zeigen die Seiten PKV für Familien und GKV oder PKV.
Beim Durchschnittsbeitrag von 559 € zahlt der Arbeitgeber die Hälfte, also 279,50 €. Der Eigenanteil liegt damit bei 279,50 € — gegenüber einem GKV-Arbeitnehmeranteil von 613,22 € an der Beitragsbemessungsgrenze sind das 333,72 € weniger im Monat, ohne die Pflegepflichtversicherung, die in der PKV hinzukommt.
Entwicklung des Durchschnittsbeitrags in der PKV
Der Durchschnittsbeitrag in der PKV ist von 2006 bis 2026 um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen und damit etwas langsamer als der Beitrag je Versichertem in der GKV mit 3,9 Prozent. Der Unterschied: In der GKV steigen die Beiträge schleichend über Löhne und Beitragssätze, in der PKV in Stufen.
Private Krankenversicherer dürfen ihre Beiträge nur anpassen, wenn die tatsächlichen Leistungsausgaben oder die Lebenserwartung deutlich von der Kalkulation abweichen. Dann holen sie mehrere Jahre auf einmal nach. Zum 1. Januar 2026 waren rund 60 Prozent der Vollversicherten betroffen, im Schnitt um etwa 13 Prozent. Auf den Durchschnittsbeitrag übertragen entspräche das rund 72,67 € mehr im Monat — für die Betroffenen, nicht für alle.
| Kostenbereich | Ausgabensteigerung 2024 |
|---|---|
| Krankenhaus | über 10 % |
| Pflegekosten im Krankenhaus | +17,57 % |
| Arzneimittel | knapp 10 % |
| Heilmittel | ca. 9 % |
| ambulante Arztbehandlung | über 8 % |
Beispielrechnung: Wohin entwickelt sich der Durchschnitt?
Schreibt man den Durchschnittsbeitrag mit der bisherigen jährlichen Rate von 3,4 Prozent fort, ergibt sich folgendes Bild. Es handelt sich um eine reine Rechnung mit dem historischen Mittelwert, keine Prognose für einzelne Tarife:
| Zeitpunkt | PKV-Durchschnitt ohne Beihilfe | Eigenanteil Angestellte (½) | GKV-Arbeitnehmeranteil (Höchstbeitrag) |
|---|---|---|---|
| heute | 559,00 € | 279,50 € | 613,22 € |
| in 10 Jahren | 780,94 € | 390,47 € | 899,03 € |
| in 20 Jahren | 1.090,99 € | 545,50 € | 1.318,04 € |
Mit Beihilfe würde der Durchschnitt nach derselben Rechnung in zehn Jahren bei rund 333,89 € liegen. Welche Anpassungen für 2027 anstehen und wie Sie darauf reagieren, lesen Sie im Ratgeber PKV-Beitragserhöhung. Nach jeder Erhöhung haben Sie zudem ein Sonderkündigungsrecht von zwei Monaten.
Durchschnittsbeitrag der privaten Pflegepflichtversicherung
Die private Pflegepflichtversicherung kostet 2026 im Durchschnitt 122,64 € im Monat für Angestellte und Selbstständige und 56,50 € für Beihilfeberechtigte. Sie ist für jeden Privatversicherten Pflicht und wird zusätzlich zur Krankenversicherung gezahlt.
Zum 1. Januar 2026 stiegen die Pflegebeiträge ohne Beihilfe im Schnitt um 16 Prozent, mit Beihilfe um 6 Prozent. Hintergrund sind stark gestiegene Leistungsausgaben: von rund 880 Millionen Euro im Jahr 2014 auf fast 2,8 Milliarden Euro 2024, bei mehr als doppelt so vielen Leistungsempfängern. Nach fünf Jahren Versicherungszeit gilt eine Höchstbeitragsgarantie — der Beitrag liegt dann nicht über 209,26 € (mit Beihilfe 83,70 €). Mehr im Ratgeber Pflegepflichtversicherung.
Unter dem PKV-Durchschnittsbeitrag bleiben: so geht es
Unter dem PKV-Durchschnittsbeitrag bleiben Sie vor allem durch einen frühen Einstieg, eine passende Selbstbeteiligung und regelmäßige Tarifprüfung. Für Bestandskunden ist der Tarifwechsel beim eigenen Versicherer der wirksamste Hebel.
| Hebel | Für wen | Wirkung |
|---|---|---|
| Früher Einstieg | Neukunden | niedrigeres Eintrittsalter senkt den Beitrag dauerhaft |
| Passende Selbstbeteiligung | vor allem Selbstständige | Beispiel Hallesche: NK.select L mit 1.200 € SB 526,57 € statt XL 636,00 € |
| Tarifwechsel nach § 204 VVG | Bestandskunden | Wechsel in gleichartige Tarife, Alterungsrückstellung bleibt |
| Beitragsentlastungstarif | Angestellte ab Mitte 30 | senkt den Beitrag im Alter, zuschussfähig bis zum Höchstbetrag |
| Bonus- oder Rückerstattungstarife | gesunde Versicherte | z. B. Allianz bis 30 % Beitragsrückerstattung |
| Arbeitgeberzuschuss ausschöpfen | Angestellte | bis 613,22 € im Monat |
| Steuerlicher Abzug | alle | Basisbeiträge voll als Sonderausgaben absetzbar |
Wer schon versichert ist und über dem Durchschnitt liegt, sollte nicht vorschnell kündigen. Beim Wechsel zu einem anderen Versicherer wird nur der Teil der Alterungsrückstellung mitgenommen, der dem Basistarif entspricht; der Rest bleibt zurück, und es folgt eine neue Gesundheitsprüfung. Ein interner Tarifwechsel senkt den Beitrag dagegen oft um mehrere hundert Euro im Jahr, ohne diese Nachteile. Ausführlich dazu: PKV-Beitrag senken und Selbstbeteiligung richtig wählen. Günstige Einstiegstarife finden Sie unter günstige PKV.
Für Neukunden gilt: Der Durchschnitt ist ein guter Plausibilitätscheck. Liegt ein Angebot für einen 30- bis 40-Jährigen mit Komfortleistungen weit über 559 € ohne Krankentagegeld und Pflegepflicht, lohnt ein zweiter Blick auf Bausteine und Selbstbeteiligung. Mit Vorerkrankungen empfiehlt sich vor dem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage, damit Risikozuschläge den Beitrag nicht unbemerkt über den Schnitt treiben.
Wir prüfen Ihren Tarif und zeigen, welcher Wechsel beim eigenen Versicherer oder welcher neue Tarif Ihren Beitrag senkt.
Häufige Fragen zum PKV-Durchschnittsbeitrag
Wie hoch ist der Durchschnittsbeitrag in der PKV?
Erwachsene ohne Beihilfeanspruch zahlen in der privaten Krankenversicherung durchschnittlich 559 € im Monat, Beihilfeberechtigte wie Beamte 239 €. Das sind die jüngsten Durchschnittswerte des PKV-Verbands (Datenjahr 2024). In keiner Altersgruppe liegt der Durchschnitt über 650 Euro.
Was kostet die private Krankenversicherung im Durchschnitt pro Monat?
Im Durchschnitt 559 € für Angestellte und Selbstständige und 239 € für Beamte mit Beihilfe. Angestellte tragen davon nur die Hälfte, weil der Arbeitgeber bis zu 613,22 € im Monat zuschießt. Beim Durchschnittsbeitrag bleibt der Eigenanteil eines Angestellten damit bei rund 279,50 €.
Ist die PKV im Durchschnitt teurer als die GKV?
Für Gutverdiener nein. Der GKV-Höchstbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung liegt 2026 bei 1.226,44 € im Monat (mit Kind, durchschnittlicher Zusatzbeitrag), der Arbeitnehmeranteil bei 613,22 €. Der PKV-Durchschnittsbeitrag von 559 € liegt deutlich darunter. Anders sieht es aus, wenn Ehepartner und Kinder einzeln privat versichert werden müssen.
Wie stark steigt der PKV-Durchschnittsbeitrag jedes Jahr?
Von 2006 bis 2026 sind die PKV-Beiträge im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr gestiegen, die GKV-Beiträge um 3,9 Prozent. Die Erhöhungen kommen allerdings nicht gleichmäßig: Zum 1. Januar 2026 waren rund 60 Prozent der Vollversicherten von einer Anpassung betroffen, im Schnitt um etwa 13 Prozent.
Zahlen ältere Privatversicherte mehr als der Durchschnitt?
Zwischen 50 und 60 Jahren liegen die Beiträge am höchsten, ab 61 bzw. 65 Jahren im Schnitt wieder deutlich niedriger. Gründe sind der Wegfall des 10-Prozent-Zuschlags ab 60, das Ende des Krankentagegelds mit Rentenbeginn, Mittel nach § 150 VAG ab 65 sowie Beitragsentlastungstarife und der Zuschuss der Rentenversicherung.
Wie hoch ist der durchschnittliche Beitrag zur privaten Pflegeversicherung?
Die Pflegepflichtversicherung kostet 2026 im Schnitt 122,64 € für Angestellte und Selbstständige und 56,50 € für Beihilfeberechtigte. Der Höchstbeitrag liegt bei 209,26 € bzw. 83,70 €.
Warum zahle ich deutlich mehr als den PKV-Durchschnittsbeitrag?
Häufige Gründe sind ein hohes Eintrittsalter, ein Premiumtarif mit Einbettzimmer und 100 Prozent Zahnersatz, keine Selbstbeteiligung, ein hohes Krankentagegeld, Risikozuschläge oder ein geschlossener Alttarif mit ungünstiger Altersstruktur. Ein Tarifwechsel nach § 204 VVG beim eigenen Versicherer senkt den Beitrag oft deutlich, ohne die Alterungsrückstellung zu verlieren.
Wie viel zahlt ein Beamter im Durchschnitt für die PKV?
Beihilfeberechtigte zahlen im Schnitt 239 € im Monat, weil der Dienstherr bei aktiven Beamten meist 50 Prozent der Krankheitskosten übernimmt. Ein 27-jähriger Beamter zahlt zum Beispiel bei der Allianz 352,24 € mit 50 Prozent Beihilfe, ein 19-jähriger Anwärter 72,34 €.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
