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Günstige private Krankenversicherung auf einen Blick
Die günstigste private Krankenversicherung ist der Tarif, der für Ihr Alter, Ihren Beruf und Ihre Gesundheit den niedrigsten Beitrag bei vollständigen Kernleistungen bietet. Preiswert wird die PKV vor allem durch einen frühen Einstieg, eine passende Selbstbeteiligung und den Verzicht auf Komfortleistungen, die Sie nicht brauchen — nicht durch Leistungslücken.
- Einstiegstarife mit 30 Jahren: etwa 238,89 € (Alte Oldenburger A 118, 1.250 € Selbstbehalt) bis rund 400 € im Monat.
- Angestellte erhalten bis zu 613,22 € Arbeitgeberzuschuss — die Selbstbeteiligung zahlen sie aber allein.
- Selbstständige sparen mit hoher Selbstbeteiligung: bei der UKV mit 30 Jahren 185,86 € im Monat (900 statt 250 € Selbstbehalt).
- Finger weg von Tarifen mit 2,0-fach-Grenze, geschlossenem Hilfsmittelkatalog oder stark begrenzter Psychotherapie.
Welche ist die günstigste private Krankenversicherung?
Die eine günstigste private Krankenversicherung für alle gibt es nicht: Derselbe Tarif kann für einen 28-jährigen Angestellten der billigste und für eine 45-jährige Selbstständige mit Vorerkrankung einer der teuersten sein. Der PKV-Beitrag wird für jeden Versicherten einzeln kalkuliert — nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Leistungsumfang und Selbstbeteiligung. Das Einkommen spielt, anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, keine Rolle.
Wer nach der „günstigsten PKV Deutschlands“ sucht, findet deshalb sinnvollerweise nicht einen Namen, sondern eine kurze Liste von Tarifen, die für das eigene Profil in Frage kommen. Bei Angestellten und Selbstständigen um die 30 Jahre landen dabei regelmäßig Einstiegs- und Kompakttarife vorn: Alte Oldenburger A 118, Generali GesundSmart, HanseMerkur Start Fit, Hallesche NK.select S, Signal Iduna START-SI und UKV CompactPRIVAT-Start. Wer Wert auf Chefarzt und Zweibettzimmer legt, muss dagegen nicht automatisch viel mehr zahlen — auch Komforttarife wie DKV BestMed Komfort oder Continentale COMFORT-U kommen für Angestellte nach Arbeitgeberzuschuss unter 300 € Eigenanteil.
Was kostet eine günstige PKV 2026?
Eine günstige PKV kostet gesunde Erwachsene um 30 Jahre 2026 im Einstieg etwa 240 bis 400 € im Monat, je nachdem, ob Pflegepflichtversicherung, gesetzlicher Zuschlag und Krankentagegeld schon enthalten sind. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Monatsbeitrag aller Erwachsenen ohne Beihilfe lag laut PKV-Verband bei 559 €, mit Beihilfe bei 239 €.
Der wichtigste Hebel ist das Eintrittsalter. Weil der Versicherer in jungen Jahren Alterungsrückstellungen aufbaut, wird derselbe Tarif mit jedem Jahr späteren Einstiegs teurer. Wie stark, zeigt der Einstiegstarif START-SI der Signal Iduna (reiner Tarifbeitrag, 500 € Selbstbehalt, ohne Zuschlag, Pflege und Krankentagegeld):
Signal Iduna START-SI, Monatsbeitrag nach Eintrittsalter, Beiträge 2026
Zwischen 25 und 45 Jahren liegen hier gut 169 € im Monat — über 2.000 € im Jahr, und zwar für denselben Leistungsumfang. Wer ohnehin in die PKV möchte, spart also schon dadurch, dass er den Wechsel nicht aufschiebt. Wann Sie wechseln dürfen, erklären wir im Ratgeber PKV ab wann; einen Überblick über alle Kostenbestandteile finden Sie unter PKV-Kosten.
| Beitragsbestandteil | Was Sie wissen sollten |
|---|---|
| Tarifbeitrag | Kern des Beitrags; hängt von Alter, Leistung und Selbstbeteiligung ab |
| Gesetzlicher Zuschlag | 10 % vom 21. bis zum 60. Lebensjahr, fließt in die Alterungsrückstellung |
| Pflegepflichtversicherung | Pflicht; Ø 122,64 €, höchstens 209,26 € im Monat |
| Krankentagegeld | für Angestellte ab der 7. Woche, für Selbstständige ab frei wählbarem Tag |
| Risikozuschlag | nur bei Vorerkrankungen; vorher mit einer anonymen Anfrage klären |
Vorsicht beim Preisvergleich: Viele beworbene Einstiegsbeiträge enthalten weder Pflegepflicht noch gesetzlichen Zuschlag noch Krankentagegeld. Vergleichen Sie nur Beiträge mit denselben Bausteinen — sonst ist der vermeintlich günstigste Tarif am Ende 100 bis 150 € teurer.
Günstige PKV-Tarife im Vergleich: Beispiele 2026
Die folgenden günstigen PKV-Tarife sind aktuell im Neugeschäft erhältlich und zeigen, in welcher Preislage preiswerte Vollversicherungen liegen — und wo jeweils der Haken steckt. Die Beiträge enthalten unterschiedliche Bausteine und sind deshalb nur als Orientierung gedacht.
| Anbieter und Tarif | Beispielbeitrag | Enthalten | Stärke | Einschränkung |
|---|---|---|---|---|
| Alte Oldenburger A 118 + K 30 + Z 100/80 | 238,89 € (30 J., angestellt) | inkl. Pflegepflicht | 100 % ambulant nach Selbstbehalt | 1.250 € Selbstbehalt im Jahr |
| HanseMerkur Start Fit | 326,35 € (25 J., selbstständig) | inkl. Zuschlag und Pflege, ohne Tagegeld | Umstellung im 4. Jahr ohne Gesundheitsprüfung, Zahnbehandlung 100 % | ohne Primärarzt nur 80 %, 1.000 € SB |
| Generali GesundSmart | 327,40 € (30 J.) | inkl. Zuschlag, ohne Pflege und Tagegeld | freie Arztwahl, Upgrade-Option | Mehrbettzimmer, Psychotherapie 80 % bis 50 Sitzungen |
| Hallesche NK.select S | 331,73 € (35 J.) | inkl. Zuschlag, ohne Pflege und Tagegeld | offener Hilfsmittelkatalog, Psychotherapie ohne Sitzungsgrenze | ohne Primärarzt 75 %, Zahnersatz 70 % |
| Signal Iduna START-SI | 352,85 € (30 J., angestellt) | reiner Tarifbeitrag | Beitragsrückerstattung ab dem 1. Jahr | Originalpräparate 75 %, Zahnersatz 75 % |
| UKV CompactPRIVAT-Start 900 | 393,11 € (30 J., angestellt) | inkl. Zuschlag, ohne Pflege | Upgrade ohne Gesundheitsprüfung, kein Höchstaufnahmealter | Zahnersatz 70 % bis 1.000 €, darüber 50 % |
| Nürnberger HAT6 | 495,29 € (30 J., selbstständig) | mit Krankentagegeld 80 € | Wechsel in TOP ohne Gesundheitsprüfung, weltweit | Zahnersatz anfangs 60 %, Psychotherapie 75 % |
Bemerkenswert ist, dass „günstig“ nicht automatisch „Grundschutz“ heißt. Für Angestellte rechnen sich wegen des Arbeitgeberzuschusses auch Komforttarife: Bei der Continentale kostet COMFORT-U mit dem Krankenhausbaustein SP2 (Zweibettzimmer und Chefarzt) einen 30-jährigen Angestellten 271,69 € Arbeitnehmeranteil, bei der DKV BestMed Komfort in der Stufe mit 1.000 € Selbstbehalt 298,50 € Arbeitnehmeranteil (ohne Pflegepflicht und Zuschlag), und bei ottonova Premium Economy mit 32 Jahren 284 €.
Bonus-Tarife: günstig durch Rückzahlung
Einen anderen Weg geht die Hallesche mit NK.select S Bonus: Statt einer klassischen Beitragsrückerstattung am Jahresende gibt es jeden Monat einen garantierten Bonus von 100 €. Ein 35-jähriger Angestellter zahlt nominal 444,55 €, nach Bonus und Arbeitgeberanteil bleiben effektiv 122,28 € im Monat. Wer Rechnungen einreicht, wird mit dem Bonus belastet — das Modell ist also für gesunde Versicherte mit wenigen Arztbesuchen gedacht.
Wir vergleichen die preiswerten Einstiegs- und Kompakttarife mit Ihrem Alter, Beruf und Gesundheitszustand — inklusive aller Pflichtbausteine.
Günstige PKV durch Selbstbeteiligung: die richtige Stufe finden
Die Selbstbeteiligung ist der schnellste Weg zu einer günstigen PKV, aber sie wirkt bei Angestellten und Selbstständigen völlig unterschiedlich. Der Grund: Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte des Beitrags, beteiligt sich aber nicht an der Selbstbeteiligung.
Rechenbeispiel für Angestellte
Die Alte Oldenburger bietet ihren ambulanten Schutz in mehreren Selbstbehaltstufen bei sonst gleichem Leistungsniveau an. Für einen 30-jährigen Angestellten (jeweils mit K 30, Z 100/80 und Pflegepflicht) ergibt sich:
| Tarifstufe | Selbstbehalt/Jahr | Beitrag | Ihr Anteil/Monat | Ihr Anteil/Jahr | Jahr mit voller SB |
|---|---|---|---|---|---|
| A 118 | 1.250 € | 238,89 € | 119,45 € | 1.433,34 € | 2.683,34 € |
| A 112 | 830 € | 280,76 € | 140,38 € | 1.684,56 € | 2.514,56 € |
| A 80/100 | max. 330 € | 299,28 € | 149,64 € | 1.795,68 € | 2.125,68 € |
| A 90/100 | max. 165 € | 322,87 € | 161,44 € | 1.937,22 € | 2.102,22 € |
In einem Jahr ohne Arztrechnungen spart die höchste Stufe A 118 gegenüber A 90/100 gerade 503,88 €. Wer dagegen seinen Selbstbehalt voll ausschöpft, zahlt mit A 118 rund 581 € mehr. Für Angestellte ist deshalb meist eine niedrige bis mittlere Selbstbeteiligung die wirtschaftlich günstigere Wahl — der Arbeitgeber trägt einen größeren Teil Ihrer Gesundheitskosten mit. Mehr dazu im Ratgeber Arbeitgeberzuschuss zur PKV.
Rechenbeispiel für Selbstständige
Selbstständige zahlen Beitrag und Selbstbeteiligung allein, hier dreht sich die Rechnung um. Beispiel UKV CompactPRIVAT-Start für 30-jährige Selbstständige (inklusive Zuschlag, ohne Pflegepflicht):
| Stufe | Selbstbehalt/Jahr | Monatsbeitrag | Beiträge/Jahr | Jahr mit voller SB |
|---|---|---|---|---|
| CP-Start 250 A | 250 € | 566,87 € | 6.802,44 € | 7.052,44 € |
| CP-Start 900 A | 900 € | 381,01 € | 4.572,12 € | 5.472,12 € |
| Ersparnis | 185,86 € | 2.230,32 € | 1.580,32 € |
Selbst im ungünstigsten Jahr bleibt hier eine Ersparnis von über 1.500 €. Beachten Sie aber: Versicherer können bei einer Beitragsanpassung auch die Selbstbeteiligung erhöhen — und die gesetzliche Obergrenze liegt bei 5.000 € im Jahr. Alle Details erklärt der Ratgeber Selbstbeteiligung in der PKV.
Wählen Sie nur eine Selbstbeteiligung, die Sie jedes Jahr ohne Probleme aus Rücklagen bezahlen könnten. Eine günstige PKV, deren Selbstbehalt Sie im Krankheitsfall nicht stemmen können, ist keine günstige PKV.
8 Wege zu einer günstigen privaten Krankenversicherung
Eine günstige private Krankenversicherung entsteht durch mehrere Stellschrauben, die Sie schon vor dem Abschluss festlegen. Die folgenden acht Wege senken den Beitrag, ohne dass Sie wichtigen Schutz aufgeben.
1. Früh einsteigen
Jedes Jahr früher senkt den Beitrag dauerhaft, weil mehr Zeit für den Aufbau der Alterungsrückstellung bleibt. Wer die Versicherungspflichtgrenze von 77.400 € (2026) überschreitet, sollte nicht lange warten — 2027 steigt die Grenze voraussichtlich auf 84.150 €.
2. Gesund einsteigen und Vorerkrankungen vorab klären
Risikozuschläge machen aus einem günstigen Tarif schnell einen teuren. Mit einer anonymen Risikovoranfrage erfahren Sie vor dem Antrag, welcher Versicherer Sie zu welchen Bedingungen annimmt — ohne dass ein abgelehnter Antrag in Ihrer Versicherungshistorie auftaucht.
3. Leistungen bewusst wählen
Einbettzimmer, Erstattung über den Höchstsätzen und 100 % Zahnersatz kosten spürbar Aufpreis. Einen Mehrbett- statt Zweibettzimmer-Schutz oder 80 statt 100 Prozent Zahnersatz können Sie verschmerzen — Lücken bei Hilfsmitteln oder Psychotherapie dagegen nicht.
4. Primärarzt- oder Hausarzttarif nutzen
Tarife mit Primärarztprinzip wie Hallesche NK.select S, Signal Iduna START-SI, AXA ELBonus-U, ARAG KomfortKlasse oder Nürnberger HAT6 erstatten 100 Prozent, wenn Sie zuerst zum Hausarzt gehen. Ohne Überweisung sinkt die Erstattung beim Facharzt auf 75 bis 80 Prozent. Wer ohnehin einen Hausarzt hat, spart damit ohne echten Verzicht.
5. Selbstbeteiligung passend zum Status
Selbstständige profitieren von hohen Stufen, Angestellte eher von niedrigen — siehe die Rechenbeispiele oben.
6. Beitragsrückerstattung und Bonus mitnehmen
Viele Tarife zahlen in leistungsfreien Jahren mehrere Monatsbeiträge zurück, etwa bis zu vier Monatsbeiträge bei der Alte Oldenburger oder bis zu sechs bei der Continentale. Kleine Rechnungen selbst zu zahlen lohnt sich oft. Wie Sie rechnen, zeigt der Ratgeber Beitragsrückerstattung.
7. Steuervorteil nutzen
Die Beiträge zur Basisabsicherung sind als Sonderausgaben absetzbar, bei Hallesche NK.select S zum Beispiel 93,16 Prozent des Beitrags. Das senkt die effektive Belastung zusätzlich, besonders für Selbstständige mit hohem Steuersatz. Mehr unter PKV steuerlich absetzen.
8. Aufstockungsrecht statt Überversicherung
Statt heute Premiumschutz zu bezahlen, können Sie mit einem günstigen Einstiegstarif starten, der ein Umstellungsrecht ohne neue Gesundheitsprüfung enthält — etwa HanseMerkur Start Fit, UKV CompactPRIVAT-Start, Generali GesundSmart oder uniVersa uni-intro|Privat.
Wir kombinieren Eintrittsalter, Selbstbeteiligung, Leistungsbausteine und Aufstockungsrechte zu Ihrem günstigsten sinnvollen Tarif.
Warnung vor Billigtarifen: wann eine günstige PKV zu teuer wird
Ein Billigtarif ist eine private Krankenversicherung, deren niedriger Beitrag durch Leistungslücken erkauft wird, die im Ernstfall Tausende Euro kosten können. Das Tückische: Diese Lücken stehen im Kleingedruckten der Versicherungsbedingungen und fallen erst bei einer schweren Erkrankung auf — wenn ein Tarifwechsel wegen der Gesundheitsprüfung kaum noch möglich ist.
| Leistungsbereich | Typische Billigtarif-Falle | Das sollte ein guter Einstiegstarif bieten |
|---|---|---|
| Arzthonorare | Erstattung nur bis zum 2,0-fachen Satz der Gebührenordnung | mindestens bis zum Höchstsatz (3,5-fach) |
| Hilfsmittel | geschlossener Katalog — nur aufgezählte Hilfsmittel werden bezahlt | offener Hilfsmittelkatalog |
| Psychotherapie | wenige Sitzungen pro Jahr, niedrige Erstattung | mindestens 50 Sitzungen, besser ohne Grenze |
| Zahnersatz | 50–60 %, niedrige Summengrenzen | mindestens 70 %, Grenzen nur in den ersten Jahren |
| Arzneimittel | Originalpräparate nur anteilig | 100 % oder hohe Erstattung auch für Originale |
| Anschlussheilbehandlung und Reha | ausgeschlossen oder nur auf Antrag | fester Leistungsbestandteil |
| Aufstockung | kein Umstellungsrecht | Wechsel in höhere Tarife ohne neue Gesundheitsprüfung |
Die 2,0-fach-Grenze: kleine Zahl, große Wirkung
Privatärzte rechnen nach der Gebührenordnung für Ärzte regelmäßig bis zum 2,3-fachen und bei aufwendigen Leistungen bis zum 3,5-fachen Satz ab. Ein Tarif, der nur bis zum 2,0-fachen Satz erstattet, lässt Sie bei fast jeder Rechnung auf einem Teil sitzen. Die UKV CompactPRIVAT/S — ein preiswerter Tarif ausschließlich für Menschen mit Wohnsitz in den neuen Bundesländern (367,47 € mit 30 Jahren ohne Selbstbeteiligung) — ist ein Beispiel für diese Begrenzung. Das kann bewusst gewählt passen, wer sie aber übersieht, zahlt jede Arztrechnung teilweise selbst.
Geschlossener Hilfsmittelkatalog
Rollstuhl, Prothese, Hörgerät, Beatmungsgerät: Bei einem geschlossenen Katalog zahlt der Versicherer nur, was ausdrücklich aufgezählt ist. Neue Hilfsmittel, die in zehn Jahren Standard sind, fallen heraus. Tarife wie Hallesche NK.select S, Debeka NW oder AXA ELBonus-U haben dagegen einen offenen Katalog — ein Qualitätsmerkmal, das im Preis kaum auffällt.
Psychotherapie und Zahnersatz
Psychische Erkrankungen sind einer der häufigsten Gründe für lange Behandlungen. Eine Grenze von 50 Sitzungen im Jahr mit 70 bis 80 Prozent Erstattung, wie sie in einigen Einstiegstarifen gilt, reicht für viele Fälle, aber nicht für alle. Beim Zahnersatz sind 60 Prozent Erstattung bei einer Implantatversorgung schnell ein vierstelliger Eigenanteil. Hier lohnt der Blick, ob der Tarif einen Zahnbaustein zum Aufstocken anbietet.
Merkmale einer guten günstigen PKV
- Leistungen mindestens bis zum Höchstsatz der Gebührenordnung
- offener Hilfsmittelkatalog
- Psychotherapie ohne oder mit großzügiger Sitzungsgrenze
- Umstellungsrecht in bessere Tarife ohne Gesundheitsprüfung
- Versicherer mit großem Bestand und stabiler Beitragsentwicklung
Warnsignale eines Billigtarifs
- Erstattung nur bis zum 2,0-fachen Satz
- geschlossener Hilfsmittelkatalog
- sehr hohe Selbstbeteiligung ohne Rücklagen
- Lockbeitrag ohne Pflegepflicht, Zuschlag und Tagegeld
- kein Recht auf spätere Aufstockung
Günstige private Krankenversicherung für Angestellte, Selbstständige und Beamte
Welche private Krankenversicherung günstig ist, hängt stark vom Berufsstatus ab, weil Arbeitgeberzuschuss und Beihilfe den tatsächlichen Eigenanteil bestimmen.
Angestellte
Angestellte zahlen nur die Hälfte ihres PKV- und Pflegebeitrags, höchstens erhält der Arbeitgeber davon 508,59 € für die Kranken- und 104,63 € für die Pflegeversicherung. Liegt der Gesamtbeitrag unter 1.226,44 €, teilen Sie also jeden Euro mit dem Arbeitgeber. Das macht selbst Komforttarife bezahlbar — der Arbeitnehmeranteil der gesetzlichen Krankenversicherung liegt 2026 an der Beitragsbemessungsgrenze bei rund 613,22 € (mit Kind). Mehr dazu unter PKV für Angestellte.
Selbstständige und Freiberufler
Selbstständige tragen alles allein und brauchen zusätzlich ein Krankentagegeld. Hier rechnen sich hohe Selbstbeteiligungen und ein späterer Tagegeld-Beginn, etwa ab dem 43. Tag, wenn Rücklagen vorhanden sind. Günstige Einstiege sind HanseMerkur Start Fit (326,35 € mit 25 Jahren inklusive Pflege), Signal Iduna START-SI (473,28 € mit 28 Jahren inklusive Pflege und Krankentagegeld) und ARAG KomfortKlasse K600 (507,46 € mit 34 Jahren). Mehr dazu unter PKV für Selbstständige.
Beamte und Beamtenanwärter
Beamte haben die günstigste Ausgangslage: Die Beihilfe übernimmt bei aktiven Beamten meist 50 Prozent, bei Kindern 80 und im Ruhestand 70 Prozent der Kosten. Versichert wird nur der Rest — der durchschnittliche Beitrag Erwachsener mit Beihilfe lag bei 239 €. Wer innerhalb von sechs Monaten nach der Verbeamtung beantragt, kann über die Öffnungsaktion trotz Vorerkrankungen aufgenommen werden. Mehr dazu unter PKV für Beamte und PKV für Beamtenanwärter.
Studenten und Berufseinsteiger
Studenten können Ausbildungstarife ohne volle Alterungsrückstellung wählen, die deutlich günstiger sind. Wer noch unter der Versicherungspflichtgrenze verdient, sichert sich mit einer Anwartschaft oder einem Optionstarif den späteren günstigen Einstieg. Details unter PKV für Studenten und Anwartschaft.
| Status | Was die PKV günstig macht | Typische Selbstbeteiligung |
|---|---|---|
| Angestellte | Arbeitgeber zahlt 50 %, bis 613,22 € | niedrig bis mittel (0–600 €) |
| Selbstständige | hohe Selbstbeteiligung, später Tagegeld-Beginn, Steuervorteil | mittel bis hoch (900–1.600 €) |
| Beamte | Beihilfe trägt 50–80 %, Öffnungsaktion | meist keine |
| Studenten | Ausbildungstarife ohne volle Alterungsrückstellung | je nach Tarif |
Ob Arbeitgeberzuschuss, Beihilfe oder Selbstständigkeit — wir rechnen Ihren tatsächlichen Eigenanteil bei allen passenden Versicherern.
Günstige PKV auch im Alter: worauf es langfristig ankommt
Eine günstige PKV ist nur dann ein gutes Geschäft, wenn der Beitrag auch nach Jahrzehnten bezahlbar bleibt. Laut PKV-Verband stiegen die PKV-Beiträge zwischen 2006 und 2026 im Schnitt um 3,4 Prozent pro Jahr, die GKV-Beiträge um 3,9 Prozent. Zum 1. Januar 2026 waren rund 60 Prozent der Vollversicherten von einer Anpassung betroffen, im Schnitt um etwa 13 Prozent.
Drei Mechanismen halten Ihren Beitrag im Alter im Rahmen: der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent, der ab dem 60. Lebensjahr entfällt und in die Alterungsrückstellung fließt, ein optionaler Beitragsentlastungstarif, der heute etwas mehr kostet und später den Beitrag senkt, und das Recht auf einen Tarifwechsel nach § 204 VVG in einen günstigeren Tarif desselben Versicherers — ohne Verlust der Alterungsrückstellung.
- 21–60Gesetzlicher Zuschlag von 10 % baut zusätzliche Rückstellungen auf.
- ab 60Der Zuschlag entfällt, der Beitrag sinkt entsprechend.
- ab 65Mittel aus dem Zuschlag finanzieren Beitragserhöhungen ab.
- RenteBeitragsentlastungstarif und Rentnerzuschuss von 8,75 % der gesetzlichen Rente senken die Belastung.
- ab 80Nicht verbrauchte Mittel senken den Beitrag weiter.
Basistarif und Standardtarif sind keine Spartarife
Häufig wird der Basistarif als „günstigste private Krankenversicherung“ missverstanden. Tatsächlich kostet er 2026 bis zu 1.017,18 € im Monat, der Standardtarif für Altverträge bis zu 848,62 €. Beide Sozialtarife sind Auffanglösungen für Menschen in finanzieller Not oder mit schwerer Vorerkrankung — für gesunde Einsteiger ist ein regulärer Tarif fast immer erheblich billiger. Mehr in den Ratgebern Basistarif und Standardtarif.
Sie sind bereits privat versichert und möchten Ihren laufenden Beitrag reduzieren? Dann finden Sie die passenden Wege im Ratgeber PKV-Beitrag senken. Wie sich die Beiträge im Alter tatsächlich entwickeln, erklärt PKV im Alter.
Wir achten bei jedem Angebot auf Beitragsstabilität, Aufstockungsrechte und Entlastung im Alter — nicht nur auf den Einstiegspreis.
Günstige PKV-Anbieter im Profil
Diese Versicherer bieten besonders preiswerte Einstiegs- oder Kompakttarife. In den Profilen finden Sie alle Tarife mit Beispielbeiträgen nach Alter:
Alte Oldenburger
Einheitliches Tarifwerk seit 1972 mit den Bausteinen A 90/100 bis A 118, K 20 und Z 100/80, starke Beihilfelinie mit BET Plus und Assekurata A++ zum 25. Mal in Folge.
Tarife ansehen →Unabhängige VersicherungsgruppeHanseMerkur
Fit-Tarifwelt mit Pauschalerstattung (Best Fit S, Advanced Fit S), Start Fit und Top Fit für Selbstständige, Be Fit für Beamte.
Tarife ansehen →Versicherungsverein a. G.Hallesche
Tarifkonzept NK.select S/L/XL mit 100 € Monatsbonus, Wechseloption FLEX und starken Beihilfetarifen PRIMO B und C.Select.
Tarife ansehen →Großer VersicherungsvereinSignal Iduna
Neue Kompakttarife START-SI, KOMFORT-SI und EXKLUSIV-SI seit Oktober 2025, breiter Beihilfe-Baukasten für Beamte und Anwärter.
Tarife ansehen →Krankenversicherer der öffentlichen VersichererUKV
Baukasten GesundheitVARIO 400/800/1600 mit drei Plus-Bausteinen, feines BeihilfeCOMFORT-System und BeihilfeOption für 1 €.
Tarife ansehen →Große AktiengesellschaftGenerali
Früher Central: GesundPro mit garantierter Beitragsrückerstattung, GesundSmart als Grundschutz, fein gestufte Beihilfetarife.
Tarife ansehen →Einen Vergleich aller Tarife nach Beitrag bietet unser PKV-Rechner. Welche Tarife in Tests besonders gut abschneiden, zeigt die Seite PKV-Testsieger, einen Überblick über Grund-, Komfort- und Premiumtarife finden Sie unter PKV-Tarife.
Häufige Fragen zur günstigen privaten Krankenversicherung
Welche ist die günstigste private Krankenversicherung in Deutschland?
Eine für alle günstigste PKV gibt es nicht, weil der Beitrag vom Eintrittsalter, vom Gesundheitszustand, vom Beruf und von der Selbstbeteiligung abhängt. Zu den preiswertesten Einstiegen zählen 2026 zum Beispiel A 118 der Alte Oldenburger (238,89 € mit 30 Jahren inklusive Pflegepflicht, 1.250 € Selbstbehalt), GesundSmart der Generali, Start Fit der HanseMerkur, NK.select S der Hallesche und START-SI der Signal Iduna. Welcher Tarif für Sie am günstigsten ist, zeigt erst ein Vergleich mit Ihren Daten.
Was kostet die günstigste PKV im Monat?
Für gesunde Erwachsene um 30 Jahre beginnen solide Einstiegstarife bei rund 240 bis 400 € im Monat, je nach Selbstbeteiligung und enthaltenen Bausteinen. Angestellte zahlen davon nur die Hälfte, weil der Arbeitgeber bis zu 613,22 € im Monat übernimmt. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Monatsbeitrag Erwachsener ohne Beihilfe lag laut PKV-Verband bei 559 €.
Lohnt sich ein Billigtarif in der PKV?
Nur, wenn die Leistungen trotzdem vollständig sind. Gefährlich sind Tarife, die Arzthonorare nur bis zum 2,0-fachen Satz erstatten, einen geschlossenen Hilfsmittelkatalog haben, Psychotherapie auf wenige Sitzungen begrenzen oder Zahnersatz nur zu 60 Prozent zahlen. Solche Lücken lassen sich später oft nur mit neuer Gesundheitsprüfung schließen — dann ist der Tarif teurer als ein ordentlicher Einstiegstarif von Anfang an.
Wie bekomme ich als Angestellter eine günstige private Krankenversicherung?
Angestellte sparen am meisten durch einen frühen Einstieg und einen Tarif, den der Arbeitgeberzuschuss möglichst weit abdeckt. Eine sehr hohe Selbstbeteiligung lohnt sich meist nicht, weil der Arbeitgeber zwar die Hälfte des Beitrags, aber nichts von der Selbstbeteiligung übernimmt. Interessant sind Bonus-Modelle wie NK.select S Bonus der Hallesche, bei dem ein 35-Jähriger effektiv 122,28 € im Monat zahlt.
Welche PKV ist für Selbstständige am günstigsten?
Selbstständige tragen den Beitrag allein und profitieren deshalb stärker von einer hohen Selbstbeteiligung. Beispiel UKV CompactPRIVAT-Start mit 30 Jahren: 566,87 € mit 250 € Selbstbehalt, aber 381,01 € mit 900 € Selbstbehalt — gut 2.200 € Ersparnis im Jahr. Günstige Einstiege für Selbstständige sind außerdem Start Fit der HanseMerkur, KomfortKlasse der ARAG und der Hausarzttarif HAT6 der Nürnberger.
Gibt es eine günstige PKV für Beamte?
Ja, Beamte haben die günstigste Ausgangslage, weil die Beihilfe meist 50 Prozent der Kosten trägt und nur der Rest privat versichert wird. Der durchschnittliche Beitrag Erwachsener mit Beihilfe lag laut PKV-Verband bei 239 € im Monat. Neue Beamte können sich zudem über die Öffnungsaktion trotz Vorerkrankungen versichern, mit höchstens 30 Prozent Risikozuschlag.
Ist der Basistarif eine günstige private Krankenversicherung?
Nein. Der Basistarif ist ein Sozialtarif mit Leistungen auf GKV-Niveau und kostet 2026 bis zu 1.017,18 € im Monat. Er ist ein Auffangnetz für Menschen, die keinen anderen Tarif bekommen oder in finanzielle Not geraten — für gesunde Einsteiger ist ein regulärer Einstiegstarif fast immer deutlich billiger.
Kann ich mit einem günstigen PKV-Tarif starten und später aufstocken?
Ja, wenn der Tarif ein Umstellungsrecht ohne neue Gesundheitsprüfung enthält. Das bieten zum Beispiel Start Fit der HanseMerkur (im vierten Versicherungsjahr), CompactPRIVAT-Start der UKV, GesundSmart der Generali (zum 37. oder 61. Monat), der Hausarzttarif HAT6 der Nürnberger und uni-intro|Privat der uniVersa. Ohne ein solches Recht prüft der Versicherer beim Aufstocken erneut Ihre Gesundheit.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
