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PKV im Referendariat auf einen Blick
Lehramtsanwärter und andere Referendare im Beamtenverhältnis auf Widerruf erhalten Beihilfe und sind in der GKV versicherungsfrei. Die private Krankenversicherung versichert nur den Rest — in speziellen Anwärtertarifen ohne Alterungsrückstellung, die nach der Verbeamtung ohne neue Gesundheitsprüfung weiterlaufen.
- Beihilfe im Referendariat: in Bund und fast allen Ländern 50 %, die PKV deckt die anderen 50 %.
- Beiträge: zum Beispiel 53,05 € (Debeka, 25 Jahre), 78,17 € (LKH, 25 Jahre), 94,05 € (Union Krankenversicherung, 26 Jahre).
- Öffnungsaktion: Antrag binnen 6 Monaten ab erster Verbeamtung — keine Ablehnung, Risikozuschlag höchstens 30 %.
- GKV-Alternative: freiwillig rund 21,1 % der Bezüge (kinderlos, ohne Krankengeld) — ohne Arbeitgeberanteil.
PKV im Referendariat: Warum die Entscheidung jetzt fällt
Die PKV im Referendariat ist für die meisten Lehramtsanwärter die günstigste Form der Krankenversicherung, weil der Dienstherr über die Beihilfe die Hälfte der Krankheitskosten übernimmt. Wichtiger als der Monatsbeitrag ist aber der Zeitpunkt: Wer zu Beginn des Vorbereitungsdienstes die richtigen Weichen stellt, sichert sich seinen Versicherungsschutz für die gesamte spätere Beamtenlaufbahn.
Bis zum Ende des Studiums waren Sie entweder in der studentischen Krankenversicherung, familienversichert oder — als Kind eines Beamten — über die Beihilfe der Eltern privat versichert. Mit dem ersten Tag des Referendariats ändert sich das grundlegend. Sie werden zum Beamten auf Widerruf ernannt, erhalten Anwärterbezüge und haben erstmals einen eigenen Beihilfeanspruch. Die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung entfällt, weil Beamte nach § 6 SGB V versicherungsfrei sind.
Das klingt nach Formalität, ist aber die Weichenstellung für Jahrzehnte. Denn die Tarifwahl im Referendariat bestimmt in aller Regel, bei welchem Versicherer Sie später als Lehrer auf Lebenszeit versichert sind. Anwärtertarife gehen nach der Verbeamtung auf Probe ohne neue Gesundheitsprüfung in den regulären Beihilfetarif über. Ein Wechsel des Versicherers ist später zwar möglich, kostet aber einen Teil der Alterungsrückstellungen und erfordert eine neue Gesundheitsprüfung.
Diese Seite richtet sich an Lehramtsanwärter aller Schularten und an Referendare anderer Laufbahnen, die als Beamte auf Widerruf ausgebildet werden. Wer im gehobenen oder mittleren Dienst als Anwärter startet — etwa in der Finanzverwaltung oder bei der Polizei —, findet die allgemeinen Regeln auf unserer Seite PKV für Beamtenanwärter, für den Polizeidienst mit Heilfürsorge unter PKV für Polizeibeamte. Hier geht es um die Besonderheiten des Referendariats: die kurze Dauer, den Übergang aus dem Studium, die offene Frage der späteren Einstellung und die Frage, was in den Sommerferien nach dem Staatsexamen passiert.
Referendare als Beamte auf Widerruf: Was das für die Krankenversicherung bedeutet
Als Beamter auf Widerruf sind Lehramtsanwärter in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungsfrei und haben Anspruch auf Beihilfe — genau wie Beamte auf Lebenszeit, nur mit zeitlich begrenztem Dienstverhältnis. Das Beamtenverhältnis auf Widerruf endet in der Regel automatisch mit dem Bestehen oder endgültigen Nichtbestehen der Abschlussprüfung.
Lehramtsanwärter, Studienreferendare, Rechtsreferendare: die Unterschiede
Der Begriff Referendar wird für mehrere Gruppen verwendet, die versicherungsrechtlich unterschiedlich behandelt werden. Für die Wahl der Krankenversicherung ist allein entscheidend, ob Sie im Beamtenverhältnis ausgebildet werden:
| Gruppe | Status im Vorbereitungsdienst | Folge für die Krankenversicherung |
|---|---|---|
| Lehramtsanwärter (Grund-, Haupt-, Real-, Förderschule) | in der Regel Beamter auf Widerruf | Beihilfe, GKV-versicherungsfrei, Anwärtertarif möglich |
| Studienreferendare (Gymnasium, Berufsschule) | in der Regel Beamter auf Widerruf | Beihilfe, GKV-versicherungsfrei, Anwärtertarif möglich |
| Referendare im höheren Verwaltungs- oder technischen Dienst | Beamter auf Widerruf | Beihilfe, Anwärtertarif möglich |
| Rechtsreferendare | meist öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis | in der Regel GKV-pflichtig, keine Beihilfe |
| Lehrer im Vorbereitungsdienst als Angestellte | Arbeitsverhältnis | GKV-pflichtig unter der Versicherungspflichtgrenze |
Ob Sie verbeamtet werden, steht in Ihrer Einstellungszusage bzw. der Ernennungsurkunde. Achten Sie auf die Formulierung „unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf“. Fehlt sie, gelten die Regeln für Angestellte — dann ist die Seite PKV für Angestellte der richtige Ausgangspunkt, und bei Bezügen unter 77.400 € im Jahr bleiben Sie gesetzlich pflichtversichert.
Beihilfe im Referendariat: 50 Prozent als Regel
Der Beihilfebemessungssatz für aktive Beamte liegt beim Bund und in den meisten Ländern bei 50 Prozent. Das gilt auch für Anwärter und Referendare. Abweichungen gibt es in einzelnen Ländern: In Hessen und Bremen steigt der Satz für Verheiratete auf 55 Prozent und um 5 Prozentpunkte je Kind, höchstens auf 70 Prozent. In Sachsen erhalten Beamte mit einem Kind bereits 70 Prozent. Referendare mit zwei oder mehr Kindern kommen beim Bund und im Grundschema der Länder ebenfalls auf 70 Prozent.
| Situation | Beihilfe | PKV versichert |
|---|---|---|
| Referendar ledig, ohne Kind (Grundschema) | 50 % | 50 % |
| Referendar mit zwei oder mehr Kindern (Bund) | 70 % | 30 % |
| Referendar in Sachsen mit einem Kind | 70 % | 30 % |
| Referendar in Hessen oder Bremen, verheiratet | 55 % | 45 % |
| Kind eines Referendars (Grundschema) | 80 % | 20 % |
Mehrere Beihilfeverordnungen gewähren Anwärtern für Zahnersatz und Implantate nur eingeschränkt Beihilfe. Einige Anwärtertarife schließen genau diese Lücke — etwa Vision B-UA der DBV, die Zahnersatz auch dort erstattet, wo die Beihilfe für Anwärter ausfällt. Prüfen Sie diesen Punkt vor allem, wenn bei Ihnen eine Krone oder Brücke absehbar ist.
Eine ausführliche Übersicht aller Bemessungssätze nach Bundesland finden Sie im Ratgeber Beihilfe in Bund und Ländern, die Grundlagen im Ratgeber Beihilfe für Beamte.
PKV oder GKV im Referendariat: Der Kostenvergleich
Im Referendariat ist die PKV fast immer deutlich günstiger als die GKV, weil gesetzlich versicherte Beamte den vollen Beitrag allein tragen: Einen Arbeitgeberanteil gibt es nicht, die Beihilfe zahlt nur zu privaten Arztrechnungen. Die Ausnahme sind Länder mit pauschaler Beihilfe, die einen Zuschuss zum GKV-Beitrag zahlen.
Wer als Referendar freiwillig in der GKV bleibt, zahlt den ermäßigten Beitragssatz von 14,0 Prozent, weil Beamte keinen Anspruch auf Krankengeld haben, dazu den Zusatzbeitrag der Kasse — im Durchschnitt 2,9 Prozent — und die Pflegeversicherung mit 3,6 Prozent, kinderlos ab 23 Jahren 4,2 Prozent. Zusammen sind das rund 21,1 Prozent der Bezüge, die Sie komplett selbst zahlen.
| Angenommene Bruttobezüge | GKV freiwillig (voll selbst) | GKV mit pauschaler Beihilfe (hälftig) | PKV-Anwärtertarif (Beispielspanne) |
|---|---|---|---|
| 1.500 € im Monat | 316,50 € | 158,25 € | 50–110 € + Pflege |
| 1.800 € im Monat | 379,80 € | 189,90 € | 50–110 € + Pflege |
| 2.100 € im Monat | 443,10 € | 221,55 € | 50–110 € + Pflege |
Das Beispiel zeigt die Größenordnung: Selbst mit pauschaler Beihilfe liegt der GKV-Beitrag für Referendare meist über dem Beitrag eines Anwärtertarifs. Ohne pauschale Beihilfe ist die GKV oft drei- bis sechsmal so teuer. Dazu kommt, dass Privatpatienten in der Regel schneller Termine bekommen und die Leistungen vertraglich garantiert sind.
Monatsbeitrag im Referendariat: GKV (Rechenbeispiel) und PKV-Anwärtertarife (Beispielbeiträge ohne Pflegepflicht)
Pauschale Beihilfe: Wann die GKV für Referendare interessant wird
In zehn Ländern können Beamte statt der individuellen Beihilfe einen Zuschuss zur GKV wählen: Hamburg, Bremen, Berlin, Brandenburg, Thüringen, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern; Schleswig-Holstein gewährt sie nur für bestimmte Gruppen. Der Zuschuss ist in der Regel auf die Hälfte des GKV-Beitrags begrenzt. Für Referendare mit Vorerkrankungen oder mit mehreren Kindern, die in der GKV beitragsfrei familienversichert wären, kann das eine Überlegung wert sein.
Zwei Punkte sprechen im Referendariat dennoch meist gegen die pauschale Beihilfe. Erstens ist die Wahl in den meisten Ländern unwiderruflich und gilt damit für die gesamte Beamtenlaufbahn. Zweitens schließt sie die Öffnungsaktion aus: Wer die pauschale Beihilfe wählt, kann später nicht mehr über die erleichterten Bedingungen in die PKV. Bei einem Wechsel zu einem Dienstherrn in einem anderen Land endet der Anspruch zudem meist. Details erklärt der Ratgeber pauschale Beihilfe.
PKV im Referendariat: Vorteile
- Beitrag im Anwärtertarif meist 50–110 € statt mehrerer hundert Euro in der GKV
- Leistungen vertraglich garantiert, Privatpatientenstatus beim Arzt
- Umstellung in den Beamtentarif ohne neue Gesundheitsprüfung
- Beitragsrückerstattung oft schon ab dem ersten leistungsfreien Jahr
- Öffnungsaktion sichert die Aufnahme auch mit Vorerkrankungen
PKV im Referendariat: Nachteile
- Rechnungen vorstrecken und bei Beihilfe und PKV einreichen
- Kinder brauchen einen eigenen Vertrag, keine beitragsfreie Familienversicherung
- Beitragssprung nach der Verbeamtung auf Probe
- Absicherung für die Zeit nach dem Referendariat muss mitgedacht werden
Die grundsätzliche Abwägung zwischen beiden Systemen finden Sie im Ratgeber GKV oder PKV. Für Referendare ist sie selten knapp — außer bei schweren Vorerkrankungen oder großer Familie in einem Land mit pauschaler Beihilfe.
Wir vergleichen die Anwärtertarife mit Ihrem GKV-Beitrag — für Ihr Bundesland, Ihr Alter und Ihren Beihilfesatz.
Kosten der PKV im Referendariat: Beiträge nach Alter
Die PKV im Referendariat kostet bei 50 Prozent Beihilfe je nach Versicherer, Alter und Leistung etwa 50 bis 110 € im Monat, zuzüglich Pflegepflichtversicherung. Anwärtertarife sind so günstig, weil sie keine oder nur geringe Alterungsrückstellungen bilden — der Beitrag deckt im Wesentlichen die laufenden Kosten junger Versicherter.
Das Eintrittsalter wirkt im Referendariat anders als in der regulären PKV. Viele Versicherer rechnen in Altersgruppen, und manche Anwärtertarife sind für ältere Referendare sogar etwas teurer als für jüngere, weil die Kosten mit dem Alter steigen. Bei der Barmenia steigt der Tarifbeitrag BGK50 zum Beispiel von 68,04 € mit 23 Jahren auf 80,26 € mit 28 und 82,83 € mit 38 Jahren. Bei Union Krankenversicherung und Bayerischer Beamtenkrankenkasse kostet der Tarif BC 50 W mit 21 Jahren 72,35 €, mit 26 Jahren 94,05 € und mit 31 Jahren 112,03 €.
| Tarif | 21–23 Jahre | 25–28 Jahre | 31–33 Jahre |
|---|---|---|---|
| Barmenia Genau-Für-Sie BGK50 | 68,04 € (23) | 80,26 € (28) | 82,72 € (33) |
| Barmenia Anwärterpaket mit Einbettzimmer | 79,44 € (23) | 93,84 € (28) | 97,73 € (33) |
| Union KV / BBKK BC 50 W | 72,35 € (21) | 94,05 € (26) | 112,03 € (31) |
| Union KV / BBKK BC 50 W mit 300 € Selbstbehalt | 51,12 € (21) | 69,25 € (26) | 84,34 € (31) |
| Debeka Anwärtertarif B30A + B20A mit WL | 42,07 € (20, inkl. BCA) | 53,05 € (25, ohne BCA) | — |
Pflegepflichtversicherung und Zusatzkosten
Neben der Krankenversicherung ist die private Pflegepflichtversicherung Pflicht. Für Beihilfeberechtigte beträgt sie 2026 höchstens 83,70 € im Monat; der Durchschnitt aller Beihilfeberechtigten liegt bei 56,50 €. In der Öffnungsaktion darf in der Pflegeversicherung kein gesundheitsabhängiger Risikozuschlag erhoben werden. Einige Anwärterpakete enthalten die Pflegepflicht bereits: Bei der Allianz kostet das Anwärterpaket mit 19 Jahren 72,34 € inklusive Pflege, bei HanseMerkur Be Fit Start mit 18 Jahren 70,97 € und bei der Concordia mit 25 Jahren 86,24 € inklusive Beihilfeergänzung. Mehr dazu im Ratgeber Pflegepflichtversicherung.
Ein Krankentagegeld brauchen Referendare in der Regel nicht, weil der Dienstherr die Anwärterbezüge im Krankheitsfall weiterzahlt. Anders als Angestellte zahlen Sie auch keinen gesetzlichen Zuschlag für einen Arbeitgeberanteil — der Beitrag, den Sie im Angebot sehen, ist Ihr tatsächlicher Monatsbeitrag.
Beitragssprung nach der Verbeamtung
Mit der Ernennung zum Beamten auf Probe wird der Anwärtertarif in den regulären Beihilfetarif umgestellt. Ab dann werden Alterungsrückstellungen aufgebaut, und der Beitrag steigt deutlich. Ein Beispiel aus dem Anwärtertarif der Allianz: 72,34 € mit 19 Jahren als Anwärter, 352,24 € als 27-jähriger Beamter mit 50 Prozent Beihilfe im regulären Tarif. Diesen Sprung sollten Sie einplanen — er ist kein Nachteil der PKV, sondern der Preis für stabile Beiträge im Alter. Im Ruhestand steigt die Beihilfe in der Regel auf 70 Prozent, der PKV-Anteil sinkt auf 30 Prozent.
Die Beiträge zur Basisabsicherung sind als Sonderausgaben steuerlich absetzbar. Wie das im Referendariat funktioniert, erklärt der Ratgeber PKV steuerlich absetzen.
Tarife und Anbieter für die PKV im Referendariat
Für Referendare bieten mehr als 25 private Krankenversicherer eigene Anwärtertarife an — meist unter Namen mit „A“, „W“ oder „UA“ im Kürzel. Sie unterscheiden sich vor allem in den Altersgrenzen, der Beitragsrückerstattung, den Wahlleistungen im Krankenhaus und dem Zahnschutz.
| Anbieter | Tarif für Referendare | Besonderheit | Beispielbeitrag |
|---|---|---|---|
| Debeka | B30A + B20A mit WL30A + WL20A | keine Wartezeiten, bis 6 Monatsbeiträge Rückerstattung, bis 39 Jahre | 53,05 € (25 J.) |
| Barmenia | Genau-Für-Sie BGK50 | Kompakttarif, Alterungsrückstellung ab Beginn, bis 39 Jahre | 68,04 € (23 J.) |
| HanseMerkur | Be Fit Start (BA, BAE) | Beitragsgarantie bis Ende 2027, Zahn ohne Höchstbeträge | 70,97 € (18 J., inkl. Pflege) |
| Allianz | BHRA50 / BHRK50 / BHRZ50 | offener Hilfsmittelkatalog, Rückerstattung bis 50 % | 72,34 € (19 J., inkl. Pflege) |
| LKH | BeihilfeUpgrade Anwärterstufe | gleiche Leistungen wie für Beamte, 21 bis 38 Jahre | 78,17 € (25 J.) |
| Concordia | BV30A + BV20A + BVE | mit Beihilfeergänzung, Optionsrecht nach Ernennung | 86,24 € (25 J., inkl. Pflege) |
| DBV | Vision B-UA | 50 % Beitragsrückerstattung, Zahnersatz trotz Beihilfelücke | 87,16 € (23 J.) |
| Nürnberger | Beihilfe kompakt für Anwärter (BAK) | Eintritt bis 33 Jahre, Laufzeit bis 60 Monate | 92,22 € (27 J.) |
| ARAG | Beihilfe-Welt für Anwärter | Überbrückung bis 12 Monate, Optionsrecht | 93,45 € (23 J., Bayern) |
| Union KV | BeihilfeCOMFORT BC 50 W | Aufnahme 16 bis 38 Jahre, Variante mit 300 € Selbstbehalt | 94,05 € (26 J.) |
| uniVersa | uni-BA|Kompakt 2/50 | Zweibettzimmer und Chefarzt, Psychotherapie ohne Sitzungslimit | 104,73 € (23 J.) |
Weitere Anwärtertarife ohne veröffentlichten Beispielbeitrag
Viele Versicherer rechnen den Anwärterbeitrag nur individuell. Diese Tarife kommen für Referendare ebenfalls in Frage:
- AXA: Vision B-UA und Tarifgruppe B-UA — bis zum 39. Lebensjahr, Beitrag 36 Monate garantiert, 50 % Beitragsrückerstattung.
- DKV: BeihilfeMed BKA / BZA — eigener Zahnbaustein für nicht beihilfefähige Zahnleistungen, Psychotherapie unbegrenzt, Fortführung in BK spätestens mit 39.
- Signal Iduna: R-START-B, R-KOMFORT-B+, R-EXKLUSIV-B — drei Leistungsstufen, 6 Monatsbeiträge Rückerstattung, Optionsrecht bei Laufbahnwechsel.
- Continentale: COMFORTBeihilfe BA / BO — mit oder ohne Selbstbeteiligung, 16 bis 39 Jahre, 18 Monate Schutz bei Arbeitslosigkeit.
- INTER: ABK U / ABW U — 21 bis 38 Jahre, 12 Monate weltweiter Schutz, Übergang in BK U ohne Gesundheitsprüfung.
- Münchener Verein: Bonus Care-BA — ausdrücklich für Anwärter und Referendare, bis 3 Jahre Laufzeit, höchstens bis 34, keine Zahnstaffel.
- ottonova: ExklusivGarant24 und ExklusivFlex24 — Zahn, Zahnersatz und Kieferorthopädie 100 %, Flex mit Zweibettzimmer und Chefarzt.
- Generali: Beihilfe BA und BEA — bis 38 Jahre, BA mit Chefarzt und Zweibettzimmer, BEA als Basisschutz mit Option nach dem Vorbereitungsdienst.
- SDK: BA30 / BAE — ermäßigte Beiträge, keine Wartezeiten, Zahnersatz-Ergänzung ohne Prüfung.
- LVM: ABA / SBA / ZBA — bis 39 Jahre, 3 Jahre Beitragsstabilität, 6 Monatsbeiträge Rückerstattung.
- VRK: BAK — für Anwärter, Vikare und Referendare, automatische Umstellung nach der Ausbildung, bis zum 39. Lebensjahr.
- Alte Oldenburger: Beamtenanwärterversicherung BV — keine Wartezeiten, bis zum 38. Lebensjahr, Umstellung mit Alterungsrückstellung.
- Hallesche: PRIMO B mit Sonderbedingungen für Anwärter — Eintritt bis 33, automatische Übernahme als Beamter.
- R+V: Beihilfe classic, comfort, premium — mit Rabatt für Anwärter.
- FAMK: ABS Start, ABS und ABS + AEB — Zahnersatz bis zu 100 % mit der Anwärter-Ergänzung AEB.
Altersgrenzen: Wichtig für Quereinsteiger und Referendare über 30
Wer nach einem Zweitstudium oder als Seiteneinsteiger ins Referendariat geht, ist oft älter als 30. Dann entscheidet die Altersgrenze des Anwärtertarifs, welche Versicherer überhaupt in Frage kommen:
| Höchstes Eintrittsalter | Anwärtertarife |
|---|---|
| bis 33 Jahre | Hallesche PRIMO B (Anwärter), Nürnberger BAK |
| bis 34 Jahre | Münchener Verein Bonus Care-BA (Laufzeit höchstens bis 34) |
| bis 38 Jahre | Union KV und BBKK BC 50 W, LKH Anwärterstufe, INTER ABK U, Generali BA/BEA, Alte Oldenburger BV |
| bis 39 Jahre | Debeka, Barmenia, AXA, Continentale, LVM, VRK, Provinzial |
Über diesen Grenzen bleibt der reguläre Beihilfetarif — mit Alterungsrückstellung und entsprechend höherem Beitrag. Die Öffnungsaktion hat dagegen keine Altersgrenze.
Welche Tarifmerkmale für Referendare besonders zählen
| Merkmal | Warum es im Referendariat wichtig ist | Beispiele |
|---|---|---|
| Umstellung ohne Gesundheitsprüfung | sichert den Beamtentarif, auch wenn Sie im Referendariat erkranken | fast alle Anwärtertarife |
| Beitragsrückerstattung | junge Versicherte reichen oft keine Rechnung ein | DBV und AXA 50 %, viele Anbieter 6 Monatsbeiträge |
| Zahnersatz trotz Beihilfelücke | Anwärter erhalten dafür teils keine Beihilfe | DBV Vision B-UA, FAMK ABS + AEB |
| Überbrückung nach dem Referendariat | schützt bei Lücke bis zur Einstellung | ARAG bis 12 Monate, Continentale 18 Monate |
| Optionsrecht bei Laufbahnwechsel | wenn Sie das Land oder den Dienstherrn wechseln | Signal Iduna, Concordia |
| Beitragsgarantie | planbare Kosten im Vorbereitungsdienst | HanseMerkur bis Ende 2027, AXA 36 Monate, LVM 3 Jahre |
Eine Übersicht aller Gesellschaften finden Sie unter PKV-Anbieter, eine allgemeine Einordnung der Beihilfetarife für Beamte unter PKV für Beamte.
Wir rechnen die passenden Tarife für Ihr Alter, Ihr Bundesland und Ihren Beihilfesatz — inklusive Folgebeitrag nach der Verbeamtung.
PKV-Rechner für Referendare: Anwärtertarife nach Alter
Mit dem Vergleichsrechner sehen Sie sofort, welche Anwärtertarife für Ihr Alter hinterlegt sind und was sie ungefähr kosten — anonym und ohne Anmeldung. Grundlage sind die aktuellen Beispielbeiträge der Versicherer; für Ihr genaues Alter rechnen wir einen Richtwert hoch.
Beispielbeiträge 2026 bzw. daraus hochgerechnete Richtwerte für Beamte auf Widerruf; die enthaltenen Bausteine (Pflegepflicht, Wahlleistungen, Ergänzung) unterscheiden sich je Tarif. Ihr genauer Beitrag steht mit dem persönlichen Angebot fest.
Den allgemeinen Rechner für alle Berufsgruppen finden Sie unter PKV-Rechner.
Öffnungsaktion: PKV im Referendariat auch mit Vorerkrankungen
Die Öffnungsaktion der PKV gilt ausdrücklich für Beamte auf Widerruf und damit für Referendare: Wer innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Verbeamtung einen Antrag stellt, wird von teilnehmenden Versicherern trotz Vorerkrankungen angenommen. Maßgeblich ist der Eingang des Antrags beim Versicherer.
| Regel | Inhalt |
|---|---|
| Frist | 6 Monate ab der erstmaligen Verbeamtung — bei Referendaren in der Regel ab Beginn des Vorbereitungsdienstes |
| Annahme | keine Ablehnung aus gesundheitlichen Gründen |
| Leistungsausschlüsse | nicht zulässig; Vorerkrankungen werden mitversichert |
| Risikozuschlag | höchstens 30 % des tariflichen Beitrags |
| Pflegepflicht | kein gesundheitsabhängiger Risikozuschlag |
| Umfang | nur beihilfekonforme Restkostenversicherung, Beihilfeergänzungstarife sind ausgenommen |
| Ausgeschlossen | wer die pauschale Beihilfe gewählt hat oder bereits eine eigene PKV-Vollversicherung hatte (Versicherung über die Eltern zählt nicht) |
Teilnehmende Versicherer sind unter anderem Allianz, Bayerische Beamtenkrankenkasse, DBV, Debeka, DKV, Generali, INTER, Münchener Verein, ottonova, Signal Iduna, SDK, Union Krankenversicherung und VRK. Die Hallesche nimmt zwar an der Öffnungsaktion teil, aber nicht für Beamte auf Widerruf — für Referendare mit Vorerkrankung scheidet sie über diesen Weg also aus. Barmenia, LKH, Continentale, ARAG und Concordia gehören nicht zu den Teilnehmern.
Warum Referendare die Frist nicht verstreichen lassen sollten
Die sechs Monate beginnen mit der ersten Verbeamtung — für Lehramtsanwärter ist das der Tag der Ernennung zum Beamten auf Widerruf, nicht erst die spätere Verbeamtung auf Probe. Wer im ersten Halbjahr des Referendariats zwischen Unterrichtsbesuchen und Seminaren die Krankenversicherung aufschiebt, verliert damit unter Umständen die erleichterte Aufnahme. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass mit der späteren Verbeamtung auf Probe eine neue Frist beginnt.
Auch ohne Vorerkrankung lohnt es sich, den Antrag früh zu stellen: Ohne Öffnungsaktion stehen Ihnen zwar alle Anwärtertarife offen, auch die der Nicht-Teilnehmer — aber jede Erkrankung, die im Referendariat neu diagnostiziert wird, müssten Sie bei einem späteren Antrag angeben. Wer Beschwerden hat, etwa eine laufende Psychotherapie, Allergien oder Rückenprobleme, sollte vor dem Antrag eine anonyme Risikovoranfrage stellen lassen. So sehen Sie, welcher Versicherer ohne Zuschlag annimmt und ob die Öffnungsaktion für Sie der bessere Weg ist.
Gesundheitsfragen vollständig beantworten: Auch in der Öffnungsaktion stellt der Versicherer Gesundheitsfragen, um den Risikozuschlag zu bestimmen. Falsche Angaben können zum Rücktritt führen — und wer nach einer Anzeigepflichtverletzung aus einem Vertrag fliegt, ist von der Öffnungsaktion künftig ausgeschlossen. Mehr dazu in den Ratgebern Gesundheitsprüfung und PKV mit Vorerkrankungen.
Die vollständigen Regeln, alle Teilnehmer und Sonderfälle für Angehörige erklärt der Ratgeber Öffnungsaktion für Beamte.
Wir prüfen anonym, welcher Versicherer Sie ohne oder mit geringem Zuschlag annimmt — und ob die Öffnungsaktion der bessere Weg ist.
Vom Elterntarif in die eigene PKV im Referendariat
Viele Lehramtsanwärter sind Kinder von Beamten und waren bis zum Studienende über die Beihilfe der Eltern mit 80 Prozent Beihilfe und einem 20-Prozent-Tarif privat versichert. Mit dem Referendariat erhalten sie einen eigenen Beihilfeanspruch von meist 50 Prozent; der bisherige Tarif muss dann auf 50 Prozent aufgestockt werden.
Für diesen Übergang gibt es zwei Wege. Sie können beim bisherigen Versicherer bleiben und den Tarif an den neuen Beihilfesatz anpassen lassen. Stellen Sie den Antrag innerhalb von sechs Monaten nach der Änderung, darf der Versicherer nach § 199 VVG keine neue Gesundheitsprüfung und keine Wartezeiten verlangen. Für den hinzukommenden Anteil gilt allerdings Ihr aktuelles Eintrittsalter. Oder Sie wählen einen neuen Versicherer mit einem Anwärtertarif — auch über die Öffnungsaktion, denn eine frühere Versicherung über die Eltern schließt die Teilnahme nicht aus.
| Weg | Vorteil | Zu beachten |
|---|---|---|
| Bisherigen Tarif aufstocken | keine Gesundheitsprüfung bei Antrag binnen 6 Monaten, vertrauter Versicherer | nicht jeder Versicherer hat einen Anwärtertarif, Beitrag für den neuen Anteil nach aktuellem Alter |
| Anwärtertarif beim bisherigen Versicherer | günstiger Beitrag ohne Alterungsrückstellung, oft Umstellung ohne Prüfung | Leistungen und Folgebeitrag mit anderen Anbietern vergleichen |
| Neuer Versicherer über die Öffnungsaktion | freie Wahl unter den Teilnehmern, Aufnahme trotz Vorerkrankung | Frist 6 Monate, Risikozuschlag bis 30 % möglich |
| Neuer Versicherer mit normaler Gesundheitsprüfung | alle Anwärtertarife am Markt wählbar | nur sinnvoll ohne relevante Vorerkrankungen |
Wer im Lehramtsstudium bereits an das spätere Beamtenverhältnis gedacht hat, konnte sich den Zugang zur PKV mit einem Optionstarif sichern: Die Union Krankenversicherung bietet mit der BeihilfeOption für 1 € im Monat ein Wechselrecht ohne neue Gesundheitsprüfung, ausdrücklich auch für Lehramtsstudenten; die Alte Oldenburger hat mit dem Optionstarif OTB für 1,50 € im Monat ein vergleichbares Angebot bis zum 37. Lebensjahr. Wer eine solche Option hat, sollte sie zu Beginn des Referendariats ausüben. Mehr zur Zeit vor dem Referendariat unter PKV für Studenten.
Referendare mit Kindern
Kinder von Referendaren erhalten 80 Prozent Beihilfe und brauchen einen eigenen 20-Prozent-Tarif. Ist ein Elternteil gesetzlich versichert und verdient mehr als der privat versicherte Referendar, kann das Kind oft beitragsfrei in der GKV familienversichert werden. Bei Geburt während des Referendariats gilt: Das Neugeborene kann innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt rückwirkend und ohne Gesundheitsprüfung beim Versicherer des Elternteils angemeldet werden. Details im Ratgeber Kindernachversicherung; wie sich eine Elternzeit im Vorbereitungsdienst auswirkt, erklärt der Ratgeber PKV in der Elternzeit.
PKV nach dem Referendariat: Verbeamtung, Anstellung oder Lücke
Nach dem Referendariat hängt der weitere Weg der Krankenversicherung davon ab, ob Sie verbeamtet, angestellt oder zunächst gar nicht eingestellt werden. Weil das Beamtenverhältnis auf Widerruf mit der Prüfung endet, endet mit ihm auch der Beihilfeanspruch — und die PKV muss auf die neue Lage angepasst werden.
- Studiumstudentische GKV, Familienversicherung oder Beihilfetarif über die Eltern; ggf. Optionstarif für 1 bis 1,50 € im Monat
- Beginn ReferendariatErnennung zum Beamten auf Widerruf, eigene Beihilfe (meist 50 %), Start der 6-Monats-Frist der Öffnungsaktion
- Während des VorbereitungsdienstesAnwärtertarif ohne oder mit geringer Alterungsrückstellung, Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit
- StaatsexamenEnde des Beamtenverhältnisses auf Widerruf und des Beihilfeanspruchs
- Verbeamtung auf ProbeUmstellung in den regulären Beihilfetarif ohne Gesundheitsprüfung, Beitrag steigt
- RuhestandBeihilfe meist 70 %, PKV nur noch für 30 %
Fall 1: Sie werden verbeamtet
Das ist der Normalfall. Der Versicherer stellt den Anwärtertarif in den entsprechenden Beamtentarif um, ohne erneute Gesundheitsprüfung und meist ohne neue Wartezeiten. Melden Sie die Ernennung zum Beamten auf Probe zeitnah, damit die Umstellung rechtzeitig erfolgt. Wechseln Sie für die Planstelle in ein anderes Bundesland, prüfen wir, ob sich der Beihilfesatz ändert und der Tarif angepasst werden muss. Wie es als Lehrer weitergeht, lesen Sie unter PKV für Lehrer.
Fall 2: Sie werden als angestellter Lehrer eingestellt
Wer nach dem Referendariat als Angestellter unterrichtet und weniger als 77.400 € im Jahr verdient (2026; 2027 voraussichtlich 84.150 €), wird in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Die PKV können Sie dann innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht rückwirkend kündigen. Sinnvoll ist oft eine Anwartschaft: Sie sichert den Gesundheitszustand von heute, falls Sie einige Jahre später doch noch verbeamtet werden. Wie die Rückkehr in die GKV abläuft, erklärt der Ratgeber Zurück in die GKV.
Fall 3: Lücke zwischen Staatsexamen und Einstellung
Die heikelste Phase sind die Wochen oder Monate zwischen Prüfung und erster Stelle — häufig die Sommerferien. Als Beamter auf Widerruf haben Sie keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt und deshalb in der Regel keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I, über das Sie gesetzlich versichert wären. Gleichzeitig fällt die Beihilfe weg. Ihre PKV müsste die Kosten dann zu 100 Prozent tragen, der Beitrag würde sich entsprechend erhöhen.
Genau für diese Phase haben einige Anwärtertarife Regelungen: Die ARAG überbrückt bis zu 12 Monate, die Continentale bietet 18 Monate Schutz bei Arbeitslosigkeit. Bei anderen Versicherern ist eine befristete Aufstockung auf 100 Prozent oder eine Anwartschaft möglich. Kündigen Sie die PKV in dieser Phase keinesfalls ersatzlos: In Deutschland besteht Versicherungspflicht, und wer später einen Vertrag abschließt, zahlt für die Zeit ohne Versicherung einen Prämienzuschlag. Mehr dazu im Ratgeber PKV bei Arbeitslosigkeit.
| Nach dem Referendariat | Beihilfe | Krankenversicherung | Was zu tun ist |
|---|---|---|---|
| Verbeamtung auf Probe | ja, meist 50 % | PKV-Beihilfetarif | Ernennung melden, Umstellung prüfen |
| Anstellung unter der Pflichtgrenze | nein | GKV-Pflicht | PKV binnen 3 Monaten kündigen, Anwartschaft erwägen |
| Anstellung über der Pflichtgrenze | nein | PKV mit Arbeitgeberzuschuss möglich | Tarif auf 100 % umstellen, Krankentagegeld ergänzen |
| Lücke ohne Stelle | nein | PKV zu 100 % oder Überbrückung | Überbrückungsregel des Tarifs nutzen, nicht ersatzlos kündigen |
| Zweitstudium oder Promotion | nein | je nach Status GKV oder PKV | Anwartschaft für spätere Verbeamtung prüfen |
Wir klären rechtzeitig, wie Ihr Anwärtertarif nach der Prüfung weiterläuft — bei Verbeamtung, Anstellung oder Lücke.
Checkliste: PKV im Referendariat richtig abschließen
Die PKV im Referendariat schließen Sie am besten in den ersten Wochen des Vorbereitungsdienstes ab — mit der Ernennungsurkunde, dem Nachweis über den Beihilfesatz und einem Vergleich der Anwärter- und Folgetarife. Diese Schritte haben sich bewährt:
- Status klären: Werden Sie Beamter auf Widerruf? Ab welchem Datum? Dieses Datum startet die Frist der Öffnungsaktion.
- Beihilfesatz ermitteln: meist 50 %, abweichend in Hessen, Bremen und Sachsen oder mit Kindern.
- Pauschale Beihilfe bewusst entscheiden: nur in zehn Ländern möglich, meist unwiderruflich, schließt die Öffnungsaktion aus.
- Bisherige Versicherung prüfen: Elterntarif aufstocken, Optionstarif ausüben oder studentische GKV beenden.
- Gesundheit ehrlich bewerten: Bei Vorerkrankungen anonyme Risikovoranfrage oder Öffnungsaktion.
- Anwärter- und Folgebeitrag vergleichen: nicht nur den Einstiegspreis, sondern auch den Beitrag nach der Verbeamtung.
- Leistungen gewichten: Zahnersatz trotz Beihilfelücke, Psychotherapie, Beitragsrückerstattung, Wahlleistungen im Krankenhaus.
- Zeit nach dem Examen mitdenken: Überbrückungsregel und Anwartschaft vorab klären.
- Pflegepflichtversicherung nicht vergessen: sie ist Pflicht und gehört in jedes Angebot.
Typische Fehler im Referendariat
Aus der Beratung kennen wir vor allem vier Fehler. Erstens verstreicht die Frist der Öffnungsaktion, weil der Antrag erst nach dem ersten Halbjahr gestellt wird. Zweitens bleiben Referendare aus Gewohnheit freiwillig in der GKV und zahlen dort im Monat mehrere hundert Euro allein. Drittens wird der günstigste Anwärtertarif gewählt, ohne auf den Beitrag nach der Verbeamtung zu schauen. Und viertens wird die PKV nach dem Staatsexamen gekündigt, obwohl noch keine Anschlussversicherung besteht.
Die Beitragsrückerstattung ist im Referendariat übrigens besonders interessant: Junge Versicherte reichen oft über Jahre keine Rechnung ein, und viele Anwärtertarife zahlen bis zu sechs Monatsbeiträge oder 50 Prozent zurück. Wann sich das Einreichen kleiner Rechnungen trotzdem lohnt, erklärt der Ratgeber Beitragsrückerstattung.
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Häufige Fragen zur PKV im Referendariat
Muss ich mich im Referendariat privat krankenversichern?
Nein, eine Pflicht zur PKV gibt es nicht. Als Lehramtsanwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf sind Sie aber versicherungsfrei in der GKV und erhalten Beihilfe — meist 50 Prozent. Die PKV muss dann nur die übrigen 50 Prozent abdecken und kostet in Anwärtertarifen oft 50 bis 110 € im Monat. In der GKV zahlen Sie dagegen den vollen Beitrag allein, außer Ihr Land bietet die pauschale Beihilfe.
Was kostet die PKV im Referendariat?
Anwärtertarife bei 50 % Beihilfe kosten je nach Alter und Leistung ungefähr zwischen 50 und 110 € im Monat, zum Beispiel 53,05 € bei der Debeka mit 25 Jahren, 78,17 € bei der LKH mit 25 Jahren oder 87,16 € bei der DBV mit 23 Jahren. Hinzu kommt je nach Tarif die Pflegepflichtversicherung, für Beihilfeberechtigte höchstens 83,70 € im Monat.
Gilt die Öffnungsaktion auch für Referendare?
Ja. Die Öffnungsaktion der PKV gilt ausdrücklich für Beamte auf Widerruf, also auch für Lehramtsanwärter und Referendare. Innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Verbeamtung gibt es keine Ablehnung, keine Leistungsausschlüsse und höchstens 30 Prozent Risikozuschlag. Die Hallesche nimmt Beamte auf Widerruf allerdings nicht über die Öffnungsaktion auf.
Was passiert mit der PKV nach dem Referendariat?
Werden Sie verbeamtet, stellt der Versicherer den Anwärtertarif in den regulären Beihilfetarif um — ohne neue Gesundheitsprüfung. Der Beitrag steigt dabei, weil ab jetzt Alterungsrückstellungen aufgebaut werden. Werden Sie als angestellter Lehrer unter der Versicherungspflichtgrenze eingestellt, werden Sie gesetzlich pflichtversichert und können die PKV innerhalb von drei Monaten rückwirkend kündigen.
Bin ich als Referendar über meine Eltern beihilfeberechtigt?
Mit Beginn des Referendariats erhalten Sie als Beamter auf Widerruf einen eigenen Beihilfeanspruch, meist 50 Prozent. Der Kinderanteil über die Eltern mit 80 Prozent entfällt. Waren Sie bisher privat über die Eltern versichert, muss Ihr Tarif von 20 auf 50 Prozent aufgestockt werden. Innerhalb von sechs Monaten nach der Änderung geht das ohne Gesundheitsprüfung.
Ist die PKV im Referendariat mit Vorerkrankungen möglich?
Ja, über die Öffnungsaktion. Wer innerhalb von sechs Monaten nach Beginn des Vorbereitungsdienstes bei einem teilnehmenden Versicherer beantragt, wird trotz Vorerkrankung angenommen. Der Risikozuschlag ist auf 30 Prozent begrenzt, Leistungsausschlüsse sind nicht zulässig. Ohne Vorerkrankungen lohnt dennoch ein Vergleich, weil dann alle Anwärtertarife offenstehen.
Welche PKV ist die beste für Lehramtsanwärter?
Die eine beste PKV für Lehramtsanwärter gibt es nicht. Günstig sind etwa Debeka, Barmenia und die Anwärtertarife mit Selbstbehalt von Union Krankenversicherung und Bayerischer Beamtenkrankenkasse; besonders leistungsstark sind DBV und AXA mit 50 % Beitragsrückerstattung oder uniVersa mit Zweibettzimmer und Chefarzt. Entscheidend sind Ihr Bundesland, Ihr Gesundheitszustand und ob Sie nach dem Referendariat sicher verbeamtet werden.
Brauchen Referendare ein Krankentagegeld?
In der Regel nein. Als Beamter auf Widerruf erhalten Sie Ihre Anwärterbezüge im Krankheitsfall weiter. Ein Krankentagegeld wird erst wichtig, wenn Sie nach dem Referendariat als angestellter Lehrer oder in einer Lücke ohne Dienstherrn privat versichert bleiben.
Wir prüfen Tarife, Bedingungen und Beiträge der privaten Krankenversicherer laufend und rechnen Ihr Angebot individuell — für Angestellte, Selbstständige, Beamte, Studenten und Familien. Tarifstand 2026.
