Inhalt dieser Seite
- Heilfürsorge erklärt
- Absicherung nach Laufbahnphase
- Anwartschaft: klein oder groß
- Öffnungsaktion bei Heilfürsorge
- Polizeianwärter
- Pflegepflichtversicherung
- Tarife und Anbieter
- Beihilfetarife vergleichen
- Ehepartner und Kinder
- PKV in der Pension
- Zusatzschutz zur Heilfürsorge
- Kosten im Überblick
- NRW und andere Länder
- Typische Fehler
- Häufige Fragen
PKV für Polizisten auf einen Blick
Polizisten mit freier Heilfürsorge brauchen im aktiven Dienst keine Krankheitskostenversicherung, wohl aber eine Pflegepflichtversicherung und eine Anwartschaft. Diese sichert den späteren Wechsel in einen Beihilfetarif ohne neue Gesundheitsprüfung, wenn die Heilfürsorge mit der Pension endet.
- Kleine Anwartschaft: 1,00 € im Monat (BeihilfeOption bei UKV und Bayerischer Beamtenkrankenkasse).
- Öffnungsaktion: Anwartschaft innerhalb von 6 Monaten ab Beginn der Heilfürsorge — keine Ablehnung, Zuschlag höchstens 30 %.
- Pension: 70 % Beihilfe, 30 % Restkosten über die PKV — BC 30 kostet mit Eintrittsalter 59 bereits 361,70 €.
- Pflegepflicht PVB: durchschnittlich 56,50 €, höchstens 83,70 € im Monat.
Heilfürsorge bei der Polizei: Was die PKV für Polizisten ergänzen muss
Die freie Heilfürsorge ist ein eigenes Versorgungssystem für Polizeivollzugsbeamte, das die private Krankenversicherung für Polizisten während der aktiven Dienstzeit weitgehend ersetzt. Der Dienstherr organisiert die erfasste medizinische Versorgung häufig als Sachleistung. Je nach Dienstherr gelten jedoch Eigenbeteiligungen oder eine Anrechnung auf die Besoldung; eine pauschale Beitragsfreiheit besteht nicht überall.
Anders als die Beihilfe, die nur einen Prozentsatz der Kosten erstattet und eine private Restkostenversicherung voraussetzt, deckt die Heilfürsorge die Behandlung im Grundsatz vollständig. Das Leistungsniveau orientiert sich in vielen Ländern an dem der gesetzlichen Krankenversicherung: Behandelt wird als Kassenpatient, im Krankenhaus im Mehrbettzimmer, beim Zahnersatz gibt es Zuschüsse statt voller Erstattung. Die Einzelheiten regelt jedes Land in seiner eigenen Heilfürsorgeverordnung, für die Bundespolizei gelten die Vorschriften des Bundes.
Drei Lücken lassen sich aber nicht wegdiskutieren — und genau hier setzt die PKV für Polizisten an:
| Bereich | Heilfürsorge | Was Sie privat regeln müssen |
|---|---|---|
| Eigene Behandlung im aktiven Dienst | übernimmt der Dienstherr | nichts — optional Zusatzschutz für Chefarzt, Zweibettzimmer und Zahnersatz |
| Pflegeversicherung | gesondert zu prüfen | Pflegepflichtversicherung bleibt erforderlich; mögliche ergänzende Fürsorgeleistungen beachten |
| Ehepartner und Kinder | keine automatische Mitversicherung | eigenen Anspruch prüfen: etwa GKV, Familienversicherung oder Beihilfe plus Restkosten-PKV |
| Ruhestand | endet mit der Pensionierung | Beihilfe 70 % plus PKV-Restkostentarif über 30 % |
| Wechsel aus dem Vollzugsdienst | Anspruch und Enddatum prüfen | neuen Status klären: Beihilfe, GKV-Pflicht oder eigenständige Vollabsicherung |
Der wichtigste Punkt ist die letzte Zeile: Die Heilfürsorge ist an den Vollzugsdienst gebunden. Bei einem Wechsel in eine andere Beamtenstelle oder in den Ruhestand ist häufig eine Restkostenversicherung zur Beihilfe erforderlich. Dienstunfähigkeit allein beendet die Heilfürsorge nicht in jedem Fall sofort; maßgeblich sind Dienststatus, Besoldung und Bescheid. Bei einer anschließenden Beschäftigung außerhalb des Beamtenverhältnisses kann dagegen GKV-Pflicht entstehen. Ohne Vorsorge beantragt man sie dann mit dem aktuellen Alter und dem aktuellen Gesundheitszustand. Nach 30 oder 40 Jahren im Schichtdienst, mit Rücken, Knie oder Einsatzverletzungen, ist das eine schlechte Verhandlungsposition.
Der eigenständige Ratgeber zur Heilfürsorge erklärt Anspruch, Familienabsicherung und Ruhestand. Die Übersicht aller 16 Bundesländer unterscheidet Polizeianwärter, aktiven Dienst und wichtige Altansprüche.
PKV für Polizisten: welche Absicherung in welcher Laufbahnphase
Die private Krankenversicherung für Polizisten ändert sich mit jeder Laufbahnphase — vom Anwärter mit Heilfürsorge über den Familienvater bis zum Pensionär mit Beihilfe. Diese Übersicht zeigt, wann welcher Baustein fällig wird:
- Ausbildungsbeginn
Mit der Ernennung zum Beamten auf Widerruf beginnt in der Regel die Heilfürsorge. Jetzt abschließen: Pflegepflichtversicherung PVB und Anwartschaft. Die 6-Monats-Frist der Öffnungsaktion läuft ab diesem Tag.
- Aktiver Dienst
Krankheitskosten trägt die Heilfürsorge. Die Anwartschaft läuft im Hintergrund weiter. Sinnvoll sind Zusatztarife für Wahlleistungen im Krankenhaus und für Zahnersatz.
- Heirat und Kinder
Ehepartner und Kinder erhalten Beihilfe, aber keine Heilfürsorge. Sie brauchen eigene Beihilfetarife; Neugeborene lassen sich über die Öffnungsaktion binnen 6 Monaten ab Geburt versichern.
- Laufbahnwechsel
Wer den Vollzugsdienst verlässt, verliert die Heilfürsorge. Aus der Anwartschaft wird ohne Gesundheitsprüfung ein Beihilfetarif mit 50 % Restkosten.
- Pensionierung
Die Heilfürsorge endet, die Beihilfe steigt auf 70 %. Die Anwartschaft wird in einen Restkostentarif über 30 % umgestellt — ohne Gesundheitsprüfung.
Wer bei Ausbildungsbeginn alles richtig macht, muss sich später nur noch zweimal kümmern: bei der Familiengründung und kurz vor der Pension. Wer den Start verpasst, hat es deutlich schwerer. Die Gesundheitsprüfung fragt je nach Versicherer die letzten drei bis zehn Jahre ab, und jeder Befund aus dem Dienst — Bandscheibe, Tinnitus nach Schießtraining, psychische Belastung nach Einsätzen — kann dann zu einem Zuschlag oder Ausschluss führen.
Anwartschaft in der PKV für Polizisten: kleine oder große Anwartschaft?
Die Anwartschaftsversicherung ist das Kernstück der PKV für Polizisten mit Heilfürsorge: Sie reserviert einen Beihilfetarif, der erst dann in Kraft tritt, wenn die Heilfürsorge endet. Es gibt zwei Formen, die sich im Preis und in der Wirkung deutlich unterscheiden.
| Merkmal | Kleine Anwartschaft | Große Anwartschaft |
|---|---|---|
| Gesundheitszustand | gesichert — keine neue Gesundheitsprüfung | gesichert — keine neue Gesundheitsprüfung |
| Eintrittsalter | neues Eintrittsalter beim Wechsel | ursprüngliches Eintrittsalter bleibt erhalten |
| Alterungsrückstellung | wird nicht aufgebaut | wird während der Anwartschaft aufgebaut |
| Beitrag | gering, z. B. 1,00 € im Monat | Prozentsatz des Tarifbeitrags, z. B. 23 % bei BC |
| Späterer Monatsbeitrag | Neugeschäftsbeitrag im erreichten Alter | Beitrag nach dem jungen Eintrittsalter |
| Typisch für | Polizeianwärter, knappes Budget, offene Laufbahnplanung | Polizisten mit sicherer Laufbahn bis zur Pension |
Rechenbeispiel: Was die große Anwartschaft im Ruhestand spart
Ein Beispiel mit den Beiträgen des Tarifs BeihilfeCOMFORT BC 30 von UKV und Bayerischer Beamtenkrankenkasse. BC 30 ist die Restkostenstufe für Beamte mit 70 Prozent Beihilfe, also genau der Tarif, den ein pensionierter Polizist braucht. Die große Anwartschaft Form H kostet für diesen Tarif 23 Prozent des Grundbeitrags ohne gesetzlichen Zuschlag.
| Beispiel (Tarifstand 2026) | Monatsbeitrag |
|---|---|
| BC 30 bei Eintrittsalter 25 | 240,03 € |
| BC 30 bei Eintrittsalter 59 | 361,70 € |
| Mehrbeitrag ohne große Anwartschaft | 121,67 € |
| Große Anwartschaft Form H auf BC 30, Eintrittsalter 25 (23 % des Grundbeitrags) | rund 50,19 € |
| Kleine Anwartschaft (BeihilfeOption) | 1,00 € |
Monatsbeiträge im Beispiel, Tarifstand 2026
Die Rechnung zeigt den Zielkonflikt: Mit der kleinen Anwartschaft zahlen Sie heute fast nichts, später aber im Beispiel rund 121,67 € mehr pro Monat — über 20 Pensionsjahre wären das vereinfacht mehr als 29.200,80 €. Die große Anwartschaft kostet in jungen Jahren spürbar mehr, baut dafür aber Alterungsrückstellungen auf, die Ihren Beitrag im Ruhestand dauerhaft senken.
Polizeianwärter starten meist mit der kleinen Anwartschaft, weil noch offen ist, ob die Laufbahn im Vollzugsdienst bis zur Pension führt. Nach der Verbeamtung auf Lebenszeit lohnt es sich, die Umstellung auf eine große Anwartschaft durchzurechnen — wir tun das kostenlos für Sie. Mehr Hintergrund im Ratgeber Anwartschaftsversicherung.
Öffnungsaktion für Polizisten: die Sonderregel bei Heilfürsorge
Die Öffnungsaktion der PKV gilt für Polizisten mit Heilfürsorge nur in einer besonderen Form: als Anwartschaft auf eine beihilfekonforme Restkostenversicherung, beantragt innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Heilfürsorge. Wer diese Frist nutzt, wird unabhängig von Vorerkrankungen angenommen.
Normalerweise ist die Öffnungsaktion für Beamte an die erstmalige Verbeamtung mit Beihilfeanspruch geknüpft. Polizisten mit Heilfürsorge haben im aktiven Dienst aber gar keinen Beihilfeanspruch für sich selbst. Deshalb haben die teilnehmenden Versicherer für sie — ebenso wie für Feuerwehr, Justizvollzug und Soldaten — eine eigene Regel geschaffen:
| Punkt | Regel für Heilfürsorgeberechtigte |
|---|---|
| Form | nur Anwartschaft auf eine beihilfekonforme Restkostenversicherung |
| Frist | 6 Monate ab Beginn der Heilfürsorge; maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer |
| Annahme | keine Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen |
| Leistungsausschlüsse | keine |
| Risikozuschlag | höchstens 30 % des tariflichen Beitrags |
| Vorerkrankungen | bereits eingetretene Versicherungsfälle sind mitversichert |
| Nicht erfasst | Beihilfeergänzungstarife und Wahlleistungen, die die Beihilfe nicht erstattet |
| Pflegepflicht | kein gesundheitsabhängiger Risikozuschlag in der Pflegeversicherung |
Für gesunde Polizisten ist die Öffnungsaktion eine Absicherung ohne Nachteil. Für alle mit Vorerkrankung — Asthma, Allergien, eine behandelte Depression, ein operiertes Knie aus dem Vereinssport — ist sie oft die einzige Chance auf einen vollwertigen Beihilfetarif ohne Ausschluss. Nach Ablauf der sechs Monate gelten die normalen Annahmeregeln der Versicherer.
Welche Versicherer an der Öffnungsaktion teilnehmen
An der Öffnungsaktion beteiligen sich 15 der hier geführten Gesellschaften:
- Allianz
- BBKK
- DBV
- Debeka
- DKV
- Generali
- Hallesche — nicht für Beamte auf Widerruf
- INTER
- LIGA — nur für katholische Priester
- Münchener Verein
- ottonova
- Signal Iduna
- SDK
- UKV
- VRK
Wichtig: Wer die pauschale Beihilfe wählt, ist von der Öffnungsaktion ausgeschlossen. Ebenso ausgeschlossen ist, wer schon einmal eine PKV-Vollversicherung hatte, außer etwa über die Eltern. Eine bestehende Anwartschaft beim teilnehmenden Versicherer schließt die Öffnungsaktion dort dagegen nicht aus.
Wir prüfen, welcher Versicherer Sie über die Öffnungsaktion aufnimmt, und reichen den Antrag fristgerecht ein — auch mit Vorerkrankungen.
PKV für Polizeianwärter: die ersten Schritte in der Ausbildung
Für Polizeianwärter ist der Ausbildungsbeginn der günstigste Zeitpunkt, die private Krankenversicherung für später zu regeln: Sie sind jung, meist gesund, und zwei Fristen laufen gleichzeitig — drei Monate für Sonderkonditionen einzelner Versicherer und sechs Monate für die Öffnungsaktion.
Polizeianwärter mit Heilfürsorge
In den meisten Ländern und bei der Bundespolizei erhalten Polizeianwärter bereits ab Ausbildungsbeginn freie Heilfürsorge. Eine Krankheitskostenversicherung brauchen sie deshalb noch nicht. Erforderlich sind:
- Pflegepflichtversicherung PVB — gesetzlich vorgeschrieben.
- Anwartschaft auf einen Beihilfetarif — freiwillig, aber der wichtigste Baustein.
- optional Zusatzschutz für Krankenhaus-Wahlleistungen und Zahnersatz.
Bei der UKV und der Bayerischen Beamtenkrankenkasse können Polizeianwärter die BeihilfeOption mit Pflegepflichtversicherung innerhalb von drei Monaten nach Ausbildungsbeginn ohne Risikoprüfung abschließen. Die BeihilfeOption kostet 1,00 € im Monat, unabhängig vom Alter, und lässt sich später ohne Gesundheitsprüfung — bis zu sechs Monate rückwirkend ab Beginn des Beihilfeanspruchs — in beihilfekonforme Tarife umstellen.
Polizeianwärter mit Beihilfe statt Heilfürsorge
In einigen Ländern erhalten Polizeibeamte statt Heilfürsorge Beihilfe, oder es besteht ein Wahlrecht. Dann gelten für Polizeianwärter dieselben Regeln wie für alle Beamtenanwärter: 50 Prozent Beihilfe, die anderen 50 Prozent über einen Anwärtertarif. Diese Tarife bilden keine oder nur geringe Alterungsrückstellungen und sind deshalb sehr günstig:
| Anbieter | Anwärtertarif | Beispielbeitrag |
|---|---|---|
| Debeka | B30A + B20A mit WL30A + WL20A und BCA | 42,07 € (20 Jahre) |
| UKV / BBKK | BC 50 SB W, 300 € Selbstbehalt | 48,32 € (16–20 Jahre) |
| Barmenia | Genau-Für-Sie BGK50 (Ausbildung) | 61,64 € (18–22 Jahre) |
| UKV / BBKK | BC 50 W ohne Selbstbehalt | 72,35 € (21–25 Jahre) |
| Allianz | Anwärterpaket BHRA50 / BHRK50 / BHRZ50 | 72,34 € (19 Jahre, inkl. PVB) |
| Concordia | BV30A + BV20A + BVE + PVB | 86,24 € (25 Jahre, inkl. PVB) |
| DBV | Vision B-UA | 87,16 € (23 Jahre) |
| ARAG | Beihilfe-Welt für Anwärter | 93,45 € (23 Jahre, Bayern) |
Wichtig für Polizeianwärter mit Beihilfe: Nach der Ausbildung stellt der Versicherer auf den regulären Beamtentarif um — meist automatisch und ohne neue Gesundheitsprüfung. Der Beitrag steigt dann deutlich, weil ab jetzt Alterungsrückstellungen aufgebaut werden. Die Öffnungsaktion gilt auch hier: Antrag innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Verbeamtung.
Pflegepflichtversicherung: der Pflichtteil der PKV für Polizisten
Die Pflegepflichtversicherung ist der einzige Teil der privaten Kranken- und Pflegeabsicherung, den Polizisten mit Heilfürsorge zwingend abschließen müssen, denn die Heilfürsorge deckt keine Pflegeleistungen. Polizisten werden dabei in der Tarifstufe PVB geführt, die auch für Beihilfeberechtigte gilt.
Zum 1. Januar 2026 stiegen die PVB-Beiträge im Schnitt um 6 Prozent — deutlich weniger als in der Pflegeversicherung ohne Beihilfe mit 16 Prozent. Nach fünf Jahren Versicherungszeit gilt eine Höchstbeitragsgarantie. Praktisch ist, die Pflegepflichtversicherung beim selben Versicherer wie die Anwartschaft abzuschließen: Beim Übergang in den Beihilfetarif läuft dann alles aus einer Hand. Mehr zu Leistungen und Beiträgen im Ratgeber private Pflegepflichtversicherung.
Tarife und Anbieter für die PKV für Polizisten
Nicht jeder private Krankenversicherer hat Angebote für Polizisten mit Heilfürsorge. Entscheidend sind drei Bausteine: eine Anwartschaft auf beihilfekonforme Tarife, starke Beihilfetarife für den Ruhestand und Zusatztarife für die aktive Zeit. Diese Gesellschaften decken die Zielgruppe Polizei gezielt ab:
| Anbieter | Tarif für Polizisten | Besonderheit | Beispielbeitrag |
|---|---|---|---|
| UKV | BeihilfeOption, Anwartschaft Form H | Polizeianwärter binnen 3 Monaten ohne Risikoprüfung | 1,00 € (jedes Alter) |
| Bayerische Beamtenkrankenkasse | BeihilfeOption, Anwartschaft Form H, BeihilfeCOMFORT | Beamtenspezialist seit 1926, feine Beihilfestufen | 1,00 € bzw. 23 % des BC-Beitrags |
| Debeka | Anwartschaft, Zusatztarife KHT, WKplus, EZ-Tarife | großer Beihilfe-Bestand, Öffnungsaktion | individuell |
| DBV | Anwartschaftstarif AWFH, BN HF-UZ, BW2-ZU | eigene Heilfürsorge-Bausteine, Öffnungsaktion | individuell |
| Signal Iduna | EXKLUSIV-B-W | allein versicherbar, Erweiterungsrecht bei Wegfall der Heilfürsorge | individuell |
| FAMK | BeihilfeSorglos, ABS, Anwartschaft | Spezialist für Polizei und Feuerwehr in Hessen | individuell |
| Nürnberger | Anwartschaft, Optionstarif OPTB, ZEP80 | Wahlleistung SG2 oder BS2 zur Heilfürsorge | individuell |
| Alte Oldenburger | K 50/B | 100 % stationäre Wahlleistungen für Heilfürsorgeberechtigte | individuell |
| LVM | kleine und große Anwartschaft, PVB | eigenes Konzept für Polizeibeamte | individuell |
| INTER | INTER Opti, QualiMed Z | Optionstarif bis 44 Jahre, auch für Heilfürsorge | individuell |
Die Beiträge für Anwartschaften und Zusatztarife hängen stark vom gewünschten Beihilfetarif, vom Alter und vom Bundesland ab. Einen festen Listenpreis gibt es nur bei der BeihilfeOption. Für alle anderen Kombinationen rechnen wir Ihr Angebot individuell.
UKV und Bayerische Beamtenkrankenkasse: BeihilfeOption und Form H
Die beiden Gesellschaften aus dem Konzern Versicherungskammer führen identische Verbundtarife. Für Polizisten bieten sie beide Anwartschaftsformen: die BeihilfeOption als kleine Anwartschaft für 1,00 € im Monat und die Anwartschaft Form H als große Anwartschaft mit Alterungsrückstellungen. Deren Beitrag beträgt einen festen Prozentsatz des Grundtarifs ohne Zuschlag: 23 Prozent für BeihilfeCOMFORT, 27 Prozent für BeihilfeCOMFORT SB, 41 Prozent für BeihilfeKlinikPlus, 27 Prozent für BeihilfeZahnPlus und 25 Prozent für BeihilfeErgänzungPlus. Endet die Heilfürsorge, gehen die Tarife ohne Risikoprüfung in Kraft.
BeihilfeOption
Tarifkürzel: 1-Euro-Anwartschaft- Beitrag1,00 € im Monat
- ZielgruppenHeilfürsorgeberechtigte, Lehramtsstudenten
BeihilfeCOMFORT BC 30 / BC 30 SB
Tarifkürzel: BC 30, BC 30 SB- Beihilfesatz70 %
- Selbstbehaltohne oder 180 €
Signal Iduna, DBV und Debeka: Zusatz- und Anwartschaftstarife
Bei der Signal Iduna können Polizisten mit Heilfürsorge den Wahlleistungstarif EXKLUSIV-B-W allein abschließen — also Chefarzt sowie Ein- oder Zweibettzimmer schon während der aktiven Zeit. Endet die Heilfürsorge, besteht ein Erweiterungsrecht ohne Gesundheitsprüfung. Die DBV hat mit BN HF-UZ, BW2-ZU und BWE-UZ eigene Heilfürsorge-Bausteine und die Anwartschaftsversicherung AWFH. Die Debeka kombiniert eine Anwartschaft mit Zusatztarifen wie Krankenhaustagegeld KHT, WKplus und den EZ-Tarifen für Zahnersatz.
BBKK
Beamtenspezialist seit 1926: BeihilfeCOMFORT mit BC 20k und Hessen-Stufen, dazu GesundheitVARIO mit FFF+ für Angestellte.
Tarife ansehen →Krankenversicherer der öffentlichen VersichererUKV
Baukasten GesundheitVARIO 400/800/1600 mit drei Plus-Bausteinen, feines BeihilfeCOMFORT-System und BeihilfeOption für 1 €.
Tarife ansehen →Größter VersicherungsvereinDebeka
Marktführer bei Beamten mit Tarif B (B30 + B20K), schlanke N-Tarifwelt für Angestellte und 98 % Überschussbeteiligung.
Tarife ansehen →Beamtenspezialist der AXADBV
Beihilfetarife Vision B-U und Tarifgruppe B-U, Anwärtertarife mit 50 % Rückerstattung, rund ein Drittel der Beamten versichert.
Tarife ansehen →Großer VersicherungsvereinSignal Iduna
Neue Kompakttarife START-SI, KOMFORT-SI und EXKLUSIV-SI seit Oktober 2025, breiter Beihilfe-Baukasten für Beamte und Anwärter.
Tarife ansehen →Beihilfe-Spezialist für HessenFAMK
Beihilfetarife BeihilfeSorglos (BS, EB, WT2) und ABS für hessische Beamte und Anwärter, mit Beihilfe-Vorfinanzierung aus einer Hand.
Tarife ansehen →PKV-Rechner für Polizisten: Beihilfetarife vergleichen
Mit dem Vergleichsrechner sehen Sie, was Beihilfe- und Anwärtertarife der privaten Krankenversicherer für Ihr Alter kosten — die Grundlage für Ihre Anwartschaft und für den späteren Schutz in der Pension. Wählen Sie „Anwärter“ für die Ausbildungstarife oder „Beamter“ für die regulären Beihilfetarife.
Beispielbeiträge 2026 bzw. daraus hochgerechnete Richtwerte für Beihilfe- und Anwärtertarife. Die Anwartschaft kostet einen Bruchteil davon; Ihren genauen Beitrag rechnen wir mit dem persönlichen Angebot.
PKV für Polizisten mit Familie: Ehepartner und Kinder absichern
Die Heilfürsorge gilt nur für den Polizeibeamten selbst — Ehepartner und Kinder sind über die Beihilfe abgesichert und brauchen deshalb eigene Beihilfetarife in der privaten Krankenversicherung, sofern sie nicht gesetzlich versichert sind.
Kinder von Polizisten erhalten im Grundschema 80 Prozent Beihilfe, die restlichen 20 Prozent übernimmt ein Kindertarif. Bei UKV und Bayerischer Beamtenkrankenkasse kostet BC 20 für Kinder von 0 bis 14 Jahren 55,38 € im Monat, mit 120 € Selbstbehalt 39,67 €. Ehepartner ohne eigenes Einkommen über der Grenze erhalten im Bund 70 Prozent Beihilfe; die Einkommensgrenze liegt dort bei 22.648 € im Jahr. Verdient der Partner mehr oder ist selbst berufstätig und gesetzlich versichert, bleibt er in seiner eigenen Krankenversicherung.
| Person | Absicherung | Beihilfe | PKV-Anteil |
|---|---|---|---|
| Polizist im Vollzugsdienst | freie Heilfürsorge | — | Anwartschaft + PVB |
| Ehepartner (Einkünfte bis 22.648 €, Bund) | Beihilfe | 70 % | 30 % |
| Kinder | Beihilfe | 80 % | 20 % |
| Polizist in Pension | Beihilfe | 70 % | 30 % |
Ob Kinder privat oder gesetzlich versichert werden, hängt vom Einkommen der Eltern ab: Ist der Partner gesetzlich versichert und verdient weniger, kann das Kind oft beitragsfrei in der Familienversicherung bleiben. Details dazu im Ratgeber GKV oder PKV für Kinder. Für die private Variante gilt: Neugeborene lassen sich über die Öffnungsaktion innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt ohne Ablehnung versichern. Mehr auf unserer Seite PKV für Familien.
PKV für Polizisten in der Pension: wenn die Heilfürsorge endet
Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet die Heilfürsorge, und pensionierte Polizisten wechseln ins Beihilfesystem: Der Dienstherr trägt dann 70 Prozent der Krankheitskosten, die restlichen 30 Prozent muss eine private Krankenversicherung übernehmen.
Polizeivollzugsbeamte gehen wegen der besonderen Altersgrenze früher in Pension als die meisten anderen Beamten. Wer bis dahin keine Anwartschaft hat, beantragt den Beihilfetarif mit Anfang 60 — mit Gesundheitsprüfung und dem Neugeschäftsbeitrag seines Alters. Die Unterschiede sind erheblich:
| Situation bei Pensionsbeginn | Annahme | Beitrag BC 30 |
|---|---|---|
| große Anwartschaft seit Alter 25 | garantiert, ohne Gesundheitsprüfung | nach Eintrittsalter 25 (Beispiel 240,03 €) |
| kleine Anwartschaft seit Alter 25 | garantiert, ohne Gesundheitsprüfung | nach erreichtem Alter (Beispiel 361,70 € mit 59) |
| keine Anwartschaft, gesund | nach Gesundheitsprüfung | nach erreichtem Alter, ggf. mit Zuschlag |
| keine Anwartschaft, Vorerkrankungen | Ablehnung oder Ausschlüsse möglich | im Zweifel nur Basistarif |
Im Ruhestand entfällt ab dem 60. Lebensjahr der gesetzliche Zuschlag von 10 Prozent, was den Beitrag etwas senkt. Wer mit Vorerkrankungen gar keinen regulären Tarif mehr bekommt, bleibt auf den Basistarif angewiesen — mit einem Höchstbeitrag von 1.017,18 € ohne Beihilfe und deutlich eingeschränkten Leistungen. Genau das verhindert die Anwartschaft. Mehr zum Ruhestand auf unserer Seite PKV für Beamte in Pension.
Wir vergleichen kleine und große Anwartschaft für Ihr Alter und Ihren Dienstherrn — mit dem Beitrag, den Sie im Ruhestand tatsächlich zahlen.
Zusatzversicherung zur Heilfürsorge: Chefarzt, Zweibettzimmer und Zahnersatz
Weil sich die Heilfürsorge am Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung orientiert, lohnt für viele Polizisten eine Zusatzversicherung — vor allem für Krankenhaus-Wahlleistungen und hochwertigen Zahnersatz. Versicherer behandeln Polizisten mit freier Heilfürsorge dabei wie gesetzlich Versicherte.
| Bereich | Lücke der Heilfürsorge | Tarifbeispiele |
|---|---|---|
| Krankenhaus | Mehrbettzimmer, diensthabender Arzt | Signal Iduna EXKLUSIV-B-W, Alte Oldenburger K 50/B, Nürnberger SG2 / BS2, Debeka WKplus |
| Zahnersatz | Zuschüsse statt voller Erstattung | Die Bayerische ZAHN Smart ab 4,80 €, Komfort ab 16,50 €, Prestige ab 17,50 €; DA Direkt Zahnschutz; Nürnberger ZEP80 |
| Ambulant und Brille | Zuzahlungen, Sehhilfen, Heilpraktiker | DA Direkt Krankenzusatz, INTER QualiMed Z |
| Krankenhaustagegeld | keine Geldleistung | Debeka KHT |
Ein Vorteil der Wahlleistungstarife von Beihilfe-Versicherern wie Signal Iduna oder Alte Oldenburger: Sie lassen sich beim Ende der Heilfürsorge nahtlos in einen vollständigen Beihilfetarif überführen. Reine Zusatztarife für gesetzlich Versicherte laufen dagegen nach der Pensionierung ins Leere, weil Sie dann nicht mehr gesetzlich gleichgestellt sind — hier sollten Sie rechtzeitig kündigen und umstellen.
Chefarzt, Zweibettzimmer oder Zahnersatz: Wir zeigen Ihnen die passenden Zusatztarife für Polizisten mit freier Heilfürsorge.
Was kostet die PKV für Polizisten?
Die PKV für Polizisten kostet während der aktiven Dienstzeit wenig: Pflegepflichtversicherung und kleine Anwartschaft zusammen liegen meist bei unter 60 € im Monat. Teuer wird es erst im Ruhestand — und genau dort entscheidet die Anwartschaft über die Höhe des Beitrags.
| Baustein | Monatsbeitrag | Hinweis |
|---|---|---|
| Pflegepflichtversicherung PVB | Ø 56,50 €, max. 83,70 € | Pflicht |
| Kleine Anwartschaft | 1,00 € | sichert Gesundheitszustand |
| Große Anwartschaft (Beispiel BC 30, Alter 25) | rund 50,19 € | sichert zusätzlich das Eintrittsalter |
| Zahnzusatz | ab 4,80 € | optional |
| Beihilfetarif Kinder (BC 20, 0–14 Jahre) | 55,38 € | je Kind |
| Beihilfetarif in der Pension (BC 30) | 240,03 € bis 361,70 € | je nach Eintrittsalter |
Zum Vergleich: Der durchschnittliche Monatsbeitrag Erwachsener mit Beihilfe lag nach Zahlen des PKV-Verbands bei 239 €, ohne Beihilfe bei 559 €. Polizisten mit Heilfürsorge zahlen im aktiven Dienst nur einen Bruchteil davon. Die gesparten Beiträge sind gut in eine große Anwartschaft investiert. Alle Kostenfaktoren der PKV erklärt der Ratgeber Was kostet die PKV?.
Steuerlich gilt: Beiträge zur Pflegepflichtversicherung zählen zur Basisabsicherung und sind als Sonderausgaben abziehbar. Wie Anwartschafts- und Zusatzbeiträge behandelt werden, erklärt der Ratgeber PKV steuerlich absetzen.
PKV für Polizisten in NRW und den anderen Bundesländern
Die Heilfürsorge für Polizisten ist Ländersache — Leistungsumfang, Anspruchsbeginn und die Regeln für Angehörige unterscheiden sich deshalb je nach Dienstherr. Für die Wahl der richtigen Anwartschaft kommt es vor allem auf den Beihilfesatz in der Pension an.
Nordrhein-Westfalen
In NRW erhalten Polizeivollzugsbeamte während des aktiven Dienstes freie Heilfürsorge. Für Angehörige und im Ruhestand gilt die Beihilfe nach dem Grundschema: 70 Prozent in der Pension, 80 Prozent für Kinder, 70 Prozent für berücksichtigungsfähige Ehepartner. Eine pauschale Beihilfe gibt es in Nordrhein-Westfalen nicht. Für Polizisten in NRW ist deshalb die Anwartschaft auf einen Beihilfetarif mit 30 Prozent Restkosten der Standardweg.
Hessen
Hessen weicht beim Beihilfesatz vom Grundschema ab: 50 Prozent für Ledige, 55 Prozent für Verheiratete, je Kind 5 Prozentpunkte mehr, höchstens 70 Prozent; stationär kommen 15 Prozentpunkte hinzu. Wer in Hessen die freie Heilfürsorge erhält, findet bei der FAMK einen Spezialisten, der 1911 von der Frankfurter Berufsfeuerwehr gegründet wurde und heute zur INTER gehört. Beim Wegfall der Heilfürsorge wechseln Versicherte über die Anwartschaft ohne erneute Gesundheitsprüfung in den Beihilfetarif.
Bayern, Bund und die übrigen Länder
In Bayern und bei der Bundespolizei gilt in der Pension das Grundschema mit 70 Prozent. Die Bayerische Beamtenkrankenkasse ist dort traditionell stark vertreten. In Sachsen gelten höhere Sätze: 70 Prozent für Pensionäre, 90 Prozent mit zwei oder mehr Kindern, und ein einmal erreichter Satz sinkt nicht mehr. Einen Überblick über alle Länder gibt der Ratgeber Beihilfe in Bund und Ländern.
Pauschale Beihilfe: In zehn Ländern können Beamte statt der individuellen Beihilfe einen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung wählen. Für Polizisten mit Heilfürsorge spielt das im aktiven Dienst kaum eine Rolle — spätestens vor der Pension aber schon. Die Wahl ist meist unwiderruflich und schließt die Öffnungsaktion aus. Mehr im Ratgeber pauschale Beihilfe.
Typische Fehler bei der PKV für Polizisten — und wie Sie sie vermeiden
Die meisten Probleme mit der privaten Krankenversicherung für Polizisten entstehen nicht durch einen schlechten Tarif, sondern durch verpasste Fristen. Diese Fehler sehen wir in der Beratung immer wieder:
So machen Sie es richtig
- Anwartschaft in den ersten 3 Monaten der Ausbildung abschließen
- Öffnungsaktion innerhalb von 6 Monaten ab Beginn der Heilfürsorge nutzen
- Pflegepflicht und Anwartschaft beim selben Versicherer bündeln
- Nach der Lebenszeitverbeamtung große Anwartschaft prüfen
- Kinder und Partner rechtzeitig in Beihilfetarife aufnehmen
Häufige Fehler
- Keine Anwartschaft, weil „die Heilfürsorge ja alles zahlt“
- Frist der Öffnungsaktion verstreichen lassen
- Zusatztarif für gesetzlich Versicherte als Ersatz für die Anwartschaft ansehen
- Gesundheitsfragen bei späterem Antrag unvollständig beantworten
- Pauschale Beihilfe wählen, ohne die Folgen für die Pension zu prüfen
Wer die Frist schon verpasst hat, ist nicht chancenlos. Über eine anonyme Risikovoranfrage klären wir bei mehreren Versicherern gleichzeitig, wer Sie zu welchen Konditionen annimmt — ohne dass Sie einen Antrag stellen müssen. Worauf es bei Vorerkrankungen ankommt, erklärt der Ratgeber PKV mit Vorerkrankungen.
Anwartschaft, Pflegepflicht, Familie und Pension: Wir stellen Ihnen das passende Paket zusammen — kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zur PKV für Polizisten und Polizeianwärter
Brauchen Polizisten mit Heilfürsorge eine private Krankenversicherung?
Für die Krankheitskosten im aktiven Dienst nicht, denn die freie Heilfürsorge des Dienstherrn übernimmt sie. Pflicht ist aber eine private Pflegepflichtversicherung. Außerdem sollten Polizisten eine Anwartschaft abschließen, weil die Heilfürsorge mit der Pensionierung endet und dann nur noch 70 Prozent Beihilfe gezahlt werden. Den Rest muss eine PKV abdecken.
Was ist die Öffnungsaktion für Polizisten mit Heilfürsorge?
Die Öffnungsaktion der PKV gilt für Heilfürsorgeberechtigte nur in Form einer Anwartschaft auf eine beihilfekonforme Restkostenversicherung. Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Heilfürsorge beim Versicherer eingehen. Dann gibt es keine Ablehnung, keine Leistungsausschlüsse und höchstens 30 Prozent Risikozuschlag.
Was kostet eine Anwartschaft für Polizisten?
Eine kleine Anwartschaft wie die BeihilfeOption von UKV und Bayerischer Beamtenkrankenkasse kostet 1,00 € im Monat, unabhängig vom Alter. Sie sichert den Gesundheitszustand. Eine große Anwartschaft sichert zusätzlich das Eintrittsalter und kostet einen Prozentsatz des Tarifbeitrags; in unserem Beispiel mit Eintrittsalter 25 rund 50,19 € im Monat.
Was müssen Polizeianwärter bei der Krankenversicherung beachten?
Polizeianwärter mit Heilfürsorge brauchen eine Pflegepflichtversicherung und sollten früh eine Anwartschaft abschließen. Bei UKV und Bayerischer Beamtenkrankenkasse können Polizeianwärter die BeihilfeOption mit Pflegepflichtversicherung innerhalb von drei Monaten nach Ausbildungsbeginn ohne Risikoprüfung abschließen. Wer statt Heilfürsorge Beihilfe erhält, braucht einen Anwärtertarif.
Was passiert mit der Krankenversicherung von Polizisten in der Pension?
Mit dem Ruhestand endet die Heilfürsorge. Pensionierte Polizisten erhalten in der Regel 70 Prozent Beihilfe und müssen die übrigen 30 Prozent privat versichern. Ohne Anwartschaft entscheidet dann eine Gesundheitsprüfung mit dem Alter bei Pensionsbeginn über Annahme und Beitrag.
Sind Familienangehörige von Polizisten über die Heilfürsorge versichert?
Nein. Die Heilfürsorge gilt nur für den Polizeibeamten selbst. Ehepartner und Kinder sind über die Beihilfe abgesichert, sofern sie berücksichtigungsfähig sind: Kinder mit 80 Prozent, Ehepartner im Bund mit 70 Prozent bei Einkünften bis 22.648 €. Den Rest decken Beihilfetarife der PKV ab.
Welche PKV ist für Polizisten die beste?
Entscheidend sind drei Punkte: ein Anwartschaftsangebot für Heilfürsorgeberechtigte, starke Beihilfetarife für die Pension und die Teilnahme an der Öffnungsaktion. Diese erfüllen unter anderem die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die UKV mit BeihilfeOption und Anwartschaft Form H, die Debeka, die DBV und die Signal Iduna. In Hessen ist die FAMK auf Polizei und Feuerwehr spezialisiert.
Gilt die Heilfürsorge für Polizisten in NRW?
Ja. In Nordrhein-Westfalen erhalten Polizeivollzugsbeamte während des aktiven Dienstes freie Heilfürsorge. Für Angehörige und im Ruhestand gilt die Beihilfe nach dem Grundschema mit 70 Prozent in der Pension. Eine pauschale Beihilfe gibt es in NRW nicht, deshalb ist die Anwartschaft auf einen Beihilfetarif der übliche Weg.
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